Banken in Griechenland senken Zinsen

6. September 2012 / Aktualisiert: 25. September 2017 / Aufrufe: 712

Die Banken in Griechenland rechnen infolge ihrer Rekapitalisierung und der Fusionen in der Branche mit einem erheblichen Rückgang der Zinssätze bei Guthaben und Krediten.

Bis Ende des Jahres 2012 werden die von den griechischen Banken gebotenen Zinssätze von 5%, 6% und sogar 7% der Vergangenheit angehören (siehe auch Banken in Griechenland locken mit hohen Zinsen). Die Funktionäre der Banken erwarten eine rapide Deeskalation auf ein Niveau bei 3% oder vielleicht noch niedriger.

Fallend wird sich auch der Verlauf der Kreditzinsen entwickeln. Der 3-Monats-Euribor – an den die meisten nach 2004 erteilten Kredite gekoppelt sind – gestaltete sich vorgestern mit 0,27% auf einen der historischen Tiefpunkte, und der Euro-Basiszins befindet sich bei 0,75%, ohne dass seine weitere Senkung auf 0,5% ausgeschlossen ist.

Was die Termingelder betrifft, merken die Bankfunktionäre an, dass die bei den 12-monatigen Festgeldanlagen sogar auch für Kleinbeträge bisher gebotenen 5% – 6% pro Jahr bald nicht mehr als 2,8% bis 3% übersteigen. Gleichzeitig werden auch die Privilegien gestrichen werden, welche die Anleger in letzter Zeit hatten, also jeden Monat ohne Sanktion zur Abhebung eines Teilbetrags oder ihrer gesamten Einlage – unabhängig von deren Dauer – zu schreiten.

Rekapitalisierung, Fusionen und Kapitalrückfluss lassen Zinsen sinken

Die Rekapitalisierung der griechischen Banken und die Fusionen in der Branche, durch welche stärkere Formationen geschaffen werden, sowie auch der schrittweise – und stabile – Rückfluss abgezogener Guthaben zu den Banken werden das Ende der hohen Zinsen bedeuten. Begünstigt werden all jene sein, die es schaffen, ihre Guthaben für einen Zeitraum von 6 oder 12 Monaten noch zu den heutigen hohen Zinssätzen „festzumachen“.

Rückläufig ist zur selben Stunde auch der Verlauf bei den Zinssätzen des Euro und des Euribor, an welche hauptsächlich die Bau- und Wohnungskredite gekoppelt sind. Der Euro-Basiszins gestaltet sich auf 0,75% und der 3-Monats Euribor auf 0,27%. Beispielsweise lag der Euro-Basiszins vor 4 Jahren – im Sommer 2008 – bei 4,25% und der 3-Monats-Euribor bei 4,4%.

Heute profitieren – natürlich unter der Voraussetzung, dass sie über Einkommen verfügen um ihre Kredite zu tilgen – all jene Kreditnehmer, die in der „goldenen Epoche“ der Jahre 2002 – 2004 Kredite aufgenommen haben, als die Gewinnspannen auf einem besonders niedrigen Niveau von 0,75 bis 1,5% Punkten lagen.

(Quelle: Imerisia)

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