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Archiv für Juni, 2012

Abgeordnete der Chrysi Avgi in Griechenland beantragen Waffenscheine

21. Juni 2012 / Aktualisiert: 08. August 2017 / Aufrufe: 993 10 Kommentare

Außer dem Pressesprecher der rechtsextremistischen Chrysi Avgi, Ilias Kasidiaris, sollen zwei weitere Mitglieder der neonazistischen Partei Waffenscheine beantragt haben.

Der Pressesprecher der rechtsextremistischen Partei Chrysi Avgi (Goldene Morgenröte), der neulich bei einer TV-Diskussionsrunde in einem tollwütigen Wutanfall der Abgeordneten der Kommunistischen Partei Griechenland (KKE) Liana Kanelli mehrere Faustschlägen ins Gesicht versetzte und damit weltweiten „Ruhm“ erlangte, suchte am 19 Juni 2012 in Begleitung seiner Leibwächter und eines Popen (?!) das Polizeihauptquartier in Athen (GADA) auf, um sich nach dem Stand der Bearbeitung seines Antrags auf Erteilung eines Waffenscheins zu erkundigen.

Der in einem seit 2007 systematisch verschleppten Strafprozess wegen gefährlicher Körperverletzung, illegalen Waffenbesitzes und illegaler Waffenbenutzung angeklagte Abgeordnete der Chrysi Avgi hatte nach den Parlamentswahlen am 06 Mai 2012, bei denen er als Abgeordneter gewählt wurde, einen Waffenschein beantragt, um fortan rechtmäßig eine Waffe führen zu dürfen.

Informationen zufolge sollen auch zwei weitere Mitglieder der Chrysi Avgi entsprechende Anträge auf Erteilung eines Waffenscheins gestellt haben.

(Quelle: NewsIt.gr)

Antonis Samaras ist neuer Premierminister in Griechenland

21. Juni 2012 / Aufrufe: 899 18 Kommentare

Nach dem Wahlsieg der Konservativen in Griechenland wurde Antonis Samaras am 20 Juni 2012 zum neuen Premierminister des Landes vereidigt.

Zum neuen Premierminister des Griechenlands wurde am Mittwochnachmittag (20 Juni 2012) der Parteivorsitzende der Nea Dimokratia (ND) Antonis Samaras vereidigt, der anschließend von Staatspräsident Karolos Papoulias das Mandat zur Regierungsbildung erhielt. Unmittelbar nach seiner Vereidigung begab Herr Samaras sich zum Megaron Maximou (= Regierungssitz), wo ihm der kommissarische Premierminister Panagiotis Pikrammenos das Amt übergab.

Der abtretende Premierminister, P. Pikrammenos, unterrichtete Antonis Samaras über die laufenden Themen, denen er zu begegnen haben wird. „Sie übernehmen die Regierungsführung des Landes an einem schwierigen und historischen Wendepunkt. Sie haben viele Schlachten zu schlagen, sowohl im Inland als auch Ausland„, meinte er und betonte, Griechenland müsse die Position wiederfinden, welche im in Europa gebührt.
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Terens Kuik Fraktionssprecher der Unabhängigen Griechen

20. Juni 2012 / Aufrufe: 370 Kommentare ausgeschaltet

Terens Kuik übernimmt die Aufgabe des parlamentarischen Fraktionssprechers der Partei der Unabhängigen Griechen.

Auf Beschluss des Parteivorsitzenden der „Unabhängigen Griechen“ (ANEL) Panos Kammenos übernimmt der ehemalige Minister und Abgeordnete im Wahlbezirk Larisa Christos Zois das Amt des Pressesprechers der Partei, während der bisherige Pressesprecher und Abgeordnete der Landesliste Terens Kuik in der neuen Zusammensetzung des Parlaments die Aufgabe des Fraktionssprecher übernimmt.

Die Besetzung der übrigen Verantwortungspositionen, einschließlich auch der übrigen parlamentarischen Sprecher, stellvertretenden Parteisekretäre und Mitglieder der Ausschüsse bezüglich der parlamentarischen Fraktion der Bewegung werden nach der Vereidigung des Parlaments bekannt gegeben werden.

(Quelle: in.gr)

Faschismus und die Chrysi Avgi in Griechenland

20. Juni 2012 / Aufrufe: 717 5 Kommentare

Autor: Giorgos Ch. Papasotiriou

In Arta werden Hinterhalte gelegt und Immigranten auf den Feldern und in den Orangenhainen gejagt. In Mesolangi, wie auch in den Wohngegenden in Athen, rufen die Anwohner nicht die abwesende und immer ineffiziente Polizei, sondern die Chrysi Avgi, die wie eine Schatten-Polizei mit Charakteristika der Ku-Klux-Klan agiert und gegen gerechte und nicht Immigranten Selbstjustiz übt, sie terrorisiert und zusammenschlägt. Diese paramilitärische Organisation wurde bei den Wahlen am 17 Juni 2012 von den Wählern honoriert, den Triumph der Unbildung, des Hasses, aber auch der Verzweiflung der schutzlosen Bürger darstellend.

Hier existiert jedoch nicht nur eine faschistische Formation, sondern auch jenes Element, welches die eine Seite des inzwischen drohenden sozialen Bürgerkriegs darstellen wird. Das Phänomen ist nicht nur griechisch. Auch in Großbritannien hatten sich vor geraumer Zeit die Gewerkschaften erhoben, nicht gegen die Banken, nicht gegen jene, welche die Wirtschaftskrise verursachten, und auch nicht gegen die Regierung, sondern gegen die Immigranten! Das „inländische Proletariat“ greift das „ausländische Proletariat“ an. Die Verlegung der Konfrontation in die Peripherie, der „Bürgerkrieg der Unterschicht“, das was die amerikanischen WASPs auf eine Wissenschaft in den USA zurückführten, wird nun nach Europa gebracht.

An allem haben die Immigranten schuld, jene, die uns die Arbeiten … wegnehmen. Jene, die jedoch früher (z. B. bei den Olympischen Spielen) die billigen und ohne Versicherung beschäftigten Arbeitskräfte waren, welche den großen Bauinteressen dienten. Jetzt haben an allem die Ausländer schuld! Das System benötigt ein Sühneopfer, einen Sündenbock, um seinen Konkurs zu verstecken. Gestern waren es die Hebräer, heute die Immigranten. Die menschliche Seele ist jedoch eine und allgemeine (überall die selbe), sagte Spinoza und antwortete so den Rassisten jeder Epoche, welche gewissen Menschen, aber auch Völkern eine in den Genen liegende oder atavistische „Schlechtigkeit“ anlasten.

Der Hass, wie auch die Liebe, werden durch die kleinsten Dinge genährt …„, merkte Honoré de Balzac an. Jedoch gilt hier der Fall des Meursault (A. Camus), der sein wegen des Misserfolgs oder der Arbeitslosigkeit und der Einsamkeit demontiertes Ego durch den Hass der anderen neu aufbaut. Ja, Meursault hasst „um sich nicht allein zu fühlen„, um nicht der berüchtigte Loser zu sein. Mit anderen Worten, er will, dass alle wie auch er pleite gehen, alle ihre Arbeit, ihre Geschäfte verlieren. Er will seine verkrüppelte Ideologie „sauber“ haben. Die Optik seines Hasses ist die Reinheit des Volkes, die Überlegenheit der … Rasse. Dieser Hass ist der Zünder, der die Problem-Bomben der heutigen griechischen Gesellschaft in Brand setzt. Wenn wir heute alle Fremde und Rassisten füreinander sind, werden wir an Hass sterben und uns möglicherweise auch selbst in die Zunge beißen.

Können wir jedoch ohne den Hass, ohne die Chrysi Avgi leben? Wir können es, es genügt, dass wir den Hass durch die Liebe ersetzen, die Liebe zu ausnahmslos allen Menschen zu Bedingungen der Christlichkeit, dass wir die Fremdheit als eine Reise in die Fremdheit des anderen und unseres entfremdeten Ego sehen, mit einer Ethik des Respekts selbst auch für das Inkompatible als Kompass. Es genügt, dass das staatliche Absenz bei der Sicherheit der Bürger aufhört, welche der Faschismus und der Rassismus einer illegalen gesellschaftlichen Schatteninstitution zu decken kommt, die sich hinter einer politischen Organisation mit ordnungsgemäßen Merkmalen versteckt.

(Quelle: Faschismus, Deutsche Übersetzung: Griechenland-Blog)

Swoboda beurteilt alle Maßnahmen der Troika in Griechenland als falsch

20. Juni 2012 / Aufrufe: 835 4 Kommentare

Hannes Swoboda, Vorsitzender der Fraktion der Sozialdemokratischen Partei Europas, erachtet die Griechenland aufgezwungenen Maßnahmen als falsch.

Der Vorsitzende der Fraktion der Allianz der Sozialisten und Demokraten im Europäischen Parlament, Hannes Swoboda, drückte seine Einschätzung aus, dass die Griechenland auferlegten Maßnahmen nicht zur Lösung der Krise beigetragen haben.

In seinen Erklärungen in Lefkosia (Nikosia), wo er sich mit dem Präsidenten der Republik Zypern Dimitris Chrostofias traf, sprach er sich für die Angleichung der Maßnahmen aus, weil diese – wie er betonte – „falsch waren„. Wie Herr Swoboda äußerte, trugen viele der Maßnahmen für Griechenland zur Verschlimmerung der wirtschaftlichen Lage bei, und merkte an: „Was wir daraus lernen können ist folglich, dass die Troika, so wie wir sie wahrgenommen haben und wie sie agiert, häufig nicht hilfreich war.

Präsident Christofias appellierte seinerseits an Europa, Griechenland bei der Umsetzung der Reformen zu helfen, aber das Land auch atmen zu lassen.
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Mandate der Parlamentswahlen Juni 2012 in Griechenland

19. Juni 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 1.489 Kommentare ausgeschaltet

Das Wahlergebnis der Parlamentswahlen im Juni 2012 in Griechenland führte für etliche Abgeordnete zum Verlust ihrer Mandate, aber auch zur erneuten Präsenz im Parlament.

Bereits der Wahlgang am 06 Mai 2012 bescherte viele unangenehme Überraschungen speziell für die PASOK-Partei, die rund zwei Drittel ihrer Stärke verlor. Der weitere Verlust von Sitzen bei den Parlamentswahlen des 17 Juni 2012 hatte wiederum zur Folge, dass noch mehr Abgeordnete ihre Mandate verloren und sogar auch klangvolle Namen außerhalb des Parlaments bleiben, während andere ihre Mandate zurückerlangten.

Konkret verlor die PASOK-Partei einen Sitz bei der landeweiten Liste, mit dem Ergebnis, dass die Pressesprecherin der Partei, Fofi Gennimata, außerhalb des Parlaments bleibt. Den Sprung ins Parlament schafften auch nicht Dimitris Lintzeris (2. Wahlbezirk Piräus) und auf Kreta Michalis Karchimakis und Manolis Othonas.

Ebenfalls außerhalb des Parlaments bleibt Elpida Pantelaki der Kommunistischen Partei Griechenland (KKE), während von den Unabhängigen Griechen (ANEL) Giannis Manolis, Christos Zois und Pavlos Kontogiannidis nicht gewählt wurden. In das Parlament zurück kehren dagegen von der PASOK-Partei Nikos Sifounakis (Lesbos), Angela Gkerekou (Korfu) und Panagiotis Rigas (Kykladen).

Dora Bakogianni, die mit der Nea Dimokratia (ND) kooperierte, wurde als Erste über die Landesliste gewählt, so wie auch weitere drei Abgeordnete der Demokratischen Allianz mit der ND gewählt wurden: Giorgos Kontogiannis (Ilia), Leftheris Avgenakis (Heraklion) und Christos Markogiannakis (Chania). Zusammen mit der ND kehrt auch Simos Kerdikoglou (Euböa) in das Parlament zurück, wogegen im 2. Wahlbezirk Athen Giannis Papathanasiou nicht gewählt wurde. Von Seite der SYRIZA-Partei schließlich wurde Giorgos Pantzas (Attika) gewählt.

Ergänzend sei angemerkt, dass gemäß dem griechischen Wahlgesetz bei den Wiederholungswahlen im Juni 2012 ohne „Kreuzchen“ gewählt wurde und die Verteilung der Mandate auf Basis der Reihenfolge (der Kandidaten) erfolgt, die sich aus dem Ergebnis der Wahlen im Mai 2012 ergab.
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Immobilienbetrüger in Griechenland verhaftet

19. Juni 2012 / Aufrufe: 373 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland wurde von der Kriminalpolizei Attika eine Bande ausgehoben, deren Mitglieder mit Immobilien-Betrügereien insgesamt 326.000 Euro ergaunert hatten.

Die Polizeibeamten verhafteten eine 26-jährige Griechin und eine 46-jährige Polin, während das dritte Mitglied der Bande, eine wegen Betrugs angeklagte 41-jährige Griechin, bereits in der Frauenhaftanstalt Korydallos in Athen inhaftiert ist.

Wie im Rahmen der polizeilichen Ermittlungen festgestellt wurde, traten die beiden Griechinnen als Vertreterin der Eigentümerin einer Maisonetten-Wohnung im Athener Stadtbezirk Kyfisia gegenüber Kaufinteressenten auf, welche sie mit niedrigen Verkaufspreisen lockten und davon überzeugten, zum Kauf der Maisonette zu schreiten.

Danach verlangten und erhielten sie hohe Anzahlungen und präsentierten dabei ihre ausländische Komplizin als Eigentümerin der Maisonette. Zur Unterzeichnung der Vorverträge hatten sie die Polin mit einem gefälschten Personalausweis ausgestattet, der auf die Personendaten der tatsächlichen Eigentümerin ausgestellt war.

Bisher wurde herausgefunden, dass die Frauen auf diese Weise vier Kaufinteressenten betrogen und Anzahlungen erhalten haben, die sich auf den Betrag von 326.000 Euro belaufen, während sie versucht hatten, weitere 80.000 Euro zu ergaunern.

Bei Durchsuchungen der Wohnungen der Frauen wurden eine Pistole, 600 Euro, ein gefälschter 50-Euro-Schein, ein gefälschter griechischer und ein gefälschter polnischer Personalausweis sowie eine Kleinmenge an Drogen gefunden und beschlagnahmt.

Die beiden verhafteten Frauen wurden dem Staatsanwalt des Strafgerichts Athen vorgeführt.

(Quelle: in.gr)

An Griechenland-Krise sind hauptsächlich die Rezepte der Troika schuld

19. Juni 2012 / Aufrufe: 1.942 25 Kommentare

Peter Bofinger, Mitglied im „Rat der Weisen“ der Bundesregierung, lastet die Ursache der Griechenland-Krise hauptsächlich den falschen Rezepten der Troika an.

An der Vertiefung der Krise in Griechenland sind nicht nur Griechenland selbst, aber auch die wirtschaftlichen Rezepten der Troika schuld„, betont das Mitglied des „Rate der Weisen“ der deutschen Regierung in Wirtschaftsthemen, Peter Bofinger, und merkt an, der Ausgang aus der Krise könne nur aus der Änderung der Rezepte und nicht deren einfacher Schönheitskorrektur hervorgehen.

Griechenland muss gerettet werden. Brüssel kann nicht gleichgültig vor sich hin pfeifen und zuschauen, wie das Land in die Anarchie und die Katastrophe abgleitet. Dagegen hat Brüssel ein vitales Interesse daran, Griechenland zu helfen, hauptsächlich durch Konjunkturprogramme wieder auf die Beine zu kommen. Außerdem zeigen die negativen Entwicklungen in Spanien und Italien, dass Griechenland nicht der einzige Verantwortliche für die Krise ist. An der Krise sind hauptsächlich die falschen Rezepte für ihre Therapie Schuld„, führt Peter Bofinger gegenüber der Sonntagsausgabe (17 Juni 2012) der griechischen Zeitung „To Vima“ an.
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Stranddiebe in Griechenland verhaftet

18. Juni 2012 / Aufrufe: 395 1 Kommentar

In Griechenland wurden im Gebiet Vouliagmeni auf Attika drei Algerier verhaftet, die an den Stränden der Gegend systematisch Badegäste bestahlen.

Drei Männer aus Algerien wurden im Gebiet Vouliagmeni verhaftet, nachdem sie kurz zuvor an dem Badestrand Megalo Kavouri einer Strandbesucherin die Tasche gestohlen hatten.

Im Rahmen der anschließenden Ermittlungen wurde festgestellt, dass die drei Ausländer in letzter Zeit an verschiedenen Stränden des Gebiets Vouliagmeni weitere acht Diebstähle begangen hatten.

Die verhafteten Täter wurden dem Staatsanwalt des Strafgerichts Athen vorgeführt.

(Quelle: Zougla.gr)

Merkel gratuliert Samaras zu Wahlergebnis in Griechenland

18. Juni 2012 / Aufrufe: 374 Kommentare ausgeschaltet

Bundeskanzlerin Angela Merkel gratulierte Antonis Samaras noch am selben Abend des Wahlgangs der Parlamentswahlen im Juni 2012 in Griechenland zu dem Wahlergebnis.

Noch am selben Abend der Parlamentswahlen am 17 Juni 2012 in Griechenland gratulierte die bundesdeutsche Kanzlerin Angela Merkel dem Parteivorsitzenden der Nea Dimokratia (ND), Antonis Samaras, telefonisch zu dem Wahlergebnis, obwohl die ND mit den ihr zufallenden 129 Mandaten weit davon entfernt ist, eigenständig eine Regierung bilden zu können, wofür wenigstens 151 Mandate erforderlich wären.

Wie aus dem Kanzleramt verlautete, brachte Angela Merkel während der telefonischen Unterredung ihrer Hoffnung auf die „baldige Bildung einer stabilen Regierung“ sowie auch die Überzeugung zum Ausdruck, dass Griechenland seine europäischen Verpflichtungen respektieren werde.

Laut einer Bekanntmachung der PASOK-Partei führte parallel der französische Staatspräsident Francois Hollande ein Gespräch mit dem Parteivorsitzenden Evangelos Venizelos und gratulierte diesem „zu dem unter diesen schwierigen Umständen erzielten Wahlergebnis„.

(Quelle: in.gr)