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Archiv für November, 2012

FOKAS-Konzern in Griechenland beantragt Insolvenz

30. November 2012 / Aktualisiert: 04. November 2013 / Aufrufe: 379 Kommentare ausgeschaltet

Der Einzelhandels-Konzern FOKAS in Griechenland hat Insolvenz und Gläubigerschutz gemäß der griechischen Insolvenzordnung 3588/2007 beantragt.

Der griechische Konzern FOKAS, der zu den bedeutendsten Einzelhandelskonzernen in Nordgriechenland zählt, hat seine Unterstellung unter das Sanierungsverfahren gemäß den Bestimmungen des Artikels 99 des Gesetzes N. 3588/2007 (= griechische Insolvenzordnung) beantragt, so wie diese durch Artikel 12 des N. 4013/2011 substituiert und mit den Bestimmungen des N. 4072/2012 ergänzt wurden.

Der Konzern, der die gleichnamigen Kaufhäuser verwaltet, beschäftigt mehr als 300 Arbeitnehmer und verfügt über „starke“ Präsenzen in Attika, Thessaloniki und Volos.

Spaltung und Gewalt wegen Gold auf Chalkidiki in Griechenland

30. November 2012 / Aktualisiert: 04. Juli 2013 / Aufrufe: 1.153 2 Kommentare

Die umstrittene Ausweitung der Goldförderung auf der Halbinsel Chalkidiki in Griechenland führt zu Spaltung und Gewalt zwischen Befürwortern und Gegnern des Projekts.

Chalkidiki befindet sich in Aufruhr, wobei anlässlich der Arbeiten zur Förderung von Gold im Gebiet bei Skouries, innerhalb des Urwaldes der Region, die Bürger vieler Ansiedlungen heftig Widerstand leisten und zu kontinuierlichen Aktionen schreiten. Wie sie betonen, ist ohne irgendeinen Nutzen für ihr Gebiet das einzige, was das Projekt herbeiführt, die irreversible Umweltzerstörung in ihrem Wald.

Konkret geht es um die Minen von Kassandra und konkret die Ausweitung der Arbeiten in der Lage Skouries, wo bereits ungefähr 180 Hektar Wald gerodet werden, damit das Gold abgebaut wird, welches sich hunderte Meter unter dem Boden befindet.

Die in Rede stehenden Goldminen von Kassandra wurden viele Male von Gesellschaft zu Gesellschaft übertragen (Goldminen Kassandras, AEECHP & Dünger, TVX Hellas A.G., KINROSS Gold Corporation usw.). Eigentümer der Minen von Kassandra ist seit 2004 die Hellas Gold, deren Aktienkapital zu 95% von der kanadischen Eldorado Gold und zu 5% von der griechischen Ellaktor gehalten wird.

Kritiker monieren Verkauf der Goldminen zu einem Spottpreis

Nach dem Konkurs der TVX Hellas A.G. im Jahr 2002 kaufte die „European Goldfields“ die Minen von Kassandra im Jahr 2004 für 11 Millionen von dem griechischen Staat, der parallel den neuen Käufer von den Altschulden befreite, während die Gesellschaft selbst danach von der „Eldorado Gold Corporation“ aufgekauft wurde. Der Betrag für den Verkauf des Areals wird von den Kritikern des Projekts als „übertrieben niedrig“ im Verhältnis zu dem sich auf Milliarden Euro belaufenden vielfachen Wert der Umsätze erachtet, welche aus der Nutzung des Gebiets erwartet werden.

Die Ausweitung der Arbeiten der Gesellschaft nach Skouries stellte auch den Auslöser für die Gegenreaktionen dar. Der Urwald ist in den letzten Monaten im wahren Sinn des Wortes in ein Schlachtfeld zwischen den Einwohnern und den Kräften der polizeilichen Sondereinheiten MAT verwandelt worden, die das Projekt bewachen. Die Beschwerden – darunter auch der SYRIZA-Abgeordneten Katerina Inglezi in Chalkidiki – über Polizeigewalt, Willkür und sogar auch den Einsatz von Plastikgeschossen, die verwendet wurden, um die Reaktionen der Anwohner und Aktivisten zu brechen, die sich gegen das Projekt stellen, sind zahlreich. Letztere betonen dazu, dass diese „barbarische“ Haltung sie praktisch noch mehr reizt … .

Ungeheure Umweltschäden durch Ausbau der Goldminen bei Kassandra

Hauptgrund für die Proteste ist die „umweltliche Abwertung“ der gesamten Region wegen des Minen-Projekts. Obwohl die Studie über die Umweltauswirkungen der Arbeiten in dem Gebiet von dem griechischen Umweltministerium genehmigt worden ist, haben die Aristoteles-Universität Thessaloniki und die Technische Kammer Zentralmakedoniens einen Bericht erstellt, in dem sie ihre starken Vorbehalte bezüglich der Umweltfolgen ausdrücken, welche die Bergbauarbeiten in der Region haben, während etliche die Versprechungen, aber auch die Effizienz der wie auch immer gearteten Wiederherstellung bezweifeln, welche die Minengesellschaft angekündigt hat.

Auf der Gegenseite zweifelt die „Hellas Gold“ durch den Mund ihres Kommunikationsbeauftragten Kostas Georgatzis die Wissenschaftlichkeit der Einführung des Umweltgremiums der Aristoteles-Universität Thessaloniki an, beschuldigt es kleinpolitischer Zweckmäßigkeiten und versichert, dass alle gewinnen werden: Die mehr als 1.500 Arbeitnehmer, die in dem Projekt beschäftigt sein werden, der griechische Fiskus aus den Abgaben der Gesellschaft, an Löhnen und Mehrwertsteuer, die sich auf 30% des Geschäftsvolumens belaufen, sowie ebenfalls auch die lokale Gesellschaft mit den parallelen Aktivitäten, die sich mit dem Bergbau entwickeln werden.

Etliche sind auch die Einwohner der Region – hauptsächlich die Beschäftigten in den Minen -, die von einem „neuen Atem“ in der lokalen Wirtschaft sprechen und vertreten, der Bergbau könne zusammen mit den übrigen Aktivitäten existieren.

Skandalgeruch und Kontroversen auch auf politischer Ebene

Das Thema um Skouries hat auch eine intensive politische Dimension erhalten, wobei der SYRIZA-Abgeordnete Tasos Kourakis mit der Erklärung beeindruckt, dass „wenn seine Partei an die Regierung kommen wird, die Minen geschlossen werden, weil sie die Region umweltlich belasten“ und die Arbeitnehmer „Bienenzüchter werden“ … .

Parallel haben die Protestaktionen die öffentliche Meinung beschäftigt, weil nicht wenige Male gewaltsame Zusammenstöße verzeichnet wurden, mit Hauptmerkmal den „Partisanenkrieg“, die Verletzungen von Demonstranten und Männer der MAT (= polizeiliche Spezialeinheiten zur „Widerherstellung der Ordnung“), die ihre Pflicht mit übertriebenem Eifer ausüben. Zahlreich sind ebenfalls die Fälle von Konfrontationen und sogar auch gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen den Einwohnern des Gemeindeverbands Aristoteles (die Gemeinde stützt das Projekt) in Zusammenhang mit der Fortsetzung oder nicht der Arbeiten, und viele sprechen von einer „Spaltung“.

Zougla.gr wendete sich etliche Male an Herrn Christos Pachtas **, der sich jedoch nicht zu dem Thema äußern wollte. Zur selben Stunde jedenfalls, wo die Gegner des Minen-Projekts Aktionen in ganz Griechenland und sogar auch Protesteingaben an die Kanadische Botschaft organisieren, gehen die Förderarbeiten unter drakonischen Sicherheitsmaßnahmen regulär weiter … .

** Der 1951 in dem Ort Arnea auf Chalkidiki geborene und mit der PASOK-Partei fünfmal zum Abgeordneten gewählte Politiker Christos Pachtas war während seiner Amtszeit 1996 – 2004 als Staatsekretär im Finanzministerium in den Skandal um den Verkauf der Goldminen bei Kassandra im Dezember 2003 verwickelt. Als er dann auch noch eine „photographische“ Novelle zum Entwicklungsgesetz einbrachte, mit der geschützte Forstgebiete „entcharakterisiert“ und dem Hotelkomplex Porto Karras die Errichtung touristischer Anlagen in einem naheliegenden Waldgebiet gestattet wurde, trat er Ende Januar 2004 wegen des neuen Skandals von dem Posten des Staatssekretärs zurück.

(Quelle: zougla.gr)

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Rechtsradikale in Griechenland gründen Taxi-Gewerkschaft

29. November 2012 / Aktualisiert: 10. August 2020 / Aufrufe: 445 1 Kommentar

Die rechtsradikale Partei Chrysi Avgi in Griechenland schreitet zur Gründung einer gewerkschaftlichen Organisation für Taxifahrer.

Die Deklaration der Gründung wird am Sonntag, dem 02 Dezember 2012 um 17:00 in der zentralen Geschäftsstelle der Partei erfolgen. Wie in der einschlägigen Bekanntmachung der Chrysi Avgi angeführt wird, wird das neue gewerkschaftliche Organ die Beförderung bedürftiger Griechen übernehmen, während seine Mitglieder – Fahrer Treibstoff bei Tankstellen tanken werden, die keine Ausländer beschäftigen.

Die Branche der griechischen Taxi-Fahrer wird hart von der Memorandums-Politik der Koalitionsregierung, denn illegalen Immigranten, die ihnen rechtswidrig die Tageslöhne wegnehmen, aber auch der unkontrollierten Kriminalität heimgesucht, die den Beruf extrem gefährlich gemacht hat„, lautet es in der Bekanntmachung.

Der Gründungskonferenz werden der Generalsekretär der Chrysi Avgi, Nikolaos Michaloliakos, und die Abgeordneten Ioannis Lagos und Ilias Kasidiaris beiwohnen.

(Quellen: in.gr)

33 Prozent Arbeitslosigkeit auf Privatsektor in Griechenland

29. November 2012 / Aktualisiert: 28. September 2017 / Aufrufe: 813 1 Kommentar

Laut einer aktuellen Studie der griechischen Nationalbank liegt auf dem Privaten Sektor in Griechenland die Arbeitslosigkeit bei 33 Prozent.

Die Arbeitslosigkeit auf dem privaten Sektor in Griechenland wird in einer Studie der Nationalbank auf 33% veranschlagt. In der Studie wird ebenfalls betont, dass die gesamte Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit unter dem Aspekt der Preise in den beiden Jahren 2013 – 14 höchstwahrscheinlich 10% übersteigen und der griechischen Wirtschaft gestatten wird, fast ihre gesamten Verluste des vorherigen Jahrzehnts wettzumachen.

Allerdings wird in dem Bericht auch festgestellt, dass die enormen Lohnkürzungen und die damit einhergehende zügige Senkung der Arbeitskosten sich nicht allgemein bei den Verbraucherpreisen wiederspiegeln, da bisher nur auf dem Sektor der Dienstleistungen und in konkreten Branchen wie in der Bildung und bei touristischen und ärztlichen Dienstleistungen erste Anzeichen eines Preisrückgangs in Erscheinung traten.
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Reeder in Griechenland im Visier der Steuerfahndung

28. November 2012 / Aktualisiert: 28. September 2017 / Aufrufe: 765 4 Kommentare

Die Steuerfahnder in Griechenland nehmen bekannte Reeder und Großunternehmer wegen nicht entrichteter Immobiliensteuern und Sonderabgaben ins Visier.

In Griechenland gibt es dutzende Fälle, in denen Reeder und Großunternehmer es ignorieren, die Immobilien-Sonderabgabe zu entrichten, was zur Folge hat, dass dem Fiskus viele Millionen Euro aus dieser – im Volksmund als „Abzocke“ bezeichneten – Immobilienabgabe entgehen. Informationen zufolge hat das Finanzministerium die Akten zahlreicher Großreeder und -unternehmer geöffnet, die in der Schifffahrt, aber auch im Immobilienwesen tätig sind, und die ersten an das Licht der Öffentlichkeit gelangenden Fakten sind enthüllend.

Einer der griechischen Top-Reeder mit dutzenden Tankern, der auf der internationalen Rangliste eine hervorragende Position bekleidet, hat in den letzten 6 Jahren nicht die insgesamt 6,2 Mio. Euro betragende Immobilien-Sondersteuer (also die entsprechende Steuer vor der bekannten und alle betreffenden „Abzocke“) für eine ihm gehörende riesige Immobilie von 6.000 qm neben dem Herzzentrum „Onassio“ abgeführt. Für die konkrete Immobilie, die auf eine Offshore-Gesellschaft eingetragen ist, sind Immobilien-Sondersteuern verhängt worden, die bis 2009 3% und ab 2009 gemäß einem neulich verabschiedeten Gesetz über die Immobilien, die auf Offshore-Gesellschaften eingetragen sind, 15% (!!) des sachwertorientiert ermittelten Immobilienwertes entsprechen.

Zur selben Stunde befindet sich im Visier der SDOE auch der Eigentümer der Immobilie der unvergesslichen Malvina Marshall. Es handelt sich um einen Engländer, der die Immobilie an eine Offshore-Gesellschaft mit Sitz auf den Marshall-Inseln abtrat. Bezüglich der konkreten Immobilie ist festgestellt worden, dass die entsprechenden Steuern in Höhe von 1 Mio. Euro nicht entrichtet wurden, und der Eigentümer der Immobilie wird bald aufgefordert werden, die ihm entsprechende Abgaben zu entrichten.

In einer Anstrengung, möglichst viele Einnahmen zusammenzubringen, hat das Finanzministerium jedenfalls die großen Finanzämtern angewiesen, penibel die Fälle von Unternehmern zu untersuchen, welche bei den Finanzämtern als „unbekannt“ geführt werden, da sich sich systematisch weigern, ihre Verpflichtungen in Ordnung zu bringen.

(Quelle: Imerisia)

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Zwei-Klassen-Medizin in Griechenland

28. November 2012 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 1.749 15 Kommentare

In Griechenland ist die Zwei-Klassen-Medizin inzwischen Realität: immer mehr Neu-Arme werden von dem Zugang zu dem staatlichen Gesundheitssystem ausgeschlossen!

Die griechischen Patienten sind in zwei Kategorien geteilt worden: die (gesetzlich) Versicherten, welche Zugang zu dem staatlichen Gesundheitssystem haben (obwohl dieses zunehmend nicht einmal mehr elementare Bedürfnisse zu decken vermag), und jene, die ihre Arbeit und damit auch ihren Versicherungsschutz verloren und nicht das Geld haben, um sich behandeln zu lassen.

 Alle, die der zweiten Kategorie angehören bzw. in diese hineingerieten, sind inzwischen von dem ESY, also dem „Nationalen Gesundheitssystem“ ausgeschlossen, das ursprünglich geschaffen wurde, um alle einer medizinischen Versorgung bedürfenden Menschen unabhängig von ihrer jeweiligen wirtschaftlichen Situation zu versorgen.

Im Rahmen der neuen Realität der von der Troika aufgezwungenen „Memoranden“ werden im ESY nur noch jene Patienten behandelt, die zahlen können. Alle anderen finden die Türen verschlossen – mit allem, was dies mit sich bringt.
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Entschädigung wegen gerichtlicher Prozessverschleppung in Griechenland

27. November 2012 / Aufrufe: 675 1 Kommentar

Der Verwaltungsgerichtshof in Griechenland sprach einem Bürger eine Entschädigung zu, weil er 100 Monate auf die Verkündung eines Gerichtsbeschlusses warten musste!

Ein griechischer Bürger erhielt zum ersten Mal von den Gerichten Griechenlands wegen der großen Strapazen Recht, welche er erlitt, indem er mehr als acht Jahre auf die Verkündung eines Gerichtsbeschlusses zu warten hatte. Die rechtliche Befriedigung kam von dem Obersten Verwaltungsgerichtshof (StE), der die große Verzögerung anerkannte, die in der Rechtsprechung existierte, und urteilte einem Rechtsanwalt aus Volos eine Entschädigung von 4.800 Euro für den erlittenen immateriellen Schaden zu.

Der Rechtsanwalt aus Volos war der erste griechische Bürger, der sich entschied, anstatt den Europäischen Gerichtshof, der Griechenland viele Male wegen analoger Fälle verurteilt hatte, die griechische Justiz anzurufen und von dem neuen Verfahren Gebrauch zu machen, welches auf Basis des Gesetzes N. 4045/2012 über den „gerechten Prozess und dessen billige Differenz“ die Zahlung einer Entschädigung wegen der Verzögerung der Verkündung eines Gerichtsbeschlusses vorsieht.
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Rechtsextremisten in Griechenland bilden Mitglieder in Kampftechniken aus

26. November 2012 / Aufrufe: 745 13 Kommentare

In der lokalen Geschäftsstelle der rechtsradikalen Chrysi Avgi in Ägio in Griechenland werden Kurse in Kampftechniken und Selbstverteidigung durchgeführt.

In einer Bekanntmachung auf ihrer Webseite erklärt Parteijugend sogar die Gründe, aus denen die Mitglieder sie eine „militärische“ … Ausbildung durchführen. In Einzelheiten lautet es in der Bekanntmachung:

Zu den bedeutendsten Charakteristika eine Mitglieds der Chrysi Avgi zählen die ideologische Ausbildung, die Heldenhaftigkeit und der Glaube an die Ideale und Werte des Nationalismus, die militärische Disziplin und die Kampbereitschaft. Mit diesen gesunden Vorbildern wollen wir die Seelen unserer Jugend tränken, die „morgen“ jene sein wird, auf deren Schultern das neue große Griechenland gestützt und gebaut werden wird, von dem wir träumen.

Die Jugend wird der biologischen und geistigen Degeneration einen großen Schluss setzen!

Auf diesen Grundlagen haben haben in unserer Geschäftsstelle ideologische Unterweisungen begonnen, in Kombination mit Kursen in Kampftechniken und Selbstverteidigung sowie auch verschiedenen Wanderungen, die auf die körperliche Ertüchtigung und Ausbildung mit dem Ziel des Aufbaus einer einheitlichen Gruppe absehen, die eine Faust gegen das System und das verfaulte politische Establishment darstellen wird, welches ermattete junge Leute, mit dem getränkt mit amerikanischem Life-Style, leichter Lebensweise, Drogen und Illusionen will.

Der große Held der Revolution von 1821, Theodoros Kolokotronis, hatte einmal gesagt: „Die Generation, welche unsere versklavten Gebiete vergessen wird, wird auch die letzte sein“. Vielleicht sind wir wirklich diese letzte Generation. Dies bedeutet jedoch nicht, dass wir die Waffen übergeben müssen, ohne für all das zu kämpfen, an das wir glauben und wofür andere vor uns ihr Blut vergossen.

(Quellen: thebest.gr)

Zahlung der IKA-Renten im Dezember 2012 in Griechenland gesichert

26. November 2012 / Aktualisiert: 10. August 2020 / Aufrufe: 616 2 Kommentare

Der Minister für Arbeit in Griechenland versicherte erneut, dass die Renten des Versicherungsträgers IKA im Dezember 2012 regulär zur Auszahlung kommen werden.

Die Renten und Weihnachtsgelder des größten gesetzlichen Sozialversicherungsträgers IKA in Griechenland werden zu den vorgesehenen Terminen zur Auszahlung kommen, und für Dezember 2012 wird es auch keine Kürzungen geben, erklärte Arbeitsminister Giannis Vroutsis in einer Sendung des TV-Senders „Mega“ und merkte an, dass „jede wie auch immer geartete Angleichung ab Januar 2013 und nachfolgend beginnen wird„.

Laut dem griechischen Minister für Arbeit werden die Renten der IKA für Januar 2013 am 22 Dezember 2012 auf den Konten der Rentner eingehen, während bis Mitte Januar 2013 das neue elektronische System zur Berechnung und Auszahlung der Renten fertig sein wird, die sich nach den Kürzungen bei der Summe der Haupt- und Zusatzrenten ergeben werden.
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Griechenland, Grundstück und Kolonie

25. November 2012 / Aktualisiert: 24. August 2013 / Aufrufe: 571 Kommentare ausgeschaltet

Autorin: Maria Kanellopoulou, Schauspielerin, Abgeordnete der SYRIZA-EKM in Achaia

Das Parlament bestätigte vor wenigen Tagen den nationalen Haushalt. In der Epoche der postmodernen Dreiparteien-„Bankenherrschaft“ unterliegen alle Begriffe der berühmten „Neuen Sprache“ Orwells. Wir sagen das selbe, meinen etwas anderes.

Nationaler Haushalt? National bedeutet, dass er von Griechen für Griechen erstellt wird, dass Griechen für die griechische Gesellschaft rechnen, denken und beschließen. Heute beschließen weder die griechischen Abgeordneten mit freiem Willen, noch geht es um die griechische Gesellschaft. Ich meine die wahre Gesellschaft, die zerschlagene Gesellschaft.

Wenn man Vorberechnungen anstellt, bedeutet dies, dass man sich für die Zukunft bindet. Die Regierung hat jedoch bereits zweihundert vor den Wahlen gegebene Zusagen verschlissen und verhält sich, als habe es niemals programmatische Erklärungen gegeben, und tauft mit einfachen Unterschriften die Brechung ihrer Versprechungen „Akte gesetzgeberischen Inhalts“.

Die Regierung wird keinen Haushalt einhalten, und wir wissen das. So, wie sie nichts von dem einhält, was sie sagt (oder Gott ihr diktiert!). Der Haushalt ist ein formales Verfahren, eine Demonstration institutioneller Höflichkeit, eine Tradition, so wie die Weihnachtslieder, das Lamm zu Ostern, von der gut ist, dass sie – sei es auch nur für die Augen des Volkes – nicht verloren geht. Nicht mehr. Leere Worte.

Ich erliege der Versuchung, 2 – 3 Dinge aus dem Katalog all dessen anzuführen, was sie zu tun versprachen und nicht taten:

  • Sie sagten und versprachen verbindlich, nur eine minimale Anzahl Schulen werden zusammengelegt werden. 1.500 erfahren wir jetzt.
  • Sie sagten uns: das Problem der Beförderung der Schüler zu den Schulen wurde gelöst. Alltäglich erreichen uns jedoch Beschwerden von Eltern und Lehrern, dass das Problem nicht gelöst worden ist.
  • Sie gaben uns tausend Versprechungen bezüglich des Gesundheitssystems, und dann kürzten sie dramatisch die Mittel sogar auch für die Dialysepatienten, die sie obendrein verleumden, den Staat zu bestehlen.
  • Sie sagten uns, sie werden die Schäden an den Häusern der Opfer der Erdbeben und Brände in Achaia und Westgriechenland beseitigen. Die Menschen reichten ihre Papiere ein, und obwohl sie alle Voraussetzungen erfüllen, wohnen sie immer noch in Containern und bei Verwandten.

Wenn dies bei der Bildung, der Gesundheit, der Unterbringung geschieht, dann kann die Analgesie überall triumphieren, also auch bei der Kultur, die so wie so immer als Luxus galt.

Ich werde als Mensch sprechen, der Jahrzehnte in dem Bereich arbeitete, nicht als Mandarin der Subventionen, nicht als Ausgewählte der Direktoren staatlicher oder anderer Theater, nicht als Berater der Show-Supermärkte, aber als einfacher Arbeiter. Ich möchte für die einfachen Menschen der Kultur sprechen. Weil im Gegensatz zu all dem, was geschickt kultiviert wird, abgesehen von einer kleinen Minderheit bevorzugter und privilegierter zeitloser Menschen der Kunst in diesem Bereich dutzende Menschen leben und arbeiten, welche die Krise heute irreparabel getroffen hat: Schauspieler, Techniker des Fernsehens und des Films, Bühnenbildner, Kuratoren, Autoren, Regisseure, alle zur Arbeitslosigkeit verurteilt, die dokumentiert 97% erreicht.

Mittelalterliche Verhältnisse

Diese Menschen leben heute ohne Sozialversicherung, ohne Krankenheft, ohne die Möglichkeit, eine Rente aus der Arbeit zu erhalten, der sie bis vor kurzem erfolgreich nachgingen. Wenn das öffentliche Fernsehen kein – wie geschuldet – griechisches Programm hat, wenn die privaten Kanäle, welche die öffentlichen Frequenzen als ihr Eigentum betrachten, im Namen des Profits von türkischen Produktionen überschwemmt werden, wenn sie nicht den ihnen entsprechenden vereinbarten Anteil für den griechischen Film zahlen, wenn mit der Abschaffung des nationalen Manteltarifvertrags jeder Regisseur demütigende persönliche Verträge mit den Schauspielern abschließen kann und wenn die fixen Bedürfnisse der Kultur mit der Zuflucht zu Gemeinschaftsprogrammen und eigennützigen Mäzenen gedeckt werden, dann verkommen sowohl die Kunst als auch die Kultur zu Parasiten, zu finanziellen Junkies, die nicht nach der nächsten Dosis suchen um zu leben und aufzublühen, aber um zu sterben.

Alles ist weise eingefädelt. Wenn die Kultur in unserem Alltag fehlt, ergeben sich ungebildete Menschen, Menschen in Unkenntnis der Geschichte, der weltweiten Kultur und Ästhetik kampflos dem Faschismus. Der Weg wurde vorher von dem Lifestyle-Nazismus in den Mittagssendungen, von „Big Brother“ (erinnern Sie sich?) und der Weihung von Seite der Massenmedien krimineller Organisationen geebnet, die sich als politische Partei präsentieren, die „regulär“ im politischen Ring mitspielt. Der Faschismus fällt überall ein, wo vorher Erinnerung und Wissen, deren Treuhänder die Kultur ist, mit Füßen getreten wurden, danach ist die Niederlage der Demokratie leichte Sache. Wenn Städte und Dörfer die Kunst nur aus dem kontrollierten Fernsehen kennen, dann wird unser ganzes Leben ein unendlicher „Theatertiegel“.

Allein und hilflos wird die Kultur zu Privileg und Luxus. Wird sie unterstützt, wird sie zur Eingangshalle des Fortschritts. Im Einführungsbericht des Etats lesen wir jedoch: „die staatlichen Zuschüsse an Theater, Museen, Festivals, Ligen und Sportzentren werden gekürzt …„. Sogar auch das vielbeworbene Griechische Festival wird mit ungefähr einer Million Euro weniger als 2012 bezuschusst werden. Und dies für wenige und imposante Dinge, konzentriert in der Hauptstadt, üblicherweise mit Ausländern, welche den hiesigen ungebildeten Eingeborenen zeigen werden, was Kunst ist.

Und während das Festival – ein unwiderlegbarer Beleg für den Provinzialismus der Regierung – überleben wird, wird die unvergessene Melina sich wegen der Schmähung der öffentlichen Theater, einer Institution, die sie uns aus dem Europa der Kultur und nicht der Banken brachte, im Grab umdrehen. Weil nach Melina Logiken folgten, die erachten, Kultur sei ein Hobby und Künstler so etwas wie Freizeitangler.

«Live your myth in Greece» sagten sie den Ausländern, Kultur und Tourismus in einem Ministerium. Ich antworte auf Griechisch mit den Versen eines wahren Dichters, des früheren Savvopoulos, aber ewigen Nionios: „Griechenland, blinde Sprache in der Geographie, Griechenland, Grundstück und Kolonie.“ Dieses Griechenland schaffen sie, dieses Griechenland wollen wir nicht.

Quelle: To Pontiki
Deutsche Übersetzung: Griechenland-Blog