Polizei erwartet neue Eskalation der Gewalt in Griechenland

16. August 2012 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 4.884

Die Polizei in Griechenland rechnet in den kommenden Monaten mit einer weiteren Eskalation der Gewalt und neuen Zyklen blutiger Raubüberfälle und rassistischer Angriffe.

Mit der schrittweisen Rückkehr der Bürger in die großen Städte ab dem 15 August 2012 befürchtet die EL.AS ein Spirale der Gewalt. Die wiederholten blutigen Raubüberfälle, die kein Ende zu haben scheinenden Fälle rassistischer Gewalt, die Zusammenstöße zwischen Immigrantengruppen, die „Blutrache“ zwischen den Hooligans, der unkontrollierte Verkehr von Kalaschnikows und jeder Art von Waffen sowie auch die Gefahr der Rückkehr der „Stadt-Guerillas“ nach dem Untertauchen des Organisators des „Revolutionären Kampfs“ Nikos Maziotis schaffen ein explosives Cocktail.

Die Ermordung des Taxifahrers auf Paros und des 20-jährigen Irakers im Zentrum von Athen, die dutzende Angriffe gegen Ausländer, die Verbrechen in Thessaloniki und auf Athos gelten nur als Vorbote des in den kommenden Monaten erwarteten Geschehens.

Parallel werden Befürchtungen über einen weiteren heißen Herbst mit dutzenden Arbeiterdemonstrationen, aber auch die Gefahr von Zusammenstößen zwischen Anarchisten, Mitgliedern rechtextremistischer Organisationen und der Polizei geäußert. Der steile Anstieg der Arbeitslosigkeit, die Anwesenheit hunderttausender illegaler Immigranten, der gesetzliche Rahmen über die Behandlung Kleinkrimineller, aber auch die Tendenzen der – durch die Kürzungen bedingten – Desorganisation bei der Polizei vervielfachen die Befürchtungen, da alle Faktoren zu einem völlig unkontrollierten Ausgang der Lage beitragen.

Siebenmal mehr Raubüberfälle im Jahr 2012 als vor 20 Jahren

Die Analyse der Fakten ist apokalyptisch. Die Kriminalität dringt in die Wohnungen der Bürger vor und auf jedem Meter lauert die Gefahr. 1991 wurden im ganzen Land ungefähr 1.000 Raubüberfälle jährlich verzeichnet, während es gegen Ende 2012 mehr als 7.000 einschlägige Vorfälle sein werden. 2010 waren im ganzen Land ungefähr 300 Banküberfälle und 360 Raubüberfälle auf Supermärkte verzeichnet worden, während es 432 Raubüberfälle in Häusern und Wohnungen gab.

Nach den Sicherheitsmaßnahmen, welche die Finanzinstitute und andere große Handelsunternehmen ergriffen, wird in diesem Jahr mit nur 60 Banküberfällen gerechnet, bei den Supermärkten dagegen mit 260. Die ungefähr acht Millionen Euro, der sich die etwa 50 großen und schwer bewaffneten Verbrecherbanden durch Raubüberfälle auf „große Ziele“ versicherten, suchen sie fortan bei Angriffen auf hunderte Wohnungen.

Die „Mathematik des Verbrechens“ ruft Schrecken hervor. Hinsichtlich der Raubüberfälle auf Häuser und Wohnungen in ganz Griechenland wird damit gerechnet, dass ihre Anzahl 2012 mehr als 1.500 erreichen wird, und ein großer Anteil davon verläuft blutig. Dort, wo die geringste Gegenreaktion der Bürger zu einer Tragödie führen kann.

Wenigstens 20 Fälle von Morden oder ernsthaften Verletzungen bei Raubüberfällen auf Wohnungen oder Geschäfte, die sich in den letzten Monaten in ganz Griechenland ereignet hatten und denen hauptsächlich ältere Menschen zum Opfer fielen, bleiben unaufgeklärt, und die Polizei erachtet, in diesen Fällen nach „Nadeln in Heuhaufen“ zu suchen.

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  1. JJ
    16. August 2012, 17:57 | #1

    Das Globale Chaos ist ausgebrochen, überall auf der Welt nur noch chaotische Zustände, Aufstände und Umstände. Irgendwann wird ein gößenwahnsinniger den roten Knopf drücken und alle finden ihren Frieden im Jenseits. Irgendwie bekommt der Film Planet der Affen einen tiefsinnigeren Charakter, und wenn man sich das Chaos vor Augen hält kommt man schnell zu dem Schluß, das Tiere ein besseres Sozialverhalten aufweisen als die Menschheit es derzeit tut.

    Gruß

  2. Armin
    16. August 2012, 19:20 | #2

    Es ist doch alles so geplant. Zuerst muss Chaos erzeugt werden, dann extreme Zustände, mal das System zusammenbrechen lassen, viele Arbeitslose und Hunger erzeugen bis hin zu Ausschreitungen, die jetzt mit der Bundeswehr niedergeschlagen werden dürfen.(weil der größte Feind des Staates sind die eigenen Bürger) Geschichte wiederholt sich immer wieder und oft so verblüffend gleich. Wenn dann alles am Boden ist fangen wir wieder neu an, nur mit geringere Löhne.

  3. Markus
    16. August 2012, 22:53 | #3

    @Armin
    genau…und nebenbei wird die „neue Weltordnung“ weiter ausgebaut a la George Orwell 1984 – nach dem Motto „stürze die Welt in Chaos und biete dann die Lösung an. Die Menschen werden sie dankbar annehmen!“ Nicht das erste Mal, dass es so gemacht wird – diesmal nur in großem Stil…

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