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Immobilienbesitzer in Griechenland können Steuern nicht zahlen

29. Januar 2013 / Aktualisiert: 11. Juli 2013 / Aufrufe: 10.897

Mehr als die Hälfte der Eigentümer von Immobilien in Griechenland erklären, 2013 die in Zusammenhang mit ihrem Eigentum fälligen Steuern nicht zahlen zu können.

Laut einer aktuellen demoskopischen Erhebung der Kapa Research, die am 26 Januar 2013 auf der Konferenz des Panhellenischen Verbands der Immobilieneigentümer (POMIDA) präsentiert wurde, erklärt einer von zwei Bürgern, 2013 die Steuern auf die Immobilien nicht zu zahlen vermögen und versuchen werden, entweder Immobilien sogar auch unter deren „objektorientiertem“ (sprich nach dem offiziellen System der objektbezogenen Wertbestimmung festgesetzten) Wert zu verkaufen oder sich Geld zu leihen, um den strafrechtlichen Sanktionen zu entgehen, die für die Schuldner des Fiskus vorgesehen sind.

Konkret erreicht laut der in Rede stehenden Erhebung der Anteil der Befragten, die einschätzen, in diesem Jahr nicht die Immobiliensteuern (FAP, „Abzocke“ / EETIDE, Einkommensteuer usw.) zu zahlen vermögen werden, rund 54%, während weitere 32% erklären, ihren Verpflichtungen wahrscheinlich zu entsprechen, ohne sich jedoch sicher zu sein.

Steuerfalle führt zu Verkauf, Kredit oder Pfändung

Den Immobilienbesitzern, die zukünftig die ihnen auferlegten Steuern nicht zu zahlen vermögen, werden sich entscheiden müssen, eine Immobilie – sei es auch unter deren objektbezogenem Wert – zu veräußern, sich auf irgend eine Weise Geld zu leihen oder aber die Immobilien vom Fiskus beschlagnahmen zu lassen.

Die Schwierigkeiten waren bereits seit den vergangenen Jahren sichtbar, da auf die Frage, welche Steuern sie in den letzten drei Jahren zahlten, 9,3% der Eigentümer das Unvermögen zur Entrichtung der Immobilien-Sonderabgabe („Abzocke“ bzw. EETIDE) erklären, 8,1% antworten, die Vermögenssteuer (FAP) 2010 nicht zahlen zu können, und 5,1% geben an, die „Einheitliche Immobilienabgabe“ (ETAK) des Jahres 2009 nicht entrichten zu können.

Je nach Kategorie sind außerdem 5% – 7% zu Regulierungen geschritten, um ihren steuerlichen Verpflichtungen entsprechen zu können. Speziell bezüglich der „Abzocke“ erklären 65% der befragten, die Abgabe zwar gezahlt zu haben, jedoch unter Schwierigkeiten.

Aufzeigend ist auch, dass 54% der Eigentümer kein Einkommen aus ihren Immobilien erzielen und nur Steuern zahlen. Ebenfalls wendet einer von vier Immobilienbesitzern über 30% der Einkommen aus Mieten für die Bezahlung der Vermögenssteuern (außerordentliche Abgaben, ETAK, FAP, EETIDE) auf, wobei die – ab 2013 sogar ohne jeglichen Freibetrag ab dem ersten Euro fällig werdende –  Einkommensteuer noch nicht einmal berücksichtigt ist.

Weitere signifikante Erkenntnisse aus der Erhebung sind:

  • Die Krise auf dem Mietmarkt hat hauptsächlich die gewerblichen Immobilien, aber auch die Wohnungen getroffen. Von den Eigentümern gewerblicher Räumlichkeiten haben 24,7% leer stehende / freie Immobilien, während der entsprechende Anteils sich bei den Wohnung bei 12% bewegt.
  • Allgemein ist auch der Rückgang der Einkommen aus der Nutzung von Immobilien. 24,3% der Befragten erklären, in den beiden letzten Jahren seien die Einkommen aus Immobilien „sehr“ gesunken, 60,4% geben an „beachtlich“ und 14,1% „wenig“. 99,1% der Eigentümer erlitten also einen mehr oder weniger signifikanten Rückgang ihres Einkommens.
  • Die überwältigende Mehrheit (über 80%) der Eigentümer ist zu Mietsenkungen geschritten, die sich im Durchschnitt bei 25% bewegen, während sich der Anteil jener, die erklären, die Mieten mit Verzögerung eingenommen zu haben, auf über 50% gestaltet.
  • Überwältigend (82,7%) ist ebenfalls der Anteil derjenigen die erklären, die Vermietung von Immobilien sei eine Aktivität, die Verluste und keine Gewinne abwirft, während mehr als die Hälfte erachtet, es sei vorteilhafter, eine Wohnung zu mieten, als über eine eigene zu verfügen.
  • 30% der Eigentümer erachten, der „objektbezogen“ festgestellte Wert ihrer Immobilien sei höher als der Marktwert, während 22% meinen, die „objektbezogenen“ Preise haben mit den Marktpreisen gleichgezogen. 11% haben bereits Immobilien unter und 6% zu dem „objektbezogen“ bestimmten Wert zu verkaufen versucht.
  • Einer von vier Kreditnehmern zahlt die Raten seines Kredits nicht fristgemäß, während der Anteil jener, die einschätzen, ihren Kredit in Zukunft nicht zu bedienen vermögen werden, sich auf 48% gestaltet.
  • Auf Basis des Musters der Erhebung hochgerechnet sind 81,8% der Bevölkerung Eigentümer irgendeiner – für Wohnzwecke oder gewerblich genutzten – Immobilie.
  • Bei 13% der Eigentümer liegt irgend eine Form baulicher Verstöße vor. Von diesen sind weniger als die Hälfte (46,5%) zu dem Verfahren der „Regulierung“ (sprich rückwirkenden Legalisierung) geschritten. All jene, die es nicht getan haben, verlangen unter anderem niedrigere Geldstrafen, eine dauerhaftere Legalisierungslösung und niedrigere Architekten-Honorare, um voranzuschreiten.
  • 63% der Eigentümer haben ihr Vermögen überhaupt nicht versichert, hauptsächlich unter Berufung auf die Kosten.
  • Was den POMIDA betrifft, ist seine „Wiedererkennbarkeit“ hoch (61,3% erklären, ihn zu kennen) und 51% haben eine positive oder sehr positive Meinung über den Verband.

Abschließend sei angemerkt, dass die demoskopische Erhebung telefonisch an einem Muster von 1.414 Personen aus dem ganzen Land durchgeführt wurde.

(Quelle: Voria)

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