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Warum in Griechenland die Preise nicht sinken

25. Januar 2013 / Aktualisiert: 10. Juli 2013 / Aufrufe: 4.051

Der nationale Handelsverband in Griechenland sieht dreizehn Hauptgründe dafür, dass trotz gesunkener Einkommen und tiefer Rezession die Preise nicht sinken.

Der Nationale Verband des griechischen Handels (ESEE) sieht dreizehn Gründe, warum in Griechenland trotz der Rezession und der Arbeitslosigkeit die Preise selbst auch im Vergleich zu Ländern, denen ebenfalls Austerität auferlegt ist, auf hohen Niveaus bleiben.

Griechenland bleibt bei Basisgütern weiterhin teuer, trotz der Rezession, der gesunkenen Einkommen und der Arbeitslosigkeit“ merkt der Verband an, „und sogar auch in den Fällen, wo es Preissenkungen gibt, entsprechen diese nicht der Minderung der Einkommen„.

Der Verband warnt, dass dieses Phänomen hauptsächlich für die kleinen und mittleren Unternehmen, aber auch die griechische Wirtschaft im Allgemeinen Gefahren birgt.

Die Bekanntmachung des ESEE im Detail

Griechenland bleibt bei Basisgütern weiterhin teuer, trotz der Rezession, der gesunkenen Einkommen und der Arbeitslosigkeit. Auf Basis von Zeit zu Zeit durchgeführter verschiedener Untersuchungen präsentieren die Preise vieler Produkte und Dienstleistungen auf dem inländischen Markt große Abweichungen im Verhältnis zu anderen Ländern, sogar auch wenn der Vergleich mit Staaten erfolgt, die dem Status der volkswirtschaftlichen Angleichung und Austerität unterliegen.

Aufzeigend wird angeführt, dass die Preise sich weiterhin auf dem Niveau des vergangenen Jahres bewegen, obwohl viele Unternehmen wegen spärlicher Umsätze zu schließen gezwungen sind. Bemerkenswert bleibt wiederum die Tatsache, dass selbst in den Fällen, wo die Preise niedriger sind (-8%), die „Öffnung der Schere“ nicht gerechtfertigt ist, wenn die Lohnkürzungen um wenigstens 22% und die steuerlichen Belastungen von 35% berücksichtigt werden.

Selbst dort also, wo Preissenkungen beobachtet werden, sind diese nicht der Größenordnung, die gemäß der Dauer der Krise und der Intensität der Rezession erwartet wurde. Diese Tatsache verschlimmert natürlich noch mehr die missliche Situation der griechischen Haushalte, aber auch der kleinen und mittleren Unternehmen.

Die beständig hohen Preise in Kombination mit dem Sinken des verfügbaren Einkommens zwangen die Konsumenten, die Anzahl und den Wert der von ihnen gekauften Produkte zu reduzieren und sich entweder Sonderangeboten oder Hausmarken zuzuwenden. Dieses Konsumverhalten führte während des Jahres 2012 zu einem Rückgang der Umsätze der Supermarkt-Ketten um 5% im Vergleich zu dem entsprechenden Vorjahreszeitraum, während der Wert des durchschnittlichen Einkaufskorbs 2012 auf 50 Euro sank, gegenüber 65 Euro im Jahr 2010.

Troika fordert wieder einmal die falschen Maßnahmen

Gemäß den Daten der Griechischen Bank und auf Basis des allgemeinen Verbraucherpreisindexes ging die Inflation in Griechenland zurück und bewegt sich heute fast in negativen Größenordnungen (0,3%), trotz des plötzlichen Anstiegs, den sie im vergangenen August auf 1,7% (von 1,3% im Juli) zeigte. Die Inflation verzeichnet jedoch den Rhythmus der Änderung und nicht, ob die Preise hoch oder niedrig sind.

Die von der Troika erwartete Deflation trat in Erscheinung, welche Tatsache ihr zu denken gegeben und sie zur Ausübung weiteren Drucks auf die griechische Seite zur Liberalisierung der Märkte und der Stärkung des Wettbewerbs geführt hat, jedoch auf falsche Weise, wie mit Ausweitung der Öffnungszeiten der Geschäfte auf 365 Tage im Jahr, 7-Tage-Arbeitswoche, Öffnung „geschlossener“, jedoch gesättigter Berufsbereiche, mit der Aufhebung angeblicher Zugangshindernisse bei einer Reihe von Märkten und vielen anderen für die kleinen und mittleren Unternehmen katastrophalen Eingriffen.

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  1. Ewald Böhmer
    25. Januar 2013, 11:17 | #1

    Wenn ich Grieche wäre würde ich alles dran setzten aus dem Euro komplett aus zu steigen,
    ihr habt doch sehr gute Freunde die euch auch noch wohl gesonnen sind und euch wirklich ohne großen Eigennutz unterstützen und langfristig echte Hilfe in allen Belangen geben würde
    Was jetzt bei euch geschieht ist nicht nur die Zerstörung euer Kultur,sondern auch ein großangelegter von der Banken Mafia aus geklügelter Raub eurer natürlichen Ressourcen Öl und Erdgas in der Ägäis …

  2. Ingrid
    26. Januar 2013, 12:04 | #2

    Warum die Preise senken, wenn keine ernstzunehmende Konkurenz auf dem Markt ist.
    Selbst wenn Unternehmer das Angebot bekommen zu expandieren, wenn das Angebot stimmt, lehnen sie ab. Sind nicht bereit fuer lohnende Auftraege und Folgeauftraege die Preise zu senken. Schade! Das wuerde die Schaffung von Arbeitsplaetzen bedeuten, mehr Steuern fuer den Staat. Aber dazu muesste man zuerst mal alles legal abrechnen.
    Eine ordentliche Buchfuehrung betreiben.
    Das Prinzip der freien Marktwirtschaft verstehen.
    Es scheint jedoch bequemer unliebsame Konkurrenten aus dem Ausland durch Beziehungen kaputt zu machen. Oder durch buerokratische Unwegsamkeiten erst gar nicht aufkommen zu lassen.

  3. Konstantin
    26. Januar 2013, 12:29 | #3

    @ Ewald Böhmer

    Sehe ich genauso, allerdings wird leider in Griechenland Propaganda betrieben, dem Volk wurde eingeredet, dass es ohne Euro, noch schlimmer da stehen würde.
    Ich kann nur hoffen, das der Euro in Griechenland bald mal Geschichte wird, allerdings möchte ich bezweifeln, das die Politiker dort sich vom Euro lösen werden, solange sie noch durch weitere Griechenlandhilfen, ihr Feudalleben weiter führen können.

  4. tabascofan
    26. Januar 2013, 17:42 | #4

    Weg vom Euro, das würde bedeuten: Sofortige Abwertung der neuen Währung von 30 bis 50 Prozent. Alle importierten Waren würden teurer, die inländischen billiger. Die Griechen würden mehr Inländisches kaufen, was der Wirtschaft und der Landwirtschaft einen Aufschwung brächte. Urlaub in Griechenland würde viel billiger. Insgesamt: Nach einer Durststrecke hätte das Land wieder eine Zukunftsperspektive.
    Aber dazu müsste Griechenland aus dem Euro freiwillig austreten. Die Bevölkerung müsste dahinter stehen. Daran glaube ich nicht, denn (noch) weit verbreitet ist die Einstellung: endlich reich geheiratet.

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