Finanzbeamter in Griechenland zu 30 Monaten Haft verurteilt

3. Oktober 2012 / Aufrufe: 558

Zu einer 30-monatigen Haftstrafe wegen Betrugs und fortgesetzter passiver Bestechung wurde von der dreiköpfigen Strafkammer des Strafgerichts Rodopi ein 35-jähriger Finanzbeamter verurteilt, der am vergangenen Donnerstag (27 September 2012) in flagranti mit einem markierten 50-Euro-Schein verhaftet wurde.

Das Geld war dem Beamten von einer 39-jährigen Frau gegeben worden, damit er ihr eine Bescheinigung über die Befreiung von der Pflicht zur Abgabe einer Steuererklärung ausstellt. Gegen den Finanzbeamten sagten vor Gericht drei weitere Bürger aus und behaupteten, dem konkreten Beamten für ähnliche Angelegenheiten ebenfalls Geld gegeben zu haben, während der 35-Jährige die Beschuldigungen abstritt.

Die Haftstrafe kann zu einem Tagessatz von 5 Euro abgegolten werden, jedoch erwartet den Beamten auch eine interne Untersuchung.

(Quelle: in.gr)

  1. Werner Ernst
    3. Oktober 2012, 17:14 | #1

    „Die Haftstrafe kann zu einem Tagessatz von 5 Euro abgegolten werden, jedoch erwartet den Beamten auch eine interne Untersuchung.“

    Das sind dann überschlägig rund 4.500 für einen korrupten Finanzbeamten. Na, wenn das mal nicht abschreckt…

  2. Moppel
    4. Oktober 2012, 01:16 | #2

    Demokratischer wäre es natürlich gewesen, den guten Mann mit 200.000 Euro jährlich in den vorzeitigen Ruhestand zu schicken, nur können die Hellenen sich das im Gegensatz zu dem begüterten Staat der Dichter und Denker derzeit wirklich nicht leisten.

    Die Milchmädchenrechnung 30 x 30 x 5 € = 4.500 € ist natürlich Käse, außerdem geht es bei der verhängten (Haft-) Strafe allein um den rein strafrechtlichen Aspekt. Was den Beamten nun noch dienstrechtlich erwartet, wird sich in völlig anderen Dimensionen bewegen.

  3. Götterbote
    4. Oktober 2012, 11:48 | #3

    @Moppel
    Grundsätzlich gebe ich Ihnen da recht. Ob sich allerdings dienstrechtlich so viel tun wird, weiß ich allerdings nicht. Es wäre jedenfalls wünschenswert.

  4. CYR
    4. Oktober 2012, 12:52 | #4

    Ich weis nicht was ihr habt, es ist für den griechischen Staat wesentlich teurer, den Mann ins Gefängnis zu stecken. Und 4500 EUR sind z.Z. in Griechenland kein Pappenstiel mehr.

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