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Banken in Griechenland zocken Kunden ab

2. Juli 2012 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 1.094

Banken in Griechenland setzen sich über gesetzliche Bestimmungen hinweg, stellen rechtswidrige Gebühren in Rechnung und schreiten zu illegalen Verrechnungen.

Die Verbraucherorganisationen EKPOIZO monierte zum wiederholten Mal Willkürlichkeiten der Banken gegenüber Kreditnehmern und verlangt von der Regierung, einzugreifen und all diesen rechtswidrigen Handlungen ein Ende zu setzen. Charakteristisch führt die EKPOIZO an, dass neulich in ihren Büros eine Beschwerde einer paraplegischen Schuldnerin einging, deren Invalidenrente von der Agrarbank willkürlich einbehalten wurde.

Laut den Beschwerden der EKPOIZO „reihen sich nach der Griechischen Nationalbank, die sich zur Anprangerung ihrer Kunden entschied, welche Überschuldungsproblemen begegnen, auch andere Banken in den zwischen ihnen ausgetragenen Wettbewerb der unsozialen Praktiken ein„.

Alpha Bank stellt rechtswidrige Gebühren in Rechnung

Wie die EKPOIZO anführt, hat die ALPHA BANK auf ihrer Webseite eine Gebührenliste über „Kosten für Benachrichtigungen und Zahlungsverzögerungs-Beobachtungen“ von 4 bis 8 Euro eingestellt, die zusätzlich zu den Verzugszinsen erhoben werden.

Die EKPOIZO merkt an, dass dies eine krasse Verletzung des Gesetzes, der Rechtsprechung und der Beschlüsse der Griechischen Bank darstelle. Konkret stellt die in Rede stehende Bank ihren in Verzug befindlichen Kunden die telefonischen Mahnungen oder schriftlichen Benachrichtigungen in Rechnung. Die EKPOIZO schickte deshalb ein Schreiben an die Verbraucherzentrale und die Griechische Bank und verlangt die Untersuchung des Themas und die Verhängung von Sanktionen.

Parallel monierte die EKPOIZO, dass die MARFIN die Inhaber von Kreditkarten benachrichtigte, wegen der Wirtschaftskrise einseitig zur Erhöhung des Zinssatzes um einen Prozentpunkt zu schreiten und die Karte deaktivieren wird, falls der Inhaber der Zinserhöhung nicht zustimmt.

Sie betont ebenfalls, dass die Banken parallel die illegalen Einbehaltungen von Löhnen und Renten fortsetzen, und ruft die neue Regierung auf, sich den Umständen gewachsen zu zeigen und den fortgesetzten Willkürlichkeiten der Banken ein Ende zu setzen.

Amtsgericht Chania verfügt Schuldenschnitt von 78%

Derweilen setzt sich bei den griechischen Gerichten die Tendenz fort, Anträgen auf Schuldenregelungen überschuldeter Verbraucher statt zu geben, zumal die Banken sich den einschlägigen Regelungen systematisch verweigern bzw. diese zu unterwandern versuchen.

Das Amtsgericht Chania erließ vor einigen Tagen einen Beschluss, mit dem es einer Kreditnehmerin Recht gibt und deren Schulden zu 78% strich. Laut der Bekanntmachung des Verbraucherschutzverbands Kreta erreichte in Rede stehende Kreditnehmerin einen 78%igen „Schuldenschnitt“ und rettete bescheidenes Sachvermögen vor der Zwangsversteigerung.

Konkret ging es bei der Schuldnerin um eine auf dem privaten Sektor als „Saisonkraft“ beschäftigte verheiratete Frau und Mutter zweier minderjähriger Kinder, deren Ehemann arbeitslos ist. Die Frau hatte Kreditkartenschulden, einen Verbraucherkredit, aber auch eine gewerbliche Schuld aus einem Unternehmerkredit an ihren Gatten, in dem sie Bürgin war. Ihre Gesamtschuld bei zwei Banken belief sich auf den Betrag von 70.643,22 Euro.

Die Kreditnehmerin verfügte über Immobilienvermögen und Auto, jedoch entschied das Gericht deren Ausnahme von der zwangsweisen Veräußerung, da es befand, dass die Vermögensteile wegen ihres geringen Marktwertes kein Kaufinteresse hervorrufen werden. Von dem Gericht wurde der Schuldnerin auferlegt, in 48 Monatsraten – also über vier Jahre – den Betrag von 15.359,52 abzuzahlen, womit also 55.359,52 Euro „gelöscht“ wurden.

Mit diesem dermaßen signifikanten Urteil gab das Amtsgerichts Chania nicht nur dem Antrag der Kreditnehmerin als substantiell schlüssig statt, sondern wies parallel auch die seitens der prozessgegnerischen Banken erhobenen Einreden der unwahren Erklärung und missbräuchlichen Rechtsausübung ab.

(Quelle: Vradyni)

  1. V99 %
    2. Juli 2012, 16:06 | #1

    Mit der ALPHA Bank habe ich auch ein paar nette Erfahrungen gemacht. Nach drei Gespraechen zur Kontoeroeffnung und drei ausfuehrlichen Erklaerungen was ich haben moechte und was nicht, wurde trotzdem die Haelfte falsch gemacht. Doch das Highlight kam am Schluss, als man mir 30 € (!!!) fuer eine EU Ueberweisung berechnete. Tja und wieder einen Kunden weniger. Was die europaeische Gebuehrenverordnung angeht, konnte ich keine Bank in GR finden, die sich auch nur annaehernd daran haelt. Nach drei Wechseln habe ich jetzt das geringste Uebel gewaehlt. Aber Kredite wollte man mir staendig hinterher werfen, und ich Depp habe es nicht angenommen. Dann haette ich jetzt auch mal eben 50.000 Euronen geschenkt bekommen koennen :-$

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