Haushaltsdefizit 2012 in Griechenland bei 15,9 Milliarden Euro

13. Januar 2013 / Aktualisiert: 10. Juli 2013 / Aufrufe: 647

Haushaltsdefizit und primäres Defizit in Griechenland präsentieren für 2012 eine signifikante Verbesserung gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum 2011.

Das Defizit des staatlichen Haushalts in Griechenland im Zeitraum Januar – Dezember 2012 gestaltete sich auf 15.908 Mio. Euro, gegenüber der Zielvorgabe von 16.312 Mio. Euro. Entsprechend gestaltete sich laut den vorläufigen Daten über die Ausführung des Staatshaushalts für die 12 Monate des Jahres 2012 das primäre Defizit auf 3.684 Mio. Euro, gegenüber der Zielvorgabe in Höhe von 4.577 Mio. Euro.

Sowohl das Defizit des Staatshaushalts als auch das primäre Defizit präsentieren eine signifikante Verbesserung gegenüber dem 12-Monats-Zeitraum 2011 um jeweils 6.866 und 2.742 Mio. Euro, während die Bilanz des Staatshaushalts gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode um 30,1% reduziert ist.

Die Höhe der Nettoeinnahmen des Staatshaushalts belief sich auf 51.706 Mio. Euro und präsentierte einen Rückgang um 4,1% gegenüber dem Zeitraum Januar – Dezember 2011 und einen Rückstand von 1,3% bzw. 687 Mio. Euro gegenüber der aktualisierten Zielvorgabe für das Jahr 2012. Dieser Rückstand beruht auf den reduzierten EU-Mitteln bei den Zuflüssen des öffentlichen Investitionsprogramms.

Spezieller belief sich die Höhe der Nettoeinnahmen des regulären Haushalts auf 48.116 Mio. Euro und präsentierte einen Anstieg um 0,9% bzw. 410 Mio. Euro gegenüber der Zielvorgabe für 2012 (47.706 Mio. Euro). Laut dem griechischen Finanzministerium beruht die positive Abweichung gegenüber der aktualisierten Zielvorgabe für 2012 hauptsächlich auf den höher als erwartet ausgefallenen Einnahmen aus:

  1. der Einkommensteuer (um 335 Mio. Euro),
  2. den Vermögens- bzw. Immobiliensteuern (um 170 Mio. Euro),
  3. den übrigen direkten Steuern (um 59 Mio. Euro),
  4. der Kfz-Steuer (um 55 Mio. Euro),
  5. den nicht aus Steuern herrührenden Einnahmen (um 32 Mio. Euro),
  6. den Reduzierungen der Steuerrückzahlungen um 366 Mio. Euro gegenüber der Zielvorgabe.

Zur selben Zeit zeigen sich die Ausgaben des staatlichen Haushalts für die 12 Monate des Jahres 2012 mit 67.614 Mio. Euro gegenüber der – „aktualisierten“ – Zielvorgabe (68.705 Mio. Euro) um 1.091 Mio. Euro geringer.

Der Vollständigkeit halber ist allerdings anzumerken, dass die aufgelaufenen Verbindlichkeiten des Fiskus an den privaten Sektor Ende 2012 einen neuen Rekordstand in einer Größenordnung von 10 Mrd. Euro erreichten und die vollmundige Zusage, der Staat werde diese Schulden bis Mitte 2013 vollständig beglichen haben, inzwischen klammheimlich revidiert werden musste.

(Quellen: Voria.gr)

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