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Archiv für Juni, 2012

68 Prozent der Bevölkerung in Griechenland lebt unter Armutsgrenze

30. Juni 2012 / Aktualisiert: 06. Februar 2020 / Aufrufe: 1.747 Kommentare ausgeschaltet

Laut der Europäischen Kommission leben in Griechenland zwei Drittel der Bevölkerung mit Einkommen unterhalb der offiziellen Armutsgrenze.

In ihrem Quartalsbericht über die soziale Situation in der E.U. stellt die Europäische Kommission fest, dass die Beschäftigung in Griechenland im ersten Quartal 2012 um 8,7% (400.000 Arbeitsplätze) im Verhältnis zu dem entsprechenden Zeitraum des Jahres 2011 sank.

Während der selben Periode gingen in Spanien 660.000, in Portugal 210.000 und in Italien 180.000 Arbeitsplätze verloren. Die Kommission betont, Griechenland zähle zu der Gruppe der Länder, in denen im zweiten Halbjahr 2012 eine Verschlechterung der Beschäftigungslage auf dem Dienstleistungs- und Bausektor erwartet wird.
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Danke, stolze Patrioten in Griechenland!

30. Juni 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 1.079 9 Kommentare

Autor: Griechin62

Thema: Tzimeros über das Wahlergebnis seiner Partei im Juni 2012 in Griechenland

Thanos Tzimeris ist ein griechischer Bürger, der schlaflose Nächte hatte und es nicht mehr ertragen konnte, das Geschehen in Griechenland von seinem Sofa aus zu beobachten und beschloss, nicht mehr untätig sein zu wollen. Er beschloss zusammen mit einer handvoll Gleichgesinnter, eine Bürgerbewegung zu gründen, um den stillen Bürgern eine Stimme zu geben. Um so die Möglichkeit zu schaffen, zu zeigen, dass es auch griechische Bürger gibt, die keinen Marmor von Gebäuden abreißen, die nicht mit Molotows werfen, die nicht ganze Straßenzüge in Brand setzen oder tagelang streiken …, um der politischen Elite ihren Unmut über deren Umgang mit der Krise zu übermitteln.

Aus einer Bürgerbewegung ist eine junge frische Partei geworden, aus Bürgern wie Du und ich, mit aktiven Mitgliedern aus allen Schichten und Tätigkeitsbereichen. Thanos Tzimeros ist der Gründer und Vorsitzende dieser Bewegung und später der Partei, mit der meines Erachtens wunderbaren Gabe, das Problem Griechenlands beim Namen zu nennen, ohne Schonung der gesamten korrupten politischen Elite und deren Lakaien.

Das Ganze für Jedermann verständlichem klar auf Neugriechisch und nicht in der steifen Hochsprache der Behörden und Akademiker (Katharevousa) formuliert; obwohl er ein Befürworter für den Erhalt der altgriechischen Sprache ist. Er tat es aber, weil er es für sehr wichtig hielt, dass auch ein Kind und ein nicht gebildeter griechischer Bürger ihn verstehen kann – was niemanden der alten politischen Elite jemals interessiert hat, eher war sogar gewünscht, nicht verstanden zu werden! Da diese junge Partei „Dimiourgia Xana“ und deren Gründer in der politischen und medialen Szene unerfahren waren und immer noch sind, wurden sie von dieser Szene (vor allem von den Medien) in der Luft zerrissen und mit unvorstellbaren Dreck beworfen.

Bei dem ersten Wahlkampf, für die Wahl am 06 Mai 2012, wurden sie nicht ernst und auch teils nicht einmal wahr genommen. Staatliche (und ich glaube auch private Fernsehsender) gaben ihnen keine oder kaum Möglichkeiten, sich zu präsentieren, indem man ihnen die gesetzlich zugestandenen Sendezeiten vorenthielt. Sie erhielten diese Möglichkeit erst zwei oder drei Tage vor der Wahl und – wenn ich mich recht erinnere – erst nach einer im Eilverfahren erlassenen einstweiligen Verfügung. Vorher haben sie versucht, sich von Mund zu Mund, per Internet mittels Facebook, Twitter, YouTube usw. bekannt zu machen. Allein durch diese Versuche haben sie es geschafft, ein großes Interesse zu wecken. Diese eine Stunde Sendezeit gab ihnen dann auch noch einen Schub, so dass sie, obwohl der größte Teil der Bevölkerung sie gar nicht kannte, mit 2,2% die Überraschung der ersten Wahl wurden.

Danach fing die absurde und meiner Meinung nach ungerechte Schlammschlacht an. Medien ließen an Thanos Tzimeros kein gerades Haar mehr dran! Sie nahmen ihn auseinander und fingen an, Lügengeschichten über ihn zu verbreiten, wie beispielsweise, er sei Zeuge Jehovas – und zwar, weil im Parteiprogramm von der Trennung von Kirche und Staat die Rede ist. Im September 2011 schrieb er einen Brief an Angela Merkel, der medientechnisch ebenfalls negativ ausgeschlachtet wurde (für mich war dieser Brief der positive Auslöser, der mein Interesse für diese Partei weckte). Er wurde ständig gefragt, warum er sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin geschrieben hat; „sehr geehrte“ wurde ins Griechische irgendwie falsch übersetzt, ich glaube, in „sehr hochachtungsvolle“ Frau Bundeskanzlerin. Dann störte man sich daran, dass er geschrieben hat: Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Merkel, wäre ich an Ihrer Stelle, würde ich sagen: „Soll doch dieses Land zum Teufel gehen„. Diese Phrase wurde ihm als Hochverrat angekreidet und außerdem mit Absicht vermieden, auf den ganzen Inhalt des Briefes richtig einzugehen. Man warf Tzimeros auch vor, der Brief sei so verfasst, als ob er es ihm Namen des griechischem Volkes geschrieben hätte. Und daher wurde ihm auch ständig die Frage gestellt, wer ihn legitimiert habe, so einen Brief im Namen des Volkes zu schreiben und was er sich dabei gedacht habe, Interna des Landes und dessen Misere nach außen zu tragen und wer er zu sein glaube, der „Messias“, der Griechenland retten würde?!“

Der Arme Kerl wurde zu Kleinholz gemacht, trotzdem hat er immer wieder tapfer und mit Energie versucht, es zu erklären und richtig zu stellen. Ich fand und finde ihn immer noch Klasse und war und bin immer noch beeindruckt von seinem Mut und seiner Ehrlichkeit! Tzimeros hat zwar auch ein paar meiner Meinung nach kleine Fehler gemacht, wie beispielsweise, sich mit einer anderen kleinen Partei, nämlich mit der „Drasi“ zu einem Wahlbündnis zusammenzutun, um bei der Wahl am 17 Juni 2012 gemeinsam die 3%-Hürde für den Einzug ins Parlament zu überwinden. Deren Slogan lautete aber „Politik ohne Politiker“ und Parteivorsitzender der „Drasi“ war Stefanos Manos, ein Vertreter der alten politischen Elite. Das wurde Thanos Tzimeros aus den eigenen Reihen und von Wählern seiner Partei übel, und so rutschte seine Partei / Bewegung „Dimiourgia Xana!“ von den im Mai 2012  erreichten 2,2% im Juni 2012 auf 1,6% ab! Die Enttäuschung über das schmutzige Spiel der Medien und die Rufmordkampagnien hat ihn veranlasst, die in Rede stehende ironische und verbitterte Mitteilung zu schreiben.

Meine Meinung dazu: Der Umgang der Medien mit der Erscheinung dieser Bürgerbewegung, die sich entschied eine Partei zu werden, zeigt wie manipulativ die Medien in Griechenland agieren und wie wenig Interesse sie haben, dass Griechenland aus der Krise kommt, und mehr ihre eigenen Interessen verfolgen. Thanos Tzimeros griff nämlich auch die Journalisten an, und das war wohl ein schwerer Fehler. Denn den Journalisten war es wichtiger, ihn ins Aus zu katapultieren, als ihm Fragen zu stellen, über sein Parteiprogramm und wie er über die Krise und die Möglichkeit zu deren Überwindung denkt. Die griechische Bevölkerung wird manipuliert und in die Richtung geleitet, wie es die Interessenelite wünscht. Wie sagt man so schön: „ein Volk wird von denen regiert, die sie verdienen!“

Ich persönlich bin vom Wahlergebnis sehr enttäuscht und es hat mir gezeigt, dass wir Griechen noch nicht tief genug gesunken sind! Wenn ein Volk erneut die gesamte alte korrupte politische Elite wählt, die über Jahrzehnte im Parlament sitzt und das Land in die heutige Situation gebracht hat, dann kann es nichts kapiert haben und es kann noch nicht allen schlecht genug gehen!

Es waren in den letzten Jahrzehnten alle im Parlament beteiligt an diesem Spiel der Ausbeutung und Korruption, alle haben zugeschaut, regiert und oder nur Gegenpolitik gemacht. Es ging allen nur darum, etwas vom Kuchen abzubekommen, und es ging dabei nie um das Wohl des Landes und der Gesellschaft. Ob sie PASOK, ND, SYRIZA, KKE oder Lakaien heißen. Alle waren auf ihre Art und Weise an irgendeinem schmutzigen Spiel beteiligt. Die Bevölkerung hat aus Not, Habgier, Schwäche, Interesse und Vorteilen mitgemacht und sich so daran gewöhnt, dass sie sich nicht traut, etwas Neues zu probieren. Und glaubt fest daran, dass sie nicht in der Lage sei, mit ihrer Stimme etwas zu ändern, weil sowieso alles eine abgekartete Sache wäre. Sie machen etwas Brimborium mit ihrer Stimmabgabe, in dem Glauben, sie würden so ein Zeichen setzen und vielleicht ändert sich ja doch etwas, aber bitte nur das, was auch im eigenen Interesse liegt; lächerlich!

Ich war jetzt vor, während und nach der Wahl in Griechenland und habe mir einige Kommentare von meinen Landsleuten angehört, wie: Tzimeros mit der „Dimiourgia Xana“ entspricht mir zu über 80%, aber seine Partei ist nicht genug gegen Merkel, gegen Europa und gegen das Memorandum. Auf meine Frage, ob sie das Memorandum gelesen hätten, kam die Antwort „nein, brauche ich nicht, ich sehe und spüre am eigenen Leibe, was in Griechenland los ist„, und es heißt, dass das so im Memorandum stehe und von Merkel es so gewollt sei. Auf die Frage, ob sie sich nicht vorstellen könnten, dass man das Memorandum vielleicht anders in Griechenland umsetzt als es von den europäischen Partnern verlangt wird, kam, „nein warum sollten sie das tun?

Oder ein anderes Beispiel. Ich traf einige Leute, die mir offen erzählten, sie haben die Nazis gewählt. Auf meine Frage nach dem Warum kam die Antwort: „Damit sie ein Zeichen setzen und die verbrecherischen, korrupten Politiker, die Malakes verkloppen und in die Schranken weisen. Damit die das ganze Gesocks / die Ausländer aus dem Land jagen!“ Auf meine Frage, ob man nicht auch ein Zeichen gesetzt hätte, indem man etwas kleines Ungefährliches gewählt hätte, wie die Grünen oder so etwas wie die Dimiourgia Xana oder von mir aus die Demokratische Linke, wurde entgegnet: „Was können die schon ausrichten, da wäre meine Stimme doch nur verloren!“ Was für ein Witz, leider nichts zum Lachen! Von zehn Personen bekam ich nur von drei eine vernünftige Antwort; mein armes Griechenland, wann kommst du endlich zur Besinnung?

Meinen Urlaub, der so oder so aus unschönen Umständen kein Urlaub war, benutzte ich dafür, ohne Eigennutz für die „Dimiourgia Xana“ zu werben und Flyer zu verteilen. In den letzten neun Monaten habe ich nur zwischen 2 und 6 Stunden Schlaf gehabt, vor Sorge um meine Familie, meine Heimat und vor lauter Zukunftsangst. Habe versucht, so viel wie möglich an Informationen aus Fernsehen und Internet zu bekommen um zu erfahren, in welcher Richtung das Ganze mit Griechenland und Europa gehen wird.

Aber meine stolzen „patriotischen“ Landsleute wollten ein Zeichen setzen, idem sie ND, SYRIZA, PASOK, ANEXARTITI, Chrysi Avgi und KKE wählten! Die Grünen waren zu grün, ist ja auch zu anstrengend, etwas umweltfreundlich zu sein, die Dimiourgia Xana war ihnen zu ehrlich, zu viel Logik und Selbstverständliches, zu viel konnte man verstehen (das ist gar nicht gut!), zu viel für Memorandum, Merkel und Europa, ach einfach zu viele einfache Leute wie du und ich. Ach ja, da ist ja auch noch die „Koinonia“ und andere kleine Parteien, wer ist / sind das denn …? Ach, zu viele Parteien, da muss man sich ja die Zeit nehmen, um die ganzen Programme zu lesen und informiert zur Wahl gehen. Da ist es doch einfacher, man bleibt bei dem Altbewährten, da weiß man wenigstens was man hat, wir mischen das Ganze nur mal etwas durch, und die finden schon die passende Lösung für uns Bürger.

Danke meine stolzen Patrioten! Der Bürger „Ellinaras“ hat gewonnen, ob er rechts, links, extrem oder sonst wie ausgerichtet, hat es leider bei der Wahl gezeigt mit dem allgemeinen höchsten Prozentsatz! Und dem Bürger „Logik“, der für sein selbstverständliches Recht gekämpft und seine Stimme bei den kleinen Parteien abgegeben hat, zeigten die Wahlen, dass sie leider nur 5-7% der Bevölkerung ausmachen. Das heißt auch, dass der logisch denkende Grieche noch warten muss, bis in Griechenland das Selbstverständliche regiert. Solange warten, bis auch die über 90% der stimmberechtigten griechischen Bevölkerung kapiert haben, dass das gesamte Parlament und dessen Lakaien zum Mond geschossen werden müssen, damit wir vielleicht die Chance bekommen, vorwärts zu schreiten. Dieser Zeitpunkt wird jedoch leider der Sankt Nimmerleinstag sein!

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Offener Brief an Finanzminister Stournaras in Griechenland

30. Juni 2012 / Aufrufe: 3.039 4 Kommentare

In einem offenen Brief an Finanzminister Giannis Stournaras legt Gianis Varoufakis unter anderem dar, dass Griechenland mit Aufschüben und Krediten nicht geholfen ist.

In einem offenen Brief an den griechischen Finanzminister Giannis Stournaras macht Gianis Varoufakis, seines Zeichens unter anderem Professor für Wirtschaftstheorie an der Universität Athen, keinen Hehl aus seinen Sorgen um die Zukunft Griechenlands in dem Umfeld einer auf ihren Zusammenbruch zusteuernden Eurozone  und warnt vor der Aufnahme neuer Kredite, weil dies zu einem sicheren Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro führen werden.

Der nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegebene Text basiert auf der publizierten griechischen Version des offenen Briefs (siehe Quellangabe am Ende des Beitrags), die teilweise nicht mit der englischen Version identisch ist, welche der Autor auf seinem persönlichen Blog publiziert hat.
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Zigarettenschmugglerbande in Griechenland ausgehoben

29. Juni 2012 / Aufrufe: 291 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland hob die Hafenpolizei von Santorin eine Schmugglerbande aus, die große Mengen illegaler Zigaretten verschob.

Laut der Hafen- und Küstenpolizei wurden im Hof eines Hauses in der Nähe des einsamen Strandgebiets Pori auf Santorin, ungefähr 10 Kilometer südöstlich von Fira, zwei mit illegalen Zigarettenstangen beladene Lastwagen gefunden worden. Gemäß einer ersten Zählung befanden sich auf dem einen der beiden Lkw 102.000 Pakete Zigaretten.

Am Strand des Gebietes wurden ebenfalls zwei Personen ausgemacht und verhaftet, die ersten Informationen zufolge auf ein Schlauchboot warteten, in dem sich sechs Rumänen befanden und welches auf offener See von einem Boot der Hafenpolizei aufgebracht wurde. In der Sache sind bisher die sechs Rumänen, ein Grieche und Kasachstaner verhaftet worden.

(Quelle: Zougla.gr)

Griechenland muss sich außerhalb der Eurozone orientieren

29. Juni 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 1.663 56 Kommentare

Mikis Theodorakis vertritt, Griechenland sei in eine Sackgasse geführt worden und müsse sich an Staaten außerhalb der Eurozone und des IWF wenden.

In einer auf den 18 Juni 2012 datierten Intervention plädiert der griechische Komponist, Schriftsteller und Politiker Mikis Theodorakis dafür, Griechenland müsse sich an Staaten und Märkte außerhalb der Eurozone und des IWF wenden, und begründet dies unter anderem damit, dass Griechenland sich derzeit gezwungenermaßen im Raum der Eurozone befinde und mittels wirtschaftlicher Beziehungen und Abhängigkeiten zukünftig noch größeren Schaden als bisher erleiden könne.

Mikis Theodorakis bekräftigt unter anderem Positionen, die er bereits in einem im Februar 2012 publizierten „offenen Brief an die internationale öffentliche Meinung“ bezogen hatte (siehe Mikis Theodorakis spricht von Verschwörung gegen Griechenland), spricht sich aber ebenfalls für ein – wenn auch nicht vorbehaltloses – „Ja“ zu Europa aus.

Der vollständige Wortlaut wird nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegeben.
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Schlepperbande in Griechenland ausgehoben

28. Juni 2012 / Aufrufe: 306 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland wurde eine organisierte Bande von Migranten-Schleppern ausgehoben, die jahrelang illegale Immigranten von Griechenland in andere EU-Länder einschleusten.

Von dem Ausländer-Dezernat der Kriminalpolizei Athen wurde eine aus Indern und Pakistanern bestehende Bande ausgehoben, die mithilfe gefälschter Dokumente und gegen eine Vergütung von 1.000 Euro pro Person wenigstens zwei Jahren lang illegale Immigranten über den internationalen Athener Flughafen „Eleftherios Venizelos“ von Griechenland in andere Staaten der EU verbrachte.

Nach einer konzertierten Aktion verhafteten die Polizeibeamten am 26 Juni 2012 am Flughafen und im Athener Stadtbezirk Tavrou vier Ausländer bzw. Mitglieder der Bande – zwei Inder im Alter von 31 und 42 Jahren und zwei Pakistaner im Alter von 22 und 29 Jahren – in dem Augenblick, wo sie versuchten, vier illegale Migranten indischer und pakistanischer Staatsangehörigkeit in ein EU-Land weiterzuleiten.

(Quelle: Zougla.gr)

Rücktritt des Staatssekretärs für Handelsschifffahrt in Griechenland

28. Juni 2012 / Aufrufe: 475 2 Kommentare

In Griechenland trat der Staatssekretär für Handelsschifffahrt wegen der rechtlichen Unvereinbarkeit mit seiner unternehmerischen Eigenschaft von seinem Amt zurück.

Der erst vor wenigen Tagen in sein Amt berufene Staatssekretär im griechischen Ministerium für Handelsschifffahrt und Ägäis, Giorgos Vernikos, reichte am 26 Juni 2012 seinen Rücktritt ein, der von dem Premierminister akzeptiert wurde. Die einschlägige Bekanntmachung des Pressebüros des Premierministers führt lapidar an „Herr Antonis Samaras akzeptierte den Rücktritt des Staatssekretärs für Handelsschifffahrt Herrn Giorgos Vernikos„. Laut Regierungsquellen soll die Position nicht durch einen Nachfolger besetzt werden.

Der Minister für Seefahrt, Kostis Mousouroulis, erklärte „Herr Vernikos reichte dem Premierminister seinen Rücktritt ein, dem stattgegeben wurde. Er traf eine politische Entscheidung, die ihn selbst und seine Geschichte ehrt. Ich bin sicher, dass er auch weiterhin darin fortfahren wird, die Bemühungen und das Werk des neugegründeten Ministeriums für Handelsschifffahrt zu unterstützen.
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OECD soll Bürokratie in Griechenland abbauen

27. Juni 2012 / Aufrufe: 470 1 Kommentar

Griechenland trägt dem OECD gegen eine Vergütung von 1,2 Mio. Euro vertraglich an, auf 13 Schlüsselsektoren einen drastischen Abbau der Bürokratie herbeizuführen.

Gemäß dem Beschluss des ehemaligen kommissarischen Ministers für Verwaltungsreform, Pavlos Apostolidis, wurde der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) die Bemühung um die drastische Reduzierung der Bürokratie auf 13 ausgewählten Sektoren der Wirtschaft und die Stimulierung des Unternehmertums, aber auch des Investitionsklimas angetragen.

Die zu analysierenden Basissektoren sind: Landwirtschaft und Agrarsubventionen, Bilanzen, Gesellschaftsrecht, Energie, Umwelt, Fischerei, Lebensmittelsicherheit, Pharma-Gesetzgebung, Verträge, Statistiken, Steuerrecht (MwSt.), Telekommunikationen, Tourismus, Arbeitsumwelt und Arbeitsverhältnisse. Der einschlägige Vertrag, der nach Ratifizierung durch das neue Parlament in Kraft treten wird, umfasst eine Vergütung an den OECD in Höhe von 1,2 Millionen Euro, während das Projekt in 7 bis spätestens 10 Monaten ab der Vertragsunterzeichnung zum Abschluss gebracht worden sein muss.

Gemäß den Daten der Europäischen Zentralbank (EZB) wird die griechische Wirtschaft mit den höchsten Bürokratie-Kosten in Europa belastet, da die Summe der Verwaltungsbelastungen sich auf 6,8% des BIP bzw. etwa 16 Milliarden Euro beläuft.

(Quelle: in.gr)

Lidl setzt Investitionen in Griechenland fort

27. Juni 2012 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 2.279 6 Kommentare

Die seit 15 Jahren mit inzwischen 220 Geschäften in Griechenland präsente Lidl-Hellas investiert und expandiert im Gegensatz zu anderen Firmen auch weiterhin im Land.

Vasiliki Adamidou, Direktorin für Kommunikation und Public Relations der Lidl-Hellas, brachte die Verpflichtung Lidls zum Ausdruck, dem griechischen Konsumenten zur Seite zu bleiben und weiterhin in Griechenland zu investieren und damit sowohl den inländischen Lebensmittelmarkt als auch die griechische Gesellschaft und Wirtschaft zu unterstützen.

In unserer unmittelbaren Planung liegt, unser Netz auszuweiten, im Gegensatz zu vielen anderen Gesellschaften, welche sich unschlüssig zeigen, in der gegenwärtigen kritischen Phase in Griechenland zu investieren„, betonte sie charakteristisch und fuhr fort: „Derzeit wird von griechischen Bauunternehmen auf Attika sogar ein weiteres Lager von 35.000 qm errichtet, mit dessen Fertigstellung im Jahr 2013 hunderte feste Arbeitsplätze geschaffen werden, während wir in Thessaloniki zur Erweiterung der Logistik schreiten und zusätzliche Arbeitsplätze für unsere Mitbürger sicherstellen.
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Deutschland, Deutschland, über … Allen?

26. Juni 2012 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 872 16 Kommentare

Autor: Panos Kolokotronis

Krise und Vollendung

Es ist unbeschreiblich, wie sehr Deutschland die Vollendung der Vereinigung Europas will. Seit vielen Jahrzehnten, und nicht zu vergessen, dass es zwei Weltkriege verursachte, welche die Mehrheit der Länder in Schutt und Asche hinterließen, und das griechische Gold – sprich den „Besatzungskredit“ – zu Staub machte.

Außerdem sind für den Staat als Gebilde weniger die Entschädigungen für die deutschen Bestialitäten das zentrale Thema. Diese stellen eine Rehabilitierung der Nachfahren all jener dar, die durch die deutschen Barbareien ihr Leben verloren. Das zentrale Thema ist die Rückzahlung des Besatzungskredits, der in Vergessenheit gerät.

Berlin also, das weiterhin von der vollständigen Kontrolle des Alten Kontinents träumt, teilte in den letzten Tagen bzw. in Erwartung der Zuflucht auch Spaniens zu dem Rettungsmechanismus mit, die Vollendung Europas müsse beschleunigt werden. Bezeichnend sind die gegenüber der französischen „Figaro“ abgegebenen Erklärungen des Außenminister des Landes, Guido Westerwelle, der das Thema praktisch auf seine Basis brachte. Indem er also äußerte, „die Krise zeigte, dass die Notwendigkeit zur Beschleunigung der Vollendung besteht„, meint er im Wesentlichen, dass es für den starken Norden eine Gelegenheit sei, den wirtschaftlich schwachen Süden zu „absorbieren“.

Außerdem, für Deutschland und speziell seinen Außenminister „ist Europa mehr als nur ein gemeinsamer Markt und eine gemeinsame Währung. Es ist eine Gemeinschaft zum Ausdruck einer Kultur.“ So wie wir sagen, in welchem Bezug steht die griechische Küche zu der polnischen und die spanische zu der finnländischen Musik? Von einer solchen kulturellen Osmose sprechen wir!

Nein, wie sich Europa heute präsentiert, besteht es in nichts anderem außer einem geographischen Begriff – und selbst das ist relativ. Sei es auch einem wirtschaftlichen, wegen der gemeinsamen Währung, die jedoch allerdings nur für 12 der 27 Mitglieder der Union gemeinsam ist. Das Europa der christlichen Religion, des römischen Rechts und der griechischen Kultur, als Definition des Paul Valéri, besteht nicht nur nicht, sondern tendiert vor dem Willen der mächtigen Akteure nach Macht mit Füßen getreten zu werden – auf Basis auch der nietzschen Philosophie.

Die Schuman-Vision bezüglich einer Vereinigung der Länder, damit ein neuer Krieg vermieden wird (genauer gesagt war das Ziel die völlige Kontrolle der deutschen Wirtschaft, daher auch die Montanunion), wurde vollständig in ein deutsches Bestreben umgekehrt, alles und jeden zu kontrollieren. Und das müssen wir eingestehen, nämlich dass es einen deutschen Erfolg trotz der Tatsache gab, dass zu dem wirtschaftlichen Wiederaufbau Deutschland alle beitrugen – von der Wirtschaftshilfe der USA bis hin zu den griechischen Arbeitskräften.

Die große Frage ist also, unter welchen Bedingungen und Umständen wir Europäer diese Vollendung wünschen. Weil sich der sogenannte Euroskeptizismus inzwischen zu einer Reaktion auf eine Union nicht auf Basis der Parität, sondern auf Basis der vollständigen Unterjochung wandelt. Und so etwas wird nicht leicht akzeptiert werden.

Quelle: Vradyni
Deutsche Übersetzung: Griechenland-Blog