Ab 2014 einheitliche Sozialbeiträge und Renten in Griechenland

21. Januar 2013 / Aufrufe: 2.350

Griechenland will ab 2014 für alle gesetzlichen Kassen einen einheitlichen Modus der Berechnung von Sozialbeiträgen und Renten etablieren.

Wie der griechische Arbeitsminister ankündigte, wird ab 2014 für alle gesetzlichen Versicherungsträger ein einheitlicher Modus für die Berechnung von Versicherungsbeiträgen und Renten gelten. Hierzu ist anzumerken, dass trotz der Tatsache, dass die ungefähr 90 existierenden Kassen verwaltungstechnisch zu vier Kassen zusammengelegt wurden, jede einzelne bis heute ihre eigene Weise der Berechnung von Beiträgen und Renten beibehält.

Als eine Ansammlung von Ausnahmen und Verzerrung trotz der erfolgten Eingriffe charakterisiert Arbeitsminister Giannis Vroutzis das derzeitige Versicherungsgesetz und merkt an, dass dessen endgültige Umgestaltung erforderlich sei, damit es – wie er anführt – in eine Summe einheitlicher Regelungen umgestaltet wird.

Zusammenlegung der über 90 existierenden Versicherungszweige

Ab 2014  wird hinsichtlich der Berechnungsweise der Beiträge und Renten alles auf den Kopf gestellt werden. Das Arbeitsministerium treibt die vollständige Fusion der Versicherungskassen zu drei oder vier Trägern voran, während derzeit die Versicherungszweige mehr als 90 betragen. Dies bedeutet, dass für alle Kassen ein einheitlicher Berechnungsmodus für die Renten gilt und auch die von den Versicherten entrichteten Beiträge mit gemeinsamen Faktoren berechnet werden.

Nicht beeinflusst werden alle, die sich zum ersten Mal nach dem 01/01/2011 versicherten, und jene, die bereits Rente erhalten. Änderungen wird es für alle vor dem 31 Dezember 2010 Versicherten geben, wobei die Einführung von Übergangsregelungen als wahrscheinlich erscheint.

In einer Erklärung führt der Arbeitsminister an, das Versicherungssystem des Landes sei weiterhin labyrinthisch und mit unterschiedlichen „Geschwindigkeiten“ und Ungleichheiten. „Sogar auch heute werden 90 Rentnerregister und 60 Versicherungszweige geführt. Mit einem Wort: ein Labyrinth – welche Tatsache wirtschaftliche und verwaltungstechnische Kosten für den griechischen Bürger und Rentner mit sich bringt“, betont er charakteristisch.

Der Minister merkt an, dass „es nun nun notwendig ist, die endgültige Umgestaltung des Versicherungssystems zu forcieren, damit es in eine gesunde Summe einheitlicher Regelungen umgestaltet wird„, und erklärt, dies werde geschehen werde, nachdem eine Studie und die Beratung mit allen involvierten Trägern vorhergehe. „Das Ende dieser Bemühung wird eine Vertiefung des Gefühls der Gerechtigkeit, Sicherheit und Überlebensfähigkeit des Systems bedeuten. Es ist das, was wir den nächsten Generationen der Griechen schulden„, endet Giannis Vroutsis in seiner Erklärung.

(Quelle: Zougla.gr)

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