22 Parteien kandidieren bei zweiten Parlamentswahlen 2012 in Griechenland

9. Juni 2012 / Aktualisiert: 23. Oktober 2015 / Aufrufe: 988

Der Oberste Gerichtshof in Griechenland gab offiziell die Namen der Parteien bekannt, die zu den Parlamentswahlen im Juni 2012 kandidieren werden.

Wie von der einschlägigen Gesetzgebung vorgesehen gab der oberste griechische Gerichtshof (Areopag) offiziell die Liste der insgesamt 22 Parteien, Allianzen und Einzelkandidaten bekannt, die bei den Parlamentswahlen am 17 Juni 2012 kandidieren werden.

Gemäß dem unter dem stellvertretenden Vorsitzenden E. Kaloudis gefassten Beschluss der 1. Kammer des Areopag werden an den Parlamentswahlen am 17 Juni 2012 folgende Parteien und Kandidaten teilnehmen:

  1. Νέα Δημοκρατία (Ν.Δ.) Nea Dimokratia (N.D.) (Neue Demokratie)
    Vorsitz: Αντώνης Σαμαράς (Antonis Samaras)
  2. ΣΥΡΙΖΑ Ενωτικό Κοινωνικό Μέτωπο SYRIZA Enotiko Kinoniko Metopo (Koalition der Radikalen Linken – Vereinigende Soziale Front)
    Vorsitz: Αλέξης Τσίπρας (Alexis Tsipras)
  3. Πανελλήνιο Σοσιαλιστικό Κίνημα (ΠΑ.ΣΟ.Κ.) Panellinio Sosialistiko Kinima (PASOK) (Panhellenische Sozialistische Bewegung)
    Vorsitz: Ευάγγελος Βενιζέλος (Evangelos Venizelos)
  4. Ανεξάρτητοι Έλληνες Anexartiti Ellines (Unabhängige Griechen)
    Vorsitz: Πάνος Καμμένος (Panos Kammenos)
  5. Κομμουνιστικό Κόμμα Ελλάδας (ΚΚΕ) Kommounistiko Komma Elladas (KKE) (Kommunistische Partei Griechenlands)
    Vorsitz: Αλέκα Παπαρήγα (Aleka Papariga)
  6. Λαϊκός Σύνδεσμος – Χρυσή Αυγή Laikos Syndesmos – Chrysi Avgi (Volksbund – Goldene Morgenröte)
    Vorsitz: Ν. Μιχαλολιάκος (N. Michaloliakos)
  7. Δημοκρατική Αριστερά Dimokratiki Aristera (Demokratische Linke)
    Vorsitz: Φώτης Κουβέλης (Fotis Kouvelis)
  8. Οικολόγοι Πράσινοι Ikologi Prasini (Ökologen – Grüne)
    Vorsitz: 6-köpfiges Komitee
  9. Λαϊκός Ορθόδοξος Συναγερμός (ΛΑ.Ο.Σ.) Laikos Orthodoxos Synagermos (LAOS) (Orthodoxer Volksalarm)
    Vorsitz: Γεώργιος Καρατζαφέρης (Georgios Karatzaferis)
  10. Δημιουργία Ξανά Dimiurgia Xana (Wiedererschaffung)
    Vorsitz: Γλ. Τζήμερος (Gl. Tzimeros)
  11. Αντικαπιταλιστική Αριστερή Συνεργασία για την Ανατροπή (ΑΝΤ.ΑΡ.ΣΥ.Α.) – Μέτωπο της Αντικαπιταλιστικής Επαναστατικής Κουμμουνιστικής Αριστεράς και της Ριζοσπαστικής Οικολογίας Antikapitalistiki Aristeri Synergasia gia tin Anatropi (ANT.AR.SYA.) – Metopo tis Antikapitalistikis Epanastatikis Kommunistikis Aristeras kai tis Rizospastikis Ikologias (Antikapitalistische Linkskooperation für den Umsturz – Front der antikapitalistischen revolutionären kommunistischen Linken und radikalen Ökologie)
    Vorsitz: 21-köpfiges Koordinations-Zentralkomitee
  12. Κόμμα Πειρατών Ελλάδας Komma Piraton Elladas (Piratenpartei Griechenlands)
    Vorsitz: Ιωάννης Παναγόπουλος (Ioannis Panagopoulos)
  13. Κομμουνιστικό Κόμμα Ελλάδας (Μαρξιστικό-Λενινιστικό) – Μ.Λ. ΚΚΕ- Εκλογική Συνεργασία Kommunistiko Komma Griechenlands (Marxistiko-Leninistiko – M.L. KKE -Wahlkbündnis (Wahlbündnis Kommunistische Partei Griechenlands M.L.)
    Vorsitz: 4-köpfiges Vorstandskomitee
  14. Κίνημα Δεν Πληρώνω Kinima Den Plirono (Bewegung Ich zahle nicht)
    Vorsitz: Βασ. Παπαδόπουλος (Vas. Papadopoulos)
  15. Ένωση Κεντρώων Enosi Kentroon (Zentrumsbündnis)
    Vorsitz: Βασ. Λεβέντης (Vas. Leventis)
  16. Παναθηναϊκό Κίνημα – ΠΑΝ.ΚΙ. Panathinaiko Kinima – PAN.KI. Panathinakos- Bewegung = Fan-Partei des Fußballvereins Panathinaikos)
    Vorsitz: Γ. Μπέτσικας (G. Betsikas)
  17. Κοινωνία Πολιτική Παράταξη Συνεχιστών Καποδίστρια Kinonia Politiki Parataxi Synehiston Kapodistria (Gemeinschaft politische Fraktion der Kapodistria-Verfechter)
    Vorsitz: Μιχ. Ηλιάδης (Mich. Iliadis)
  18. Κόμμα Φιλελευθέρων Komma Fileleftheron (Partei der Liberalen)
    Vorsitz: Κ. Καλλιγιάννης (K. Kalligiannis)
  19. Εθνική Ελπίδα Ethniki Elpida (Nationale Hoffnung)
    Vorsitz: Γ. Παπαδόπουλος (G. Papadopoulos)
  20. Ανεξάρτητη Ανανεωτική Αριστερά, Ανανεωτική Δεξιά, Ανανεωτικό ΠΑΣΟΚ, Ανανεωτική Νέα Δημοκρατία, Όχι στον Πόλεμο, Κόμμα Επιχείρηση Χαρίζω Οικόπεδα, Χαρίζω Χρέη, Σώζω Ζωές, Παναγροτικό Εργατικό Κίνημα Ελλάδος (ΠΑ.Ε.Κ.Ε.) Anexartiti Ananeotiki Aristera, Ananeotiki Dexia, Ananeotiko PASOK, Ananeotiki Nea Dimokratia, Ohi ston Polemo, Komma Epihirisi Hariso Ikopeda, Harizo Hrei, Sozo Zoes, Panagrotiko Ergatiko Kinima Ellados (PA.E.K.E.) (Unabhängige Linke der Erneuerung, Rechte der Erneuerung, PASOK der Erneuerung, Neue Dimokratie der Erneuerung, Nein zum Krieg, Aktionspartei ich verschenke Grundstücke, ich streiche Schulden, ich rette Leben, Pan-Landwirtschaftliche Arbeiterbewegung Griechenlands)
    Vorsitz: Μ. Τζαλαζίδης (M. Tsalazidis)
  21. Κ.Ε.Α.Ν.- Κίνημα Εθνικής Αντίστασης K.E.A.N. – Kinima Ethnikis Antistasis (Nationale Widerstandsbewegung)
    Vorsitz: Ιππ. Σαββούρας (Hyp. Savvouras)
  22. Αθανάσιος Δασκαλόπουλος Athanasios Daskalopoulos (Einzelkandidat)

(Quelle: Mediasoup)

  1. yoss
    9. Juni 2012, 05:59 | #1

    das land braucht eine ein-parteien-regierung: eine partei pro wähler würde die besondere meinung jedes einzelnen endlich angemessen im parlament und weltweit zum ausdruck bringen. mich persönlich würde ja die fussballer-partei (no. 16) reizen, auch no. 20 hat grossen charme für mich, eine wahrhaft panhellenische bewegung für und gegen alles.
    meine lieblingspartei tyrannoktoni (tyrannentöter), scheint jedoch abgetaucht zu sein. ich hoffe nur, die haben die kopfgelder der letzten wahl nicht in materialankauf investiert…

  2. Rambo
    9. Juni 2012, 09:50 | #2

    Wer die Wahl hat die Qual zwischen Pest und Cholera

  3. Ralf
    9. Juni 2012, 10:25 | #3

    Sind irgendwelche Prognosen bekannt? Wer liegt vorne? Ich bitte höflich griechische Beitragsschreiber um ein paar kurze Infos!

  4. AmiGoHome
    9. Juni 2012, 12:17 | #4

    Wieviel Parteien waren es in der ersten Wahl?

  5. alles Gute…
    9. Juni 2012, 14:17 | #5

    Für die Wahl in Griechenland wünsche ich der Bevölkerung alles Gute und viel Erfolg,
    damit sie den Krallen der Gelddynastie entrinnen können,
    denn – Freiheit kann keiner mit Euro bezahlen.

    Auch wenn´s weh tut – am Ende wird zusammengezählt,
    hoffe die Bevölkerung läßt sich nicht zu der allzu linken und rechten Seite ziehen,
    sie müssen klug sein und den Mittelweg suchen.
    Denn Gewalt löst nur noch mehr Gewalt aus und ist sicher kein Ausweg… –
    nur, mit allzu guten Worten können sie ebenfalls diese Situation nicht lösen.

    Laßt Euch nicht durch negative Äußerungen beirren –
    denn keiner weiß, wann es einen selbst trifft und die allzu gescheiten Ratschläge die durch Medien oder Politiker, die die Richtung längt kennen und nicht aufklären wollen,
    denn – eine „Geldmaschine die gut läuft“ gibt keiner so schnell auf.

    Mich ärgert es nur so total arg, da auf die einzelnen und armen Menschen keinerlei Rücksicht genommen wird – im Gegenteil, es wird billigend inkauf genommen,
    dass sie ausgesaugt und ihrer Lebensgrundlage beraubt werden.
    Gerade von solchen Wölfen in Schafspelzen muß man sich in acht nehmen und die unteren Bevölkerungsschichten dürfen sich nicht aufwiegeln und zermürben lassen,
    sie müssen zusammenstehen und gemeinsam einen Weg suchen.

  6. admin
  7. admin
    9. Juni 2012, 16:51 | #7

    @yoss
    Αθανάσιος Δασκαλόπουλος Athanasios Daskalopoulos (Einzelkandidat)
    Was den ursprünglich bekannt gegebenen Parteinamen betrifft, wurde dieser schon zu den ersten Wahlen im Mai nicht genehmigt:
    https://www.griechenland-blog.gr/2012/32-parteien-kandidieren-bei-parlamentswahlen-2012-in-griechenland/7723/

  8. admin
  9. Ralf
    9. Juni 2012, 18:43 | #9

    Danke Admin! Gibt es auch etwas neueres? In einer Woche kann sich auch etwas ändern…

  10. admin
    9. Juni 2012, 19:42 | #10

    @Ralf
    In dem Beitrag wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass während der beiden letzten Wochen vor dem Wahltermin die Veröffentlichung der Ergebnisse wahlbezogener Meinungsumfragen gesetzlich untersagt ist.

  11. Heinz
    9. Juni 2012, 19:45 | #11

    Was mich am meisten wundert ist, dass die ND, trotz ihrer exorbitanten Fehler während ihrer Allein- Regierungszeit und vor allem der tragischen Schuldenanhäufung noch so viele Menschen fasziniert. Ich beziehe mich dabei auf die letzten Umfragen wo sie z.T. ganz vorne liegt. Im Gegensatz dazu wird die PASOK für die heutige Situation abgestraft. Obwohl sie den Saustall übernommen hat. Das verstehe wer will.

    Ich vermute mal, die ND ist ja irgendwie wie unsere CDU, dass es in Griechenland doch eine sehr gut situierte Mittel- und Oberschicht, finanziell gesehen, gibt. Wenn das so ist und die ND in eine neue Regierung kommt, dann wird sich überhaupt nichts ändern, denn die ND wird ihre Klientel nicht im Regen stehen lassen. Dann zahlen tatsächlich nur die wirklich Armen. Was dann kommt, daran mag ich gar nicht denken.

  12. Griechenfan
    9. Juni 2012, 23:50 | #12

    @alles Gute…
    Vielen Dank. Ich bin zwar keine Griechin aber denke ebenso. Es ist schoen, solche Worte hier in diesem Blog zu lesen, wo es meist um Anschuldigungen, Zahlen oder Statistiken geht, die viele sowieso nicht verstehen, aber vorgeben, sie zu verstehen. Es gibt auch viele Vorurteile und ich denke, dass eine bestimmte Presse in Deutschland dem auch Vorschub gibt. Ich wuensche Griechenland auch eine „gute Wahl“ und weiss, wie schwer das ist. Jedenfalls danke fuer die Worte

  13. Griechenfan
    10. Juni 2012, 00:12 | #13

    @Heinz
    Ob CDU oder ND……weiss nicht, ob das gleichzusetzen ist. Aber „die Armen“ zahlen doch sowieso. Das ist Alles nicht mehr aufzuhalten. Siehe auch Spanien. Es trifft ganz Europa und Deutschland kommt auch noch dran. Europa war eine Idee der Kapitalisten und Banken. Wir einfache Buerger haben nie davon profitiert, Wir konnten bequemer reisen und mussten nicht mehr umtauschen, okay. Aber was mehr? Was hat es denn „Otto Normalverbraucher“ gebracht. Bitte um Erklaerung! Und, ich habe ja schon zu bedenken gegeben, dass es eine Gleichmacherei in Europa nicht geben kann. Mensch kann nicht Laender unterschiedlicher Kulturen mit verschiedener Mentalitaet und unterschiedlichem Wirtschaftsraum gleichmachen. Ich bin keine Politikerin und will es nie werden. Aber ich habe einen gesunden Menschenverstand der mir sagt: „Weg mit dem Euro und dem Versuch der Gleichmacherei“. Das kann nicht funtionieren. Es gab durchaus Gesetze hier die einen Sinn machten, weil es kein Harz 4 gab. Ich erinnere daran, dass es hier keine Sozialhilfe oder Harz 4 gibt. Ich erinnere daran, dass es so viele Harz 4 Betruegereien gibt und die Faelle hier derart hochgespielt werden. Hier aber, in Griechenland waren es Betruegereien . zum Teil, um zu ueberleben. Das sind auch in Wirklichkeit die kleinen Furze. Stuerzt Euch auf die Banken, das waere lohnenswert. Aber das Kapitel ist wohl extra, denn die gewinnen immer. Warum wohl?

  14. yoss
    10. Juni 2012, 05:48 | #14

    @admin
    vielen dank für den hinweis!

    im übrigen auch einmal danke für diesen blog und für die mühen eurer moderation. und sowieso halt ich dem land die daumen dabei, zusammenzuwachsen und einen guten gemeinsamen weg zu finden.
    lg yoss

  15. Heinz
    10. Juni 2012, 12:07 | #15

    @Griechenfan

    Die ND ist schon mit der CDU gleich zu setzen, sie finden sich beide im EU-Parlament unter dem Dach der EVP.

    Was die kleinen Furze angeht, möchte ich auf den Artikel von heute verweisen „Wirtschaftspolizei in Griechenland spürt Schwarzgeld auf“.
    Wenn ich das gelesen habe, dann bin ich mir nicht mehr so sicher, ob der eine oder andere „normale Arbeitnehmer“ noch Grund zum Jammern hatte und nur kleine Furze produzierte.
    Ich glaube eher, dass gelogen wird, dass sich die Balken biegen.

    Wir beide wissen also nicht, wieviel Geld tatsächlich irgendwo gebunkert ist.

    Das übrigens ist für mich auch ein Hinweis, weshalb hier immer wieder über die hohen Preise, z.B. auch bei Lebensmitteln, geschrieben wird. Wenn es denn so wäre, dass die Mehrheit der Griechen arm sei, dann erklären sich die hohen Preise nicht, denn der Markt regelt den Preis. Angebot – Nachfrage – Konkurrenz. Ist es also nicht vielmehr so, dass viel Geld unterwegs ist, für das keine Steuern bezahlt wurden? Und dieses Geld gelangt dann durch Konsum in den normalen Kreislauf und hebt damit die Preise.
    Alles andere wäre nicht so recht plausibel.

  16. Roditisa
    10. Juni 2012, 12:38 | #16

    @Heinz
    Die meisten meiner Bekannten und Verwandten, die vorhaben ND zu waehlen, tun das Zaehne knirschend. Viele wuerden lieber Kouvelis oder eine noch kleinere Partei waehlen, aber je kleiner die gewaehlte Partei, desto besser die Chancen fuer die Syriza, die 50 Sitze einuzheimsen, die die Partei mit den meisten Stimmen geschenkt bekommt. Ich kenne niemand, der ND aus Ueberzeugung oder Sympathie waehlt. Viele ehemalige Waehler von ND waehlen diesmal Kammenos. Es geht alleine darum, dass ND diese 50 Stimmen bekommt, damit sie mit den kleineren Parteien, die eine Einhaltung der Vertraege anstreben, eine Koalitionsregierung bilden kann. Denn Syriza alleine wird nicht regieren koennen, auch nicht mit den 50 Sitzen mehr. KKE wird keine Koalition mit Syriza eingehen und Syriza wiederum wird nicht mit ND zusammenarbeiten. Es droht also in dem Fall wieder ein Scheitern der Regierungsbildung, wieder kostbare Zeit, die verloren geht und das Land geht noch mehr den Bach runter. Man waehlt zwischen Pest und Cholera die Cholera, weil man hofft, zumindest mit Antibiotika aus der Eu wieder genesen zu koennen.

  17. Heinz
    11. Juni 2012, 11:10 | #17

    Okay, das sind nachvollziehbare Argumente, wenn es denn so ist, dass sich der kleinere Koalitionspartner auch durchsetzen kann. Da habe ich dann doch meine Zweifel. Aber, warten wir es ab.
    Die ND hat meiner Ansicht nach, kein großes Interesse, die Dinge grundlegend zu ändern, d.h. die Reichen werden weiter bedient werden, die Armen werden abgezockt.

  18. Roditisa
    12. Juni 2012, 09:55 | #18

    @Heinz
    Sie haben völlig Recht. Ich halte die ND nicht für wirklich reformwilig. Das ist ja auch wiederum ein Grund, warum so viele Leute Syriza wählen. Es wird in ausländischen Medien ja gerne unterstellt, dass die Menschen zu blöd seien, um die falschen Wahlversprechen zu erkennen, aber ich halte das für falsch. Die meisten derer, mit denen ich gesprochen habe, gehen davon aus, dass eine neue Partei an die Macht muss, die keine Angst davor hat, die Elite anzugehen, weil sie nie diese Klientel bedient hat. Viele hoffen, dass die Partei zu Realpolitik umschwenkt, wenn sie einmal an der Regierung sein sollte und erwarten das gleiche wie von allen anderen Parteien, dass Teile der Wahlversprechen hohles Geschwätz sind. Das Motto dabei ist: wenn wir schon vor die Hunde gehen müssen, dann lassen wir es wenigstens vorher nochmal die Anfänger versuchen. Ein wenig wie beim Fussball, wenn das Spiel schon verloren scheint, und der neue Stürmer die letzten 10 Minuten noch aufs Feld darf.

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