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300 Schulen in Griechenland schließen wegen fehlender Heizung

21. Dezember 2012 / Aktualisiert: 07. Juli 2013 / Aufrufe: 726

300 Schulen in Westmakedonien in Griechenland sollen ab dem 07 Januar 2013 geschlossen bleiben, weil die Kommunen kein Geld für Heizöl haben.

Die Bürgermeister des Regionsbezirks Westmakedonien beschlossen nach einer Konferenz einstimmig, die Schulen in ihren Gemeinden wegen des Unvermögens zur Beschaffung von Heizöl ab dem 07 Januar 2013 (also nach Ende der Weihnachtsferien) geschlossen zu halten.

Anderenfalls müssen die Klassenzimmer unserer Kinder in Kühlkammern umgewandelt werden. Wir werden unsere Kinder nicht vor Kälte sterben lassen. Seit etlichen Tagen erfolgt der Schulbetrieb unter schwierigen Verhältnissen, die Heizung wird nur für zwei Stunden angestellt. Die Regierung hat nicht die letzte Rate der Finanzierung geschickt, die für den Betrieb der Schulen notwendig ist„, erklärte gegenüber der Zeitung „To Ethnos“ der Bürgermeister von Kastoria, Manolis Chatzisymeonidis.

Das Schreiben der Bürgermeister wurde an den Finanzminister, den Innenminister, den Minister für Verwaltungsreform, den Bildungsminister und an die Parteivorsitzenden geschickt.

(Quelle: in.gr)

Relevanter Beitrag:

  1. Uschi
    24. Dezember 2012, 16:38 | #1

    Da kann man mal sehen, wie wichtig der griechischen Regierung die Zukunft des eigenen Nachwuchses ist! Hauptsache die Politiker können sich ihren Allerwertesten am Kamin wärmen… Wie armselig ist das!?!?

  2. V99 %
    24. Dezember 2012, 17:37 | #2

    Ist schon irgendwie super peinlich. Im Winter werden die Schulen geschlossen, weil kein Geld fuer Heizoel da ist und im Sommer, werden sie geschlossen, weils keine Klimaanlagen gibt. Dabei waere die Finanzierung doch so einfach: ein oder zwei Leopards oder eine franzoesische Fregatte weniger und schon gaebe es wieder fuer mehrere Jahre warme Schulen. Wie das wohl zu Zeiten vom megalos Alexandros geregelt worden waere?

  3. Sokrates
    24. Dezember 2012, 22:58 | #3

    @V99 %
    Super-Peinlich und skrupellos ist, wie die deutsche Rüstungsindustrie die Spannungen zwischen Griechenland und der Türkei befeuert. Beide Seiten wurden über Jahrzehnte massiv mit deutscher Rüstungstechnik ausgestattet. Allein in den letzten zehn Jahren wurden Rüstungsgüter im Wert von 2,2 Mrd. € an Griechenland und im Wert von 2,7 Mrd. € an die Türkei geliefert.

    Selbst in der momentanen Krise hat die Troika den Rüstungsetat Griechenlands (auf Druck von der deutschen Schwarz-Gelben Regierung) bei den Sparprogrammen weitgehend ausgeklammert, dafür aber bei Bildung, Medizin, Renten und Sozialleistungen den Rotstift angesetzt.

    Sich angeblich für den Frieden in verschiedenen Regionen des Kontinents einsetzen, gleichzeitig aber die Länder dieser Welt aufrüsten. Das ist SUPER-PEINLICH!!

  4. GR-Block
    25. Dezember 2012, 03:49 | #4

    @V99 %
    Tja hätte man die Lobbys entlassen und Tsipras gewählt. Dann hätte man wenigsten für eine Legislaturperiode geheizte Schulen, anstatt mit Staatsaufträgen Westeuropäern den Lebensstandard zu sichern. Später würde SYRIZA seinerseits zur Lobby mutieren und wieder einkaufen und eine neue Partei müsste her.

  5. Ottfried Storz
    26. Dezember 2012, 13:14 | #5

    @GR-Block:
    Zu deiner Behauptung „mit Staatsaufträgen Westeuropäern den Lebensstandard zu sichern“.
    Deutschland hatte zuletzt ein BIP von rd 3.700 Mrd. Euro p.a.. Die aufsaldiert 4,9 Mrd. (Belege ?) in zehn Jahren für Rüstungsgüter an Türkei/Griechenland ergäben einen Anteil von weniger als 1/5.000 = 0,02 Prozent am BIP von Deutschland. Angesichts dieser Relation ist es unpassend von „Lebensstandard sichern“ zu schreiben.

  6. V99 %
    26. Dezember 2012, 18:50 | #6

    @ Sokrates
    Anscheinend verwechseln sie mich oder griechische Schulen mit der deutschen Ruestungsindustrie 😀
    Wie sie richtig bemerkt haben, hat der griechische Staat seine sinnlose Hochruestung schon vor der Krise betrieben. Wie sagte der Wehrexperte Thanos Dokos dazu:
    „Eine rationale Debatte über solche (griechische) militärische Extravaganz wurde durch die angebliche türkische Bedrohung und die Angst unter den Politikern, als unpatriotisch abgestempelt zu werden, unmöglich gemacht.“
    Das faellt dann auch in die Rubrik SUPER-PEINLICH 😀

  7. GR-Block
    26. Dezember 2012, 20:07 | #7

    Ihre Rechnung ist bestimmt richtig. Meine Aussage ist aber eine andere. Die Einnahmen deutscher englischer, französischer Konzerne durch griechische Staatsaufträge sind beachtlich und seit den 90ern nicht wirklich volkswirtschaftlich begründbar. Hier wurde in GR schon lange der ausländische Lobbyismus in Athen und gewaltige Schmiergelder angeprangert. Dass aber selbst in Zeiten der Finanzkrise verhindert wird, dass diese Verhältnisse geändert werden ist ein Verbrechen. Dieses hat die traditionelle griechische Politik und ihre Unterstützer in der EU zu verantworten. Das Volk hatte alles gegeben, um eine Änderung herbeizuführen. Jetzt scheint es müde geworden zu sein.

    Die Tatsache, dass die Waffenimporte in GR und TR nur einen kleinen Bruchteil des Exportes des viertgrößten Waffenexporteurs der Welt darstellen, ist sicherlich nicht unmoralisch. Die Erhaltung von Arbeitsplätzen und Wohlstand ist die offizielle Begründung der Kohl’schen, Schröder’schen und Merkel’schen Politik für Waffenhandel, Staatssubvention an Werften und Korruption gegen Abnehmerländer. Der eigene wirtschaftliche Erfolg ist keine Legitimation. Die deutsche und schweizerische Politik ist in vieler Hinsicht kriminell und haben die griechische Volkswirtschaft nachhaltig geschadet. Die griechische Finanzkrise wird das auf Dauer nicht verdecken können.

    Weder Schattenwirtschaft noch Staatsangestellte sind griechische Erfindungen. Beide können die Krise nicht erklären, weil sie beide nicht übermäßig vorhanden sind. Man bekämpft hier Nebenwirkungen. Die eigentliche Krankheit ist das Fehlen von lukrativen Märkten für lokale Unternehmen und in der Folge gut bezahlte Jobs in GR. Wenn alle bezahlte Arbeit ausländischen Konzernen überlassen wird und als Schlusspunkt die Staatsbetriebe abgebaut werden, dann ist der Interessenkonflikt von geschmierten griechischen Politikern und den Luxus-Arbeitnehmern ausländischer Konzerne offensichtlich.

    Die Welt kann sich auf lange Sicht korrupte Konzerne und ihre politischen Lobbys nicht leisten.

  8. V99 %
    26. Dezember 2012, 22:56 | #8

    @ GR-Block
    Es scheint ihnen entgangen zu sein, was Tsipras im Juni bei Gesprächen mit dem griechischem Verteidigungsministerium und der Armeefuehrung sagte:
    „Die nationale Verteidigung, der Schutz der territorialen Integritaet unseres Vaterlandes wie auch der Schutz unserer nationalen Unabhaengigkeit ist fuer uns von nicht verhandelbarer Prioritaet. Die oekonomische Krise dürfe nicht dazu fuehren, dass das Land andere Fragen vernachlaessige oder Gefahren missachte, die staendiger Wachsamkeit beduerften.“ Auch wenn große Summen ausgegeben worden seien, haette die Politik bisher dabei versagt, die notwendige Infrastruktur herzustellen, um die Armee instandzuhalten und abzusichern. „Diese Situation muss sich aendern, ohne allerdings die nationale Verteidigung zu untergraben.“
    Die Ruestungsindustrie müsse verstaatlicht werden, um die Kampfkapazität der Streitkraefte zu erhoehen. Er sprach zwar auch davon, die Militaerausgaben kuerzen zu wollen, versicherte aber, dass damit nur die Korruption ausgetrocknet, nicht aber die Schlagkraft der Armee geschwaecht werden solle.

  9. GR-Block
    27. Dezember 2012, 01:20 | #9

    Ich habe inzwischen Recherchiert: D ist zurzeit im Weltwaffenexport zur Nummer 3 aufgestiegen, wahrscheinlich wegen GR. Von 2006-2010 hat GR 15% aller Waffenexporte von D und 12% der Waffenexporte von F absorbiert. Die TR kommt immerhin auf 10% der deutschen Exporte. Da könnte man viele Schulen mit heizen.

    Herr Tsipras hat natürlich Recht mit seiner Einschätzung. D und F sind die Netto-Schmiergeldzahler der EU. Wenn man es schafft die Korruption bei den Militärausgaben zu verhindern, wird man doppelten Nutzen haben. Erstens werden die gekauften Waffen billiger und zweitens kann man die Einkäufe reduzieren, ohne dass eine Athener Waffenlobby sich dagegenstemmt.
    Auch stimme ich ihm zu, dass die Schlagkraft der Truppe nicht an den (ausreichenden) Waffen liegt. Dagegen haben die Insfrastruktur aber auch die Ausbildung Verbesserungspotential. Dafür braucht GR keine gewltigen Mittel aufzuwenden. Dabei könnten vorhandene Mittel zu einem größeren Teil in Aufträge an inländische Industrien investiert werden.

  10. V99 %
    27. Dezember 2012, 02:13 | #10

     GR-Block:
    Die Tatsache, dass die Waffenimporte in GR und TR nur einen kleinen Bruchteil des Exportes des
    viertgrößten Waffenexporteurs der Welt darstellen, ist sicherlich nicht unmoralisch.

    GR-Block:
    Ich habe inzwischen Recherchiert: D ist zurzeit im Weltwaffenexport zur Nummer 3 aufgestiegen, wahrscheinlich wegen GR. Von 2006-2010 hat GR 15% aller Waffenexporte von D und 12% der Waffenexporte von F absorbiert. Die TR kommt immerhin auf 10% der deutschen Exporte. Da könnte man viele Schulen mit heizen.

    Aehm, der Artikel spricht von griechischen Schulen, und von griechischen unnoetigen Waffenimporten habe ich gesprochen. Die ihnen in ihrer „Recherche“ entgangene nun mehr fuehrende Rolle der USA bei den griechischen Waffenimporten mal ganz am Rande erwaehnt. Es haetten ja auch anstelle von Leopards amerikansche Abrams genannt werden koennen.

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