EZB akzeptiert vorläufig keine griechischen Staatsanleihen

23. Juli 2012 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 463

Die Europäische Zentralbank EZB wird nach dem 25 Juli 2012 bis auf weiteres keine griechischen Staatsanleihen als Collaterals akzeptieren.

Laut der EZB wird die Liquidität der griechischen Banken auf Basis der bestehenden Vereinbarungen durch die Griechische Bank (TtE) gedeckt. Die EZB wird die Möglichkeit der Akzeptanz griechischer Anleihen als Sicherheit nach der Bewertung der Troika erneut untersuchen. Es handelt sich um ein formales Thema, da zu dem konkreten Termin die Bürgschaft der Gläubiger für Griechenland ausläuft. Das selbe geschah in der Vergangenheit bereits zwei Mal, nämlich im Februar 2012 und im Mai 2012.

Angesichts des Eintreffens der Troika ist diese Entwicklung jedoch auch ein Signal, merkt ein Funktionär in Athen an. Wie bekannt ist, verlangen die Gläubiger von Griechenland, die 11,5 Milliarden Euro aus den Maßnahmen zu bestimmen, die im Rahmen des Programms der volkswirtschaftlichen Angleichung erforderlich sind, und die strukturellen Änderungen voranzutreiben.

(Quelle: Vradyni, S. 8)

  1. Ottfried Storz
    23. Juli 2012, 13:28 | #1

    Am Wochenende und heute ging es durch die Presse: Das IWF will kein Geld mehr an Griechenland geben, wegen mangelnder Programmumsetzung und die EU will nicht nachverhandeln. Das bedeutet: Rauswurf Griechenlands aus dem EURO, Staatsbankrott & viel drastischerer Wirtschaftseinbruch, als sich Griechen auch nur vorstellen können.
    Scheinbar interessiert das in Griechenland kaum jemanden. Statt dessen gibt es nur neue Verschwörungstheorien-Diskussionen und Kleinstkleinkram: Steuerschuldnern droht Gefängnis, Lady Gaga, Scheckbetrüger, Sterbeklinik-Schwesternheim bekommt vorübergehend kein Strom.

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