Zahlungsstopp in Griechenland nimmt dramatische Dimensionen an

10. Oktober 2012 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 962

Der inoffizielle interne Zahlungsstopp in Griechenland hat einen rasanten Anstieg der anhängigen Verbindlichkeiten des Staates an den privaten Sektor zur Folge.

Laut den am 02 Oktober 2012 von der staatlichen Rechnungszentrale veröffentlichten Daten erreichten die bis einschließlich August 2012 fälligen Verbindlichkeiten des Staates an den privaten Sektor die kaum fassbare Höhe von 7,9 Mrd. Euro.

Die Daten sind schockierend, da im Vergleich zu den Angaben über Verbindlichkeiten von 6,676 Mrd. Euro, die für den Monat Juli 2012 bekanntgegeben worden waren, ein sprunghafter Anstieg bei den Schulden des Staates an Unternehmen und Privatleute von 1,23 Mrd. Euro verzeichnet wird! Die letzte Bekanntmachung führt jedoch revidierte Daten ab Anfang 2012 an, denen Verbindlichkeiten des EOPYY in Höhe von 930 Mio. Euro hinzugerechnet wurden, die – wie angemerkt wird – „vor dem 31/12/2011 entstanden waren„.

Auf Basis der neuen Daten wurden folglich die fälligen Verbindlichkeiten für alle Monate ab Anfang des Jahres 2012 zum Schlechteren revidiert und erreichten von 7,62 Mrd. Euro im Juli 7,9 Mrd. Euro im August, welche Zahlen den internen „Zahlungsstopp“ des Fiskus an seine Lieferanten reflektieren: es werden praktisch nur noch Gehälter und Renten bezahlt.

Die Angaben der staatlichen Rechnungszentrale zeigen, dass mehr als die Hälfte der Verbindlichkeiten aus der Gesamtheit der Sozialversicherungsträger herrühren, die Schulden in Höhe von 4,1 Mrd. Euro haben. Es folgen die Krankenhäuser mit Schulden in Höhe von 1,71 Mrd. Euro an die Lieferanten und die Ministerien mit „offenen Rechnungen“ von 910 Mio. Euro, während die fälligen Verbindlichkeiten der Träger der lokalen Selbstverwaltung (OTA) 835 Mio. Euro betragen.

(Quelle: Vradyni, S. 8)

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