Archiv

Archiv für Juni, 2012

Schwarzes Domino für Tourismus in Griechenland

15. Juni 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 5.773 29 Kommentare

Der Tourismus in Griechenland erlebt einen Domino-Effekt, der die gesamte Branche in eine nie erlebte Rezession mit ungeheuren volkswirtschaftlichen Folgen hineinzieht.

Die geradezu terroristische Kommunikationsoffensive gegen Griechenland führte bereits zur Stornierung von 2.500.000 Buchungen und einem steilen Rückgang der Ankünfte und Buchungen der Ausländer. Zur selben Stunde können die Neu-Armen Griechen nicht einmal von den für 50 Euro angebotenen Aufenthalten in 5-Sterne Hotels profitieren!

Der Test des verlängerten Pfingstwochenendes (Anmerkung: 02 – 04 Juni 2012) war für den griechischen Tourismus tatsächlich das Schlimmste. Hoteliers und Gewerbetreibende im Tourismus unternahmen wirklich was sie konnten, um die Leute in die Hotels zu bringen, die jedoch in vielen Fällen leer blieben. Große Einheiten auf Kreta und Rhodos boten Super-Luxuszimmer für 120 und 140 Euro pro Nacht an. Und auf der Peloponnes warben andere mit Angeboten sogar bei 50 Euro pro Kopf und Nacht für Suiten, die den Griechen früher einmal zu Tagespreisen von 400 Euro vermietet wurden.

Die Griechen gingen jedoch nicht darauf ein. Nicht nur, weil sie sich den Ausländern gegenüber verraten fühlen. Den Griechen ist seit Jahren bekannt, dass die Hoteliers ihre Zimmer ab dem Winter „festmachen“ und den Agenturen „Land und Wasser“ anbieten, und danach warten sie auf die Griechen, um ihren Reibach zu machen. So bezahlt ein Grieche im Vergleich zu dem Engländer oder Deutschen etwa das Doppelte und Dreifache für ein Zimmer.
Gesamten Artikel lesen »

Artikel weiterlesen: Seite 1 Seite 2 Seite 3

Industrie- und Handelskammer Athen erstattet Strafanzeige gegen Griechische Bank

14. Juni 2012 / Aufrufe: 504 1 Kommentar

In Griechenland erstattete die Industrie- und Handelskammer Athen Strafanzeige gegen die Griechische Bank.

In der in Rede stehenden Anzeige werden die schlechte Verwaltung und der Verlust eines großen Teils der Rücklagen der Industrie- und Handelskammer Athen (EBEA) wegen des Kaufs griechischer Staatsanleihen dargelegt, zu dem die Griechische Bank ohne jegliche Genehmigung oder sei es auch nur Informierung des Vorstands der EBEA geschritten war.

(Quelle: Zougla.gr)

Immigranten-Schlepper im Flughafen Athen in Griechenland verhaftet

14. Juni 2012 / Aufrufe: 507 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland fielen der Polizei auf dem Flughafen Eleftherios Venizelos zwei Angestellte in die Hände, welche illegale Immigranten in Flugzeuge einschmuggelten.

Die Methode der beiden verhafteten Bediensteten einer Betriebsgesellschaft des Flughafens war einfach: Unter Verwendung ihrer Magnetkarten schleusten sie die Migranten durch die Sicherheitstür zu den Flugzeugen durch, mit denen die Migranten dann in verschiedene europäische Länder einreisten.

In der Sache wurden am 10 Juni 2012 die beiden Beschäftigten, eine als Vermittler tätiger Iraner und fünf afghanische Staatsangehörige verhaftet, die illegal nach München in Deutschland reisen wollten. Die Verhaftungen erfolgten auf frischer Tat.

(Quelle: Zougla.gr)

Fotis Kouvelis präsentiert Plan zur Regierungsführung in Griechenland

14. Juni 2012 / Aufrufe: 845 19 Kommentare

Der Parteiführer der Demokratischen Linken in Griechenland, Fotis Kouvelis, präsentierte ein 7 Punkte umfassendes Programm zur unmittelbaren Regierungsführung.

Einen Plan zur unmittelbaren Regierung des Landes, der den programmatischen Vorschlag der Demokratischen Linken zur Bildung einer progressiven Koalitionsregierung darstellt, präsentierte Fotis Kouvelis, Vorsitzender der Demokratischen Linken (DIMAR) in einem kanalübergreifenden Interview. Wie er betonte, handelt es sich um den Plan, den er nach der Durchführung der anstehenden Parlamentswahlen am 17 Juni 2012 den politischen Kräfte unterbreiten wird, und merkte an, Nea Dimokratia (ND) und PASOK haben nur Forderungen angeführt und kein Regierungsprogramm präsentiert.

Wir werden alles Mögliche unternehmen, damit Griechenland nicht ohne Regierung bleibt„, erklärte Fotis Kouvelis und ersuchte die Bürger um ihre Stimme, damit seine Partei aus den Wahlen als dritte Kraft hervorgehen wird. Er wiederholte, die Positionen der Demokratischen Linken seien die Ablehnung der einseitigen Handlung der Aufkündigung des Memorandums, gleich ob diese aus dem Ausland oder dem Inland herrühre, und die schrittweise Lösung von dem Memorandum in Verhandlungen sei.

Fotis Kouvelis betonte, die Griechen ertragen keine weiteren „unerbittlichen Sparmaßnahmen“, und vertrat, die Neuverhandlung des Memorandums sei realistisch.
Gesamten Artikel lesen »

Wirtschaftsministerium in Griechenland ordnet Wohnsitzprüfungen an

13. Juni 2012 / Aktualisiert: 07. Juli 2016 / Aufrufe: 698 2 Kommentare

Das Wirtschaftsministerium in Griechenland schreitet zu strengeren Überprüfungen der Steuerpflichtigen, die einen Wohnsitz oder Steuerwohnsitz im Ausland deklarieren.

Das griechische Finanzministerium schreitet zu strengeren Kontrollen bei all jenen, die dem Finanzamt einen Auslandswohnsitz bzw. die Änderung ihrer Wohnanschrift melden, und will damit sowohl Griechen davon abhalten, ihren Steuerwohnsitz in sogenannte „Steueroasen“ zu verlegen, als auch Steuerpflichtige aufspüren, die im In- oder Ausland Einkommen erzielen und sich – wie z. B. Offshore-Gesellschafen – der Besteuerung in Griechenland entziehen.

In einem Runderlass des Finanzministeriums wird angeführt: „Die Bekanntgabe der Absicht des Steuerpflichtigen an die Registerabteilung, eine Verlegung des Wohnsitzes (ins Ausland) zu beabsichtigen, muss nicht automatisch auch die Änderung seines (Steuer-) Wohnsitzes implizieren.“ Gemäß dem Runderlass müssen die zuständigen Behörden außer der Existenz einer Wohnung oder dem gewöhnlichen Aufenthalt des Steuerpflichtigen in Griechenland auch erforschen, ob bei ihm die Voraussetzungen einhergehen, welche ihn zur Deklaration seines im Ausland erworbenen Einkommens in Griechenland verpflichten.

Steuerpflichtige, die in Griechenland während der vorherigen fünf Jahre steuerpflichtig waren und bedeutende wirtschaftliche Interessen haben (beispielsweise Beteiligung an einer Gesellschaft, Einkommen von über 40.000 Euro), sollen auch nach der Verlegung ihres Wohnsitzes bzw. gewöhnlichen Aufenthalts / Steuerwohnsitzes ins Ausland für weitere fünf Jahre in Griechenland steuerpflichtig bleiben.

Speziell bezüglich der letzten Anordnung stellt sich allerdings unmittelbar die Frage, in wieweit eine solche Praxis gegebenenfalls mit bestehenden bilateralen Vereinbarungen und Doppelbesteuerungsabkommen zu vereinbaren ist.

(Quellen: Zougla.gr, Mega TV)

Beunruhigender Anstieg rassistischer Gewalt in Griechenland

13. Juni 2012 / Aufrufe: 1.977 8 Kommentare

In Griechenland wird seit den Parlamentswahlen am im Mai 2012 ein beunruhigender Anstieg der rassistischen Gewalt gegen illegale Immigranten verzeichnet.

Einen Hagel von Angriffen zu Lasten von Immigranten, speziell nach den Parlamentswahlen des 06 Mai 2012, melden die Vertreter der Immigranten-Gemeinden und beschuldigen die Polizei der Gleichgültigkeit. Wie Mitglieder der pakistanischen Community betonen, sind seit dem 23 Mai mehr als 60 Angriffe angezeigt worden, jedoch setzen die rechtsextremistischen Gruppen ihr Treiben ungestört fort.

Die Polizei äußert ihrerseits Befürchtungen über mögliche Reaktionen der Immigranten auf die gegen sie gerichteten rassistischen Vorfälle, welche Möglichkeit im übrigen auch seitens der Immigranten-Communities zur Rede gebracht wird. Jedenfalls werden den Organen der Ordnungskräfte nicht erst jetzt und nicht nur von Seite der Immigranten Gleichgültigkeit, Tatenlosigkeit oder sogar auch Sympathie gegenüber den faschistoiden rechtsextremistischen Gruppierungen angelastet.
Gesamten Artikel lesen »

Energieknall in Griechenland kommt

12. Juni 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 1.666 6 Kommentare

Autor: To Pontiki

Thema: Stromversorgung in Griechenland droht Black-out

Alle Gebrechen des griechischen Energiesystems kamen anlässlich der Memorandums-Politik, in der Essenz jedoch wegen der Verzerrung und Funktion des Marktes ohne gesunde Wettbewerbsbedingungen ans Licht.

Die politischen Faktoren, welche das die Energiethemen handhabten, versuchten uns über 12 Jahre davon zu überzeugen, dass ihre gesetzgeberischen Interventionen den gesetzlichen „Lücken“ begegneten und den Rahmen schufen, damit alles wie vorgesehen funktioniert … . Als es jedoch zu der einzig auf die Abzocke von Steuern fokussierten Politik kam, welche die inländischen Troika-Partner aufzwangen, zeigte sich, dass der Kaiser nackt ist! Die Verzerrungen sind sogar dermaßen tief, dass sie bei dem gesamten Spektrum der Energieprodukte Domino-Verhältnisse schaffen.

Die Gesamtheit des Elektrizitäts-Marktes und die … schönen Märkte befinden sich einen Schritt vor dem Erklingen des Kanonenschusses der Insolvenz. Solange die Krise andauert und sich die effektiven Lösungen der Probleme verzögern, um so mehr nähert sich sogar das Energiesystem dem Krach, der drohende Black-out wird schlimmer als ein Alptraum und das reiche Produktionspotenzial des Landes wird bis aufs Äußerste verschmäht.

Energiekrise à la … Kalifornien

Das Kuddelmuddel der Energiekrise beginnt mit der Politik der in den beiden letzten Jahren im Land umgesetzten Politik der Steuerabzocke und Austerität. Dieses Durcheinander hat jedoch alle Energiemärkte mit dem Ergebnis mitgerissen, dass wir nicht … zur Drachme übergehen zu brauchen, aber innerhalb der Eurozone das erste Land darstellen, das zu … Kalifornien werden wird (welches ebenfalls den ersten Staat der Metropole des Kapitalismus darstellte, in dem der Energiemarkt „platzte“ und Millionen Bürger tagelang ohne Strom ließ!).

Alles begann vor zwei Jahren, als – unter dem Vorwand der Bekämpfung der Defizite – die Regierung Papandreou beschloss, Sonderverbrauchssteuern auf alle Energieprodukte zu erheben, welcher Zug die Tarife in die Höhe katapultierte. Parallel verhängte sie auch die Einziehung der Immobilien-Abzocke über die Stromrechnungen der Öffentlichen Elektrizitätsgesellschaft (DEI) und alternativen Anbieter.

Zusammen mit dem krisen- bzw. hauptsächlich durch die Abzocke bedingten Unvermögen der Haushalte und Kleinunternehmer, ihren Verpflichtungen zu entsprechen, begannen sich ungeheure Schulden an die Elektrizitätsgesellschaft aufzuhäufen, die wiederum mit der Tatsache als gegeben, zu einem Zeitpunkt, wo die Banken alle Finanzierungshähne abgedreht haben, auch nicht zur Aufnahme von Krediten schreiten zu können, in einen wirtschaftlichen Würgegriff geriet.

Die Kettenreaktionen haben also bereits begonnen: Sowohl die DEI als auch die im Endverbrauchergeschäft tätigen Privatunternehmen beginnen, Schulden an die Systemverwalter (LAGIE im Endhandel, ADIME bei dem Transport) aufzuhäufen, welche ihre Schulden an die Erzeuger (wieder die DEI, aber auch Privatleute mit den großen Erzeugereinheiten) nicht begleichen können.

Parallel beginnen sich ebenfalls die Schulden an die Öffentliche Gasgesellschaft (DEPA) zu kumulieren, da ein großer Teil der Stromerzeugung auf Erdgas basiert. Dies führt auch die Gasgesellschaft in eine wirtschaftliche Sackgasse. Sie deklariert ihrerseits das Unvermögen zur Deckung ihrer Verbindlichkeiten, was die Bedrohung der reibungslosen Versorgung des Landes mit Erdgas zum Ergebnis hat, wie es der Präsident der DEPA, Charis Sachinis, in seinem an den Premierminister und die gemeinsam zuständigen Minister (Finanzministerium und Ministerium für Umwelt, Energie und Klimawandel) gerichteten Schreiben darlegte.

Sollten die Dinge tatsächlich zu dem schlimmsten Punkt (also der Unterbrechung der Versorgung des Landes mit Erdgas) geführt werden, werden dann fast ein Viertel der Produktion und sogar die modernsten und produktivsten Anlagen außer Betrieb gesetzt werden, während sich hunderttausende Haushalte und Unternehmen in einer absoluten Sackgasse wiederfinden werden!

DEI und Systemverwalter in der Sackgasse

Außerdem wird aufgrund ihrer im roten Bereich befindlichen wirtschaftlichen Lage die DEI nicht zur Beschaffung zusätzlicher konventionelle Brennstoffe (Diesel, Masut usw.) in der Lage sein, um die entstehende Lücke zu decken. Zusätzlich werden sich die Systemverwalter in einer absoluten Sackgasse befinden und außer Stande erklären, selbst jene Erzeuger zu bezahlen, die kleine EE-Einheiten besitzen, und neue große wirtschaftliche Verbindlichkeiten auf dem gesamten Marktspektrum schaffen.

Die von der kommissarischen Regierung, in deren Händen sich die Gefahr des „Knalls“ der Energiebombe befindet, vorqualifizierte Lösung ist die umgehende Gewährung von Krediten an die Betreiber in Höhe von 300 Mio. Euro seitens der staatlichen Hinterlegungskasse. Praktisch verschafft dies dem System eine kleine Atempause, löst das Problem jedoch nicht endgültig.

Geringschätzung und Ausverkauf der nationalen Ressourcen

Sie tun also genau das, was im ganzen Land getan wurde: Sie versuchen, bei uns mit Krediten (im Fall des Memorandums seitens der Troika) die Resultate der einebnenden und auf Steuereinnahmen fokussierten Politik zu „kurieren“, die noch mehr Schulden und noch größere „Löcher“ in die Kassen reißt. In diesem Klima werden die an … Wäscheklammern zur Privatisierung ausgehängten Energieunternehmen – wie die DEPA oder auch die DEI – vollständig abgewertet, mit dem Ergebnis, dass sich die „Krähen“ über ihnen versammeln um sie zu erwerben und sich die Hände reiben, da ihr Marktwert ständig fällt!

Charakteristisch ist, dass der Börsenwert der Öffentlichen Elektrizitätsgesellschaft unter 275 Mio. Euro sank, was bedeutet, dass die von dem Staat gehaltene Beteiligung auf ungefähr 140 Mio. Euro veranschlagt wird! Also Krümel!

Und noch etwas zuletzt: Die Anhänger des Memorandums und der angeblich liberalisierten Märkte führen in ihren Berichten fast … stolz an, der Repräsentant des IWF in Athen, Bob Traa, sei vollumfänglich über den drohenden Blackout informiert, und meinen, dass er der Finanzierung des Systems durch die staatliche Hinterlegungskasse nicht widerspreche. Was bedeutet dies? Würden sie das System infolge des wirtschaftlichen Würgegriffs zusammenbrechen lassen, wenn Bob Traa nicht einverstanden wäre? Gibt es denn nicht einmal mehr eine Spur der Scham?

(Quelle: To Pontiki)

Griechenland nimmt Auslandsüberweisungen unter die Lupe

12. Juni 2012 / Aktualisiert: 25. September 2017 / Aufrufe: 769 1 Kommentar

In Griechenland werden inzwischen praktisch alle Auslandsüberweisungen als verdächtig eingestuft, obwohl dies letztendlich eine neue Welle der Kapitalflucht initiieren könnte.

Das Sonderdezernat für Wirtschaftskriminalität (SDOE), die Finanzämter und die Banken in Griechenland nehmen fortan alle Auslandsüberweisungen unabhängig von der jeweiligen Höhe noch gründlicher unter die Lupe, wobei unter anderem die Banken selbst auch für all jene Kunden, die kleinere (Teil-) Beträge überweisen, die Überweisungen in ihrer Summe verfolgen.

Wie die Zeitung „Ta Nea“ anmerkt, ist das Verfahren in letzter Zeit intensiviert worden, da auch die Anzahl der Überweisungen ansteigt. Die Handelsbanken melden daher auf täglicher Basis diese Daten der Griechischen Bank, damit ein Katalog all jener geschaffen wird, die in letzter Zeit Gelder aus dem Land gebracht haben, womit dieser Zeitraum wiederum auch Gegenstand eines Datenabgleich mit dem Finanzamt werden kann. Das Ziel dieser Maßnahmen besteht darin, sowohl die Quelle der Gelder als auch zu überprüfen, ob die jeweiligen Beträge auf Basis vorheriger Steuererklärungen gerechtfertigt sind.

Auf Basis der geltenden Abkommen und bestehenden Gesetzgebung ist der Kapitaltransfer absolut legal. Unter den aktuellen Umständen wird jedoch damit gerechnet, dass speziell alle, die Geschäfte über hohe Beträge tätigen, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit aufgefordert werden, ihre Transaktionen zu rechtfertigen. Parallel geraten die Betroffenen voraussichtlich unmittelbar für eine Steuerprüfung  ins Visier des Finanzamts, gleich ob es sich um Privatpersonen oder Unternehmen handelt.

(Quelle: Imerisia)

KategorienKurzmeldungen, Wirtschaft Tags:

Soziale Wahlversprechen in Griechenland kosten Milliarden Euro

12. Juni 2012 / Aktualisiert: 25. September 2017 / Aufrufe: 1.271 15 Kommentare

Die Kosten der sozialen Wahlversprechen im Vorfeld der Parlamentswahlen im Juni 2012 summieren sich auf bis zu 8 Milliarden Euro, ohne dass ihre Finanzierung gesichert ist.

Am Folgetag der Parlamentswahlen am 17 Juni 2012 in Griechenland müssen zur regulären Zahlung der Renten 1,4 Mrd. Euro für den gesetzlichen Versicherungsträger IKA, 822 Mio. Euro für den gesetzlichen Versicherungsträger der Selbständigen (OAEE) und bis zu 300 Mio. Euro für die Arbeitslosenhilfen der Arbeitsbehörde (OAED) gefunden werden.

Bis zu 8 Mrd. Euro (also 4% des BIP) zusätzlich müssen dagegen die Parteien auftreiben, welche die Wiederherstellung der Renten und der Arbeitslosenhilfe nach den Wahlen versprechen. Diesen – für die volkswirtschaftlichen Gegebenheiten des Landes, aber auch die Versicherungsträger, die bereits nach zusätzlichen Einnahmen von 3 Mrd. Euro suchen um in der Lage zu sein, bis Ende 2012 die „massakrierten“ Renten und die Arbeitslosenhilfen zu zahlen – enormen Betrag „verbergen“ die Wahlkampfprogramme der Parteien, welche nach den Wahlen am 17 Juni 2012 die erste Rolle in der Regierung beanspruchen.
Gesamten Artikel lesen »

Zehnköpfige Betrüger-Bande in Griechenland ausgehoben

11. Juni 2012 / Aufrufe: 415 2 Kommentare

In Griechenland wurde eine Bande von Betrügern ausgehoben, die systematisch Gelder von Bankkonten alter Leute und verstorbener Personen abhoben.

Polizeibeamte des Dezernats für Besitzschutz der Kriminalpolizei Attika hob eine zehnköpfige organisierte Bande aus, die mit gefälschten Ausweisen und sonstigen Unterlagen Abhebungen von Bankkonten alter oder verstorbener Personen tätigte.

Eine wesentliche Rolle in der Bande spielte eine 36-jährige Bankangestellte, die ihren Komplizen die Daten der Anleger gab, um gefälschte Unterlagen zu erstellen, aber auch eine 81-Jährige, die dann die Abhebungen tätigte. Die bisherigen Ermittlungen ergaben, dass die Bande sich auf diese Weise 75.500 Euro aneignete, während sie versucht hatte, weitere 67.500 in ihren Besitz zu bringen.

Die Polizeibeamten verhafteten drei Mitglieder der Bande, nämlich konkret die 81-jährige Greisin, die 36-jährige Bankangestellte und eine weitere 59-jährige Frau, während nach weiteren sieben Personen (zwei Frauen, zwei Männern und drei Personen unbekannter Identität) gefahndet wird.

(Quelle: in.gr)