29 deutsche Hersteller empfehlen Euro!

25. Juli 2012 / Aktualisiert: 04. Oktober 2013 / Aufrufe: 561

Autor: Giorgos Loverdos

Was gilt denn nun eigentlich? Wird die Eurozone zusammenbrechen, wenn Griechenland ausscheidet, oder nicht?

Die Wahrheit ist, dass die Spezialisten, Ökonomen, Bankiers und unsere Politiker und verwirrt haben …. Ich spreche nicht von den einheimischen, die uns so wie so in Verwirrung halten. Einige vertreten, den Europäern sei es „schnurzpiepegal“, ob wir ausscheiden, andere, dass es unsere stärkste Karte sei und ein Ausscheiden den Zusammenbruch verursachen könnte …

Danach kamen die Nachplapperer, welche meinten, sie werden uns ausschließen … weil wir schlechte Europäer seien. Dann kamen andere Nachplapperer, welche meinten, sie können uns nicht ausschließen, wenn wir es nicht wollen! Alle gewannen Zeit und es herrschte die Ansicht vor, Zeit gewonnen und alles „geregelt“ zu haben und nun keinen Zusammenbruch Griechenland zu befürchten. Mit anderen Worten, wenn ihr zusammenbrechen wollt, ist das eure Sache.

Inmitten all dieser Erklärungen – zwischen Unsinn und Oberflächlichkeit – stellte sich auch Rösler mit seinen „Einschätzungen“ ein. Mit dem spezifischen Gewischt des Vizekanzlers erklärt er, „das Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro verursacht keine Angst mehr„! Und abgesehen von der Lächerlichkeit sind all diese Erklärungen für den Wahlkampf und internen Verbrauch bestimmt, zur Manipulation von Gewissen, Aktien und Börsen.

Letztendlich fanden sich auch die „guten“ Europäer ein, die uns zwischen Limousine und rotem Teppich sagten, wir würden bleiben und sie wollen uns, wenn wir brav sind und alles verramschen, wie sie uns raten … . Stopp! Das „Verramschen“ sagten sie nicht so! Sie sagten „Reformen“, „Reduzierung des öffentlichen Sektors, „Schrumpfung des Staates“, „Privatisierung“.

Abgesehen von den notwendigen Strukturreformen und Streichungen von Ausschüssen, DEKO und anderer Gewichte ist nur schwer zu verstehen, warum ein goldene Eier legender Organismus dem Staat kein Geld einbringen würde, den Privatunternehmer aber reich machen wird. Außer der Privatunternehmer, der den Organismus X kauft, tendiert zum wirtschaftlichen Selbstmord.

Jetzt kauen sie uns also die andere Kamelle vor: Zieht alle Reformen durch, befolgt Memoranden und Kreditvereinbarungen, und so um 2020 werdet ihr über den Berg sein! Dies äußerte Frau Fekter, die Österreicherin!

Inmitten dieses Wirrwarrs kam auch die Information, unsere Verlängerung sei bereits auf vier Jahre beschlossen worden, oder, wer es vorzieht, bis 2016. Der IWF hat die Entscheidung bereits im März getroffen, jedoch zieren sie sich, um es später als „Erfolg“ der nationalen Trikolore zu präsentieren. Kurz gesagt werden sie uns mitteilen, die Neuverhandlung sei geglückt und der Tod werde langsamer sein …

Jetzt hatten wir jedoch auch etwas Offizielles … . Die Zentralbank Deutschlands sagte uns, lasst den Blödsinn über den Austritt aus dem Euro! Das geht nicht, auch wenn ihr Euch auf dem Boden herumwälzt! „Zusammen haben wir begonnen, zusammen werden wir fortfahren„, erklären die Deutschen und fügen Wirtschaftsmodelle, Papiere, Pläne bei.

Sie kommen also zu dem Schluss, mit ihren Modellen sei es für kein Land der Eurozone von Vorteil, zu einer nationalen Währung zurückzukehren. Merkel treu bestreuen die deutschen neoliberalen Bankiers das Rezept mit volkswirtschaftlichen Gewürzen …

29 deutsche Waschmaschinenhersteller schwören also auf den Euro …

Unter dem Strich arbeiten alle für ihren Part … . Sogar auch Barnier sagte uns neulich anlässlich der Deutschen Telekom und der OTE offen ins Gesicht: „auf Basis des Memorandums hat sich die griechische Regierung verpflichtet, keinerlei Art von „Privilegien“ für die staatlichen Unternehmen öffentlichen Interesses oder strategischer Bedeutung zu fordern„. Richtig, so etwas sagten auch die französischen Adeligen zu Beginn des Jahres 1789 …

Wenn wir schließlich pleite gingen, würde sich dann etwas tun oder würden sie uns letztendlich die Tür schließen und „gute Reise“ wünschen? Erst neulich beschlossen die unpersönlichen, bösen und teuflischen Spekulanten, die niemals einen Namen hatten, Italien und Spanien einen kleinen Streich zu spielen … . Mit einigen Etats von Bundesländern, Provinzen … ein paar Milliarden … zum Anlass. Börsen stürzten ab, in Mailand fiel sie in den Keller, dutzende Milliarden gingen verloren, überall Panik, Erklärungen Zuständiger und Bemühung um Handhabung …

Stellt euch einmal vor, ein ganzes Land stürzt in den Abgrund:

  1. Große Aufruhr bei Obligationen, Derivaten und all dem übrigen toxischen Zeugg
  2. Verluste für Banken, Privatleute, Staaten
  3. Gelegenheit zu Finanzattacken überall …
  4. Vollumfänglicher Beweis, dass der Euro verwundbar ist und seine Existenz nicht verteidigen kann …
  5. Ein Land, welches seine eigene Zukunft sucht, abseits von dem Euro und den unpersönlichen Spekulanten …

Nein, abgesehen von dem Willen Deutschlands, die Errungenschaften zu verteidigen, gilt für den Euro nichts gegeben … . Die „namhaften“ Europäer der deutschen Achse haben noch etwas Zeit, um zu sich zu gelangen … . Danach wird das Problem heftig an ihre Tür klopfen … wie es bereits für Deutschland, Holland und Luxemburg geschah … . Wenn man auf einer Rasierklinge balanciert, gibt es nur eine Perspektive …

Quelle: To Pontiki
Deutsche Übersetzung: Griechenland-Blog

  1. Konstantin
    25. Juli 2012, 19:45 | #1

    Der Euro ist meine Meinung nach schon längst hinüber, er sinkt im Wert und lebt nur noch von dauernden Unterstützungen. Zudem ist seine Einführung sehr schlecht organisiert gewesen.
    Exportschwache Länder oder auch ärmere Länder können nicht dieselbe starke Währung haben wie Reiche Länder, das ist vorprogrammierter Untergang.
    Ein Land muß die Möglichkeit haben seine Währung bei Bedarf ab oder aufwerten zu können.

    Im Fazit wird sich jedes Land verschulden, durch den Euro und die Schulden epressbar gemacht und am Ende ausverkauft werden.

    Jeder Unternehmer wird sagen wir brauchen den Euro, jedes Reiche Land wird sagen wir brauchen den Euro. Aber das dient nur dazu um arme Länder auf zu kaufen und dort Geschäfte zu machen. Die Versuchung günstige Kredite in kaum begrenzten Mengen aufnehmen zu dürfen, hat und wird jedes Land langfristig in den Ruin stürzen.

    Dazu kommt noch der Kampf USA und Ratingagenturen gegen den Euro. Kaum vorstellbar das die EU diesen Kampf gewinnen könnte.

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