Was das Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro bedeutet

17. Mai 2012 / Aktualisiert: 24. September 2017 / Aufrufe: 6.546

Das Wall Street Journal gibt mögliche Antworten auf kritische Fragen, die auftreten würden, wenn Griechenland zum Ausscheiden aus dem Euro gezwungen würde.

Nachdem in Griechenland alle Versuche scheiterten, auf Basis des Wahlergebnisses vom 06 Mai 2012 eine reguläre Regierung zu bilden, wird nun eine Übergangsregierung das Land zu erneuten Parlamentswahlen im Juni 2012 führen. Parallel rückt damit die Möglichkeit eines mehr oder weniger freiwilligen Ausscheidens Griechenlands aus der Eurozone in greifbare Nähe, worauf sich Funktionäre und Politiker der Europäischen Union zwar inzwischen besser als vor zwei Jahren vorbereitet erklären, ohne jedoch die Auswirkungen eines solchen Austritts schlüssig absehen zu können.

In den Verträgen der Europäischen Union gibt es keinerlei rechtliche Regelung über den Austritt eines Landes aus der Eurozone, welche Tatsache die Sachverständigen in unbekannte Gewässer bringt, wenn sie erstmalig den Modus des Austritts und die eventuellen Auswirkungen des Ausscheidens eines Mitgliedstaats aus der Währungsgemeinschaft zu beurteilen aufgerufen sind. Mit diesem Umstand als gegeben versuchte das Wall Street einige mögliche Antworten auf kritische Fragen zu geben, welche auftreten würden, wenn Griechenland zum Ausscheiden aus dem Euro gezwungen würde:

Was wäre, wenn Griechenland aus dem Euro ausscheiden müsste?

Es sei angemerkt, dass nachstehender Text auf einer sekundären griechischen Quelle basiert, am Ende des Beitrags jedoch auch die primäre englischsprachige Quelle verlinkt ist.

Wie wird Griechenland aus dem Euro ausscheiden?
In einem Szenarium müsste eine griechische Regierung mit der übrigen Eurozone ein Datum für das Ausscheiden aus dem Euro und die Einführung der neuen Währung (sei sie Drachme genannt) vereinbaren. Sie würde sagen, dass ab diesem Datum alle Löhne, die Renten und die öffentlichen Verträge in Drachmen beglichen werden müssten. Die Bankguthaben würden in die neue Währung umgewandelt werden. Die Regierung würde höchstwahrscheinlich einen anfänglichen Kurs für die Umwandlung der inländischen Verträge von Euro in die neue Drachme beschließen und danach die Wechselkurse der neuen Drachme von dem Devisenmarkt gestalten lassen. Dies könnte zu ihrer abrupten Abwertung führen. Wenn die Griechen dieses Geschehen als wahrscheinlich erachten, besteht dann die Gefahr der Massenabhebungen von den Banken und der Kapitalflucht. Dies könnte als Reaktion die Verhängung von Kontrollen im Kapitalverkehr hervorrufen und ein reibungsloses Ausscheiden Griechenlands unwahrscheinlich machen.

Würde die Drachme sich jemals erholen können?
Zum Schluss würde sie auf einem Niveau angelangen, welches die griechischen Produkte und Dienstleistungen erneut international konkurrenzfähig macht. Was im weiteren Verlauf geschähe, würde davon abhängen, wie die politischen Entscheidungsträger, die Griechische Bank und die Griechen selbst auf die Abwertung reagieren werden, weil die Wettbewerbsvorteile der Abwertung leicht durch den Anstieg der Inflation annulliert werden könnten. Die beiden jüngsten Beispiele, Argentinien und Russland, sahen nach ihrem Bankrott ihre Währungen um 60% – 70% sinken. Die Vergleiche sind jedoch schwierig. Im Fall Griechenlands existiert nichts Gleichwertiges zu dem signifikanten Anstieg des Preises für Öl und Basisgüter nach 2001, der diesen beiden Ländern half, sich zu erholen.

Was würde die EZB tun?
Die EZB wäre höchstwahrscheinlich nicht mehr in der Lage, die Banken zu finanzieren und dabei als Sicherheit Anleihen des griechischen Staates zu erhalten. Dies würde bedeuten, dass die Gewährung von Liquidität an das griechische Finanzsystem aufhören würde. Fortan ohne verfügbare Euros würde die Regierung sich einer anderen Währung als Transaktionsmittel bedienen müssen.

Werden in Griechenland weiterhin Euros in Umlauf sein?
Fast sicher. Der Euro würde eine hohe Nachfrage als Wertspeichermittel haben, bis die Bevölkerung ein eindeutiges Bild des tatsächlichen Wertes der neuen Drachme hätte. Griechenland würde vielleicht auch wie Mauretanien beschließen, den Euro als gesetzliches Zahlungsmittel beizubehalten. Die Banken würden jedoch nicht berechtigt sein, sich bei der EZB Euros zu leihen, und Griechenland könnte natürlich seinen wertvollen Sitz im Vorstand der EZB verlieren.

Was würde mit der Verschuldung geschehen?
Die Verschuldung würde weitgehend in zwei Kategorien fallen: die Gelder, welche die Regierung Anleiheinhabern und ihren offiziellen Gläubigern schuldet, und jene Gelder, die sie dem Banksystem und der EZB schuldet. Da beide dieser Verschuldungstypen dem internationalen Recht unterliegen, müssten sie mittels Verhandlungen umstrukturiert werden. Die inländische Verschuldung würde wahrscheinlich in neue Drachmen umgewandelt werden.

Wie viel würde der Austritt Griechenlands kosten?
Es ist sehr schwer, die Kosten des Ausscheidens eines Landes aus einer vernetzten Währungsunion zu veranschlagen. Das Internationale Finanzinstitut (IIF), eine weltweit ungefähr 450 Finanzinstitute vertretende Organisation, brachte im Februar eine vertrauliche Mitteilung in Umlauf und schraubte die Kosten auf 1 Billion Euro hoch. Das IIF äußerte in einer zu jener Zeit an die Presse durchgesickerten internen Mitteilung, dass von dem Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro verschiedene Faktoren ernsthaft in Mitleidenschaft gezogenen werden würden, von der EZB bis hin zu privaten Finanzinstituten und anderen Ländern der Eurozone, die wegen der Übertragung der Krise auf die Märkte ihrer Anleihen höheren Finanzierungskosten begegnen würden.

Wie würden die griechischen Unternehmen beeinträchtigt werden?
Unfähig, sich zu finanzieren, und in einem großen Umfang der Unterbrechung des Flusses ihrer Zahlungen begegnend, würden die Unternehmen wahrscheinlich in einem großen Umfang mit „Schließungen“ konfrontiert werden. Sobald die Wahrscheinlichkeit eines griechischen Austritts klar werden würde, gäbe es massenhaft Abhebungen bei den Banken des Landes und die Verweigerung weiterer Finanzierung an – private oder öffentliche – Träger über Instrumente und Verträge auf Basis der griechischen Gesetzgebung. Wie die Citigroup meint, würden die Inhaber bestehender Verträge in Euro auf Basis des griechischen Rechts deren Umwandlung in eine neue Drachme und der nachfolgenden Abwertung der Währung entgehen wollen.

Was würde mit den griechischen Banken geschehen?
Dies ist das Komplizierteste von Allem. Derzeit sind die Banken technisch insolvent, weil sie nach dem PSI schwere Verluste übernehmen mussten. Laut dem Rettungspaket sollen sie neues Kapital zu erhalten haben, das jedoch noch nicht gezahlt worden ist. Die Gläubiger haben inzwischen 35 Mrd. Euro für die sogenannte „Sicherheitsverstärkung“ zurückgelegt, eine Art Schutzschirm, welcher der EZB vorzutäuschen gestattet, keine insolventen Banken zu finanzieren. Dies erlaubt den griechischen Banken, ihre Finanzierung durch die EZB in Euros aufrecht zu erhalten, Würde eine neue griechische Regierung aus der Währungsunion austreten, bevor die Rekapitalisierung der Banken abgeschlossen ist, könnten die Dinge dann sehr schlimm werden. Die EZB könnte schließlich auf unbezahlten Krediten und Anleihen in Höhe von bis zu 160 Mrd. Euro sitzen bleiben.

Was würde mit Irland und Portugal geschehen?
Portugal und Irland erhalten – wie auch Griechenland – finanzielle Hilfe von Ländern der Eurozone und dem Internationalen Währungsfond. Ein griechischer Austritt aus der Eurozone würde größeren Druck auf diese beiden Länder ausüben. Es wird erwartet, dass Portugal und Irland in irgendeiner Form neue finanzielle Hilfe erhalten. Guntram Wolff vom Brüsseler Think Tank „Bruegel“ glaubt, dass der Markt auch im Fall, dass Griechenland den Euro verlässt, seine Aufmerksamkeit auf diese beiden verwundbaren Länder richten wird.

(Quellen: Imerisia, Wall Street Journal)

  1. Gabriele Niggenaber
    17. Mai 2012, 09:37 | #1

    „Im Fall Griechenlands existiert nichts Gleichwertiges…“ Stimmt doch gar nicht. Sie haben einen riesigen Goldvorrat und enorme Erdgasvorkommen vor ihrer Küste.

    „Fortan ohne verfügbare Euros würde die Regierung sich einer anderen Währung als Transaktionsmittel bedienen müssen….“ Das wäre doch gut. Griechenland könnte sich nach Russland und China wenden. Dort gibt es eine Währung, die sich in Zukunft möglicherweise vom Dollar unabhängig machen wird.

  2. krokodil
    17. Mai 2012, 11:30 | #2

    Ob GR nun die Drachme wieder einführt oder den Euro behält, ist doch eigentlich völlig egal.
    Wenn die Drachme eingführt wird, wird der Kurs der Drachme vorasussichtlich stark gegen den Euro fallen – sprich die GR Löhne sinken, in Euro umgerechnet – dramatisch.

    Dann könnte man doch gleich die Löhne und Preise (Mieten, Brot etc.) in Euro senken – kommt faktisch für die griechischen Arbeiter auf das Gleiche raus.

    Sollten die Gewerkschaften mit den niedrigen Drachmen-Löhnen nicht einverstanden sein, wird eben so lange gestreikt, bis die Löhne wieder so hoch sind, wie sie den (alten) Euro-Löhnen entsprechen würden. Und wo ist dann der Wettbewerbs-Vorteil?

    Und die GR-Schulden? Ob GR nun von jeder Milliarde Euro-Schulden nur 100 Millionen Euro abbezahlt oder die Euro-Schulden in Drachmen umwandelt und dann diese Schulden in fast „wertlosen“ Drachmen bezahlt, welche 90 % an Wert verloren haben – macht auch keinen Unterschied.

    Also, was soll das alles? Wer Geld in GR investiert hat, kann den größten Teil abschreiben.

  3. CYR
    17. Mai 2012, 12:39 | #3

    Das muß man sich auf der Zunge zergehen lassen. 1 BILLION EURO kostet der Ausstieg Griechenlands aus dem EURO Raum. Da können sich die Zampanos die für einen Ausstieg plädieren sich warm anziehen. Merkels Deutschland wird dieser Spass 300 Milliarden kosten. Dann dürfen wir uns auf eine MWST von 30% freuen.
    Das alles ist ja wenn der Ausstieg einvernehmlich laufen wird. Was passiert wenn die griechische Regierung nicht will.
    Ich sag es ja immer wieder, der Ausstieg wird ein juristischer Alptraum und der Tsipras ist ein anderes Kaliber als die vorhergerigen Premiers.

  4. V99 %
    17. Mai 2012, 14:26 | #4

    Dass man in Mauretanien mit Euros bezahlt ist mir neu, aber man lernt ja nie aus.
    Hatte ja im Wechselkurs eine gewisse Aehnlichkeit:
    1 € = 340,75 Drachmen (sicher nicht nach Staatsbankrott!)
    1 € = 365 Ougulya (MRO)
    Oder meinen die damit, dass Griechenland dann wie Mauretanien wird?
    2 Militaerputsche innerhalb von drei Jahren (2005 + 2008) und als Regierungsform wird islamische Praesidialrepublik angegeben.

  5. Ignatz Hubertus
    17. Mai 2012, 14:40 | #5

    Griechenland wird doch von Anfang an zu einem Austritt oder einem Konkurs gegenüber der EU gezwungen.
    Wenn ein installierter Bilderberger als Regierender nicht besteht und es Neuwahlen gibt dessen Ergebniss auch nicht das gewünschte für Brüssel erzielt wird eben einfach solange neu gewählt bis das Ergebniss stimmt.

    Ihr habt die Möglichkeit euch von der ach so guten EU zu lösen. Wie sehr beneide ich euch darum.

  6. Heinz
    17. Mai 2012, 15:57 | #6

    Nehmen wir einmal an, es würde tatsächlich die Drachme kommen, zu dem dann minderen Wert, da ohne viel Substanz. Dann könnte der Fall eintreten, dass diejenigen, die bisher schon den Staat und damit auch alle anderen Bürger des Landes beschissen haben, ihre in der Schweiz und sonstwo gebunkerten Euro nutzen, um sich im Land Griechenland billigst einzukaufen und nochmals abzusahnen. Denn dann gehört ihnen das, was einigermaßen Ertrag abwirft. Die Dummen sind nochmals die Menschen, die ehrliche Patrioten sind.

    Das Schlimme ist nur, dass die Kommunisten den normalen Bürgern weiß machen wollen, dass eine Loslösung vom Euro und die Rückkehr zur Drachme etc. von Vorteil für sie wäre. Die Vorteile haben allerdings wiederum nur die, welche genügend Kohle in starker Währung gebunkert haben. Das werden allerdings Kommunisten nie verstehen, oder, was noch schlimmer wäre, sie haben selbst Eisen im Feuer.

    Also, erst nachdenken und dann am 17. Juni wählen.

  7. none
    17. Mai 2012, 17:32 | #7

    unsere regierung ist sowas von inkompetent. wer jetzt noch merkel&co wählen geht, sollte aus D. abgeschoben werden. am besten nach …. hmmmm, ja genau: GRIECHENLAND zb

    basta!

  8. Michael
    17. Mai 2012, 18:54 | #8

    Die Griechen haben selbst in der Hand, ob ihnen die Kredite gestrichen werden, oder nicht. Auch die zukünftige griechische Regierung wird überhaupt nichts zu sagen haben. Wenn die Gläubiger sagen, ihr bekommt von uns kein Geld mehr geschenkt, ist Griechenland sofort, nicht irgendwann, pleite. Man braucht keine Varianten betrachten. Jeder Tag an dem Griechenland als Herd der Instabilität im Euro verbleibt, ist für Europa ein verlorener Tag. Die Zukunft Griechenlands liegt in der Hand der Griechen und das ist richtig so. Wenn sie glauben pokern zu können, liegen sie falsch. Alle wissen, selbst ohne gezinkte Karten, dass sie ausnahmslos Luschen auf der Hand haben.

    Die Party ist gefeiert, die Zeche ist geprellt, ab in die Küche zum Geschirrspülen ! Ansonsten Hungerturm. Das sind die Fakten.

  9. Provi
    17. Mai 2012, 19:33 | #9

    Klar doch, Merkel ist inkompetent. Dafür sind griechische Politiker umso kompetenter.

    http://www.biallo.at/artikel/Kredit/griechenland-die__ausbeutung_der_retter.php

  10. Babbelnett
    17. Mai 2012, 21:42 | #10

    Die Märkte würden befreit aufatmen, wenn das Loch ohne Boden Griechenland aus der EU und dem Euroraum austreten würde.

    Daher hoffe ich, dass die SYRIZA die anstehenden Wahlen gewinnt und damit Griechenland zum kommunistischen Ex-Euro-Land machen wird.

  11. Lucy Sky
    18. Mai 2012, 09:19 | #11

    @Babbelnett
    Die SYRIZA hat gar nicht vor, den Euro oder gar die EU zu verlassen. Das betont der Herr Tsipras taeglich. Was geschieht, wenn sie sich bei Neuverhandlungen ueber das Memorandum nicht mit der Troika einigen koennen, weiss natuerlich heute niemand.

  12. Heinz
    18. Mai 2012, 14:27 | #12

    Wenn man die neueste Umfrage betrachtet, dann kann man jetzt schon sagen, dass es eine weitere Wahl nach dem 17.Juni geben wird. Aber nicht, weil die Resteuropäer das verlangen, wie hier geistig limitiert geschrieben wird, sondern weil es in Griechenland keine Einigung über den weiteren Kurs geben wird. Die Syriza werden, durch das mögliche gute Abschneiden, erst recht meinen, nicht von ihrem Kurs abweichen zu müssen, die Anderen keine Mehrheit im Parlament zustande bringen. Die Situation ist also völlig verfahren.
    Und enden wird es dann irgendwann mit einem Gesichtsverlust der Syriza, weil sie, um des Landes willen, doch klein beigeben müssen. Davon werden sie sich dann nicht mehr erholen.

  13. Juls
    18. Mai 2012, 15:59 | #13

    Tja, auch hier kann man gut sehen, wie die Angst umgeht, das ein Herr Tsipras evtl. an Boden gewinnt. Der mann hat mit keiner Silbe erwaehnt, dass er Griechenland aus dem Euro oder aus der Europaeischen Union fuehren moechte. Er moechte lt. seinen Aussagen, Erleichterungen oder Lockerungen fuer den kleinen Mann/Frau erreichen.

    Aber anscheinend hoert man dem Herrn Tsopras garnicht zu, der ist Links und Links ist nun mal SCHLECHT! Basta. So schlecht wie es in Griechenland den Menschen geht und die Hoehe der Arbeitslosen und und und , schlechter kann es doch bald garnicht mehr kommen..aber da koennen sich hier viele garnicht rein versetzen.
    Tja wenn mein Teller voll ist, was scheren mich die, die evtl. Hunger leiden!!!

  14. muss sowas sein………
    18. Mai 2012, 22:05 | #14

    @Babbelnett
    Grade Leute wie Du, mit solchen Meinungen, schüren die negativen Gedanken gegenüber Deutschen immer noch mehr … und dann noch die Gastfreundlichkeit Griechenlands in Anspruch nehmen zu wollen, die 100%ig zu stimmen hat …
    Aber ich bin überzeugt, ein Haar in der Suppe findest ja sowieso immer, ehrlich gesagt – halte ich solche Leute stets in größerem Abstand von mir!

    Erkundige Dich mal wie das mit Griechenland und dem Euro gelaufen ist, welche Politiker involviert waren und was der wahre Grund dafür war – da hat nicht nur Griechenland mit den Zahlen jongliert …

    Für Griechenland und seine Bevölkerung kann ich nur sehr hoffen, daß sie es packen werden – am Ende bin ich mir sicher, sie wären ohne den Euro viel besser dran,
    als mit Euro und Knebelverträge, die niemals enden würden,
    und mit der laufenden Gefahr, dass dem Land die Bodenschätze geraubt werden und dadurch immense Umweltschäden entstehen.

  15. Berti
    18. Mai 2012, 23:51 | #15

    Wie kommen Sie denn bitte auf Kosten von 300 Milliarden Euros fuer die Deutschen im schlimmsten Fall ? Von Regierungs-seite spricht man von ca. 80 Milliarden Euros.

  16. Bavaria
    19. Mai 2012, 13:05 | #16

    @ Juls
    Tsipras hat vor der Wahl eindeutig gesagt, dass er keinen Schuldendienst mehr leisten wird, wenn er an die Macht kommt. Inzwischen sagt er, dass er keinen müden Euro zurückzahlt, sollten die Kredite gestoppt werden. der Herr ist genau so ein Demagoge und Falschspieler wie alle anderen.

  17. CYR
    21. Mai 2012, 18:01 | #17

    @Berti
    Ich gehe davon aus das sie mich gemeint haben.

    die Summe ist eine Korrelation aus den Daten die veröffentlicht wurden.
    Die Deutsche Regierung verbürgte sich für die griechischen Staatschulden in Höhe von circa 80 Milliarden EURO.
    Als das vereinbart wurde lagen die Staatschulden Griechenlands in Höhe irgendwo zwischen 240 und 300 Milliarden.

    Wenn laut IIF einen Verlust von 1 Billion zu erwarten ist, so wird der Anteil um bis das vierfache steigen. Darum meine Annahme von 300 Milliarden. Und das ist eine konservative Schätzung! Wäre es einfach Griechenland aus dem Euro-Raum zu werfen, dann wäre es längst gemacht worden.

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