UN bestätigt reiche Mineralvorkommen in Griechenland

9. Juli 2012 / Aktualisiert: 24. August 2018 / Aufrufe: 3.140

Ein Bericht der UN dokumentiert die Existenz einer Fülle seltener und wertvoller Mineralien in Griechenland, über welche das Land in zum Teil großen Mengen verfügt.

Ein Bericht der UN enthüllt, dass „auf Basis von Untersuchungen und Abbau in verschiedenen Gebieten Griechenlands das Land auf einer Platte mit Dutzenden außergewöhnlich seltenen Mineralen mit Anwendung in Schwerindustrie, Flugzeugbau usw. liegt, über die es auch in großen Mengen verfügt„. Im griechischen Boden verbirgt sich ein seltener „Schatz“, der das Land aus der Wirtschaftskrise bringen könnte. Das im Ärmel Griechenlands versteckte Ass stellen laut dem Bericht der Organisation der Vereinten Nationen reiche Mineralvorkommen dar, darunter Gold, Kupfer und Nickel.

Der Reichtum an seltenen Mineralen hat verständlicherweise das Interesse großer „Player“ des Auslands auf sich konzentriert. In diesem Zusammenhang ist allerdings auch anzuführen, dass Griechenland hinsichtlich der Möglichkeit und Attraktivität, Investitionen in Zusammenhang mit der Nutzung seiner natürlichen Ressourcen anzuziehen, auf einer Skala 177 Länder umfassenden Skala gerade einmal auf Platz 57 liegt.

Griechenland verfügt über reiche Vorkommen seltener Minerale

Ein am 05 Juli 2012 publizierter Bericht der UN enthüllt unter anderem, dass „auf Basis von Untersuchungen und Abbau in verschiedenen Gebieten Griechenlands das Land auf einer Platte mit Dutzenden außergewöhnlich seltenen Minerale mit Anwendung in Schwerindustrie, Flugzeugbau usw. liegt, über die es auch in großen Mengen verfügt“ – was bedeutet, dass Griechenland sich zu einem neuen „El Dorado“ entwickeln könnte.

In dem Bericht wird unter anderem die Existenz von Huntit enthüllt (weltweit einzigartig das Vorkommen des in Rede stehenden Materials, welches zur Löschung von Bränden und als Brandschutzmaterial in Bauten verwendet wird), während Griechenland bei der Lieferung von Bauxit, Nickel, Perlit und dem Export unverarbeiteten Magnesiums auf dem ersten Platz in Europa und parallel bei der Braunkohleproduktion auf dem zweiten Platz in Europa und weltweit auf dem fünften Platz liegt.

Abbau von Bodenschätzen trägt mit 3%-5% zum BIP Griechenland bei

Wie der Bericht der UN ebenfalls anführt, stellt der Sektor des Abbaus von Bodenschätzen in Griechenland einen signifikanten Part der wirtschaftlichen Aktivität dar, da er 3% – 5% des BIP repräsentiert, während die Branche offiziell 20.000 und inoffiziell sogar 60.000 Arbeitnehmer beschäftigt. Speziell die Braunkohle versorgt 21 Kraftwerke und deckt damit 50% der in Griechenland produzierten elektrischen Energie ab.

Bezeichnend ist gemäß den Daten des Berichts, dass 2009 die Gesamtproduktion des mineralischen Reichtums ungefähr 63 Tonnen betrug, während geschätzt wird, dass sich die Verkäufe bei Mineralien und Metallen auf jährlich 2,5 Mrd. Euro belaufen. 2009 verzeichnete die Produktion allerdings einen signifikanten Rückgang, der auf die Rezession zurückgeführt wird. Während beispielsweise die Bauxit-Produktion im Jahr 2008 bei 2,1 Millionen Tonnen lag, sank sie im Jahr 2009 auf 1,9 Millionen Tonnen.

Schließlich geht aus dem Bericht der UN hervor, dass in Griechenland bedeutsame Vorräte an Mineralien existieren, deren Nutzung das Land jedoch eingestellt oder sich niemals damit beschäftigt hat. Unter anderem handelt es sich um Ton, Kalkstein, Schiefer, Kaolin und Gips.

(Quelle: Ethnos)

  1. Ariadne
    9. Juli 2012, 02:11 | #1

    Na, wenn das so ist, dann ist ja alles in Butter. Worauf wartet Griechenland denn noch? Nichts wie ran an die Bulletten!
    Ich warte gespannt, was bei dem Abbau all dieser seltenen Erden und Mineralien raus schauen wird. Und wenn dann auch noch das griechische Öl gefördert wird, dann schwimmt Griechenland ja geradezu in Geld. Da kann man sich ja ganz entspannt zurück lehnen. Wer redet da noch von Krise?

  2. einer der in Griecheland lebt
    9. Juli 2012, 03:53 | #2

    Nein, ich kann es nicht Glauben, dass die UN es geschnallt hat, dass es hier in Griechenland was gibt 😉

  3. Monalisa
    9. Juli 2012, 08:06 | #3

    Selbst wenn es sich bewahrheitete, wer würde sich wieder die Taschen füllen und wo würden die Gewinne landen?

  4. Elgreco
    9. Juli 2012, 08:57 | #4

    Wie hoch sind die Aufwendungen allein für die Zinsen aktuell, die das Land zahlen muß.
    12 Milliarden Euro, nach dem hochgelobten Schuldenschnitt. Dann weiß man, wem das alles gehört. Das griechische Volk wird auch noch drauf zahlen müssen und es bleibt nach dem Abbau kontaminierte Erde (siehe Goldabbau) übrig. Was für eine rosige Zukunft.

  5. muss sowas sein
    9. Juli 2012, 14:45 | #5

    @Elgreco
    So sehe ich das auch,
    erst wird ein Land in die Schulden getrieben – die Bevölkerung steht mit leeren Taschen und im Elend da, es haben sich ein paar – die eh schon die Taschen voll haben – massenhaft bereichert.
    Dann die Bodenschätze abbauen? Wir sehen an den schon abgebauten Gebieten, daß Gebiete von Mensch´ – Tier – und Natur dem Raubbau weichen mußten, egal wie groß das Elend war und ist.
    Und die Methoden des Abbaus? Z. B. in eingeborenen Gebieten wurde mit Quecksilber an Goldminen gearbeitet um das Gold aus dem Gestein zu bekommen, systematisch und sehr weitreichend wurde alles verseucht, wo ein Leben nach gesundheitlichen Aspekten nicht mehr lebenswert ist. Die gängige Methode.

    Ist das moderner Raubbau unter dem Vorwand der Verschuldung sich wiedermal nochmals kräftig zu bereichern, denn ich kann nicht mehr glauben, daß bei der Bevölkerung da was an Gewinn ankommen soll.
    Wie weit geht die Menschheit noch wenns ums Geld geht,
    den Mittelweg haben sie längst überschritten – geben sie erst Ruhe wenn sie alles umgegraben und verseucht haben? Wo ein paar dran verdienen und die restliche Menschheit sich dem fügen muß – wie viele Menschenleben muß das kosten und wie rechtfertigen sie dies?
    Naja – bestimmt werden sie uns noch weismachen wollen – beim nächsten Reaktorunfall, Vergiftungen durch die Umwelt und Ozeane, usw. … – „diese armen Menschen erlitten nur eine ganz normale Grippewelle, also gar nicht gefährlich – und wenn doch, dann hatten diese Menschen sicher schon ein sehr sensibles Immunsystem …“. Sicher auch unter dem Aspekt: um etwaige Regressansprüche schon gar nicht aufkommen zu lassen!

    Bei einer soooo modernen EU – Wirtschaft, wenn da ein Land 12 000 000 000 Euro an ZINSEN zu bezahlen hat, ein Land das im Gegensatz zu vorher noch viel mehr verarmt ist, das sind Erfolgsaussichten die mich nicht positiv stimmen was die EU betrifft, oder liege ich falsch …
    Würde ein ganz normaler Kleinbetrieb so wirtschaften, wäre er innerhalb eines halben Jahres bankrott.

  6. king balance
    9. Juli 2012, 23:39 | #6

    Das liegt ganz einfach daran, dass die Griechen sich bevor sie zur Tat schreiten immer einen Kran rufen um sich die Mütze aufzusetzen. Das Land hat keine Bodenschätze!!!

  7. Willi F. Gerbode
    10. Juli 2012, 09:14 | #7

    Dóxa to theó – endlich kommt das „versteckte Ass im Ärmel“ (Ethnos) zum Vorschein. Da kann man sich der ARIADNE in ihrer Freude nur anschließen. Die UNO hat es geschnallt, dass GR reich ist. Jetzt muss das nur noch die Troika schnallen. Da schnallste ab! Und schon brauchen die Griechen lt. Quartalsbericht der Europäischen Kommission zur sozialen Situation in der EU nicht mehr zu 68 % unter der Armutsgrenze leben, heißt: können ihre Gürtel wieder weiter schnallen. Eine kluge Schnalle allerdings, wer schnallt, dass hier mal wieder Lufteier gelegt werden.

  8. γιαούρτι γιαουρτάκι
    10. Juli 2012, 12:26 | #8

    @muss sowas sein
    Wieso „Eingeborene“, auf der Chalkidiki ist das doch schon längst Realität und die Bevölkerung wehrt sich gegen den korrupten Bürgermeister – der „seine“ Bürger als „ausländische Anarchisten“ bezeichnete und weshalb sein Auto plötzlich Feuer fing – die ehemals arbeitslosen Privatschläger eines kanadischen Konzerns und die MAT-Einheiten aus Saloniki. Kanadier sind auch die Verseucher von Indianerland.

  9. nikos
    10. Juli 2012, 12:51 | #9

    die schwarzmalerei einiger user kotzt mich an! egal was in griechenland passiert ,ob positiv oder negativ,alles ist schlecht!!! ich liebe mein land mit oder ohne geld,mit oder ohne öl oder gas oder schätze oder sonst was… ,sollen sie und doch alles nehmen und uns endlich in ruhe lassen!

  10. muss sowas sein
    10. Juli 2012, 15:13 | #10

    @nikos

    Griechenland ist ein wunderschönes Land – so schnell aufgeben würde ich nicht raten, denn Einige kriegen den Hals nicht voll, sie hören erst auf wenn sie sich dieses wunderschöne Land unter den Nagel gerissen haben.
    In Griechenland gibt es wenig Industrie, weniger gut für das „große Geschäft“ – für Mensch und Natur ganz prima aus gesundheitlichen Aspekten.
    Ebenso mit der Atomenergie, wo bis heute noch nicht abzusehen ist welcher Schaden für die Zukunft entsteht, nur mit dem was sie bis jetzt angerichtet haben – Atommüll??? Läuft oftmals ungesehen ins Grundwasser, genauso wie mit Luft, Meere … wir als Bevölkerung wissen nur die Spitze vom Eisberg!
    Atomunfälle machen auch vor Landesgrenzen nicht halt – dafür gehört Griechenland eine Entschädigung bezahlt, denn die Kohle verdient wieder mal nicht Griechenland. Oder liege ich da falsch … aber den Schaden werden sie mittragen müssen, Atomverseuchungen sieht und riecht man nicht.

    Warum läuft dieses Geschäft trotz all´ dem so gut? Weil es ein seeeeehr lukratives Geschäft mit dem Strom ist und die Lüge (auch Deutschland) sie müßten teuren Strom kaufen ist so treist, – denn selbst als in DE AKW´s abgeschaltet wurden – wurde noch Strom ins Ausland verkauft.

    Das einzigste was heutzutage zählt ist „Euro“ und es scheint alles zu entschuldigen, ob daraus Verkrüppelungen, Todesfälle … an Kindern und Erwachsenen entstehen, wird billigend inkauf genommen. Wo soll das enden?

    Der Politik, den Finanzmärkten, den Banken – sie haben einen viel zu hohen Stellenwert eingenommen und was zählt da noch ein kleiner Bürger, Bürger die ihre Stimme im Vertrauen der Politik einst mal gaben, dafür haben sie am Ende die Quittung „fast von Entmündigung“ bekommen …
    Meiner Meinung nach kann Griechenland in Zukunft nur frei und ohne Knebelverträge leben, wenn sie sich schnellstens vom Euro entledigen – der Finanzhirarchie die kalte Schulter zeigen und sich nicht in die Knie zwingen lassen.

    Mal sehen – wie lange der Euro insgesamt überhaupt noch existiert … ein Land in Schulden laufen lassen und daraus noch das ganz große Geschäft mit Spekulationen und anderen unsauberen Finanzgeschäften zu machen, dann versuchen alles was an Wert vorhanden ist sich unter den Nagel zu reißen, – ob da die Bevölkerung Essen selbst in Containern sucht oder Familien ihre Kinder in Heime abgeben müssen, weil sie so ausgesaugt wurden – ja – auch ein Dankeschön an all´ die politischen und finanztüchtigen Menschen die gewillt sind ihre Taschen noch mehr vollzustopfen, ohne Rücksicht und mit völliger Gleichgültigkeit, vor solchem Egoismus kann und will ich sicher keinen Respekt zollen, dann eß´ ich lieber jeden Tag Butterbrot.

  11. Jiorgos
    11. Juli 2012, 14:57 | #11

    Und wie lange dauert es, bis nun auch diese „Bodenschätze“ ausgeraubt und geplündert werden von den Amerikanern?

  12. Tiflopontikas
    11. Juli 2012, 18:29 | #12

    Wie soll was geplündert werden, was noch gar nicht da ist?
    Wusste denn niemand davon? Wer hat denn da gepennt?
    >dass in Griechenland bedeutsame Vorräte an Mineralien existieren, deren Nutzung das Land jedoch eingestellt oder sich niemals damit beschäftigt hat.<
    Dann mal entscheiden:
    Reich an € und kaputtes Land, oder einfach so weiter machen wie bisher, oder Arm an € und kaputtes Land, oder einfach so weiter machen wie bisher, oder raus aus dem € und pfeiff drauf!

  13. Michael
    8. August 2012, 12:13 | #13

    Vielleicht wird das Einkommen aus dem Verkauf der Lizenzen für die Forderung dieser Bodenschätze etwas den Griechen helfen. Ich hoffe sie nutzen einen Teil des Geldes, um ihre Schulden zu senken und ein bisschen den Staatshaushalt zu stabilisieren.

  14. exilprophet
    9. August 2012, 00:25 | #14

    Leider ist die geographische lage und die derzeitige situation griechenlands dermassen bedeutend, dass die griechen selbst nicht zu entscheiden haben, was am besten fuer sie ist. Andere interessen verhindern ein emporkommen, weil amerika, nato, israel und … nicht zuletzt die eu bestimmen, was hier zu geschehen hat! Oel- und gasvorkommen, gold und seltene erden (mineralien) waeren fuer eine entschuldung brauchbar. Aber: fuer die „grossen“ ist es ein stein auf dem weg der machterhaltung; u.a braucht die ganze euro-weltwirtschaftskrise auch einen (kleinen) suendenbock, auf den man die (letztendlich eigenen) unzulaenglichkeiten projizieren kann. leser: schau´ auf die geschichte und siehe, du lebst in ihr. wir alle leben ihr. lerne von ihr! und tu´ das beste fuer deine kinder.

    exilprophet

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