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Archiv für Juni, 2012

Demoskopien in Griechenland zeigen Wahlsieg der Konservativen

2. Juni 2012 / Aktualisiert: 07. Juli 2016 / Aufrufe: 618 Kommentare ausgeschaltet

Die meisten der letzten veröffentlichten Demoskopie-Ergebnisse in Griechenland zeigen einen knappen Vorsprung der Konservativen vor der Partei der Radikalen Linken.

Zwei Wochen vor den Parlamentswahlen in Griechenland am 17 Juni 2012 zeigen die meisten der letzten publizierten Umfrageergebnisse weiterhin einen mehr oder weniger knappen Vorsprung der konservativen Nea Dimokratia (ND) vor der Partei der Radikalen Linken (SYRIZA). Entsprechend erwartet die überwältigende Mehrheit der befragten Bürger einen Wahlsieg der ND, die jedoch wie auch schon nach den Wahlen am 06 Mai 2012 höchst wahrscheinlich wieder nicht in der Lage sein wird, eigenständig eine Regierung zu bilden.

Die Position der weit abgeschlagen auf dem dritten Platz folgende sozialistische PASOK-Partei erscheint laut den Demoskopie-Ergebnissen noch geschwächter als in vorherigen Umfragen, während die rechtsextremistische Chrysi Avgi zwar in fast allen bisherigen Demoskopien deutlich hinter ihrem Ergebnis vom 06 Mai 2012 zurückliegt, nach dem derzeitigen Stand der Dinge jedoch erneut in das Parlament einziehen wird.

Erhebung der Metron Analysis Research für „ANT1“

Die Frage nach der Wahlabsicht ergab folgende Stimmanteile:

Partei Stimmanteil
ΝΔ (Νέα Δημοκρατία) ND (Nea Dimokratia) 22,7 %
ΣΥΡΙΖΑ SYRIZA (Radikale Linke) 22,0 %
ΠΑ.ΣΟ.Κ. PASOK (Panhell. Soz. Bewegung) 11,2 %
ΔΗΜ.ΑΡ. DIMAR (Demokratische Linke) 6,7 %
Ανεξάρτητοι Έλληνες Unabhängige Griechen 5,7 %
Κ.Κ.Ε. KKE (Komm. Partei Griechenlands) 4,4 %
Χρυσή Αυγή Chrysi Avgi (Goldene Morgenröte) 3,9 %

Die Befragung nach dem erwarteten Wahlergebnis ergab dagegen folgendes Bild:

Partei Stimmanteil
ΝΔ (Νέα Δημοκρατία) ND (Nea Dimokratia) 27,1 %
ΣΥΡΙΖΑ SYRIZA (Radikale Linke) 26,4 %
ΠΑ.ΣΟ.Κ. PASOK (Panhell. Soz. Bewegung) 13,4 %
ΔΗΜ.ΑΡ. DIMAR (Demokratische Linke) 8,0 %
Ανεξάρτητοι Έλληνες Unabhängige Griechen 6,9 %
Κ.Κ.Ε. KKE (Komm. Partei Griechenlands) 5,2 %
Χρυσή Αυγή Chrysi Avgi (Goldene Morgenröte) 4,7 %
Οικολογιοι – Πράσινοι Ökologen – Grüne 1,6 %
ΛΑΟΣ LAOS (Orthodoxer Volksalarm) 1,2 %

Erhebung der KAPA Research für „Ta Nea“

Die vom 29 bis 31 Mai durchgeführte und am 01 Juni publizierte Befragung nach der Wahlabsicht weist im Vergleich zu einer ungefähr eine Woche früher angestellten Erhebung erneut en Vorsprung der ND, jedoch auch einen Anstieg der SYRIZA-EKM aus, während die PASOK-Partei deutlich abgesunken ist:

Partei Stimmanteil
ΝΔ (Νέα Δημοκρατία) ND (Nea Dimokratia) 26,1 %
ΣΥΡΙΖΑ SYRIZA (Radikale Linke) 24,6 %
ΠΑ.ΣΟ.Κ. PASOK (Panhell. Soz. Bewegung) 9,9 %
Ανεξάρτητοι Έλληνες Unabhängige Griechen 5,3 %
Κ.Κ.Ε. KKE (Komm. Partei Griechenlands) 5,7 %
Χρυσή Αυγή Chrysi Avgi (Goldene Morgenröte) 5,1 %
ΔΗΜ.ΑΡ. DIMAR (Demokratische Linke) 4,4 %
ΛΑΟΣ LAOS (Orthodoxer Volksalarm) 1,5 %
Δημιουργία, ξανά! Wiedererschaffung! 1,5 %
Οικολογιοι – Πράσινοι Ökologen – Grüne 1,3 %
Sonstige Parteien 1,6 %
Unentschlossene 14 %

Bezüglich des Ausgangs der Wahlen erwarten 62,9% der Befragten einen Wahlsieg der ND und 26,5% der SYRIZA-Partei. Außerdem sprachen sich selbst in dem Fall, dass das Memorandum eingehalten werden muss, 69,5% der Befragten für den Verbleib im Euro aus, während 19,6% für das Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro im Fall der obligatorischen Einhaltung des Memorandums plädierten.

Erhebung der Public Issue für „Kathimerini“

Partei Stimmanteil
ΣΥΡΙΖΑ SYRIZA (Radikale Linke) 31,5 %
ΝΔ (Νέα Δημοκρατία) ND (Nea Dimokratia) 25,5 %
ΠΑ.ΣΟ.Κ. PASOK (Panhell. Soz. Bewegung) 13,5 %
ΔΗΜ.ΑΡ. DIMAR (Demokratische Linke) 7,5 %
Ανεξάρτητοι Έλληνες Unabhängige Griechen 5,5 %
Κ.Κ.Ε. KKE (Komm. Partei Griechenlands) 5,5 %
Χρυσή Αυγή Chrysi Avgi (Goldene Morgenröte) 4,5 %
Δημιουργία, ξανά! Wiedererschaffung! 2,5 %
Sonstige Parteien 4,0 %
Keine Antwort 6,0 %

Erhebung der MRB für „Real.gr“

Partei Stimmanteil
ΝΔ (Νέα Δημοκρατία) ND (Nea Dimokratia) 23,9 %
ΣΥΡΙΖΑ SYRIZA (Radikale Linke) 22,5 %
ΠΑ.ΣΟ.Κ. PASOK (Panhell. Soz. Bewegung) 12,6 %
Ανεξάρτητοι Έλληνες Unabhängige Griechen 6,2 %
ΔΗΜ.ΑΡ. DIMAR (Demokratische Linke) 5.7 %
Χρυσή Αυγή Chrysi Avgi (Goldene Morgenröte) 4,7 %
Κ.Κ.Ε. KKE (Komm. Partei Griechenlands) 4,0 %

Erhebung der RASS für „Eleftheros Typos“

Partei Stimmanteil
ΝΔ (Νέα Δημοκρατία) ND (Nea Dimokratia) 26,5 %
ΣΥΡΙΖΑ SYRIZA (Radikale Linke) 24,2 %
ΠΑ.ΣΟ.Κ. PASOK (Panhell. Soz. Bewegung) 12,1 %
Ανεξάρτητοι Έλληνες Unabhängige Griechen 5,8 %
Κ.Κ.Ε. KKE (Komm. Partei Griechenlands) 5,2 %
Χρυσή Αυγή Chrysi Avgi (Goldene Morgenröte) 3,6 %
ΔΗΜ.ΑΡ. DIMAR (Demokratische Linke) 5,4 %
Δημιουργία, ξανά! Wiedererschaffung! 2,4 %
Οικολογιοι – Πράσινοι Ökologen – Grüne 0,8 %
ΛΑΟΣ LAOS (Orthodoxer Volksalarm) 0,7 %
Sonstige Parteien 1,5 %
Leere / ungültige Stimme 1,7 %
Unentschlossene 10,1 %

Erhebung der Marc Research für „Alpha“

Partei Stimmanteil
ΝΔ (Νέα Δημοκρατία) ND (Nea Dimokratia) 26,0 %
ΣΥΡΙΖΑ SYRIZA (Radikale Linke) 24,3 %
ΠΑ.ΣΟ.Κ. PASOK (Panhell. Soz. Bewegung) 12,5 %
Ανεξάρτητοι Έλληνες Unabhängige Griechen 6,3 %
Κ.Κ.Ε. KKE (Komm. Partei Griechenlands) 5,7 %
ΔΗΜ.ΑΡ. DIMAR (Demokratische Linke) 5,3 %
Χρυσή Αυγή Chrysi Avgi (Goldene Morgenröte) 4,2 %
Δημιουργία, ξανά! Wiedererschaffung! 2,5 %
ΛΑΟΣ LAOS (Orthodoxer Volksalarm) 1,0 %
Οικολογιοι – Πράσινοι Ökologen – Grüne 1,0 %

Bezüglich der Frage, was zu geschehen habe, falls keine zufriedenstellende Änderung der Bedingungen der Kreditvereinbarung erzielt wird, vertreten 72,9% die Ansicht, Griechenland müsse im Euro und in der Eurozone bleiben, wogegen 19% die Annullierung der Vereinbarungen und den Rückkehr zur Drachme wollen.

Erhebung der ALCO für „newsit.gr“

Partei Stimmanteil
ΝΔ (Νέα Δημοκρατία) ND (Nea Dimokratia) 25,0 %
ΣΥΡΙΖΑ SYRIZA (Radikale Linke) 22,7 %
ΠΑ.ΣΟ.Κ. PASOK (Panhell. Soz. Bewegung) 12,5 %
Ανεξάρτητοι Έλληνες Unabhängige Griechen 6,5 %
ΔΗΜ.ΑΡ. DIMAR (Demokratische Linke) 5,2 %
Κ.Κ.Ε. KKE (Komm. Partei Griechenlands) 5,0 %
Χρυσή Αυγή Chrysi Avgi (Goldene Morgenröte) 4,5 %
Δημιουργία, ξανά! Wiedererschaffung! 2,2 %
Οικολογιοι – Πράσινοι Ökologen – Grüne 1,4 %
ΛΑΟΣ LAOS (Orthodoxer Volksalarm) 1,0 %

Erhebung der DATA RC für „Peloponnisios“

Partei Stimmanteil
ΝΔ (Νέα Δημοκρατία) ND (Nea Dimokratia) 24,5 %
ΣΥΡΙΖΑ SYRIZA (Radikale Linke) 22,1 %
ΠΑ.ΣΟ.Κ. PASOK (Panhell. Soz. Bewegung) 12,0 %
Ανεξάρτητοι Έλληνες Unabhängige Griechen 6,1 %
ΔΗΜ.ΑΡ. DIMAR (Demokratische Linke) 5,3 %
Κ.Κ.Ε. KKE (Komm. Partei Griechenlands) 4,9 %
Χρυσή Αυγή Chrysi Avgi (Goldene Morgenröte) 4,7 %
Δημιουργία, ξανά! Wiedererschaffung! 2,4 %
ΛΑΟΣ LAOS (Orthodoxer Volksalarm) 1,0 %
Οικολογιοι – Πράσινοι Ökologen – Grüne 0,8 %

61,4% der Befragten erwarten einen Wahlsieg der ND und 27,1% der SYRIZA-Partei.

Demoskopie-Verbot ab 02 Juni 2012 bis zu Wahlen am 17 Juni 2012

Ab Samstag (02 Juni 2012) dürfen laut der geltenden Gesetzgebung bis zu den Parlamentswahlen am 17 Juni 2012 keine Umfrageergebnisse mehr veröffentlicht werden. Der Vorsitzende des Verbands der Demoskopie-Firmen (SEDEA) Spyros Zavitsamos und der Vorsitzende des Demoskopie-Kontrollausschusses Ilias Nikolakopoulos wiederholten angesichts des Wiederinkrafttretens des 15-tägigen Verbots der Veröffentlichung demoskopischer Ergebnisse ihre Position:

Die Demokratie wird nicht durch die Freiheit der Verbreitung der Informationen und der Informierung der Bürger gefährdet, sondern durch Gerüchte und die keinem staatlichen Gesetz und keinem Pflichtkodex unterliegende unkontrollierte Verbreitung von Informationen.

Weiter führen die beiden Vorsitzenden in ihrer Bekanntmachung an: „Mit diesem als gegeben rufen wir die Bürger zu besonderer Zurückhaltung gegenüber „Informationen“ auf, die sich auf demoskopische Erhebungen nach dem 02 Juni 2012 beziehen, da es sehr wahrscheinlich ist, dass diese unvollständig, falsch oder sogar auch absichtlich irreführend sind.

(Quellen: in.gr, MEGA)

Regierungsprogramm der Konservativen in Griechenland

2. Juni 2012 / Aktualisiert: 02. Juni 2012 / Aufrufe: 757 15 Kommentare

In Griechenland präsentierte der Parteivorsitzende Antonis Samaras vor der Industrie- und Handelskammer Athen das Regierungsprogramm seiner Partei.

Wiederherstellung der niedrigen Renten auf das Niveau von 2009, Ausweitung des Arbeitslosengeldes auf zwei Jahre, außerordentliche Arbeitslosenhilfe auch für Nicht-Arbeitnehmer, Schutz der Löhne auf dem privaten Sektor und ein Steuerfreibetrag von 8.000 Euro, sobald sich die Lage stabilisiert, sind einige der 18 Vorschläge der konservativen Nea Dimokratia (ND), welche der Parteivorsitzende Antonis Samaras in Bezug auf Wirtschaft und Gesellschaft von dem Podium der Industrie- und Handelskammer Athen (EBEA) präsentierte.

Die Präsentation des Regierungsprogramms der ND am 31 Mai 2012 erfolgte einen Tag vor der Präsentation des Wirtschaftsmanifests der SYRIZA-Partei. Auf die Koumoundourou (Anmerkung: Sitz der SYRIZA-Parteizentrale) „zeigend“ äußerte Antonis Samaras, dass „diejenigen, die eine einseitige Kündigung des Memorandums wollen, die Kapuzenträger schützen und tausenden Immigranten Asyl und sogar auch Arbeitslosengeld gewähren„.
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Gesundheitsträger EOPYY in Griechenland ist zahlungsunfähig

1. Juni 2012 / Aufrufe: 724 2 Kommentare

Der nationale Träger für Gesundheitsleistungen in Griechenland vermag nicht einmal den laufenden, geschweige denn den aufgelaufenen Verbindlichkeiten zu entsprechen.

Der neue Nationale Träger für Gesundheitsleistungen (EOPYY) in Griechenland verfügte am vergangenen Dienstag (29 Mai 2012) über Barmittel in Höhe von gerade einmal 5 Millionen Euro, während seine unbeglichenen Verpflichtungen gegenüber Ärzten, Apothekern, Pharma-Unternehmen und privaten Kliniken mehr als 1,5 Milliarden Euro betragen. Dieses Bild, welches den finanziellen Zusammenbruch des EOPYY zeigt, vermittelten der Vorsitzende und die beiden stellvertretenden Vorsitzenden des Trägers den Vertretern der Nea Dimokratia (ND).

Die Geschäftsräume des EOPYY besuchten am Mittwoch die ND-Funktionäre Dimitris Vartzopoulos, Gerasimos Giakoumatos und Manolis Angelakas. „Bis heute ist die Finanzierung des EOPYY problematisch. Die Kassen, welche in den Träger eingegliedert wurden, sind zahlungsunfähig, und die staatlichen Bezuschussung des EOPYY ist um 500 Millionen Euro geringer„, führten die Vertreter des Trägers an.

Laut den Angaben der Verwaltung des EOPYY belaufen sich die bis Ende 2011 aufgelaufenen Schulden der in den EOPYY eingegliederten Kassen auf 3,6 Milliarden Euro. Die derzeitige fatale Situation entstand, nachdem im Rahmen der Vereinbarungen und Auflagen der Troika die Gesundheitszweige der gesetzlichen Versicherungsträger Hals über Kopf in den EOPYY eingegliedert wurden, ohne parallel für eine hinreichende finanzielle Ausstattung des Trägers Vorsorge zu tragen.

Ergänzend sei angemerkt, dass die Apotheken bereits seit Mitte vergangener Woche global keine Kassenrezepte mehr „auf Rechnung“ ausführen und den Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen verschriebene Medikamente nur gegen Barzahlung aushändigen.

(Quelle: in.gr)

Griechenland benötigt mehr Zeit für Konsolidierungsprogramm

1. Juni 2012 / Aktualisiert: 24. September 2017 / Aufrufe: 461 2 Kommentare

Sowohl in Griechenland als auch Europa ist allen Faktoren bewusst, dass der Zeitplan für die im Memorandum festgeschriebenen Ziele unmöglich eingehalten werden kann.

Die Neuverhandlung des Memorandums in der einen oder anderen Version gewinnt zumindest hinsichtlich der Komponente jener Maßnahmen an Boden, welche die Einkommen senken und die Rezession vertiefen. Inzwischen durchzieht fast das gesamte Spektrum der pro-europäischen Parteien in Griechenland die Überlegung, die Umsetzung des Memorandums für ungefähr drei Monate „einzufrieren“, damit Regierung und Troika sich zusammensetzen und ein neues realistisches Programm aufstellen.

Der Zusammenbruch der staatlichen Einnahmen, die damit einhergehende Entgleisung des Programms und hauptsächlich die gesellschaftliche Dynamik, so wie sie am 06 Mai ausgedrückt wurde und sich in den Demoskopien abbildet, führen unvermeidlich zu einer neuen Tangierung des Themas. Drei Wochen vor den Wahlen vertrat Dimitris Avramopoulos, stellvertretender Vorsitzender der Nea Dimokratia (ND), dass die Beschlüsse eingefroren werden müssen, welche Griechenland auf Basis des Memorandums zu fassen verpflichtet ist (das ursprüngliche Programm sah Juni vor), und zeigte sich zuversichtlich, dass diesem Begehren stattgegeben wird.
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