Kassen und Krankenhäuser größte Schuldner in Griechenland

3. Dezember 2012 / Aktualisiert: 19. August 2019 / Aufrufe: 569

Fällige Verbindlichkeiten der Kassen – Krankenhäuser im „roten Bereich“

Von allen öffentlichen Trägern in Griechenland haben die Versicherungskassen und Krankenhäuser die höchsten fälligen Verbindlichkeiten an den privaten Sektor.

Die offiziellen Daten der staatlichen Rechnungszentrale zeigen auf, dass von den insgesamt 9,310 Mrd. Euro, auf die sich Ende September 2012 die Summe der fälligen Verbindlichkeiten der Zentralregierung an den privaten Sektor beliefen, 4,492 Mrd. Euro von den gesetzlichen Versicherungsträgern geschuldet wurden, wogegen die Verpflichtungen der öffentlichen Krankenhäuser an ihre Lieferanten 1,790 Mrd. Euro betrugen.

Der restliche Betrag bezieht sich auf 934 Mio. Euro Schulden der Ministerien, 971 Mio. Euro Schulden der Träger der lokalen Selbstverwaltung und 385 Mio. Euro Schulden sonstiger öffentlicher juristischer Personen, während die Verbindlichkeiten des Fiskus aus Steuerrückzahlungen – hauptsächlich an die Exportunternehmen – 138 Mio. Euro betrugen.

Die griechischen Ministerien mit den höchsten Schulden

Hinsichtlich der Verteilung der Verbindlichkeiten je Ministerium ergibt sich folgendes Bild:

  • 378 Mio. Euro schuldet das Verteidigungsministerium,,
  • 150 Mio. Euro schuldet das Ministerium für Transportwesen, Infrastrukturen und Netze,
  • 124 Mio. Euro schuldet das Ministerium für Entwicklung und Wettbewerbsfähigkeit,
  • 87 Mio. Euro schuldet das Ministerium für Zivilschutz,
  • 59 Mio. Euro schuldet das Ministerium für Bildung, lebenslanges Lernen und Konfessionen,
  • 56 Mio. Euro schuldet das Außenministerium und
  • 80 Mio. Euro schulden die übrigen Ministerien.

Laut den Daten der staatlichen Rechnungszentrale betrugen Ende September 2012 die Verbindlichkeiten des des Nationalen Trägers für Gesundheitsleistungen (EOPYY) 2,203 Mrd. Euro und der Sozialkasse der öffentlichen Bediensteten 1,384 Mrd. Euro.

Die öffentlichen griechischen Träger mit den höchsten Schulden

Was die juristischen Personen mit den höchsten Verpflichtungen betrifft, scheinen diese zu sein:

Diesen Trägern entspricht mehr als 60% der Summe der fälligen Verbindlichkeiten der übrigen öffentlichen juristischen Personen. Der Plan zur Abzahlung dieser Verpflichtungen an den Privatsektor sieht vor, dass die Begleichung auf hierarchische Weise erfolgen wird, also die älteren Verbindlichkeiten Vorrang haben und dabei die Daten der einschlägigen Belege berücksichtigt werden.

Diese Reihenfolge kann nur übergangen werden, wenn im Fall der Verzögerung einer Schuld Pönalien und Geldstrafen vorgesehen sind, wenn sie sich auf die Bewältigung zwingender Bedürfnisse des Staates beziehen oder Gefahren von Klageerhebungen gegen die Behörden besteht. Auf Basis des Plans müssen alle Träger mit Verantwortung des Leiters der Finanzdienststellen eine detaillierte Aufstellung mit diesen Verbindlichkeiten erstellen und diese an die staatliche Rechnungszentrale übermitteln.

Die Bewilligung der Mittel durch die Rechnungszentrale wird schrittweise und analog zu dem Grad erfolgen, in dem die Träger die Voraussetzungen und Gewährleistungen erfüllen, dass keine neuen fälligen Verbindlichkeiten geschaffen werden. Ebenfalls werden die Ministerien innerhalb der ersten 20 Tage eines jeden Monats obligatorisch die Angaben zu allen Zahlungen übermitteln, die sie zur Begleichung der Verpflichtungen der von ihnen beaufsichtigten Träger durchführten.

(Quelle: Zougla.gr)

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