12.780 IKA-Rentner in Griechenland verschollen

17. November 2012 / Aktualisiert: 28. September 2017 / Aufrufe: 971

In Griechenland scheinen derzeit 12.780 Rentner des größten Sozialversicherungsträgers des Landes verschollen zu sein.

Der größte gesetzliche Sozialversicherungsträger in Griechenland, nämlich die „Anstalt für Sozialversicherung – Einheitskasse für Arbeiternehmer Die IKA wird ab dem 27 November 2012 zur Aussetzung der Rentenzahlung an 12.780 Rentner schreiten, die bei der diesjährigen – am 26 November 2012 endenden – Erfassung „verschwunden“ bleiben.

Diese Warnung richtete an die Betroffenen die Verwaltung der IKA-ETAM und gab bekannt, 2011 die Zahlung 7.309 „fauler“ Renten eingestellt und mehr als 24 Mio. Euro eingespart zu haben.

Die „verschollenen“ Rentner der IKA in Griechelnad

Laut den Daten der IKA hatten sich bis zum 05 November 2012 die Empfänger von 8.389 Hauptrenten der IKA-ETAM, 6.852 Empfänger von Zusatzrenten (wobei es sich in 3.300 Fällen um die selben Personen handelt, die auch eine Hauptrente beziehen), 59 Rentner der TAPILT und 788 Rentner der TAP-OTE, also insgesamt 12.788 Empfänger von Haupt- und Zusatzrenten nicht eingestellt.

Für alle diese Fälle läuft die letzte Frist zur Erfassung in den Geschäftsstellen der IKA-ETAM (mit der Möglichkeit zur Auszahlung der Rente am selben oder Folgetag durch die Geschäftsstelle) endgültig am 26 November aus. Ab dem 27. November 2012 und später wird im Fall der verspäteten Erfassung (die bei der zuständigen Geschäftsstelle erfolgt) die Rente nach Benachrichtigung der IKA-ETAM verzögert wieder per Banküberweisung zur Auszahlung kommen.

Ab dem 01.01.2013 wird die IKA jedenfalls beginnen, jeden einzelnen Fall all jener, die nicht vorstellig werden, auch gerichtlich zu erforschen.

Die „faulen“ Renten

Nach der Erfassung im Jahr 2011 stellte die IKA die Rentenzahlungen an insgesamt 7.309 „Berechtigte“ ein, welche die Beträge rechtswidrig empfingen. Davon betroffen waren 3.542 Haupt- und Zusatzrenten in Höhe von monatlich insgesamt 900.167 Euro.

2.819 Renten wurden an Verstorbene gezahlt und aus der Einstellung spart die IKA monatlich 904.954 Euro ein. Der verzeichnete Schaden aus der Zahlung von Renten an Verstorbene war 9.075.929 Euro, wovon 2.790.308 Euro zurückgezahlt wurden und der Rest bei Mitberechtigten und Erben gesucht wird. Weiter wurden 99 Renten nicht Erfasster eingestellt, da die Kinder, welche die Beträge bezogen, volljährig geworden waren (monatliche Einsparung 25.767 Euro), sowie auch 502 Behindertenrenten (monatliche Einsparung 173.565 Euro) und 347 aus anderen Gründen gewährte Renten (monatliche Einsparung 57.672 Euro).

Das Verfahren der „Bereinigung“ der Register geht jedenfalls weiter, da selbst jetzt noch Rentner vorstellig werden, die 2011 erfasst werden mussten (bis Oktober waren 57.000 nicht erfasst worden).

Sozialversicherungsnummer (AMKA) und Steuer-ID (AFM)

Im Hinblick auf die Inbetriebnahme der einheitlichen Zahlstelle für Renten und unabhängig von der weiterlaufenden Erfassung der Berechtigten forderten OAEE und OGA alle Rentner ohne AMKA und AFM auf, diese bis zum 19 November 2012 (OAEE) und 26 November 2012 (bei den Agenten des OGA) beizubringen. Wenn AMKA und AFM nicht ergänzt werden, wird die Zahlung der Renten eingestellt werden.

Mit einem Kredit von 230 Mio. Euro (von ETEA und TAP-DEI) wird die IKA jedenfalls die Gelder zusammenbringen, die von 19 November 2012 bis 3 Dezember 2012 für die reguläre Auszahlung der Renten benötigt werden.

(Quelle: Imerisia)

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