Warum die Rettung Griechenlands fehlschlug

12. Mai 2012 / Aktualisiert: 24. September 2017 / Aufrufe: 11.309

Deutschland setzt sich gegen Internationalen Währungsfond durch

Als sich der IWF und die europäischen Länder im Mai 2010 zusammentaten, um Griechenland ein Rettungspaket von 80 Mrd. Euro anzubieten, glaubten sie, mit Mut zur Abwendung von Katastrophen gehandelt zu haben. Die Vereinbarung forderte, dass Griechenland die öffentlichen Ausgaben einschränken, die Eintreibung der Steuern verbessern und auch die aufgeblähte Bürokratie und den gesetzgeberischen Dschungel neu gestalten würde, welche seine Wirtschaft international wettbewerbsunfähig gemacht hatten.

Während alle akzeptierten, dass Griechenland der volkswirtschaftlichen Sanierung bedurfte, vertrat der IWF, den strukturellen Änderungen Vorrang zu geben und zum Schutz der Wirtschaft die Reduzierung der Ausgaben schrittweise vorzunehmen. Deutschland sagte nein: Die strukturellen Reformen müssen gleichzeitig mit der drastischen Sparsamkeit realisiert werden, damit das Haushaltdefizit – 15,8% des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2009 – bis 2012 auf unter 3% reduziert wird. Der Zeitplan erwies sich als unrealistisch: die Kürzungen der Ausgaben und die Erhöhung der Steuern trieb die Wirtschaft in eine dermaßen tiefe Rezession, dass das Defizit bei ungefähr 10% des BIP hängen blieb.

Wenn der IWF Sparauflagen macht, regt er üblicherweise das Land an, seine Währung in der Hoffnung abzuwerten, dass seine billigeren Exporte den Rückgang der inländischen Nachfrage ausgleichen. Griechenland hatte jedoch keine eigene Währung mehr, um sie abzuwerten. Seine Abstiegsspirale hatte zunehmende Ähnlichkeiten mit jener Argentiniens vor einem Jahrzehnt. Argentinien versuchte selbst dann noch einen stabilen Währungskurs zum Dollar aufrecht zu erhalten, als der Sparkurs des IWF es tiefer in die Rezession trieb, was in gesellschaftlichen Unruhen und dem politischen Zusammenbruch endete.

Die überdimensionale Verschuldung Griechenlands untergrub von Anfang an seine Chancen: Der Wirtschaftsberater des Herrn Papandreou, die Gesellschaft Lazard Ltd, sagte ihm, die Anleiheschulden des Landes wären nicht überlebensfähig und bedürfen einer Umschuldung. Der damalige Leiter des IWF, Dominique Strauss-Kahn, stand dieser Möglichkeit offen gegenüber. Europa war es jedoch nicht. Frankreich und die Europäische Zentralbank befürchteten, ein griechischer Zahlungsstopp – sogar auch mittels einer geregelten Umschuldung der Anleihen – würde das Vertrauen in die Verschuldung anderer Mitglieder der Eurozone untergraben. Deutschland glaubte, der Erlass der Schulden würde den Druck auf Athen lockern, weitere Änderungen zu forcieren. „Ich würde meine Verschuldung auch auf die Hälfte reduzieren wollen“, beschied laut dem griechischen Premierminister Frau Merkel Herrn Papandreou während der Begegnung im Berliner Kanzleramt.

Trotz der Beunruhigung Griechenlands über den Plan begannen mit intensivem Rhythmus seine Bemühungen, sich zu ändern. Die Demoskopien zeigten eine stabile Unterstützung der Öffentlichkeit in der Einschränkung der Bürokratie, der Korruption und der Steuerhinterziehung, und in der Abschaffung der Privilegien, welche verschiedene Interessengruppen während all der Jahre gewonnen hatten. Rechtsanwälte, Taxifahrer, die Bediensteten der Eisenbahn und viele andere Gruppen, welche den Schutz vor der Konkurrenz oder spezielle Privilegien bei Steuern oder Renten, der Schaffung von Kartellen und Abfällen genossen.

Der Finanzminister Giorgos Papakonstantinou griff das Haushaltsdefizit an. Drastische Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen brachten das Defizit 2010 auf 10,6% des BIP. Die Wende fiel jedoch schnell der Parteipolitik zum Opfer.

Der ein flammendes Wort führende Oppositionsführer Antonis Samaras, Vorsitzender der konservativen Partei Nea Dimokratia, monierte die harten Bedingungen der Rettung und erklärte die Kommunalwahlen im November 2010 zur Volksabstimmung über die regierende sozialistische Partei, bekannt als PASOK. Herr Papandreou rief die Griechen auf, ihn zu unterstützen oder ihn wegzujagen. Die PASOK-Partei gewann die Wahlen, jedoch mit einem viel kleineren Spielraum als vorher. „Die Erschöpfung der Wähler war offensichtlich“, meinte Haris Pampoukis, damals Mitglied des Kabinetts.

Herr Papakonstantinou fand sich im Kabinett immer häufiger isoliert wieder. Der in England ausgebildete Wirtschaftswissenschaftler war in der griechischen Politik ein Fremder. Er konnte andere Minister nicht dazu bringen, defizitäre staatliche Industriebetriebe und nutzlose Militärbasen zu schließen oder tausende Arbeitsplätze auf dem öffentlichen Sektor zu streichen, die als Gegenleistung für Stimmen geschaffen worden waren. Auch konnte er nicht die durch die Korruption unter den Steuerkontrolleuren angestiftete chronische Steuerhinterziehung in Griechenland senken.

Giorgos Papakonstantinou tat, was er konnte: er kürzte Renten und Gehälter auf dem öffentlichen Sektor und hob die Steuern auf die Umsätze an. Dies untergrub jedoch die Konsumausgaben. Geschäfte und kleine Unternehmen scheiterten. Die Arbeitslosigkeit schnellte empor. Die öffentliche Feindseligkeit nahm zu. Die mit Gehaltssenkungen konfrontierten staatlichen Bediensteten traten in den Streik, einschließlich des Finanzministeriums. Wie ein Minister sagt, war es ein Fall von „Du tust so, als ob Du mich bezahlst, und ich tu so, als ob ich arbeite“.

Im Frühjahr 2011 trieben der Sparkurs und der Zusammenbruch der Unternehmen und des Konsumvertrauens die Wirtschaft in einen freien Fall. Proteste erschütterten das Zentrum von Athen. Im Parlament hatte er nicht genug Unterstützung, um das nächste Bündel von Sparmaßnahmen durchzubringen. Im Juni ersetzte Herr Papandreou seinen Finanzminister durch seinen größten Widersacher, Evangelos Venizelos. Das geschmälerte Vertrauen Europas in Griechenland versank sehr bald.

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  1. muss sowas sein………
    12. Mai 2012, 11:07 | #1

    Was steckt hinter der Euro – Krise wirklich,
    mir ist es ein Rätsel, warum Politiker die Bedürfnisse und wirklichen Lebensumstände der Bevölkerung nicht sehen können – oder wollen.
    Die „Engel in weiß“ die mit Respekt behandelt wurden, haben sich zu Wölfen im Schafspelz gewandelt,
    die Versprechungen haben sich zu allzu vielen Lügen entpuppt – denen mittler Weile keiner mehr Glauben schenken kann,
    dann wurde der fehlende Glaube an die Regierungen mit Druck gegen die Bevölkerung untermauert – das meiner Meinug nach nur im Chaos enden kann.

    Hilfsprogramme müssen weh tun……… diese Aussage wundert mich nicht von Frau Merkel, ich glaube sie verwechselt etwas – sie hat vergessen zu sagen, diejenigen die die Schulden machen, die sollen diese Schmerzen haben und nicht diejenigen, die für die Schulden Anderer aufzukommen haben.
    Jedoch – die wirklichen Schuldigen werden geschützt!

    Tag täglich werden in DE die Schulden in den Kommunen – im ganzen Land – durch neue Schulden erhöht, wo wird das wohl enden, jetzt schon wird den Leuten sehr schonend beigebracht, dass wohl die Rentner in 20 Jahren (oder doch früher???) nur noch eine minimale Rente erhalten werden. Und warum – weil die Politiker nicht sehen können oder wollen – dass ihre Politik den Karren an die Wand fährt. Ich glaube sie wissen es – sie unternehmen nichts, denn kein Politiker ist imstande der Wahrheit und den Tatsachen ins Auge schauen zu wollen, jeder ist egoistisch und möchte das herausholen, was für ihn am lukrativsten ist.
    Warum werden die Politiker wegen ihrer Leistungen nicht zur Verantwortung gezogen, so wie jeder kleine Bürger zur Verantwortung gezogen wird – nein, am Ende er Amtszeit werden sie dafür mit horrenden Renten und Extrabezügen belohnt, auch wenn sie nachweislich einen Scherbenhaufen (Lug und Betrug inklusive) hinterlassen haben.

    Und der Eid, den sie bei Amtsbeginn leisten – im Namen des Volkes,
    nur noch Schall und Rauch…

  2. Michael
    12. Mai 2012, 13:29 | #2

    Und warum bitte schlägt die Rettung von Portugal und Irland nicht fehl ? Die mussten doch ganz genau dieselben Kröten schlucken ! 2014, nicht 2013, werden Portugal und Irland ein erheblich höheres Wachstum haben, als Deutschland. So sieht das aus.

    Warum soll Merkel Schuld sein ? Wenn ein deutscher Politiker schuldig ist, dann Schröder („Sozial Demokrat“, welch eine Veralberung), der Deutschland einen deflationären Agenda2010-Schock verpasst hat.

    Aus Kohls „Kollektivem Freizeitpark Deutschland“ ist Merkels „Arbeitslager Deutschland“ geworden. Für ein Leben in Deutschland braucht man keine Vergnügungssteuer zahlen.

    Kein Deutscher, Franzose, Italiener oder Spanier, um die Bürger der größeren Länder zu nennen, wird darüber traurig sein, wenn Griechenland der Überziehungskredit ein- und für allemal gestrichen wird! Ihr lebt auf fremde Kosten und das WIRD nicht dauerhaft so bleiben.

  3. Christian
    12. Mai 2012, 18:31 | #3

    Natürlich sind wieder mal die bösen Deutschen schuld. Wie immer!! Das alte Feindbild muss herhalten. Der böse Nazi der schon wieder Europa in Schutt und Asche legt!!!
    Natürlich sind wir schuld, wenn südländische Politiker nicht haushalten können! Wir tragen auch Schuld daran, dass die kriminellen Super-reichen Griechenlands wie z. B. Reeder per Gesetz keine Steuern zahlen müssen und dem griechischen Staat dadurch die Einkünfte fehlen.
    Deutschland ist dafür sofort in Haftung zu nehmen.
    Aus Strafe sollten wir Deutschen alle enteignet werden und unser Geld unter allen Völkern der Welt verteilt werden. Wir arbeiten doch gerne bis 67 damit andere mit 52 in Rente gehen können!! Gerne lassen wir uns dafür auch noch als Verbrecher und Nazis beschimpfen und sehen es gerne wenn die Fahne Deutschlands verbrannt wird.

    Super macht weiter so!!! (Sarkasmus aus!!!!)

  4. Mitteldeutscher
    12. Mai 2012, 19:33 | #4

    Oft wird so getan, als wenn die Eurokrise eine ideologische Sache sei, die nur mit ideologischen Mitteln gelöst werden kann. Mal heißt es: Sparen, dann wieder:Mehr Geld für Wachstum, also völlig gegesätztliche Methoden.
    Aber die Antwort auf die Natur der „Krise“ ist keineswegs ideologisch sondern rein mathematisch!
    Wenn ein Kredit vergeben wird, wird dieses Geld neu geschöpft, das Problem an diesem System sind aber die Zinsen. Die Zinsen werden NIE mitgeschöpft und können daher auch NIE zurückgezahlt werden.
    Wenn alle Schulden der Welt bis Morgen früh beglichen werden würden, wären die Zinsen als Schuld immer noch offen, es wäre aber keine Geld mehr da , sie zu bezahlen!
    Egal was gemacht wird, das System wird zusammenbrechen, kein Staat kann sich entschulden und das war auch nie vorgesehen.
    Jetzt sehen wir, was der eigentliche Zweck dieses Systems war: Die Enteignung der Völker vom Gemeineigentum und der Bürger vom Privateigentum (Steuererhöhungen).
    Das bedeutet völlige Versklavung.
    Wartet es mal ab, bis Frankreich den Offenbahrungseid ablegen muß, dann werdet ihr sehen, wohin die Reise geht!
    Griechenland ist nur ein Testballon, um zu sehen, wie weit man gehen kann, ohne daß die Menschen aufmucken. Das erkennt man schon an der Größe der griechischen Volkswirtschaft. Sie entspricht in etwa der von Hessen. Allein daran erkennt man, was hier gespielt wird.

  5. Egon
    12. Mai 2012, 19:41 | #5

    Warum soll Merkel Schuld sein ?

    Ganz einfach, weil Frau Merkel das Deutsche Volk an der Nase herumgeführt hat. Weil Frau Merkel offen für den Diktatorischen ESM Stellung bezieht, weil durch den ESM Generationen von Deutschen in die Schuldsklaverei getrieben werden. Weil Frau Merkel in keinster Weise für Deutschland handelt sondern nur und ausschliesslich für die Banken. Weil der ESM gegen geltendes Recht in Deutschland verstößt, weil die Richter die Klagen gegen Frau Merkel nicht weiter verfolgen, weil Frau Merkel keine Ahnung hat.

    So könnte ich den ganzen Tag weiter machen. Volksverrat nennt man so etwas.

  6. Egon
    12. Mai 2012, 19:43 | #6

    Allerdings,

    keine weiteren Hilfen für Griechenland und sofortige Rückzahlung aller Schulden, ansonsten sofortige Enteignung Griechenlands.

    Wer zu blöde ist mit Geld um zugehen, der hat selberschuld.

  7. General-Investigation
    12. Mai 2012, 19:54 | #7

    @Christian
    Warum ziehen SIE sich denn diesen Schuh an, der für Merkel angefertigt ist?
    Wenn es in diesem Zusammenhang heißt „die Deutschen“ ist die Regierung gemeint, wenn es heißt „die Griechen“ ist auch die Regeirung gemeint. Immer dieser Schwachsinn mit Nazis, das kann doch wohl nicht wahr sein.

    Und natürlich ist Merkel schuld, denn nicht die Griechen als Volk sind gerettet worden, sondern die Banken, die das ganze Geld verzockt haben! Es hat immer nur Geld für die Banken gegeben, damit diese dann die Waffenlieferungen von Deutschland bezahlen konnten. Im übrigen hat Merkel bei einem „Rettungspaket“ sogar den Kauf von U-Booten als Voraussetzung für ein Rettungspaket gefordert.

    Und wenn Sie jetzt schimpfen wie ein Rohrspatz, weil unser Geld verpulvert wird, wenden Sie sich vertrauensvoll an Frau Merkel und den gesamten Bundestag, der bis auf ein paar Ausnahmen diesem Treiben zugestimmt hat!
    Und hören Sie um Gottes Willen auf mit ihrem angekratzten Ego vom alten Feindbild Deutschland zu reden, wenn Sie noch gar nicht begriffen haben, das Merkel das Europäische Orchester dirigieren will. Wer hat denn unter anderem dafür gesorgt, dass Griechenland unbedingt mit in den Euro sollte? Heute bezichtigt man die Griechen des Betrugs, obwohl Banken diese Unterlagen erstellt haben; unter anderen war daran die Lehman & Bros daran beteiligt.

  8. General-Investigation
    12. Mai 2012, 19:58 | #8

    @Michael
    Sie vergleichen Irland und Portugal mit Griechenland? Das hat man bei der Einführung des Euro auch schon gemacht – das Ergebnis sehen Sie ja wohl sehr deutlich.
    Bevor Sie solche Vergleiche machen überlegen Sie bitte erst, was die Griechen überhaupt exportieren könnten; vergleichen Sie das mal mit den Iren oder den Portugiesen. Dann sollte Ihnen auffallen, das die Griechen so gut wie nichts haben, was sie wirklich verkaufen könnten um auf dem Weltmarkt groß da zu stehen. Hätte Deutschland keine verarbeitende Industrie, wäre es hier auch tot, denn wir haben nichts an Ressourcen, was uns da helfen könnte.

    Also bleiben Sie locker, wenn Sie in Europa irgendwas miteinander vergleichen wollen um dem Anschein zu stützen, die Wirtschaften wären auch nur annähernd gleich. Das ist nämlich Unfug und der Grund dafür, das der Euro gescheitert ist.

  9. General-Investigation
    12. Mai 2012, 20:03 | #9

    @muss sowas sein………
    Ich möchte Ihre Aussage um einen Satz ergänzen, denn wenn es mit Leiharbeit und Billiglöhnen so weiter geht, werden wir in 20 Jahren mehr Obdachlose Rentner haben als wir es uns in den kühnsten Träumen vorstellen können.

    Aber das die Griechen auf Überziehungskredit leben ist Unsinn, schauen Sie mal nach Griechenland. Die Arbeitslosigkeit der Jugendlichen ist bei über 50%! Viele Griechen sind ohne Dach über dem Kopf und baden das aus, was sich die Banken erlaubt haben und sich weiterhin flott die hohen Gehälter und Boni leisten. Nicht die Griechen – das Volk – lebt auf Pump. es sind die, die schon immer Geld hatten. Und das ist in jedem Land in Europa so, auch bei uns in Deutschland.

  10. D.
    12. Mai 2012, 20:14 | #10

    Ich glaube uns Deutschen kann es eh egal sein. Wir haben nur drei Optionen:

    1. Entweder Deutschland geht den bach runter durch Griechenlands EU-Austritt.

    2. Griechenland bleibt in der EU und wir werden früher oder später durch den ESM ruiniert und enteignet.

    3. Beides wird rausgezögert, so dass beides schlag auf schlag zur selben Zeit passiert.

    Wir deutschen sitzen in der Zwickmühle. Klasse gemach Angi …. kriegst auch nen keks für *-*

    Mal ganz ernsthaft: Es war nie beabsichtigt, Griechenland zu retten … wozu? Sonst klappt doch der Plan der NWO nicht …. wäre doch käse … jahrhunderte lange arbeit umsonst …. Nein NICHTS wird mehr dem Zufall überlassen. Gerade jetzt nicht. Passiert schon alles so wie es soll …. Nur der deutsche Michel kann dem ganzen noch nen gehörigen knicks verpassen …

  11. otto normalo
    12. Mai 2012, 20:55 | #11

    Warum ist Merkel Schuld. Im Maastricht Vertrag steht klar und deutlich das kein Land verpflichtet ist ein anderes zu retten. Ist sogar verboten. Andernfalls macht sich Frau Merkel bei den Wählern der BRD schuldig.

  12. reminder
    12. Mai 2012, 22:03 | #12

    Die Schuldenbremse war die logische Reaktion auf die Pressionen der Ratingagenturen. Wir alle erinnern uns an den mächtigen Druck der internationalen Medien auf die Politik, die Schuldenbremse unverzüglich in Kraft zu setzen, und sie sogar in den Verfassungsrang zu erheben. Eine Schuldenbremse ist gut als vorsorgliches Konzept, nicht aber geeignet zum Löschen von akuten Schuldenkrisen, die noch dazu von kriminellen Machenschaften der Finanzindustrie ausgelöst wurden. Frau Merkel jetzt als Schuldige am Griechenland-Debakels hinzustellen finde ich reichlich unverschämt.

  13. marc
    12. Mai 2012, 23:04 | #13

    Litauen hats vor kurzem auch geschaft!Und dort leben die meisten immer noch schlechter als die meisten Griechen besonders im Winter.Finnland vor längere Zeit auch.

    Keiner wil Steuern zahlen daran liegts!

    Der Euro war ne dumm Idee!Keiner im Nordenm wollte ihn.

  14. Michael
    12. Mai 2012, 23:35 | #14

    @General-Investigation

    Quatsch. Wenn einer Schuld ist, ist es Schröder. Schröder war es, der für Griechenlands Euro-Aufnahme verantwortlich zeichnete, obwohl klar war, dass die längst bankrott waren. Durch seine Agenda ist Europa derartig auseinandergedriftet. Was wollen wir denn mit uneinbringbaren Defiziten unserer Handelspartner, die zur Krönung noch als Target2-Salden in der Bundesbank landen ? Die ganzen „Rettungen“ sind doch nur ein Bruchteil dessen, was die EZB längst angerichtet hat. Was die Politik noch rumsülzt ist doch unwichtig. Der Schaden besteht doch längst.

    Über die dann folgende Schuld Merkels, die Mißachtung von Maastricht- und Lissabon-Vertrag, die das Papier nicht wert waren, auf dem sie standen, der neue „Stabilitätspakt“ ist auch nur zum Brechen da, das Grundgesetz passt diese Truppe ihrem Bedarf an, ist nichts strittig. Es kann doch keine Zweifel über Köhlers, Webers und Starcks Rücktrittsgründe geben. Ich habe auch nicht überhört, dass die Politganoven gerade unsere Renten als „Rettungsgelder“ verhökern und das als „Demographieproblem“ zu vermarkten versuchen. Mal abwarten, wann Deutschland aufwacht.

    Ein paar Jahre braucht es noch, bis Deutschland bankrott ist, aber dann hängen an den Laternenmasten nicht nur die Wahlplakate der Politiker. Dem sehe ich höchst gelassen entgegen.

  15. Michael
    12. Mai 2012, 23:51 | #15

    @reminder

    Wen interessieren denn noch „Schuldenbremsen“ ? Die funktionieren bis zu dem Punkt, an dem man 60% Staatsschulden hat. Im Prinzip der Maastricht – Vertrag. Danach sind sie Makulatur. Schon die Bankenrettung war das Ende. Der Hauptfehler war die Euroeinführung. Der weitere Werdegang ist geklärt. Wir werden Franzosen werden müssen, um noch in Rente gehen zu können und eine Rente zu kriegen. Ansonsten länderweiser Beitritt zur Schweiz. 🙂

  16. Carlos
    13. Mai 2012, 00:22 | #16

    Ich wollte den Euro auch nicht.
    Weg mit dem Euro, weg mit der Finanzdiktatur!

  17. Babbelnett
    13. Mai 2012, 00:23 | #17

    Natürlich sind zum absoluten Großteil die griechischen Regierungsverantwortlichen die Hauptschuldigen und die eigentlichen Verursacher der hellenischen Staatskrise.

    Es wurden abartig hohe Schulden durch den griechischen Staat aufgenommen und die eingesammelten Gelder unter den entsprechenden Regierungsprofiteuren großzügig verteilt (z.B. abertausende sinnlose hochdotierte Beamtenjobs, Parlamentkosten usw.), wobei sich diese Personen deutlich bereichert haben. Das Vermögen ist also noch vorhanden und abrufbar.

    Es ist daher nur logisch, dass man diesen Profiteuren der griechischen Verschwendungssucht durch eine entsprechend hohe Vermögensbesteuerung in einer essentiellen Staatskrise begegnen muss, zumal das Ausland (völlig zurecht) immer weniger zu weiteren Hilfszahlungen bereit ist.

    Auslandskonten von Griechen gehören eingefroren und die Kontoinhaber sowie die Geldsummen in eine entsprechende Behörde in Brüssel gemeldet. Brüssel selbst gleicht dann die Daten mit den griechischen Finanzbehörden ab. Handelt es sich nachweislich um Schwarzgeld, wird dieses konfisziert von den zuvor zwangsenteigneten Gläubigern des Staates Griechenland.

    Es ist nicht einzusehen, dass beispielsweise Deutsche hart besteuert werden müssen, damit sehr viele reiche Griechen weiterhin Steuervergünstigungen erhalten bzw. im großen Stil Steuerhinterziehung betreiben und diese ihr Vermögen im Ausland mehren.

  18. uri125
    13. Mai 2012, 01:27 | #18

    Der Artikel triffts, nur mit Sparen rettet man das land nicht. Griechenland zu einem dritte Welt Land kaputtzusparen ist der EU,EZB u. IWF gelungen. Der Zug ist abgefahren und eine 100% Abschreibung der Schulden Griechenlands in Sicht. Der Austritt aus dem Euro ist die einzige Variante, wenn man nicht bis 2030 im Siechtum am Euro hängen will. Die isländische Variante ist zu bevorzugen. Weitere Sparmaßnahmen sind dem griechischen Volk nicht mehr zuzumuten. Die Nachrichten von Hausfrauen, die sich verkaufen um ihre Familien durchzubringen oder ihre Kinder verkaufen, ist die Spitze des Eisberges. Nach EU-Vorstellungen sollen demnächst Behandlungen von Ärzten und Krankenhäusern nur noch privat gezahlt werden. Wo schon das Gesundheitswesen am Boden ist. Säumige Rechnung werden dann – so die EU – von Inkassobüros mit schlagkräftiger Mannschaft eingetrieben.
    Tolle Zeiten für die Griechen und Griechinnen.
    Der EU-Gedanke ist zu einer Groteske mutiert. Ein Europa der Banken und Konzerne ist nicht der Wunsch der EU Bürger gewesen, welche sich mit Grauen abwenden.

  19. MG
    13. Mai 2012, 20:28 | #19

    @Christian & Co zum Thema: Natürlich sind wieder einmal die Deutschen schuld,…

    Hier zwei Videos zum Thema:
    http://www.youtube.com/watch?v=mfKuosvO6Ac
    http://www.youtube.com/watch?v=soEjCDnhyHc

    Es lohnt sich, sich diese in voller Länge anzusehen. Es werden Zusammenhänge aufgezeigt, die auch mir in dieser Form noch nicht bewusst waren.

    PS: Das bedeutet nicht, dass in GR nicht ERHEBLICHER Optimierungsbedarf besteht.

  20. Sundance
    14. Mai 2012, 06:10 | #20

    @Michael
    Der Merkel sollte man ihren „Rettungsschirm“ in den Ar..ch rammen, und dann aufspannen.mal sehen was dabei raus kommt ! Und dem Schäuble auch, vielleicht lernt der dadurch das laufen ja wieder !?
    Erst Griechenland platt machen und dann Portugal….

    unwissend mitgefilmt.

  21. Sundance
    14. Mai 2012, 06:24 | #21

    @otto normalo
    Du meinst die No Bailout Klausel § 125—da steht muss nicht, Schäuble sagt: aber darf man.
    Darüber sind Prof.Dr. K.A.Schachtschneider und Gauweiler ja beim BVG ausgetrickst worden !
    Obwohl der neue Vosskuhle ja anscheinend jetzt auch seinen inneren Menschen, kennengelernt zu haben, scheint !

    Aber wer weiss— wollen sehen ob das Bilderberg-Treffen in Amerika diesmal genauso klanglos stattfindet.

    Die Feinde der Menschheit sind die C-300, das muss man sich mal vorstellen, 300 Arschlöcher, verarschen die ganze Welt !
    Auf Korfu ist einer der grössten Landsitze der Rothschilds, wo auch die weisse Revolution in Russland gegen Putin vorbereitet wurde— Gott sei Dank ist die gescheitert !

  22. 15. Mai 2012, 00:51 | #22

    Wär auch nicht das erstemal, dass man ein Volk für seine (abhandengekommenen) Führer köpft? Getreu dem Motto, jedes Volk hätt‘ die, die es verdient…
    Ja, die Merkel ist eine kaltblütige Vollstreckerin des Kapitals…

  23. Climateatheist
    15. Mai 2012, 15:37 | #23

    Michael :
    Und warum bitte schlägt die Rettung von Portugal und Irland nicht fehl ?

    Das ist ganz einfach – Portugal IST NOCH NICHT GERETTET, sondern geht gerade
    insolvent. Irland brauchte damals keine Rettungspakete der EUdSSR, sondern wurde genötigt, ESFS-Gelder anzunehmen. Dieses Geld nahmen die Iren auch gerne, denn deren Zinsen waren billiger als sich Geld von Drittstaaten oder auf dem freien Kapitalmarkt zu leihen. Deshalb kam Irland mit einem blauen Auge davon.

    Entscheidender ist die Selbstrettung ISLAND’s. Da wurde ein knallharter Kapitalschnitt gemacht und die eigene Währung behalten. Man hat sich wieder auf die eigenen Ressourcen (Wasserkraft für billige Stromerzeugung, was die energieintensive Aluminiumherstellung angekurbelte und Auslandsinvestitionen auslöste; Schutz der Fischfang-Gebiete vor EU-Raubfischern bzw. Nicht-Abtreten von Fischereirechten und daraus folgendem gesteigerten Exporterlös durch isländ. Fischprodukte) konzentriert und arbeitet sich gerade aus der Krise raus.

    Liebe Griechen, ihr lasst Euch einfach zu leicht blöffen und ihr nehmt auch kein Beispiel am Ausland. Orientiert Euch an Kleinstaaten wie Andorra oder Luxemburg, Island oder Irland. Die EU ist nur ein korrupter Haufen Bürokraten-Freaks in Brüssel. Und wie korrupt die EU-Kommissarsebene ist, erzählt gerne jedermann die UKIP-Abgeordnete MdEU Martha Andreasen hier -> http://www.youtube.com/watch?v=UZf59FQ6K1g , denn Martha war Buchhalterin der Kommission und fand Betrug, Geldverschwendung und falsche Abrechungen der EU-Kommissarshierarchie. Dafür wurde Martha übrigens gefeuert und der Versuch unternommen, sie mundtot zu machen. Hat nur nichts geholfen. Sie schloß sich der United Kingdoms Independence Party an und heute sitzt sie im Finanzausschuss der EU und macht den EUdSSR-Betrugs-Kommissaren weiter kräftig Druck.

  24. Climateatheist
    16. Mai 2012, 09:22 | #24

    Sundance :
    @otto normalo
    Die Feinde der Menschheit sind die C-300, das muss man sich mal vorstellen, 300 Arschlöcher, verarschen die ganze Welt !
    Auf Korfu ist einer der grössten Landsitze der Rothschilds, wo auch die weisse Revolution in Russland gegen Putin vorbereitet wurde— Gott sei Dank ist die gescheitert !

    Es ist stets das Gleiche mit den Leuten. Es wird lieber eine Weltverschwörung angenommen als die Probleme direkt vor der Nase zu betrachten. Noch heute glaubt so mancher US-Amerikaner, dass die Nazis im III. Reich Kontakt zu Außerirdischen gehabt haben müssen, nur weil die Deutschen seit 1915 konsequente Vorreiter in der Luft- und Raumfahrttechnologie waren und schlicht bis zur Entwicklung der Horton 9 oder der V2-Rakete einfach nur 20 Jahre Entwicklungsvorsprung vor den USA hatten.

    Das Kernübel des Euro ist die unterschiedliche Inflationsrate in den Euro-Ländern. Im Süden ist die Inflation deutlich höher als im Norden. Deshalb verteuern sich im Süden (wo die Löhne stärker gestiegen sind, was ganz klar inflationstreibend ist, denn über die gesteigerte Kaufkraft fließt Inflation in das jeweilige Land) alle Waren/Dienstleistungen schneller, weil die Lohnstückkosten dort explodiert sind. Diese Diskrepanz führte zu verstärkten Staatsausgaben (z.B. an Rentner, Beamte, Angestellte), die mit billigen (EZB-)Krediten finanziert wurden. Dies solange, bis die Staatsverschuldung unerträglich wurde und auch die Target-Kredite das Problem nicht mehr kaschieren konnten. Jetzt ist Zahltag dafür in Griechenland – eigentlich auch in Italien, Spanien und Portugal vermutlich auch in diesem Jahr noch. Und für Frankreich allerspätestens in 2-3 Jahren. Und danach ist Deutschland dran, was bis dahin über den ESM vollständig ausgeblutet sein wird, um dann auch zusammen zu brechen.

    Die Lösung des Problems ist so simpel wie teuer. Alle Euro-Mitgliedsstaaten müssen zur alten Einzelwährungslösung (Europäische Währungsschlange, EWS) mit einer virtuellen Umrechnungs-Zentralwährung (früher European Currency Unit/ECU, wegen mir heute einem analogen Modell mit dem Namen Euro) zurück. Damit schwankt jede einzelne EWS-Partnerwährung gegenüber dem ECU und gemeinsam kann der ECU gegen den Dollar oder den Rinmimbi stabilisiert werden. Zahlungen innerhalb der EWS-Zone können indirekt über ECU abgewickelt werden und jeder Staat kann individuell auf- und abwerten.

    Wenn das ECU-Modell nicht eingeführt wird, wird der Euro in absehbarer Zeit in stärker gegeneinander schwankende europ. Einzelwährungen zerbrechen. Der Euro wird kein Nord-Euro und kein Süd-Euro werden. Dieser Plan des Ex-BDI-Präsidenten Henkel ist eine Totgeburt, weil realitätsfremd. Der Nord-Euro wäre eine erweiterte D-Mark-Zone und das ließen sich Finnland und Luxemburg sowie ggf. Österreich zurecht nicht gefallen. Und die Deutschen würden auch keinen österr. Schilling mit einer Zentralbank in Wien als Ersatz für die D-Mark akzeptieren, weil der Schilling schon früher eine Weichwährung war.

    Der Euro als Analogprojekt zum US-Dollar ist schlicht deshalb gescheitert, weil die No-Bailout-Klausel von Noch-Kanzlerin Merkel aus wirtschaftspolitischer Inkompetenz wider besseren Rates von Fachleuten gekippt wurde. Dafür gehört Frau Merkel ins Gefängnis und zwar analog wie die griech. Potentaten der Neo Demokratia und Passok und auch gleich der EU-Präsident van Rompoy und der EU-Kommissionspräsident Barroso.

  25. Sundance
    16. Mai 2012, 22:01 | #25

    So, Du glaubst das es keine Verschwörung ist, weil man die Problematik mathematisch erklären kann ?
    Das lässt sich leicht einfädeln!
    Die Zinsvorgaben von 1999 waren 1,9% auf 10 Jahre, bedeutet von 100 auf 125%. Während Frankreich im Grunde genau diese Vorgabe erfüllt hat, hat Griechenland , das auf Grund hörer Zinsen nicht ganz geschafft und landete bei 133%, während Deutschland dieses Ziel gedrückt hat und mit 0,9% = auf 112% endete. Die Lohnentwicklung ist der entscheidende Faktor, der Stücklohnlosten gewaltig speißte, sodas Griechenland im Verhältnis viel teurer wurde als Deutschland z.B.
    Die Schere sind D zu =G 21%, bedeutet letztendlich das wir den Griechen die Oliven billiger verkaufen können, als sie uns !

    Ursache dafür sind die Lohnentwicklungen in D, die normal um 4,5% pro Jahr hätten steigen müssen, damit wäre D auf Linie mit Frankreich geblieben.
    Wenn man sich einigt, hat auch D sich an die Vereinbarungen zu halten.

    http://www.youtube.com/watch?v=mfKuosvO6Ac&feature=youtu.be
    http://www.youtube.com/watch?v=1mxjmwItjQE&feature=youtu.be

    Rothschild hat sich diese Woche über GB-Banken, noch die 423Mio € für 10 jährige Staatsanleihen auszahlen lassen, die nach Ausländischem Recht abgeschlossen wurden.

    Und ja, ich sehe da eine Verschwörung, wenn man allein daran denkt das GoldmanSachs zu Anfang, mit getürkten Zahlen, den Beitritt erst möglich gemacht hat. GS ist auch nur eine Bank die zum Rothschild Clan gehört.

    Die eingefädelte Krise wird im Wesendlichem von den Interadria Banken gesteuert ! =Rothschild.

  26. 241
    17. Mai 2013, 10:04 | #26

    auf jeden fall haben es die medien wunderbar geschafft den hass der deutschen auf die griechen anzufachen und umgekehrt.
    schade, dass wir alle in die medienfalle tappen, und damit leider nur die noch letzte einnahmequelle griechenlands versucht wird zu zerstoeren. der tourismus.
    persoenlich glaube ich nicht dass irgendein politiker etwas zu sagen hat, die sind nur angestellte der maechtigen lobbys. und wer nicht spurt hat einen unfall oder erkrankt an krebs.

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