2012 quittierten in Griechenland mehr Beamte als gefordert den Dienst

22. September 2012 / Aktualisiert: 10. August 2020 / Aufrufe: 647

Griechenland hat die Forderung der Troika, die Anzahl der Bediensteten des öffentlichen Sektors 2012 um 15.000 Personen zu reduzieren, laut dem Generaldirektor der Fürsorgekasse der öffentlichen Bediensteten, Nikos Kalakos, bereits jetzt übererfüllt.

Zu diesem Zeitpunkt sind (seit Anfang des Jahres 2012) bereits 17.500 Beamte – davon 6.600 Pädagogen – des engeren öffentlichen Sektors aus dem Dienst ausgeschieden„, erklärte Herr Kolakos gegenüber dem Radiosender Vima FM 99,5.

Er schätzte sogar ein, dass infolge der neuen Welle der Ausscheidungen, welche die „Hebelwirkung“ der Versicherungsgesetzgebung und die Diskussion um eine erneute Anhebung des Renteneintrittsalters verursacht, die Ausscheidungen bis Ende des Jahres mehr als 25.000 erreichen werden.

Engpass bei Zahlung der fälligen Abfindungen

„Kollateralschaden“ der Erwägungen über eine neue Anhebungen des Renteneintrittsalters wird allerdings in den nächsten Monaten auch das Anwachsen der bereits langen Warteliste für die Zahlung der Abfindung durch die (selbe) Kasse sein. Diese Liste zählt bereits 56.000 Rentner, die bis zur endgültigen Schnürung des berüchtigten neuen Pakets zur Einsparung von 11,9 Mrd. Euro nicht einmal wissen, wann sie die Leistung erhalten, auf die sie ein Anrecht haben, und wie hoch diese angesichts der Tatsache sein wird, dass eine erneute Kürzung und rückwirkende Abgabe forciert wird.

Bisher warten 56.000 Personen auf die Abfindung und ich befürchte sehr, dass in zwei Monaten ab heute ihre Anzahl erheblich gestiegen sein wird, weil in diesen Tagen auf dem öffentlichen Sektor eine neue Fluchtwelle beobachtet wird; wegen der Hebelwirkung des Versicherungssystems des Landes und der Anhebung des Renteneintrittsalters … werden viele Frauen, die im Alter von 55 Jahren aus dem Dienst ausscheiden können, den öffentlichen Sektor leider verlassen, und sowohl die Defizite der Kassen als auch die Wartelisten werden wachsen„, erklärte Herr Kalakos.

(Quelle: in.gr)

Relevanter Artikel:

Kommentare sind geschlossen