Lieferstopp an Krankenhäuser in Griechenland

14. September 2012 / Aktualisiert: 10. August 2020 / Aufrufe: 1.196

Die organisierten Lieferanten medizinischer Artikel in Griechenland beschlossen einstimmig, die öffentlichen Krankenhäuser nicht mehr „auf Rechnung“ zu beliefern.

In einer außerordentlichen Generalversammlung beschlossen die in dem Panhellenischen Verband der Lieferanten für medizinische Artikel (PA.SY.P.I.E.) organisierten Firmen einstimmig, ab dem kommenden Montag (17 September 2012) zur Einstellung der Belieferung „auf Rechnung“ aller öffentlichen Krankenhäuser in Griechenland zu schreiten.

Zusätzlich stellen die Mitgliedsfirmen des PA.SY.P.I.E. ab dem selben Datum und bis auf weiteres bzw. bis zur vollumfänglichen Begleichung der aufgelaufenen Verbindlichkeiten die Belieferung der nachstehenden Krankenhäuser, welche überdimensionale Zahlungsrückstände aufweisen, völlig ein:

  • Allgemeines Krankenhaus Athen „Evangelismos“
  • Allgemeines Krankenhaus Rhodos „A. Papandreou“
  • Allgemeines Krankenhaus Athen „Sismanoglio“
  • Allgemeines Krankenhaus  Piräus „Tzanio“
  • Allgemeines Krankenhaus Ionia „Agia Olga“
  • Allgemeines Universitätskrankenhaus Alexandroupoli
  • Allgemeines Universitätskrankenhaus „Attikon“
  • Allgemeines Krankenhaus Kalamata

Wie der Verband in einer einschlägigen Bekanntmachung anführt, „wird der Beschluss notwendig und ist die natürliche Folge des unerträglichen finanziellen Drucks, den die Lieferanten medizinischen Materials über einen ausgedehnten Zeitraum erfahren und der die tragische Schrumpfung zum Ergebnis hat, welche die gesamte Branche sowohl quantitativ als auch hinsichtlich der inexistenten Liquidität der Firmen trifft„.

Der PA.SY.P.I.E.Ο führt die Situation auf folgende Punkte zurück:

  1. Einbeziehung der Krankenhausanleihen, welche die Firmen zur Begleichung der Schulden der Jahre 2007 – 2009 akzeptierten, in den „Schuldenschnitt“ (PSI).
  2. Verbot der Bezahlung der Firmen, die sich nicht der Regulierung der Anleihen auf Basis des Artikels 41 des Gesetzes 4058/2012 unterwarfen.
  3. Unverhältnismäßige Verzögerung der Tilgung der aufgelaufenen Verbindlichkeiten der Jahre 2010 – 2011 – 2012
  4. Völliges Fehlen der Finanzierung durch das Banksystem

(Quelle: in.gr)

  1. V99 %
    14. September 2012, 21:51 | #1

    Ist es endlich so weit? 4,9 Milliarden Euro fuer die Rüstungsindustrie (2011) und 0 fuer die Krankenhaueser? Geld fuer den geheimen Bau (seit 2009) eines parallel zum Evros verlaufenden Wassergraben von dreißig Metern Breite und sieben Metern Tiefe und einer Laenge von 120 Kilometern ist auch noch vorhanden, es koennten ja doch noch die Tuerken kommen. Die Gesundheitsversorgung der Bevoelkerung ist halt zweitrangig 😀

  2. Tüddel
    14. September 2012, 23:55 | #2

    V99 % :
    … Wassergraben von dreißig Metern Breite und sieben Metern Tiefe und einer Laenge von 120 Kilometern … es koennten ja doch noch die Tuerken kommen …

    Brav gefurzt, Luftpumpe, wieder ein Punkt für BILD!

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