Rentner-Zählung 2012 des OGA in Griechenland

2. Oktober 2012 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 840

Der Versicherungsträger OGA in Griechenland begann die bis Ende November 2012 befristete alljährliche obligatorische Zählung seiner Rentner und Leistungsempfänger.

Ein Rundschreiben des OGA gibt den 1.200.000 Versicherten des Trägers Anweisungen, wie ihre Erfassung zu erfolgen hat. Wie angeführt wird, beginnt die Erfassung am 01 Oktober, wird am 30 November enden und bezieht sich Rentner und Leistungsempfänger, die sich zu den Poststellen (ELTA) oder Banken zu begeben haben, von denen ihnen ihre Rente oder / und Familienleistung ausgezahlt wird.

Die Aufnahme der persönlichen Anwesenheit ist obligatorisch und wird jedes Jahr wiederholt. Parallel zu der Erfassung wird die Überprüfung und Aktualisierung der Registerdaten der Versicherten und berechtigten Empfänger von Familienleistungen hinsichtlich der persönlichen Sozialversicherungsnummer (AMKA) und der Steuer-ID erfolgen.

Die Zahlungen an Rentner und Leistungsempfänger, die sich aus welchem Grund auch immer nicht dem obligatorischen Identifizierungsverfahren unterwerfen, werden nach Ablauf der vorgesehenen Frist eingestellt werden.

Verfahren der Erfassung der Leistungsempfänger des OGA

Zur Realisierung des Vorstehenden wird von dem OGA an alle Rentner und Berechtigten mit einem Anspruch auf Familienleistungen ein Informationsschreiben verschickt werden, in dem Einzelheiten des Verfahrens beschrieben werden, mit dem

  1. die Erfassung und persönliche Identifizierung und
  2. die Überprüfung der Sozialversicherungsnummer (AMKA) und Steuer-ID erfolgt.

Die Rentner und Familienleistungsberechtigten, welche das Informationsschreiben erhalten werden, haben sich persönlich zu dem Kreditinstitut (Bank oder ELTA) zu begeben, von dem ihnen ihre Rente oder / und Familienleistung ausgezahlt wird, um sich erfassen zu lassen. Dabei sind vorzulegen:

  1. ihren polizeilichen Personalausweis oder Reisepass,
  2. das einschlägige Informationsschreiben.

Parallel zu der Aufnahme der persönlichen Anwesenheit wird eine Überprüfung und Aktualisierung des Registers der Rentner sowie auch des Registers der Personen mit Anspruch auf Familienleistungen hinsichtlich ihrer AMKA und Steuer-ID erfolgen.

Die Rentner und Leistungsempfänger haben zu kontrollieren, ob in dem Informationsschreiben ihre AMKA und Steuer-ID angeführt werden und die angeführten Nummer korrekt sind.

Abwicklung der Erfassung durch einen Bevollmächtigten

Die Rentner und Familienleistungsberechtigten – und nur diese -, die nachweislich nicht in der Lage sind, bei den Kreditinstituten zu erscheinen, werden mittels ihres rechtmäßigen Vertreters bei dem lokalen Agenten des OGA an ihrem Wohnort erfasst werden, bei dem ihr Vertreter vorstellig werden und je nach Fall die nachstehend aufgeführten Unterlagen vorlegen muss.

  1. Vollmacht oder Spezialvollmacht für die Erfassung, mit Beglaubigung der Unterschrift durch ein KEP, die Polizei oder die Gemeindepolizei, falls die Beglaubigung in der Wohnung der berechtigten Person erfolgen wird. Wenn die Vollmacht alt ist (über ein Jahr), ist auch eine eidesstattliche Erklärung des Berechtigten erforderlich, ebenfalls mit beglaubigter Unterschrift, dass die Vollmacht gültig ist.
  2. Ärztliches Gutachten / Bescheinigung über Krankenhausaufenthalt.
  3. Polizeilicher Personalausweis oder Reisepass des Berechtigten und des Bevollmächtigten oder der ermächtigten Person.
  4. Handelt es sich um einen Rentner (Empfänger einer Alters-, Versehrten- oder Hinterbliebenenrente), der im Ausland wohnt und dessen Rente in Griechenland gezahlt wird, ist zusätzlich auch eine während des Zeitraums des Erfassungsverfahrens ausgestellte Bescheinigung der zuständigen Konsulatsbehörde erforderlich, in der bescheinigt wird, dass der Rentner am Leben ist.

Sonderfälle

Für im Ausland wohnhafte Leistungsempfänger und mehrfach Leistungsberechtigte gilt:

  1. Wird bei der Erfassung festgestellt, dass ein nicht versicherter Altersrentenempfänger (= Empfänger einer Sozialrente) oder Familienleistungsberechtigter im Ausland wohnt, wird er nicht erfasst werden. In diesem Fall sind umgehend die zuständigen Dienststellen des OGA zu informieren, damit die Zahlung seiner Rente oder der gewährten Familienleistung eingestellt wird.
  2. Die Personen, die parallel sowohl Rentner als auch zum Bezug von Familienleistungen des OGA berechtigt sind, werden zwei Benachrichtigungen erhalten, eine von Abteilung I‘ für Rentnerregister und Rentenzahlungen und eine von Abteilung ST‘ für Familienleistungen. Diese Personen sind auf jeden Fall zweimal zu erfassen, einmal als Rentner und einmal als Familienleistungsberechtigter.

Erfassung geschäftsunfähiger Rentner

Im Fall von Rentnern, die sich im Zustand der Geschäftsunfähigkeit befinden oder unter Vormundschaft stehen, gilt Folgendes:

  1. Gerichtlicher Beschluss über die Bestellung eines gerichtlichen Beistands oder Vormunds oder Beschluss des Ausschusses für Altersfeststellung der IKA über die Bestellung eines vorläufigen Verwalters.
  2. Falls die vorstehenden Beschlüsse nicht existieren, Bescheinigung der griechischen Polizei oder der Gemeindepolizei, dass der Rentner am Leben ist, und Behandlungsheft der Rentners.
  3. Polizeilicher Personalausweis des Vertreters und des Rentners.
  4. Handelt es sich um einen Rentner, der in einer öffentlichen Einrichtung behandelt wird, kann seine Erfassung auch durch den Leiter oder Vertreter der Einrichtung erfolgen, der seinen Personalausweis sowie auch den Personalausweis und das Behandlungsheft des Rentners beibringt.

(Quelle: Vradyni)

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