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Archiv für Juni, 2012

Rapanos lehnt Posten des Finanzministers in Griechenland ab

26. Juni 2012 / Aufrufe: 348 Kommentare ausgeschaltet

Der Bankier Vasilis Rapanos, der zum Finanzminister der neuen Regierung in Griechenland designiert war, hat seinen Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen erklärt.

Mit einem Schreiben an Premierminister Antonis Samaras reichte gestern Abend (25 Juni 2012) der bisherige Präsident der Griechischen Nationalbank Vasilis Rapanos, der in der neuen griechischen Koalitionsregierung das Amt des Finanzministers übernehmen sollte, seinen Rücktritt ein.

Vasilis Rapanos begründete diesen Schritt mit seiner angeschlagenen Gesundheit und den einschlägigen Empfehlungen der behandelnden Ärzte. Eine „diplomatische“ Erkrankung ist auf jeden Fall ausgeschlossen, zumal die chronischen Gesundheitsprobleme des Bankiers kein Geheimnis darstellten.

Kabinettmitglieder gestanden allerdings ein, die bekannt gegebene Zusammensetzung der Regierung habe Vasilis Rapanos überrascht und verstimmt, da er Zusagen bezüglich der Berufung konkreter Personen bzw. „hochkarätiger“ Technokraten wie Georgios Zanias, Giannis Stournaris und Tasos Giannitsis in den Wirtschaftsstab der neuen Regierung erhalten haben soll, von denen jedoch schließlich niemand eingesetzt wurde.

Programmatische Vereinbarung der Regierungsparteien in Griechenland

26. Juni 2012 / Aktualisiert: 25. September 2017 / Aufrufe: 778 4 Kommentare

In Griechenland wurde die programmatische Vereinbarung zwischen den drei Parteien an die Öffentlichkeit gegeben, welche die neue Koalitionsregierung stützen.

Der Rahmen der programmatischen Vereinbarung zwischen Antonis Samaras, Evangelos Venizelos und Fotis Kouvelis, also den Vorsitzenden der drei Parteien Nea Dimokratia (ND) – PASOK – Demokratische Linke (DIMAR), welche die neue Koalitionsregierung in Griechenland stützen, wurde inzwischen an die Öffentlichkeit gegeben. Wie in der Schlussbemerkung betont wird, „existieren Themen, in denen der Dialog zwischen den Koalitionspartnern noch nicht fortgeschritten ist„.

Der vollständige Text der Rahmenvereinbarung, den als erste die Zeitung „Ethnos“ publizierte, wird nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegeben.
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Cannabis-Pflanzen in Strafvollzugsanstalt in Griechenland gefunden

25. Juni 2012 / Aufrufe: 426 1 Kommentar

In der Strafvollzugsanstalt Malandrino in Griechenland wurden in Eimern und Kanistern gepflanzte Cannabispflanzen entdeckt.

Im Vorhof des 5. Flügels der Gefängnisanlagen in Malandrino, in der auch der berüchtigte Schwerverbrecher Alket Rizai inhaftiert ist, wurden fünf Cannabis-Pflanzen entdeckt.

Die Pflanzen waren in Eimern und Kanistern gepflanzt und hatten jeweils eine Höhe zwischen 15 und 20 Zentimetern. Bisher ist ungeklärt, wer die Cannabis-Pflanzen angebaut hat und wie der oder die Täter an die Samen gekommen sind.

(Quelle: Zougla.gr)

Ärzte kehren Gesundheitssystem in Griechenland den Rücken

25. Juni 2012 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 2.237 8 Kommentare

Da in Griechenland immer weniger private Ärzte mit dem staatlichen Gesundheitssystem kooperieren, müssen gesetzlich Versicherte die Arztkosten zunehmend selbst tragen.

Mit der Hand im Portmonee befinden sich die gesetzlich Versicherten des Nationalen Trägers für Gesundheitsleistungen in Griechenland (EOPYY). Außer ihren Medikamenten sind sie nun immer häufiger aufgefordert, auch das Honorar der Ärzte zu entrichten, welche wegen unbezahlter Vergütungen ihre Verträge mit dem EOPYY kündigen bzw. erst gar keine Zusammenarbeit mit dem Träger eingehen.

Schätzungen zufolge ist das „Reservoir“ der 9,5 Mio. Versicherten zu Diensten stehenden privaten Ärzte von 5.000 auf ungefähr 4.000 geschrumpft, und der Präsident des Panhellenischen Ärzteverbands (PIS) Michalis Vlastarakos vertritt, die Ärzteschaft hege Vorbehalte bezüglich der Zukunft der neuen Gesundheitskasse. Der Ärzteverband hat sogar davor gewarnt, zu Klagen und Sicherungsmaßnahmen nebst Pfändung von Vermögensteilen des Organismus zu schreiten, wenn die mit dem EOPYY liierten Ärzte nicht bezahlt werden.

Diejenigen, die letztendlich sowohl im wörtlichen als auch übertragenen Sinn die Zeche zahlen, sind auch in diesem Fall die Millionen Versicherten, deren Belastungsgrenzen jedes Mal getestet werden, wenn sie in ihrem Gebiet einen Arzt mit einem freien Termin zu finden versuchen. Häufig erinnert dieses Verfahren wegen des Plafonds bei den Arztbesuchen, die pro Arzt wöchentlich nicht mehr als 50 überschreiten dürfen, an eine … unmögliche Mission.
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Blue Star Patmos darf Piräus – Chios – Mytilini in Griechenland befahren

24. Juni 2012 / Aufrufe: 580 Kommentare ausgeschaltet

Blue Star Ferries darf trotz Protest der NEL Lines auf der Route Piräus – Chios – Mytilini die neue Passagier- und Fahrzeugfähre Blue Star Patmos in Betrieb nehmen.

Das „grüne Licht“ für die jährliche Einsetzung des Passagier- und Fahrzeugfährschiffs „Blue Star Patmos“ auf der Route Piräus – Chios Mytilini in Griechenland ab dem 12 Juli 2012 erhielt am Freitag (22 Juni 2012) die Blue Star Ferries bei der Sitzung des Rats für Küstenschifffahrtsverkehr (SAS).

Informationen zufolge hatte die Küstenschifffahrtsgesellschaft die Einsetzung des Schiffs ab dem 05 Juli 2012 beantragt, jedoch erbaten die Vertreter der Gesellschaft von dem SAS nun eine einwöchige Frist, damit die Akte des Schiffs um alle erforderlichen Unterlagen ergänzt wird. Somit wird das am 02 Juli 2012 im Hafen von Piräus erwartete Schiff seine offiziellen Fahrten ungefähr ab dem 12 Juli 2012 aufnehmen.

Es sei angemerkt, dass die auf der konkreten Route aktive NEL Lines heftig gegen die Einsetzung des „Blue Star Patmos“ protestiert hatte, da – wie sie argumentiert – auf der konkreten Route bereits sechs Schiffe aktiv und die Verkehrsbedürfnisse in der konkreten Periode vollumfänglich gedeckt sind. Funktionäre der Gesellschaft schließen sogar auch nicht einen rechtlichen Widerspruch bezüglich des Themas oder seine Überstellung an den Wettbewerbsausschuss aus. Ebenfalls ließen sie die Möglichkeit offen, das Schnellboot „Äolos Kenteris“ auf die Route „Piräus – Chios – Mytilini zu „werfen“, für welches von dem SAS bereits Fahrten genehmigt worden sind.

Bei der selben Sitzung des Rats für Küstenschifffahrtsverkehr wurde auch die Einsetzung des Schiffs „Nisos Mykonos“ auf der Route Piräus – Syros – Mykonos – Ikaria (Evdilo) – Samos (Karlovasi) genehmigt. Informationen zufolge beantragten die Vertreter der Hellenic Seaways den Einsatz des Schiffs auf der konkreten Strecke ab dem 10 Juli 2012, da es derzeit die „Nisos Chios“ ersetzt, die bei der jüngst stattgefunden Kollision im Hafen von Tinos am Achterschiff beschädigt wurde und derzeit in Syros auf Werft liegt.

(Quelle: in.gr)

Finanzminister Rapanos stößt Banken-Domino in Griechenland an

24. Juni 2012 / Aufrufe: 1.109 1 Kommentar

Mit dem Bankier und Wirtschaftswissenschaftler Vasilis Rapanos in der Position des Finanzminister in Griechenland beginnt das Domino der Entwicklungen im Banksystem.

Für den gemäßigten und überparteilichen neuen Finanzminister selbst mag der Schritt von der Position des Präsidenten der stärksten Bankformation (Anmerkung: gemeint ist die Griechische Nationalbank / ETE) der Landes bis zum Ministersitz nicht groß erscheinen. Außer, dass er von ungeheurer Bedeutung ist. Und die Rede geht weniger um seinen persönlichen Weg von der Omonia bis zum Syntagma-Platz, als vielmehr darum, welche Gegebenheiten sich ändern, speziell da die Umstürze im Banksystem einfach … der Regierungsbildung harren.

So mögen derzeit die Entwicklungen in der Eurogruppe im Licht der Öffentlichkeit stehen, hinter den Scheinwerfern und ab den unmittelbar nächsten Tagen werden jedoch die Projektierungen beginnen, welche in dem griechischen Banksystem viel ändern werden. Und aus diesem Grund scheint die Wahl des Herrn Rapanos auf den ersten Blick eine gute Entscheidung zu sein – von den wenigen des Antonis Samaras. Schauen wir also, was sich ändern wird:
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Anwaltskammer Thessaloniki fordert deutsche Reparationen an Griechenland

23. Juni 2012 / Aktualisiert: 24. Juni 2012 / Aufrufe: 895 3 Kommentare

Die Rechtsanwaltskammer Thessaloniki fordert in einer Resolution die Zahlung der deutschen Reparationen an Griechenland und die Rückgabe archäologischer Schätze.

Der Vorstand der Rechtsanwaltskammer Thessaloniki (DSTH / ΔΣΘ) fordert in einer Resolution, die bei der vor einigen Tagen erfolgten Sitzung der Körperschaft einstimmig genehmigt wurde, die deutschen Kriegsentschädigungen. Die Resolution wurde an die Öffentlichkeit gegeben.

In der Resolution verlangt die RAK Thessaloniki von der deutschen Regierung, „ihre Verpflichtungen an Griechenland zu erfüllen, welche sich auf deutsche Reparationen jeglicher Natur aus dem Wirken des Dritten Reichs in Griechenland während des Zweiten Weltkriegs beziehen„. Wie betont wird, ist diesen speziell für Thessaloniki auch die Rückzahlung der Lösegelder hinzuzufügen, welche die jüdische Gemeinschaft der Stadt zahlte, um ihre Mitglieder von der Zwangsarbeit in verschiedenen Branchen und Gebieten Makedoniens freizukaufen.

Außerdem wird in der selben Resolution die Verpflichtung Deutschlands betont, die archäologischen Schätze zurückzugeben, die während der deutschen Besatzung geplündert wurden. „Die deutsche Regierung, die sich so häufig auf die Idee des vereinigten Europas und die Verpflichtungen seiner Mitglieder beruft, muss nun auch selbst ihre Verpflichtungen an die Staaten der EU übernehmen, speziell wenn sie aus dem Wirken des Dritten Reichs während des Zweiten Weltkriegs herrühren.

(Quelle: Newsbeast.gr)

Tzimeros über das Wahlergebnis seiner Partei im Juni 2012 in Griechenland

23. Juni 2012 / Aufrufe: 649 3 Kommentare

Thanos Tzimeros kommentiert auf sehr zynische Weise die Schlappe seiner Partei bei den Parlamentswahlen im Juni 2012 in Griechenland.

 „Ich scheiterte. Ich bin ein Verräter, Kollaborateur, Germano-Euzone„, schreibt Thanos Tzimeros, Vorsitzender der Allianz „Wiedererschaffung!“ (Δημιουργία, Ξανά!), in einem Post auf seinem persönlichen Facebook-Profil und legt auf extrem zynische Weise die Gründe der Wahlschlappe seiner Partei bei den griechischen Parlamentswahlen im Juni 2012 dar.

Ich scheiterte. Ich bin also bereit, die Konsequenzen zu tragen. Wählt: den Kopf auf einem Tablett, Erhängen auf dem Zentralplatz, Aufspießen oder etwas anderes, innovativeres? Wir sind doch ein kreatives Volk, verdammt noch mal. Da werden wir doch eine qualvolle (und phantasmagorische – exemplarische) Weise finden, oder?„, führt Herr Tzimeros unter anderem an.
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Stefanos Manos quittiert Parteivorsitz der Aktion in Griechenland

22. Juni 2012 / Aufrufe: 333 Kommentare ausgeschaltet

Stefanos Manos legte den Parteivorsitz der „Aktion – Liberale Allianz“ in Griechenland nieder und sprach sich parallel für die Unterstützung der Regierung Samaras aus.

Stefanos Manos reichte am Dienstag (19 Juni 2012) bei dem Zentralkomitee der „Aktion – Liberale Allianz“ (Δράση – Φιλελεύθερη Συμμαχία)  seinen Rücktritt vom Parteivorsitz ein und ersuchte das Parteiorgan parallel, das Verfahren zur Bestimmung eines neuen Parteivorsitzenden in Gang zu setzen. Ebenfalls stellte er klar, auch weiterhin aktives Mitglied der Partei zu bleiben.

In seinem Schreiben führt Herr Manos an, die Aktion „sei der Kollateralschaden“ der Konzentration der Wähler auf die Nea Dimokratia (ND), um den Wahlsieg der SYRIZA-Partei abzuwenden. Parallel bringt er seine Absicht zum Ausdruck, mit seinen Kräften die Regierung Samaras zu unterstützen und führt an, „je reformativer die Regierung ist, um so wärmer wird unsere Unterstützung sein„.

In meiner gesamten politischen Laufbahn erachtete ich es als meine Verpflichtung, die Realität mit roher Ehrlichkeit zu beschreiben, ohne mich für die Reaktionen zu interessieren. Ebenfalls erachtete ich es als meine Verpflichtung, mich immer für das allgemeine Interesse vor dem speziellen zu entscheiden. Den konkreten Vorschlag anstatt vager Äußerungen.

Das griechische Volk hat meine Position abgelehnt. Es zog Politiker und Parteien unterschiedlicher Spezifikationen vor. Es wurde dabei von vielfältigen Faktoren der unternehmerischen und medialen „Elite“ manipuliert, welche mir gegenüber – wieder meines Verhaltens wegen –  eine zeitlose Antipathie bis sogar auch Feindseligkeit fühlten. Das Resultat wirkte sich jedoch zu Lasten der Aktion aus. Mit einem neuen Vorsitzenden wird die Aktion von diesem Last befreit werden sein.

(Quelle: in.gr)

Kabinett der Regierung Samaras in Griechenland

22. Juni 2012 / Aufrufe: 1.145 2 Kommentare

Das am 21 Juni 2012 vereidigte Kabinett der neuen Regierung Samaras in Griechenland umfasst 17 Minister, 7 Vizeminister und 14 Staatssekretäre.

Einen Tag nach der Vereidigung des neuen griechischen Premierministers Antonis Samaras gab Regierungssprecher Simos Kerdikoglou die Zusammensetzung des neuen Kabinetts bekannt. An der Regierung, die sich aus 17 Ministern, 7 stellvertretenden Ministern und 14 Staatssekretären zusammensetzt, sind Spitzenfunktionäre der Nea Dimokratia (Avramopoulos, Panagiotopoulos, Stylianidis, Staikouras, Mitarakis, Arvanitopoulos u. a.) beteiligt.

Als der PASOK-Partei zugehörig gelten der Finanzminister Vasilis Rapanos, der Agrarminister Athanasios Tsavtaris und der Minister für Umwelt, Energie und Klimawandel Evangelos Livieratos, während der Minister für Verwaltungsreform Antonis Manitakis und der Justizminister Antonis Roupakiotis den Vorschlägen seitens der Demokratischen Linken (DIMAR) entsprechen.

Dora Bakogiannis (Ντόρα Μπακογιάννη) und Kyriakos Mitsotakis (Κυριάκος Μητσοτάκης) bekleiden keinerlei Regierungsamt. Kyriakos Mitsotakis war des Posten des Vizeministers für Umwelt angeboten worden, was er jedoch ablehnte. Das neue Kabinett wurde am Mittwochabend (21 Juni 2012) vereidigt, mit Ausnahme der Herren Vasilis Rapanos, Giorgos Mavraganis und Dimitris Kourkoulas.
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