Regierungsprogramm der Radikalen Linken SYRIZA in Griechenland

3. Juni 2012 / Aufrufe: 6.605

Freundinnen und Freunde,

Wir übernehmen die Verantwortung und garantieren:

  • Das Volk zu einigen, welches die ND mit überholten Trennlinien aus der tiefen und dunklen Vergangenheit des Landes zu spalten versucht, um das Memorandum zu verbergen. Es in dem Regierungsprogramm der SYRIZA zu vereinigen, welches Griechenland aus der Krise, der Armut und dem Verruf befreit.
  • Im Ausland die Entschlossenheit des griechischen Volkes zu verbreiten, mit Gerechtigkeit und Würde aus der Krise zu gelangen – und nicht im inneren des Landes die Erpressungen der Gläubiger, welche unsere nationale Würde und den unvergleichlichen kulturelle Beitrag unseres Landes und Volkes an das internationale Werden beleidigen.
  • Verhältnisse der Stabilität und Sicherheit für alle Bürger zu schaffen.
  • Das Recht der griechischen Familie, jeder Griechin und eines jeden Griechen, auf ein Leben in Würde, sichere Arbeit und gerechte Entlohnung wiederherzustellen.
  • Dass alle eine würdige Rente für das Alter und unabhängig von ihrem Einkommen gesundheitliche Versorgung haben.
  • Die zukünftigen Bedürfnisse des Sozialversicherungssystems aus der Kasse für Nationalen Reichtum und Sozialversicherung zu decken.
    Auf diese spezielle, ausschließlich staatliche Kasse, die wir schaffen werden, werden alle Rechte an dem natürlichen Reichtum und den Bodenschätzen des Landes, einschließlich auch der möglichen Kohlenwasserstoffvorkommen, sofern sie sich als wirtschaftlich nutzbar erweisen, sowie auch das gesamte handelbare mobile und immobile Vermögen des Staates übertragen werden.
    Auf diese Weise werden das öffentliche Vermögen und die Reichtum produzierenden Quellen unseres Heimatlandes genutzt werden, mit gesellschaftlicher Gegenseitigkeit und dem Blick auf die Steigerung des Lebensniveaus der nächsten Generationen gerichtet.
  • Umgehend einen gesellschaftlichen Schutzschild zu schaffen, um die humanitäre Krise in Schach zu halten.
    Mit dem von uns ausgearbeiteten Sofortprogramm und der Mobilisierung des ganzen Staatsapparats.
    Damit den Arbeitslosen und Unterbeschäftigten, Obdachlosen, Kleinrentnern, Geringverdienern, überschuldeten Haushalten und Personen mit speziellen Bedürfnissen Linderung verschafft wird.
  • Unseren Vorschlag zur gesamten oder teilweisen Streichung der Kreditverpflichtungen der überschuldeten Haushalte und Unternehmen umzusetzen. Analog zu der Minderung des Einkommens oder des Umsatzes, die sie bis heute aus dem Abschluss des Kredits erlitten haben.
  • Die europäischen Mittel zur Stützung der Arbeitslosigkeit, der niedrigen Einkommen, zur Finanzierung des Programms „Hilfe zuhause“ und andere Strukturen und Dienste sozialer Fürsorge neu zu orientieren.
  • Die produktive Neuorganisation des Landes zu organisieren, mit gezielten Wachstumsanreizen zur Unterstützung der konkurrenzfähigen Zweige der Wirtschaft.
    Und in diese Richtung werden wir umgehend die MwSt. in Gastronomie und Tourismus senken.
  • Verhältnisse zu schaffen, welche die Kontinuität und die Stabilität des landwirtschaftlichen Produktionsverfahrens gewährleisten.
    Mit der Regulierung der landwirtschaftlichen Schulden bei den Banken, als Teil unserer Gesamtpolitik für ein Sicherheitsnetz für die Landbevölkerung.
    Mit der Gestaltung niedriger Zinsen mittels staatlicher Subventionierung des Zinssatzes für kurzfristige Kredite, die direkt mit der Fortführung der landwirtschaftlichen Produktion in Zusammenhang stehen.
    Mit der Ausgabe einer Karte für Landwirte an jeden Bauern für die beiden nächsten Jahre, mit Bürgschaft des griechischen Staates, mit einer Geltungsdauer analog zu der Kultivierungsperiode und einem auf den Deklarationen der Kulturen der beiden letzen Jahre basierenden finanziellen Limit.
    Mit dieser Karte, mittels einer einzigen Bank der Wahl des Landwirts, wählt der Landwirt selbst die rechtmäßigen Lieferanten seiner Eingänge, die bis zu dem Betrag des genehmigten Limits den Preis für ihre Verkäufe direkt von der Bank erhalten.
  • Die aus dem Finanzstabilitätsfond rekapitaliserten Banken zu verstaatlichen und anschließend zu vergesellschaftlichen, also sie unter öffentliche gesellschaftliche und transparente Kontrolle zu stellen.
  • Die Privatisierungen der öffentlichen Organismen von strategischer Bedeutung für die nationale Wirtschaft einzufrieren, welche  auf die berüchtigte Sonderkasse übergegangen sind. Und schrittweise und analog zu den Möglichkeiten der Wirtschaft strategische Unternehmen, die sich entweder auf dem Weg der Privatisierung befinden oder privatisiert worden sind, wieder unter öffentliche Kontrolle zu stellen (DEI, OTE, OSE, ELTA, EYDAP, Massenbeförderungsmittel usw.).
  • Den öffentlichen Sektor neu zu organisieren und Anreize zur Entwicklung des sogenannten dritten Sektors der sozialen Wirtschaft und der Selbstverwaltung zu geben.
  • Die öffentliche Verwaltung neu zu organisieren und die Grundsätze der Demokratie, des Leistungsprinzips, der Transparenz und der demokratischen Planung in ihrem alltäglichen Betrieb zu implementieren.
  • Mit Verantwortung den Themen zu begegnen, welche die Immigrationspolitik betreffen.
    Erforderliche Voraussetzung ist die Ergreifung internationaler Initiativen zur Bewältigung der Ursachen der Bevölkerungsbewegungen.
    Die Verhandlung eines neuen europäischen Rahmens der Immigrationspolitik, mit proportionaler und gleichwertiger Verteilung der Lasten auf die Mitgliedstaaten und Forderung einer substantiellen und effektiven europäischen Unterstützung der auf nationalem Niveau ausgeübten Politik.
    Mit der schrittweisen Erteilung von Reisedokumenten für ein großes Volumen der Immigranten, welche das griechische Staatsgebiet zu verlassen wünschen.
    Mit der Rationalisierung des gesetzlichen und institutionellen Rahmens zur Legalisierung der in unserem Land lebenden und arbeitenden Immigranten und ihrer gleichberechtigten Integration.
    Mit der effizienten Bekämpfung der Kreise moderner Sklaverei und Menschenhandels mit Frauen, Kindern, Männern, Personen mit speziellen Bedürfnissen, der Kreise, welche mit Immigranten und Flüchtlingen handeln.
  • Dem politischen System der Korruption und der Verfilzung, der Parteilichkeit und der Gefälligkeiten ein Ende zu setzen.
    Mit der Demokratisierung und der Transparenz in den Strukturen des politischen Systems. Mit der Einführung von Regeln in der Verwaltung des öffentlichen Guts der TV-Frequenzen und dem Betrieb der privaten Radio- und Fernsehmedien.
    Mit der Änderung des Gesetzes über die Ministerhaftung – und speziell der Bestimmungen, welche die Gleichberechtigung und Gleichheit vor dem Gesetz verletzen.
    Mit der Einführung der einfachen Verhältniswahl.
  • Eine neue unabhängige, mehrdimensionale, aktiv pazifistische und auf den Grundsätzen des internationalen Rechts basierende Außenpolitik zu forcieren.
    Die Verteidigung der territorialen Unversehrtheit und der nationalen Unabhängigkeit unseres Vaterlandes stellt eine unverhandelbare Priorität dar. Unser Land ist ein gleichberechtigtes Mitglied der EU. Aus dieser Beziehung leiten sich Rechte und Pflichte ab.
    Unser Land ist jedoch gleichzeitig auch ein bedeutender kultureller, Handels- und Energieknoten dreier Kontinente am südlichen und östlichen Zipfel Europas.
    Das überholte Dogma „Wir gehören dem Westen an“, welches schrittweise in „Wir ergeben uns den Starken“ umgewandelt wurde, kann nicht weiterhin den Kompass unserer Außenpolitik darstellen.
  • Alle notwendigen Verfahren zur Unterzeichnung bilateraler Abkommen mit den interessierten Nachbarländern über die Sicherung unseres unveräußerlichen Rechts auf Festsetzung einer Ausschließlichen Wirtschaftszone zu aktivieren.
  • Uns dafür einzusetzen, den Frieden und die Sicherheit in dem sensiblen Gebiet des südöstlichen Mittelmeerraums zu festigen. Konstruktiv mit den Nachbarländern zusammenzuarbeiten, immer im Rahmen der Achtung des internationalen Rechts und der von diesem bestimmten Hoheitsrechte.
    In diesem Rahmen werden wir anstreben, in den Beziehungen unseres Landes zu der Türkei ein neues Kapitel zu beginnen. Wir wünschen innig die Verbesserung unserer Beziehungen und werden in diese Richtung alles Mögliche unternehmen.
    Wir glauben, dass beide Völker einen schweren Preis aus dem sich über Jahrzehnte fortsetzenden kalten Krieg in der Ägäis zahlten. Wir boten damit dritten Mächten und großen Interessen die Gelegenheit, den Wettstreit auszunutzen um die Gewinne ihrer Rüstungsindustrien zu steigern. Dieser Wettstreit muss aufhören. Es muss Frieden herrschen. Der Frieden benötigt jedoch Zwei.
    Unser Land, aber auch Zypern unterstützte und unterstütz die europäische Perspektive der Türkei. Bis heute sahen wir jedoch keinen entschlossenen Schritt von der anderen Seite zur Beseitigung der großen Ungerechtigkeiten. Nicht einmal einen positiven Schritt zur Lösung des Zypern-Konflikts, trotz der aufrichtigen Bemühungen des Präsidenten Christofias.
    Die Wahrheit ist, dass wir nicht viel unternehmen können, wenn es nicht auch von der anderen Seite der Ägäis eine Erwiderung gibt. Annäherung und Zusammenarbeit können nicht einseitig erfolgen, sie benötigen Schritte von beiden Seiten.
    In diese Richtung werden wir den Nachbarn vorschlagen, umgehend zu einem Moratorium in den weiteren Käufen von noch mehr Waffensystemen zu schreiten. Und wir werden abwarten, um ihre aufrichtigen Absichten zu sehen und zu bewerten.
  • Im Rahmen der UN dafür zu arbeiten, zu einer gegenseitig akzeptablen Lösung in dem Streit um den Namen der FYROM zu gelangen. Einer zusammengesetzten Bezeichnung mit geographischer Bestimmung für jede Verwendung.

Freundinnen und Freunde,

Heute legen wir dem griechischen Volk ein vollumfängliches und zusammenhängendes Regierungsprogramm zur Beurteilung vor. Ein Programm, welches konkrete, gegliederte und in einem großen Maß ergänzende radikale Reformen, politische Interventionen und Anwendungsmaßnahmen mit unmittelbarer, kurzfristiger und mittelfristiger Wirkung umfasst.
Wir behaupten nicht, Geld sei vorhanden.
Wir hätten niemals auf diese Vulgarität zurückgegriffen.
Das griechische Volk verlangt keine Gelder als Bettler.
Es verlangt Arbeit, um den Lebensunterhalt zu erwerben.
Es verlangt, dass seine Grundbedürfnisse gedeckt werden.
Wir versichern jedoch, dass Mittel beschafft werden können.
Ohne die herzlosen Kürzungen des Memorandums.

Es ist ein Regierungsprogramm, welches das Volk bei dem letzten, kritischen und entschlossenen Referendum über das Memorandum am 17 Juni genehmigen wird. Ein Regierungsprogramm, welches als erstes nationales Ziel der Wiederherstellung der gesellschaftlichen Gerechtigkeit und der Würde jeder Griechin und eines jeden Griechen setzt.

Die SYRIZA-EKM verfügt über das fähige und qualifizierte Führungskräftepotential, geniale Wissenschaftler und Akademiker, mit internationaler Reputation, politischer Erfahrung und Kampfbereitschaft, um dieses Regierungsprogramm erfolgreich umzusetzen. Griechenland kann und muss eine Pionierkraft der Wende in Europa werden.

Die Griechinnen und Griechen sind eine bessere Zukunft wert. Sie haben ein Recht auf den Traum, mit Würde in unserem Vaterland zu leben, haben ein Recht auf Hoffnung. Wir rufen das gesamte Volk aus, sich zu vereinigen, mit Überlegung und einem Traum, um der Hoffnung den Weg zu öffnen.

Ich bedanke mich für Ihre heutige Anwesenheit.

(Quelle: SYN)

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  1. Holger Lippert
    3. Juni 2012, 01:42 | #1

    … großartig: Der Entschluss, den Konkursverwalter Troika abzuschütteln. „Es lebe, wer sich tapfer hält“ – „sie“ werden es schlucken. Denn gottlob sind „sie“ nicht nur gierig, sondern auch feige …

  2. Churchill
    3. Juni 2012, 01:58 | #2

    Ihr kriegt die Währung, die ihr wählt. Heute verkündet, für einen Zeitraum von 6 Monaten kann sich der Schengen – Raum „verkleinern“. €uropa verzichtet GERN auf Griechenland.

  3. Leo
    3. Juni 2012, 09:27 | #3

    Die Botschaft hör‘ ich wohl. Allein, mir fehlt der Glaube…

  4. Roditisa
    3. Juni 2012, 09:34 | #4

    Wie Schade. Vieles davon waere wirklich notwendig und man wuerde Pasok oder ND so gerne waehlen, wenn sie einige dieser Punkte, die innere Reformen hinsichtlich der Organisation des Staatswesens in ihrem Programm stehen haetten. Man wuerde ihnen dann irgendwie eher glauben, dass sie zumindest diesmal das Wohl des Landes vor Augen haben.

    Aber leider Stehen diese Punkte im Programm einer Partei, die den gleichen Fehler macht, wie die Pasok vor 2 Jahren, sie rechnet mit Geldern, die nicht vorhanden sind und moechte diese nichtvorhandenen Gelder grosszuegig verteilen.

    Das grosse Problem des ineffizienten Justizwesens, das eben keine Rechtssicherheit garantieren kann will keiner angehen. Aber ohne das kommen auch keine Investitionen ins Land.

    Sieht schlecht fuer uns aus.

    Lieben Dank auch Churchill fuer die freundlichen Worte, die sie da im Namen eines ganzen Kontinents verkuenden. Ich fuerchte, sie ueberschaetzen sich da etwas, sie sind ein einfacher Buerger und sprechen nicht fuer unsere gemeinsame Heimat. Europa ist mehr als Schengen, Euro, Wirtschaft oder Bruessel. Und die Griechen gehoeren zu Europa, ob ihnen das passt oder nicht.

    @Churchill

  5. Maria P.
    3. Juni 2012, 10:58 | #5

    Tolles Programm!!!!
    Wovon soll das alles bezahlt werden? Samaras sagt das nicht, Tsipras auch nicht!
    Griechen, wacht auf, die wollen nur eure Stimmen und andere reiben schon die Hände weil sie euch loswerden….

  6. Marco Fricke
    3. Juni 2012, 13:40 | #6

    In den Hinterzimmern der Macht arbeiten die Marionetten der Hochfinanz bereits an einem EU – Moloch danach. Es geht nur um eine – Bankenunion -, die die luftgeschöpften Schulden der Griechen und der Europäer insgesamt vergemeinschaften soll, denn den Schulden stehen die
    leistungslosen Guthaben der Hochfinanz gegenüber. Das sind keine Deutschen, Griechen oder Spanier. Es sind Internationalisten, die das Hamsterrad nach Belieben mittels IWF, Weltbank und den privaten Zentralbanken drehen um sicherzustellen, dass die leistungslosen Zinseinnahmen durch weiteres Hochdrehen des Hamsterrads wachsen können.

    Denn die Syriza hat erkannt, dass dieser Mechanismus auch gleichzeitig die einzige Schwäche des Systems ist. Damit es nicht zusammenbricht, muss es weiter wachsen, zur Not mit Kriegen.
    Damit ergibt sich ein Hoffnungspotential für die Griechen und ich wünsche Ihnen, dass sie ihr Leben wieder selbständig in die Hand nehmen können ohne von Erpressern und Dieben ausgesaugt zu werden.

    http://www.welt.de/wirtschaft/article106408462/Der-Geheimplan-fuer-ein-neues-Europa.html

  7. Mikka
    3. Juni 2012, 14:33 | #7

    Den Kommunismus in seinem Lauf, hält weder IWF noch TROIKA auf !

    Griechenland ist wie der Blinddarm der EU, zu nix nütze aber stöhrt auch nicht weiter. Nun ist der Blinddarm aber Entzündet, es brennt und rumort höllisch.

    Es ist zwingend, dass nun endlich der „Schnitt“ durchgeführt wird, der den verfaulten Blinddarm aus dem Körper „EU/EURO“ entfernt sonst wird flugs auch der Dickdarm (PIIS-Länder) irreparabel geschädigt, sollte es dazu kommen müsste Frankreich die Rolle des „künstlichen Darmausgangs“ übernehmen was der „Grande Nation“ nicht zuzumuten ist und die EU wäre Geschichte. Die Politiker haben es längst begriffen, und den Polit-Paradiesvogel Tsipras schon mal vorsätzlich als Trigger gesetzt. Wird der gewählt ist Blau-weiss gestreift endlich nur noch in der Sommermode ein Thema. 😀

  8. Monalisa
    3. Juni 2012, 14:52 | #8

    @Churchill
    Auch Sie werden bald aufwachen müssen. Griechenland mag große Fehler gemacht haben und immer noch machen, aber die Gier wird auch Deutschland fressen. Mit der Beherrschung des „Patenta“ wird es Griechenland irgendwie schaffen, aber der große Hammer wird das wachstumsgläubige Deutschland umso härter treffen. Häme, wie Ihr: „€uropa verzichtet GERN auf Griechenland.“ wird Ihnen dann im Halse stecken bleiben.

  9. Manuel
    3. Juni 2012, 15:06 | #9

    Fantastisch. Ihr seit der Beginn des Wandels in ganz Europa. Die Macht in Volkes Hand. Für wahre Demokratien. Für Gerechtigkeit.
    Der Versuch ein Land zu retten indem man es zu Tode kürzt kann nicht funktionieren.
    Aber seit euch bewusst das es eine Anpassung an die griechische Produktivität geben muss und wird. Aber mit Augenmaß und Gerechtigkeit. Die Armen und der kleine Mann dürfen nicht für die Versäumnisse und die Verbrechen der letzten Jahre bestraft werden!

  10. Ein Freund der Grichen!!!!
    3. Juni 2012, 15:13 | #10

    Es ist traurig mit an zu sehen,wie Herr Tsipras genau das „Gleiche“ macht wie die Vorgängerregierungen.Er verspricht der Bevölkerung alles was es hören will,aber „leider“ wird er genau so wenig halten (wollen -)können wie die jetzige Regierung.Weil schlicht und ergreifend alles Geld verbraten wurde und auch Herr Tsipras keinen Goldesel hat!Denn die Miesere,in der Grichenland steckt ist zum größten Teil eine hausgemachte.Herr Tsipras sowie das grichische Volk sollten zumindest sich selbst gegenüber so ehrlich sein und akzeptieren,dass sämtliche Vorgängerregierungen sich nicht selbst gewählt haben und die meisten Wähler, (nicht alle!)20 Jahre sehr gut damit gefahren sind!Nur jetzt vermute ich, ist Zahltag und dieser wird – ob es Herr Tsipras will oder nicht – ein langer und steiniger für ganz Grichenland werden.

  11. iaourti iaourtaki
    3. Juni 2012, 16:24 | #11

    @Churchill
    Die Forderung von Sarkozy, das Flüchtlingsproblem zu lösen, sonst würde Griechenland aus dem Schengenraum fliegen, war bereits ein guter Witz. Denn, wenn man Griechenland verlässt, muss man überall seine Papiere zeigen. Griechenland hat also überhaupt nichts von Schengen.
    Mit Währung ist natürlich immer Drachma gemeint, aber wieso nicht Dollar, Rubel oder türkische Lira?

  12. LunaticAsylum
    3. Juni 2012, 17:00 | #12

    Ich hab noch was gefunden, was hier vergessen wurde, vor lauter träumen: http://www.wsws.org/de/2012/jun2012/tsip-j01.shtml

  13. Albert Nitsch
    3. Juni 2012, 17:34 | #13

    Mehr Schaden, als die beiden griechischen Großparteien schon an angerichtet und Bankster bedienert haben, kann SYRIZA wirklich nicht anrichten. Trotz mittlerweile schon prekärer Lage dann doch eher weniger.
    Also, gönnen wir Ihnen von Herzen diese Chance, damit wir sie künftig auch wirklich einschätzen können. Ehrlicher Kommunismus ist auf Liebe zum Mitmenschen aufgebaut!
    Ich drücke der SYRIZA die Daumen!

  14. Helmut K.
    3. Juni 2012, 17:39 | #14

    Ich bin davon überzeugt, dass Herr Alexis Tsipras der einzige Politiker in Griechenland ist, der dieses Land aus der Krise führen kann!
    Alle seine Vorhaben sind realisierbar.
    Es braucht natürlich Leute um sich, die die Fähigkeit und das Können haben, seine Vorhaben umzusetzen.
    Ich an seiner Stelle würde mir junge gleichermaßen denkende Griechinen und Griechen aussuchen und versuchen, bereits resignierte gute Leute, die in andere europäische Länder gegangen sind, wieder zurückzuholen. Denn diese haben den Mut und die Kraft zum Neuanfang Griechenlands mit aller Kraft beizutragen.
    Ich wünsche mir ein neuerstarktes griechisches Leben in alles Bereichen dieses wunderschönen Landes.

  15. Pavao
    3. Juni 2012, 19:58 | #15

    Griechenland alleine wird sowieso nichts reissen können. Das wohl schlaueste, was die griechischen Unterklassen jetzt wohl machen können, ist es, ihren Kampf zu internationalisieren. Den Kontakt suchen zu den kämpfenden Arbeitern in Asturien z.B. oder den Protestbewegungen in Italien. Wer wenn nicht die Griechen haben zur Zeit die Autorität, allen anderen bedrängten in (Süd-)Europa und darüber hinaus einen Vorschlag eines gemeinsamen und koordinierten Kampfes zu unterbreiten? Leute, es gibt auf de Schlamassel, in dem wir alle drin sind KEINE nationalen Lösungen. Bei den Protesten, die jetzt grad zum Beispiel in Quebec/Kanada am Laufen sind, hiess es neulich auf einem Transparent sinngemäss: Unser Kampf findet in Quebec statt, die Lösung ist aber international.
    Erst wenn wir es schaffen, das Gegeneinander-ausspielen zurückzuwehren, besteht überhaupt die Chance unsere Zukunft nicht in Armut zu verbringen.

  16. Ein Freund der Grichen!!!!
    3. Juni 2012, 21:20 | #16

    @Monalisa
    Es ist unglaublich,wie schlicht manche Gemüter argumentieren.Man kann ja für und gegen Griechland sein,aber die Verantwortung für die Verschuldung liegt immer noch bei den Griechen selbst!Mir ist nicht bekannt,dass sich die Volksvertreter in Griechenland in den letzten 20 Jahre selbst gewählt hätten.Woraus zu ersehen ist -nur wenn man will -,dass die Mehrheit – natürlich nicht alle – ganz gut mit diesen Regierungen und ihren Entscheidungen leben konnten!Natürlich nur so lange wie man sich den Lebensstandart leisten konnte,den man für angemessen hielt!Ich hoffe ihnen ist auch bekannt,dass es auch in Deutschland Erwachsene sowie Kinder gibt,denen es genau so schlecht geht – wenn nicht schlechter – wie so manchen Griechen.Ich will auf keinen Fall,dass der Anschein erweckt wird eine Gruppe wird gegen die Andere ausspielt,aber unstrittig ist :Unsere kann „überhaupt nichts dafür“ und bekommt nicht einmal die Aufmerksamkeit b.z.w. Unterstützung die ihr eigentlich zustehen würde.Ganz egal welcher Meinung und welchem Klientel man auch angehört ,den Griechen steht eine schwere und entbehrungsreiche Zeit bevor!Auch wenn Tsipras etwas anderes behauptet.Er ist kein Stück besser als die,die er jetzt verteufelt!

  17. Griechenfan
    4. Juni 2012, 00:16 | #17

    @Helmut K.
    Danke fuer den Beitrag. Es macht mir Mut und ich denke genauso.

  18. Griechenfan
    4. Juni 2012, 00:18 | #18
  19. os
    4. Juni 2012, 10:09 | #19

    @topic: Ob Tsipras Erfolg haben wird, wird sich zeigen. Eine Chance hat er verdient. ND und Pasok-Vertreter sind durch ihr jahrzehntelanges Wirken absolut unglaubwürdig und sollten sich eher darauf einstellen, bei einem Sieg Tsipras‘ vor ein Gericht gestellt zu werden. Die sogenannten ‚kleftes‘ sollten Gelegenheit bekommen, ihr außer Landes gebrachtes Vermögen innerhalb einer Frist zurückzuführen. Wer das nicht tut, bekommt den Pass entzogen – dauerhaft. Es kann nicht angehen, dass man sich selbst bereichert und Verluste der Allgemeinheit aufbürdet. Mit Tsipras wird ein neuer Politikstil einziehen, es wird den Griechinnen und Griechen gut tun.

    Übrigens: von Kommunismus kann ja nun überhaupt keine Rede sein. IWF und Troika hingegen sind in meinen Augen mafiöse Vereinigungen, die mit radikal neoliberalen Maßnahmen (höchstmögliche Deregulierung, drakonische Sparmaßnahmen) alle Länder systematisch in den Bankrott fahren, sie quasi regegungslos und hoffnungslos am Boden liegen lassen, um sie dann der Erstürmung und Ausplünderung durch Finanzinvestoren und Großunternehmen preiszugeben. Eine geschickte Umverteilung von Volksvermögen von Unten nach Oben. So gerät ein Land wie das andere in Abhängigkeit und der Neoliberalismus wird als alternativlos verkauft.
    Wer das nicht glaubt, soll sich die Misere des afrikanischen Kontinents mal genauer ansehen. Diese geht auch auf die Kappe des IWF, denn diese Länder werden durch Geldentzug ganz bewußt in ihrer Entwicklung und Teilhabe am internat. Marktgeschehen gehemmt!

  20. Exilant
    4. Juni 2012, 19:48 | #20

    Endlich.

    Wir haben von den etablierten Parteien nichts zu erwarten. Gar nichts. Samaras, der Prototyp des machtgeilen Opportunisten, zutiefst korrupt und zynisch. Venizelos, er tut mir leid, kaufe ich ihm doch die guten Absichten ab, jedoch ist er stets umgeben von einer Truppe von „Beratern“, die im Endeffekt nur sich selbst dienen.

    Tsipras packt die Probleme richtig an. Ja, ich weiß das der Typ noch nie gearbeitet hat. Und trotzdem, er wird von den oberen 5% nehmen, die den Rest ausbeuten, sei es direkt oder indirekt. Wer kann ein morbides System erneuern, wenn nicht ein Idealist?

    PS: jaja die faulen Südländer…Leute wacht auf, auch wir (die 95%) in Deutschland sind nur Marionetten, wir heissen nicht umsonst im Industriejargon „Verbraucher“.

  21. Exilant
    4. Juni 2012, 19:57 | #21

    @Maria P.

    …sagt er doch, er wird von denen nehmen, die ohnehin Genug haben. Und nein, sie werden nicht enteignet und erschossen, sie werden nur gerecht beteiligt werden.

    „Die“ sind Großunternehmer, Erben, Reeder, „Berater“ an den Fleischtöpfen, reiche Exilgriechen, Bauunternehmer etc… nein es sind nicht die Besitzer einer kleinen Boutique oder eines Kafenions.

    Wenn Sie glauben, es geht hier gerecht zu dann bitte mal hier reinschauen

    http://www.theintelligence.de/

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