Erhöhung der Zigarettenpreise in Griechenland

9. November 2012 / Aktualisiert: 27. September 2017 / Aufrufe: 6.870

Eine Änderung bei der Besteuerung von Tabakprodukten in Griechenland führt zu einer erneuten Erhöhung der Preise für Zigaretten um bis zu 1 Euro pro Päckchen.

Die erneute – und zwar innerhalb von zweieinhalb Jahren vierte aufeinanderfolgende! –  Erhöhung der Zigarettenpreise setzt in Griechenland den Zigarettenmarkt „in Brand“. Infolge einer Änderung bei der Besteuerung von Tabakprodukten werden die Kategorien der „billigen“ und „mittleren“ Zigaretten vom Markt verschwindenund fortan die Kategorie der „teuren“ Zigaretten vorherrschen, die derzeit für ab 3,70 Euro pro Päckchen verkauft werden.

Das neue Besteuerungssystem bringt Erhöhungen von bis zu 1 Euro bei der Schachtel Zigaretten und dem Tabak. Der Preis der „billigen“ Zigaretten wird 3,30 Euro pro Päckchen übersteigen, die „mittleren“ werden von derzeit 3,20 Euro auf bis zu 3,80 Euro steigen. Einen besonders harten Schlag erfährt laut Unternehmensfaktoren der Tabak, der in den letzten zwei Jahren seinen Marktanteil vervierfacht hatte.

Der Preis des derzeit für 4,30 Euro verkauften Päckchens mit 25 Gramm Tabak wird mit dem neuen Modus der Berechnung der Tabaksteuer bis zu 5,50 Euro erreichen. Entsprechend wird das Päckchen Tabak mit 20 Gramm 4,30 Euro kosten, gegenüber derzeit 3,30 Euro.

Der Präsident des Verbands der griechischen Tabakindustrie, Herr Spyros Flegkas, sprach gegenüber der Zeitung „Ethnos“ von „einer skandalösen Bestimmung, welche die Stärkung der multinationalen Gesellschaften zum Ziel hat, während sie im selben Augenblick die inländischen Tabakindustrien heimsucht, von denen sehr wahrscheinlich ist, dass zwei von drei zur Schließung gezwungen werden.

In einem Schreiben an die Abgeordneten führt Herr Flegkas an, dass die Erhöhung der Besteuerung die Zigaretten belastet, deren Einzelhandelspreis von 2,80 Euro bis 3,80 Euro pro Päckchen beträgt, während es für die Zigaretten, deren Einzelhandelspreis über 3,80 Euro liegt, auf Basis der neuen Besteuerung Senkungen geben wird.

Internationale Zigarettenmarken importierende Faktoren vertreten, einen Schaden von vielen Millionen Euro aus dem Vertrieb von ihren Lagerbeständen an Zigaretten und Tabak zu Einzelhandelspreisen erleiden zu werden, die niedriger sind als der Wert der Steuer, die sie an den Staat abführen müssen. Ebenfalls prognostizieren sie einen steilen Anstieg der illegalen Zigaretten und geringere Einnahmen des Staates aus dem legalen Markt.

(Quelle: Imerisia)

  1. tabascofan
    9. November 2012, 13:54 | #1

    Keiner MUSS rauchen. Ist doch ein schöner Grund, mit dieser gesundheitsschädlichen und teuren Sucht aufzuhören.

  2. Götterbote2012
    9. November 2012, 16:03 | #2

    Da inzwischen bekannt ist, dass der Konsum von Tabak – mal abgesehen von den gesundheitlichen Folgen für Raucher und Passivraucher – unterm Strich die Gesellschaft/Staat mehr kostet, als sie an Steuern einnimmt, ist dieser Schritt einer in die richtige Richtung. In meinen Augen sind die Zigaretten damit immer noch zu günstig und sollten einen Preis von 5,- Euro – egal ob gedreht oder in loser Form – nicht unterschreiten. Einzig die vielen Periptero-Besitzer, die teilweise hauptsächlich vom Verkauf von Zigaretten leben, tun mir diesbezüglich ein wenig leid.

  3. Nikos Remos
    14. November 2012, 08:59 | #3

    (Einen besonders harten Schlag erfährt laut Unternehmensfaktoren der Tabak, der in den letzten zwei Jahren seinen Marktanteil vervierfacht hatte.)
    Nachdem jeder 2. griechische Raucher wegen finanziellen Gruenden auf Tabak umgestiegen ist….zack kommt die Antwort des Fiskus.
    Wenn die Griechen irgendwann sich keine Getraenke mehr leisten koennen und zur Mehrheit auf Wasser umsteigen…zack werden sie auf das Trinkwasser die Steuer erhoehen.
    Das selbe in gruen mit den PV Anlagen welche sich in den letzten 2 Jahre viele angeschafft haben fuer den Privathaushalt.Man rechnet sich aus wo man etwas einsparen kann ,weil das Geld vorne und hinten nicht mehr reicht und sobald der Fiskus das merkt ….zack……zack….zack.

  4. Heinz
    14. November 2012, 22:48 | #4

    @ Nikos Remos

    Gut, das mit dem Tabak muss jeder für sich entscheiden. Rauchen ist nicht lebensnotwendig. Beim Wasser bin ich voll einverstanden, das braucht der Mensch. Dort an Steuern zu denken wäre tatsächlich eine Riesenschweinerei. Und bei den PV-Anlagen würde ich, hätte ich eine Anlage unter den bisherigen Bedingungen gebaut, die neuen Zusatzsteuern nicht akzeptieren und klagen.
    Es gibt in Deutschland den Vertrauensschutz, der Folgendes besagt: „Im öffentlichen Recht äußert sich der Grundsatz des Vertrauensschutzes z. B. darin, dass der Bürger sich bei seinen Dispositionen auf die bestehende Rechtslage verlassen darf und bei Gesetzesänderungen keine für den Bürger nachteiligen Rückwirkungen in Kraft treten dürfen.“
    Es wäre also unbedingt zu prüfen, ob das für Griechenland auch gilt. Wenn nicht, gibt es immer noch den EuGh.
    Ich gehe fest davon aus, dass die großen Gesellschaften, die in Griechenland PV-Anlagen bauten, diesen Weg gehen werden.

  5. Peter Weigelt
    24. Mai 2013, 20:03 | #5

    Und was suchen Nichtraucher auf dieser Seite? Unglaublich. Und dann noch diese Propaganda. Eichfach irre. Nahezu jede Versicherung hat in den 80er Jahren versucht, Raucher abzuzocken und aus diesem Grund Studien in Auftrag gegeben, die beweisen sollten, dass Raucher ein höheres Risiko sind. Alle mussten dumerweise festellen, dass dem nicht so ist. Und heute wird statt Studien Propaganda betrieben. Mann, Mann.
    Der Preis ist eine Freichheit. Ich nehme dann wohl Selbstgedrehte mit. Ab 2014 werde ich wohl Tabak selbst anpflanzen.

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