Windkraft-Firmen drohen mit Rückzug aus Griechenland

11. Januar 2013 / Aktualisiert: 28. September 2017 / Aufrufe: 1.797
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Sieben internationale Windkraftanlagen-Hersteller drohen wegen der Sonderabgabe auf die Umsätze von Windparks ihren Rückzug aus Griechenland an.

Während der Verband der Photovoltaik-Energieerzeuger (SPEF) wegen der Sonderabgabe auf den Umsatz der Photovoltaik-Anlagen in Griechenland eine Beschwerde bei der Europäischen Kommission einreichte, warnen sieben internationale Windkraftanlagen-Hersteller in einem neuen – dem zweiten aufeinanderfolgenden – Schreiben an den Premierminister Antonis Samaras und die Vorsitzenden der Parteien PASOK (Evangelos Venizelos) und DIMAR (Fotis Kouvelis) vor ihrem Rückzug aus Griechenland wegen der außerordentlichen Angabe auf die Umsätze der Windparks und der neuen „einschränkenden“ Regelungen, welche die Gesetzesvorlage über die Erneuerbaren Energiequellen (EE) vorsieht.

Die Umsetzung der Maßnahmen könnte uns zwingen, unsere Investitionspolitik in Griechenland neu zu planen„, sollen in dem Schreiben die Iberdrola – Rokas, die italienische Enel, die französische EdF, die spanischen Firmen Acciona und Gamesa, die schweizerische Jasper und die dänische Vestas angeführt haben, die mittels ihrer – hoch subventionierten (!) – Tochterfirmen in Griechenland Windanlagen herstellen und nun mehr oder weniger unverblümt mit ihrem Rückzug von dem griechischen Markt drohen.

Regelungen stehen jeder unternehmerischen Praktik entgegen

Die Firmen bringen ebenfalls Zweifel bezüglich der rechtlichen Basis der von dem Ministerium für Umwelt und Energie forcierten Regelungen zum Ausdruck und argumentieren, diese Regelungen stehen jeder „logischen unternehmerischen Praktik“ entgegen.

Die Gesetzesvorlage vermittelt den ausländischen Investoren den Eindruck, die griechische Regierung ziehe ihre Unterstützung an die Windenergie zurück und annulliere ihre verbindlichen Zusagen bezüglich der Stärkung des Sektors im Rahmen der Europäischen Verordnung 2009/28/EU„, lautet es unter anderem in dem Schreiben der Firmen, welche die Intervention des Premierministers und der beiden anderen Führer an die Regierung verlangen, damit die Lage verbessert wird und sie ihre Investitionen in der Branche fortsetzen.

Zur gleichen Zeit liegt bei den Zentraldirektionen für Energie und Wettbewerb der Kommission die Beschwerde des SPEF wegen der sich bei 25% – 30% bewegenden „Abzocke“ auf den Umsatz der Anlagen vor. Die außerordentliche Abgabe, die für die Windparks auf 10% bestimmt wurde, bezieht sich auf alle in Betrieb befindliche Anlagen.

In der Beschwerde vertritt der Verband auch, die Abgabe werde nicht die Finanzen des Marktbetreibers (LAGIE) „therapieren“, da sie nicht den Verzerrungen auf dem Großhandelsmarkt begegnet.

(Quelle: Imerisia)

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