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Archiv für Januar, 2013

Außenstände der E-Werke in Griechenland bei 1,3 Mrd Euro

31. Januar 2013 / Aktualisiert: 28. September 2017 / Aufrufe: 476 Kommentare ausgeschaltet

Die Schulden an die Öffentliche Elektrizitätsgesellschaft in Griechenland erreichten einen neuen Rekordstand von rund 1,3 Milliarden Euro.

Die fälligen Verbindlichkeiten der Kunden der griechischen Öffentlichen Elektrizitätsgesellschaft (DEI) beliefen Ende November 2012 auf den Betrag von 1,27 Euro! Dies enthüllte nach der parlamentarischen Anfrage der Abgeordneten der Unabhängigen Hellenen (ANEL), Giannis Dimaras und Gvriil Avramidis, der geschäftsführende Vorstand der DEI, Arthouros Zervos, in seinem Schreiben an das Parlament.

Wie in den Daten angeführt wird, beliefen sich bis zum November 2012 die Schulden der Hochspannungs-Kunden auf 293,8 Mio. Euro, der Mittelspannungs-Kunden auf 211,1 Mio. Euro und der Niedrigspannungs-Kunden auf 766,3 Mio. Euro. Speziell bezüglich der Schulden des Staates wird angeführt, dass die 31,15 Mio. Euro aus Niedrig- und Mittelspannung Sammelrechnungen (Ministerien usw.) sind.

Wie Herr Zervos betont, „erfolgen kontinuierliche telefonische Kommunikationen und schriftliche Mahnungen in Form außergerichtlicher Schreiben, und in etlichen Fällen ist von Seite der DEI das gerichtliche Verfahren zur Einforderung der anhängigen Verbindlichkeiten in Gang gesetzt worden.

Speziell bezüglich der hohen Rechnungsschulden privater Personen versichert der Präsident der DEI, dass alle erforderlichen Maßnahmen zur Regulierung ihrer Schulden erfolgt sind, sei es über den gerichtlichen Weg, mittels der Genehmigung von Zahlungsvereinbarungen durch die Leitung der DEI, mittels einer außergerichtlichen Beilegung bei Unterzeichnung einschlägiger Vereinbarungen oder letztendlich durch Überstellung der Differenz an das Schiedsverfahren der Regulierungsbehörde für Energie (RAE).

(Quelle: Imerisia)

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EMGR verurteilt Griechenland wegen Konfiszierung inaktiver Bankkonten

31. Januar 2013 / Aktualisiert: 11. Juli 2013 / Aufrufe: 1.154 Kommentare ausgeschaltet

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte verurteilte Griechenland wegen der Konfiszierung inaktiver Bankkonten.

Wegen der Verletzung des Rechts auf Schutz des Vermögens verteilte Griechenland der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR / EuGHMR), der die Beschwerde des Sohns des verstorbenen Anastasios Zolotas verhandelte, in der argumentiert wurde, die griechischen Behörden hätten zu Unrecht die 30.550 Euro, die sich auf dem Bankkonto seines Vaters befanden, wegen Verstreichens von 20 Jahren beschlagnahmt.

Anastasios Zolotas, der 1924 geboren wurde und verstarb, noch bevor er den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte anrufen konnte, war gezwungen worden, ins Ausland zu gehen, und ließ für über 20 Jahre ein Bankkonto inaktiv, auf dem sich Einlagen und Zinsen in Höhe von 30.550 Euro befanden.
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Erste Verhaftung einer Frau in Griechenland wegen Kinderpornographie

30. Januar 2013 / Aktualisiert: 11. Juli 2013 / Aufrufe: 843 2 Kommentare

Eine 52-jährige Sprachlehrerin in Athen ist die erste Frau, die in Griechenland wegen des Besitzes kinderpornographischen Material verhaftet wurde.

Wie bekannt wurde, kam die Sache ins Rollen als mit dem Dezernat für elektronische Kriminalität eine Journalistin aus Holland in Verbindung, die meldete, dass im Rahmen einer Recherche über einen bekannten Pädophilen in Holland ihre Kollegen Kontakt zu der in Athen wohnhaften 52-Jährigen aufgenommen hatten, die als aktives Mitglied in vielen Pädophilen-Organisationen auf der ganzen Welt auftrat. Die Journalistin besuchte später Griechenland, und sich als Pädophile ausgebend traf sie sich mit der Lehrerin, von der sie ermuntert wurde, sexuelle Kontakte mit Minderjährigen zu haben.

Die Polizei-Unterdirektion des Dezernats für Cyber-Kriminalität führte eine Hausdurchsuchung in der Wohnung der 52-Jährigen durch und beschlagnahmte eine Festplatte, die zur Untersuchung in die kriminologischen Labors geschickt werden wird, 34 Magazine mit pädophilem Inhalt, einen Leitpfaden für sexuelle Kontakte zwischen Erwachsenen und Kindern und ein Heft mit handschriftlichen Notizen bezüglich einer Pädophilen-Bewegung in Athen sowie auch Namen von Personen, die an deren Versammlungen teilnahmen.

Die 52-Jährige wird am Dienstag (30 Januar 2013) mit der zu ihren Lasten angelegten Verfahrensakte der Staatsanwaltschaft des Landgerichts Athen vorgeführt werden.

(Quelle: in.gr)

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Letzter inhaftierter Junta-Offizier in Griechenland verstorben

30. Januar 2013 / Aktualisiert: 28. September 2017 / Aufrufe: 655 Kommentare ausgeschaltet

Der seit 38 Jahren in Griechenland inhaftierte Junta-Offizier Nikolaos Dertilis ist verstorben, ohne jemals auch nur einen einzigen Tag Freigang gehabt zu haben.

Der letzte der zu lebenslänglicher Haft verurteilten Offiziere der Militärjunta in Griechenland, Nikolaos Dertilis, verstarb nach 38 Jahren ununterbrochener Haft am 28 Januar 2013 in dem Athener Krankenhaus „Erythros Stavros“.

Nikolaos Dertilis zählte zu den reuelosesten Offizieren der siebenjährigen Diktatur und war wegen der Ermordung des 20-jährigen Michalis Myrogiannis vor der Technischen Hochschule in Athen am Mittag des 18 November 1973 zu lebenslänglicher Haft verurteilt worden. Während der letzten 38 Jahre war er im 6. Flügel der Justizvollzugsanstalt Korydallos inhaftiert und weigerte sich – wie er selbst erklärte aus „Gründen des Prinzips“ – den ihm von Gesetzes wegen zustehenden Entlassungsantrag zu unterschreiben.
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Griechenland deckt Fleischbedarf zu 80 Prozent aus Importen

29. Januar 2013 / Aufrufe: 862 Kommentare ausgeschaltet

Die Nachfrage nach Fleisch und Milchprodukten in Griechenland wird zu jeweils 80% beziehungsweise 50% aus Importen gedeckt.

Die griechischen Viehzüchter decken gerade einmal 20% der Fleischnachfrage in Griechenland, da acht von zehn im Land konsumierten Kälbern importiert sind. Bei der Milchproduktion wiederum wird die Nachfrage zu einem Anteil von 50% aus inländischer Produktion gedeckt.

Laut dem Leiter des Zentrums für genetische Verbesserung von Tieren in Nea Mesimvria, Dr. Athanasios Gkarsen, führt die fehlende Informierung die meisten Viehzüchter zum Import von Tieren hauptsächlich aus Frankreich, obwohl es in Griechenland einheimische, aber auch seltene Rassen gibt, welche die Viehzüchter genetische verbessern und höhere Erträge haben könnten, bei gleichzeitiger Erzielung höherer Gewinnen und signifikanter Einschränkung der Produktionskosten.

Wie Dr. Gkarsen gegenüber der Athener Nachrichtenagentur erklärte, muss den Viehzüchtern absolut klar gemacht werden, dass die Aufzucht importierter Tiere gegenüber der Pflege der einheimischen Tiere teurer ist, während – wie er anmerkte – einer der Gründe, aus denen das griechische Fleisch nicht „promotet“ wird, hauptsächlich darin liegt, dass die Viehzüchter an den diversen Verkaufsstellen gegenüber dem Importfleisch nicht die Preise bekommen, die sie erhalten müssten.

Weiter unterstrich er die Notwendigkeit zur Intensivierung der Kontrollen, damit auch das Phänomen der „Hellenisierungen“ (sprich Auszeichnung importierten Fleisches als inländisches) bekämpft wird, welches eine große Wunde sowohl für die Produzenten als auch die Konsumenten darstellt.

(Quellen: in.gr)

Immobilienbesitzer in Griechenland können Steuern nicht zahlen

29. Januar 2013 / Aktualisiert: 11. Juli 2013 / Aufrufe: 11.018 Kommentare ausgeschaltet

Mehr als die Hälfte der Eigentümer von Immobilien in Griechenland erklären, 2013 die in Zusammenhang mit ihrem Eigentum fälligen Steuern nicht zahlen zu können.

Laut einer aktuellen demoskopischen Erhebung der Kapa Research, die am 26 Januar 2013 auf der Konferenz des Panhellenischen Verbands der Immobilieneigentümer (POMIDA) präsentiert wurde, erklärt einer von zwei Bürgern, 2013 die Steuern auf die Immobilien nicht zu zahlen vermögen und versuchen werden, entweder Immobilien sogar auch unter deren „objektorientiertem“ (sprich nach dem offiziellen System der objektbezogenen Wertbestimmung festgesetzten) Wert zu verkaufen oder sich Geld zu leihen, um den strafrechtlichen Sanktionen zu entgehen, die für die Schuldner des Fiskus vorgesehen sind.

Konkret erreicht laut der in Rede stehenden Erhebung der Anteil der Befragten, die einschätzen, in diesem Jahr nicht die Immobiliensteuern (FAP, „Abzocke“ / EETIDE, Einkommensteuer usw.) zu zahlen vermögen werden, rund 54%, während weitere 32% erklären, ihren Verpflichtungen wahrscheinlich zu entsprechen, ohne sich jedoch sicher zu sein.
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Opfer rassistischer Gewalt in Griechenland werden abgeschoben

28. Januar 2013 / Aktualisiert: 20. November 2013 / Aufrufe: 2.729 18 Kommentare

Rassistischer Gewalt zum Opfer gefallene illegale Immigranten in Griechenland werden im Fall einer Anzeige kurzerhand abgeschoben.

Nach einem jüngst verübten rassistischen Verbrechen (sprich der Ermordung eines  jungen Pakistaners im Athener Stadtteil Petralona auf offener Straße) beschloss die griechische Polizei (ELAS) „Hals über Kopf“, spezielle Abteilungen und Bürostellen in Betrieb zu nehmen, die mit 200 – bisher allerdings noch nicht ausgebildeten – Polizeibeamten besetz werden sollen, um der rassistischen Gewalt zu begegnen.

Inzwischen wurde auch die telefonische Rufnummer 11414 in Betrieb genommen, an die sich jeder griechische Bürger oder Ausländer wenden kann, um Angriffe mit rassistischen Motiven zu melden, während klargestellt wurde, dass rassistischer Gewalt zum Opfer gefallene illegale Immigranten umgehend abgeschoben werden, die Voruntersuchung über den Angriff gegen sie jedoch fortgesetzt werden wird.
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Task-Force rügt Steuergesetz in Griechenland

27. Januar 2013 / Aktualisiert: 28. September 2017 / Aufrufe: 703 3 Kommentare

Die Task-Force der EU in Griechenland kritisiert das neue Steuergesetz und moniert, die griechische Regierung setze nach wie vor nicht die Vorschläge der Experten um.

Die Task-Force der Europäischen Kommission in Griechenland scheint über den Inhalt der Anfang Januar 2013 von dem griechischen Parlament ratifizierten (und auch in Griechenland heftig umstrittenen) Mini“-Gesetzesvorlage zum Steuergesetz verstimmt zu sein. Laut der Zeitung „Kathimerini“ brachte ein höchster Funktionär der Task-Force seine Verwunderung über die Bestimmungen des neuen Steuergesetzes zum Ausdruck und betonte, dass diese nicht in die seitens der EU gewünschte Richtung gehen.

Ich weiß nicht, warum sie dieses Steuergesetz gebracht haben. Wir hatten ihnen detaillierte Ratschläge über alles und zwar sogar von den besten Experten der Welt gegeben„, soll der Spitzenfunktionär der Task-Force erklärt haben, während er gleichzeitig ebenfalls sein Missfallen über den geringen Fortschritt ausdrückte, der bei der Einschränkung der Bürokratie verzeichnet worden ist.

Besonders hart ist er auch in den Themen der Bürokratie. Konkret führt er an, „die Task-Force, der IWF, die Weltbank, die OECD und alle Experten der Welt sind nach Griechenland gekommen“ und unterstreicht: „Wir haben in Einzelheiten und für jeden Reformbereich gesagt, was zu geschehen hat. Ich weiß nicht, warum ihr es nicht macht. Ihr Habt die Pläne. Setzt sie endlich um.

Laut dem letzten Bericht, den die Task-Force im Dezember publizierte, liegt Griechenland auf dem Niveau der Besteuerung hinter den Zielen zurück und wird nicht in der Lage sein, die Vorgaben für Ende 2012 zu erfüllen. In diesem Bericht betonte Horst Reichenbachs Task-Force, dass im Steuerzweig die institutionelle Reform, die Erreichung der kurzfristigen notwendigen Ziele zur Einziehung von Einnahmen und die Realisierung von Kontrollen und die Planung für die vollständige Reorganisation aller zentralen Funktionen der Steuerverwaltung anhängig sind.

(Quelle: Imerisia, S. 25)

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Steuerwahn in Griechenland kostet Fiskus Milliarden

27. Januar 2013 / Aktualisiert: 10. Juli 2013 / Aufrufe: 3.185 13 Kommentare

Die absurden Steuererhöhungen in Griechenland haben den Fiskus letztendlich wenigstens 15 Milliarden gekostet und die Wirtschaft voll an die Wand gefahren.

Wenigstens 15 Mrd. Euro verlor letztendlich der griechische Fiskus durch die Erhöhungen der Steuern in den letzten Jahren. Die Inspiratoren der fehlgeschlagenen Maßnahmen wurden jämmerlich widerlegt, da der Staat permanent Steuern verhängt, jedoch anstatt „Kasse zu machen“ enorme Einnahmen verliert.

Viele Maßnahmen erwiesen sich als sinnlos und katastrophal. Außerordentliche Abgaben, indirekte Steuern auf Kraftstoffe, Getränke und Zigaretten, „Abzocken“ auf das mobile und immobile Vermögen, alle schlugen fehl und trugen überhaupt nicht zur volkswirtschaftlichen Sanierung bei. Stattdessen vernichteten sie den Markt, verursachten Leid für Bürger und Unternehmen, schädigten das Land und die öffentlichen Einnahmen.
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Richtigstellung zu Bombenanschlags-Proklamation in Griechenland

26. Januar 2013 / Aktualisiert: 22. Juli 2013 / Aufrufe: 353 Kommentare ausgeschaltet

In einer Bekanntmachung stellt die Zeitung To Pontiki richtig, dass der Warnanruf vor dem Bombenanschlags auf das Mall Athens von einer dritten Person angenommen wurde.

In ihrem Text zur Übernahmen der Verantwortung für den Bombenanschlag auf das Einkaufszentrum The Mall Athens führt die Organisation „Kooperation Anarchistischer Organisationen: Wilde Freiheit – Anstifter Gesellschaftlicher Explosionen“ unter anderem Folgendes an:

Die warnenden Telefonate erfolgten zeitgleich mit der Platzierung von einem anderen Genossen, mit dem die Genossen, welche die Platzierung vornahmen, in ständiger offener Kommunikation standen. In dem Augenblick, wo die Polizei benachrichtigt wurde, verblieben die Genossen, welche die Platzierung vornahmen, noch dort, damit sie den Sprengsatz nicht eine Minute frei ausgesetzt lassen. Im konkreten Fall erfolgten 4 Warntelefonate: an den Sicherheitsdienst des Malls und die Massenmedien „zougla.gr“, „Eleftherotypia“ und die Zeitung „Pontiki“, deren Angestellter ihm als Farce begegnete und bewies, dass diese verantwortungslose Haltung – wenn wir nicht vorsorglich gewesen wären – Menschenleben hätte kosten können.

Zur Wiederherstellung der Wahrheit haben wir anzumerken, dass in dem Gebäude, in dem die Büros der Zeitung „Pontiki“ untergebracht sind, zu der Zeit, als die Warntelefonate erfolgten, sowohl die Journalisten als auch die Angestellten noch nicht eingetroffen waren.

Angesichts der Tatsache, dass die Angestellten – speziell am Sonntag – wenigstens eine Stunde nach dem Zeitpunkt des Warnanrufs ihren Dienst antreten, erfolgte das Gespräch des Organisationsmitglieds mit einer Person, die nicht dem journalistischen oder dauerhaft beschäftigten Personal der Zeitung „Pontiki“ angehört.

(Quelle: To Pontiki)

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