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Merkels Trick, die Verschuldung den Griechen aufzubürden

26. Mai 2012 / Aktualisiert: 24. September 2017 / Aufrufe: 5.785

Laut einem Bloomberg-Artikel waren die Rettungspakete für Griechenland zur Rettung der deutschen Banken und Steuerzahler und nicht zur Rettung der Griechen bestimmt.

Könnte sich die bekannte Geschichte über die bösen Griechen, die den guten Deutschen auf der Tasche liegen, gar nicht so, sondern genau andersherum verhalten? Könnte die Krise auf dem Fehler der Banken beruhen, mehr zu verleihen als sie verkraften konnten, und könnten die Rettungspakete der Weg gewesen sein, damit die Banken nicht für die Kosten dieses Fehlers einstehen?

In der heutigen (23/24 Mai 2012) Kolumne „Bloomberg View“, die von den Redakteuren der Agentur unterzeichnet ist, wird erklärt, dass ein aufmerksamer Blick auf die Kapitalbewegungen in Europa und die Bilanzen der Zentralbanken beweist, dass die Griechenland gewährten und mittels der Memoranden gewährleisteten Rettungspakete nicht die Griechen, sondern die deutschen Steuerzahler und die deutschen Banken retten. Als sich nämlich die Europäische Union und die Europäische Zentralbank sputeten, die von der Krise heimgesuchten Länder zu retten, boten sie den deutschen Banken die Möglichkeit, ihr Geld zurück zu erhalten, merkt die Agentur an.

Es sei angemerkt, dass nachstehender Text eine griechische Publikation reflektiert, am Ende des Beitrags jedoch auch die primäre englischsprachige Quelle verlinkt ist

Hey Deutschland, Du wurdest ebenfalls gerettet

In den Millionen Worten, die über die europäische Schuldenkrise geschrieben worden sind, wird Deutschland üblicherweise als verantwortungsbewusster Erwachsener und Griechenland als das ungezogene Kind präsentiert. Laut dieser klassischen Darstellung der Krise ist Deutschland unwillig, den Bettler Europas, nämlich Griechenland zu retten, das sich mehr geliehen hatte als es konnte und nun die Folgen zahlen muss.

Lassen wir bei mit einer simplen Anmerkung beginnen: es gibt keine verantwortungslosen Schuldner ohne verantwortungslose Gläubiger. Die deutschen Banken waren das Mittel zur Erleichterung Griechenlands. Hauptsächlich wegen der lockeren Regelungen stellten die Banken riesige Beträge bereit und begaben sich in den Jahren vor der Krise in den peripheren Ländern Europas in ein ungeheures Gefahrenpotential. Laut den Angaben der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) erreichte das Engagement der Banken in Griechenland, Irland, Italien, Portugal und Spanien 704 Mrd. Euro. Ein Betrag, der viel höher war als die Gesamtheit ihres Kapitals. Kurz gesagt verliehen sie sehr viel mehr als sie verkraften konnten.

Als die Europäische Union und die Europäische Zentralbank sich sputeten, die von der Krise heimgesuchten Länder zu retten, boten sie den deutschen Banken die Möglichkeit, ihr Geld zurück zu erhalten, merkt die Agentur an. Unter dem Strich retteten sie die deutschen Banken und die deutschen Steuerzahler, welche diese Banken zu stützen gehabt hätten, wenn die Kredite nicht abbezahlt würden. Im Gegensatz zu einem großen Teil der Hilfe an Griechenland wurde die Stützung der deutschen Banken als eine Funktion der Struktur der Währungsunion automatisch gewährt.

Und dies erfolgte so: Als die deutschen Banken Gelder aus Griechenland abzogen, glichen die anderen Zentralbanken der Eurozone kollektiv die konkreten Abflüsse mit Krediten an die Zentralbank Griechenlands aus. Diese Kredite wurden in der Bilanz der Bundesbank – also der Zentralbank Deutschlands – als Forderungen an die übrige Eurozone verbucht. Dieser zur Erhaltung des Gleichgewichts der Bilanzen der Eurozone gestaltete Mechanismus machte es den deutschen Instituten leichter, sich aus ihren Positionen zurückzuziehen.

Und nun zum Kern der Sache:

Im Gegensatz zu den Forderungen der privaten Banken war für die Forderungen der Bundesbank zum Teil nur Deutschland verantwortlich. Hätte sich Griechenland von seiner Verschuldung losgesagt, wären die Verluste auf alle Mitgliedstaaten der Eurozone verteilt worden, analog zu ihrer Beteiligung an der EZ. Wie die Bloomberg-Redakteure anmerken, wäre Deutschlands Anteil 28% gewesen. Kurz gesagt wurde in den beiden letzten Jahren ein großer Teil des in den Bilanzen der deutschen Banken geführten Risikos auf die Steuerzahler der gesamten Eurozone transferiert.

Es ist schwer zu veranschlagen, wie sehr Deutschland von seiner europäischen Rettung profitierte. Ein Indikator wäre der Betrag, den die deutschen Banken seit Beginn der Krise aus den Ländern der Eurozone abzogen. Laut der BIZ zogen sie ab Dezember 2009 bis Ende 2011 insgesamt 353 Mrd. Dollar ab. Ein anderer Indikator wäre der Anstieg der Forderungen der Bundesbank an die übrigen Zentralbanken der Eurozone. Dieser entspricht 466 Mrd. Euro ab Dezember 2009 bis April 2012, umfasst jedoch auch ausländische Anleger, die ihre Gelder zu deutschen Banken transferierten.

Auf der Gegenseite erhielt Griechenland insgesamt 340 Mrd. Euro in offiziellen Krediten, um seine Banken zu rekapitalisieren, das in das Ausland abgeflossene Kapital zu ersetzen, seine Verschuldung umzustrukturieren und den Banken unter die Arme zu greifen. Nur 15 Mrd. Euro kamen direkt aus Deutschland. Der Rest kam von der EZ, der EU und dem IWF.

Die Änderung der finanziellen Risikoposition Deutschlands hatte eine ungeheure Bedeutung für seine Führungsrolle in der Antwort Europas auf die Krise, stellt „Bloomberg View“ fest und erklärt: „Bevor die deutschen Banken ihr Kapital zurückzogen, liefen sie in Gefahr, im Fall des Ausscheidens Griechenlands aus dem Euro viel Geld zu verlieren. Jetzt werden die Verluste auf die Steuerzahler der gesamten Eurozone und speziell Frankreichs verteilt, dessen Banken noch viele aktive Kredite in Griechenland haben. Möglicherweise meinen gewisse deutsche Funktionäre genau das wenn sie äußern, die Eurozone sei nun besser auf ein Ausscheiden Griechenlands vorbereitet.

Letztendlich werden die Kosten der Rückkehr Griechenlands zur Drachme jedoch auch auf Deutschland zurückfallen. Würden die Panik bei den Banken und der Aufruhr auf den Märkten Portugal, Spanien, Italien und andere Länder zwingen, ebenfalls aus dem Euro auszuscheiden, würden die Verluste einen großen Teil des Kapitals der deutschen Banken vernichten. Eine mögliche Zerschlagung des Euro würde signifikante Auswirkungen auch auf die Exporte Deutschlands haben, während ebenfalls die Existenz der EU und die Bemühung in Gefahr geraten würde, dass sich die schauderhaften Ereignisse der beiden Weltkriege wiederholen.

Um diesen Ausgang – mit oder ohne Griechenland – abzuwenden, wird Deutschland all das, was es bis heute verweigerte, und noch viel mehr zu tun haben:

  • Erstens ist der EZ zu gestatten, die Verschuldung der Mitgliedstaaten zu decken.
  • Das Zweite ist die Schaffung eines Mechanismus in der Eurozone, der auf die selbe automatisierte Weise, mit der die Rettung Deutschlands erfolgte, Gelder in wirtschaftlich schwache Länder transferieren würde.
  • Ein erster Schritt in diese Richtung wäre ein gemeinsamer europäischer Versicherungsträger für Arbeitslose.

Zu der Stunde, wo Angela Merkel sich damit befasst, welcher der nächste Schritt in der europäischen Krise sein wird, muss sie sich gut merken, dass ihr Land – wie auch Griechenland – dem Eurosystem sehr viel schuldet, endet die Analyse.

(Quelle: Imerisia, Hey, Germany: You Got a Bailout, Too)

  1. Ariadne
    26. Mai 2012, 07:57 | #1

    Man kann sich natürlich alles schön reden! – Nichts Neues unter der griechischen Sonne: Alle anderen sind schuld, nur nicht die Griechen!

  2. otto normalo
    26. Mai 2012, 09:28 | #2

    Dafür gibt es doch eine Lösung. Insolvenz anmelden und aus dem Euro aussteigen. Neuanfang.
    Was würden wir aus Griechenland machen, wenn wir geographisch so liegen würden.
    Auf andere mit dem Finger zeigen macht keinen Sinn. So leicht wie man in Griechenland an Rente oder gut bezahlte Arbeitsplätze im staatlichen Bereich kam, dass schafft kein 2. Land in der Welt.

  3. Odyssee
    26. Mai 2012, 10:06 | #3

    Die Griechen haben einen klaren Blick bewiesen und vollkommen Recht, wenn sie mit Nazi-Fahnen gegen Deutschland wettern. Und was mich besonders empört hat, wie sich der dumme Michel, der jahrzehnte lang unter der Knute des Novums gelitten hat und bis in die Grundfesten seiner Seele erschüttert worden war mit einer zweifelhaften Geschichte, welche den Konzernen und allen voran den IG Farben (BASF, Bayer, Hoechst) zuzuschreiben war, hinter diesen eurokratisch entfachten Corporatismus aus Politik und Wirtschaft schart und ihn verteidigt.

    Die Demokratiefeindlichkeit des Faschismus sieht in Freiheit und Pluralismus und der Trennung zwischen Staat, Ökonomie und Privatem seine Hauptbedrohung.
    Und, fast alle europäischen Staaten waren im 20. Jhd. faschistisch geprägt, manche bis in die 70er Jahre. Faschismus steckt Europa irgendwie in den Genen und hat mit viel Geld, viel Privilegien und konzentrierter Macht zu tun, das Ich tritt an die Stelle des Wir.
    „Der Staat bin ich!“, rief 1665 der „Sonnenkönig“ Ludwig XIV. in eine Versammlung der französischen Stände (zwar strittig der Urheber des Zitats, aber es sah ihm ähnlich und trifft eben auch den Nagel auf den Kopf).
    Ständerepublik, da, hier, und längst auch in China. Für Kommunismus begeistern sich nur die versklavten Lohnempfänger, die Habenichtse und Traumtänzer.
    Mussolini hatte die Grundstruktur des Faschismus definiert als Verschmelzung von Großkapital und Staat. Und wer die Geschichte objektiv betrachtet, wird diesen Geist eben in der Brüsseler EU finden. Und jetzt gibt’s auch Beweise:

    http://www4ger.dr-rath-foundation.org/brussels_eu/roots/index.html

    Lothar Engwers

  4. Marcus
    26. Mai 2012, 10:14 | #4

    Na ist doch Super. Selber schuld seit ihr in Griechenland, wenn Ihr nicht mit Geld umgehen könnt und Euch von Eurer Politik in den Abgrund reißen lasst.

  5. HBS
    26. Mai 2012, 10:59 | #5

    So ein Schwachsinn

    Fakt ist, die Griechen haben über ihre Verhältnisse gelebt auf Pump. Es hat sie keiner gezwungen, über ihre Verhältnisse zu leben. Wenn sie dafür Kredite aufgenommen haben bei Banken, haben sie selber schuld.

    Ich habe einen Kumpel, der arbeitet bei VW. Die Auftragsbücher sind voll und er ist zufrieden.

    Der schaut mich immer komisch an, wenn ich ihm sage, jedes Auto, was er herstellt und nach Spanien oder Griechenland geht, muss er selber auch noch BEZAHLEN.

    Nur das ist kein Witz – das ist Realität.

    Nun kann man sagen, wir arbeiten und bezahlen die Waren die ins Ausland gehen, das stärkt unsere Exportwirtschaft – anders ist dieser Bericht auch nicht zu verstehen.

  6. V99 %
    26. Mai 2012, 11:35 | #6

    Was ist an der Meldung besonders, oder Neu?
    Das vorgehen der deutschen Banken zu Beginn der Griechenland Krise ist seit mindestens Ende 2010 bekannt. Dass Fr. Merkel eine Marionette von Banken und Industrielobbyisten ist schon laenger. D.h. DIE BANKEN (nicht nur deutsche, auch Goldmann Sachs etc., dazu noch der IWF) buerden den EU-Steuerzahlern die Last auf!
    Wie so oft stimmt die gewaehlte Ueberschrift nicht („Deutschland“ bashing). ALLE EU Steuerzahler sind die Bankensklaven. NICHT NUR GRIECHEN. Fuer die griechischen Schulden sind die griechische Regierung und die Waehler, die diese ins Amt gesetzt und jahrzehntelang geduldet haben hauptverantwortlich.
    Wann wird eine Mitverantwortung endlich erkannt? Wann ist das „Opfergehabe“ endlich zu Ende? ALLE Steuerzahler in der EU sind verraten und verkauft worden! Wir die 99% sitzen alle im selben Euro-Titanic-Boot! EU Buerger lasst euch nicht gegeneinander aufhetzten!

  7. Buerger67
    26. Mai 2012, 11:54 | #7

    Wer nicht ganz auf den Kopf gefallen ist, dem ist bekannt, das es zuerst eine Bankenkrise war und dann erst eine Staats-Schuldenkrise bzw. angebliche Euro-Krise. Der grundsätzlich instabile Zins-Kapitalismus ist „vorprogrammiert“ im Sept. 2007 mit Lehman Brothers voll gegen die Wand gefahren, wie bereits so häufig in der Vergangenheit (1978,1929, usw.). Laut Geheimpapier der EU-Kommission sollen europ. Banken 18200 Mrd. Euro (18,2 Bio. Euro) faule Kredite haben, was 44 Prozent ihrer Vermögenswerte entsprechen soll. Aus diesem Grund werden noch viele Banken in Europa in Insolvenz gehen (wie in den USA), denn unser GG (Art. 23 und 79 GG, Urteil des BVerfG vom 30.06.2009) und der gültige Art. 125 Abs.1 AEUV ermöglichen weder irgendwelche „Rettungs-Schirme“, noch den ESM-Vertrag und den Fiskalpakt, da wir nun einmal in einem Staatenverbund ohne Haftungsverpflichtung leben! Dieses Verbot (Art. 125 Abs.1 AEUV) hat Herr Schäuble zuletzt am 23.05.2012 öffentlich in Reuters bestätigt! Jedes Land und jede Bank hat ihre Eigenverantwortung SELBST zu übernehmen! An Island sollten wir uns ein Beispiel nehmen! Frau Merkel hat nun erkannt, das es keine vereinigten Staaten von Europa ohne die direkte Zustimmg der Völker (Volksabstimmungen) geben wird, wodurch dieser Traum und der Traum der NWO gescheitert ist!

  8. Provi
    26. Mai 2012, 13:09 | #8

    Tolle Logik. Erst verschaffen sich amerikanische Banken für ihre Immobilienkrise einen Bailout, indem sie betrügerische Schrottpapiere mit AAA-Rating unter europäischen Banken verteilen, bis dort keine Bank mehr weiss, welcher anderen Bank sie noch trauen kann und der Interbankenhandel nicht mehr funktioniert.
    Dann werden die Gelder, die gemeinschaftlich bereitgestellt werden, damit die Banken weiterarbeiten können, als Bailout für Deutschland deklariert und deshalb ist Deutschland für die Verschuldung griechischer Politiker verantwortlich. Mit Geldströmen, die ständig in Billionenhöhe herumgezogen werden und die keiner nachvollziehen kann, ist leicht Propaganda zu machen. Und natürlich gegen Merkel. Die ist überhaupt an allem schuld.

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/05/25/griechenland-wo-sind-die-380-milliarden-euro-hilfsgelder-hin/

  9. yoss
    26. Mai 2012, 13:39 | #9

    wenn ein staat durch immer mehr schulden banken reihenweise in schieflage bringt, ist ein kein gutes rezept, das allen anderen auch zu erlauben.
    es gibt keine tsipras-zaubertricks aus der krise, auch noch so viele würdevolle empörungen ändern nix. keine internationale verschwörung, sondern bloss ein land, in dem die unbelehrbaren das sagen haben.
    wann gibt es denn mal zumindest ansatzweise ein wirtschaftskonzept, das die ursachen der krise angeht? oder zahlt sich das nicht aus, weil die EZ eh zahlt?
    wann werden die hauptprofiteure aus der polit/gewerkschafts-mafia zur verantwortung gezogen? oder muss man sich die warm halten, falls man mal wieder eine gefälligkeit von ihnen braucht?
    wann hört man von innergriechischer solidarität, daß etwa die oligarchie inkl. kirche einen beitrag zur sozialen abfederung leistet, und damit meine ich nicht armensuppen, sondern steuerzahlungen und das abschaffen asozialer privilegien?
    trotz aller empathie für tragische schicksale: meine solidarität ist erschöpft.

  10. Max
    26. Mai 2012, 16:32 | #10

    Soll das jetzt ernst gemeint sein? Die Deutschen sollen Schuld daran haben, dass sie in den Euro von Frankreich gepruegelt wurden, Lohnverzicht seid 10 jahren uebten waehrend ehrlich gesagt andere ,diverse Laender Loehne erhielten die einfach nicht ihrer Wirtschaftsleistung gerecht wurden, dazu sind die Deutschen verarmt ,enteignet waehrend man wo Anders Steuerbetrug groessten Ausmaases, Korruption froehnte und sich Milliardare und Millionaere sich aus Griechenland verfluechtigten- Steuerflucht?

    Wer hat den die ueberdimensionalen Gehaelter,Pensionen gezahlt? Das kam sicher nicht von Griechenland und man lebte bis zur jetztigen Offenbahrung gut damit. Sicherlich sind die Banken nicht ohne, aber erstens ist die deutsche Bank schon lange keine Deutsche Bank mehr und Zweitens neigt es sich nunmal zum Ende und man muss Realist werden ,auch wenn es brutal wird.

    Wir wurden Alle vera.. ,aber um es ehrlich zu sagen, dass meiste Leid ,die meiste Muehe ,die meisten Entbehrungen mussten die Deutschen die letzten Jahre hinehmen. Harz 4 , Zwangsarbeit ,Lohnzurueckhaltung, Inflation und Enteignung.

    Das als wirtschaftlich noch starkes Land. Nun sind die Anderen dran auch etwas zurueckzustecken und die Probleme selbst zu bewaeltigen,heisst Korruption abbauen, Steuerfluechtlinge zurueckholen , Aufraeumen, Beamten und Buerokratieabbau.

    Deutschland kann nunmal nicht die halbe Welt weiter finanzieren. Was ist mit Target 2?? Das sind nicht nur Gelder ,sondern Waren die verkonsummiert wurden und die man Niemals zurueckzahlen wollte. Das ist Zechprellerei und Betrug.

    Bitte mehr Ehrlichkeit und Alles beachten.

  11. tms
    26. Mai 2012, 18:08 | #11

    so so.
    jetzt ist der deutsche schuld, wenn die armen griechen zu viel geld geliehen haben.
    die deutschen haben wahrscheinlich mit der pistole gedroht, damit die griechen unser geld nehmen.
    es sollte mal die kirche im dorf gelassen werden.

  12. Lucy Sky
    26. Mai 2012, 18:34 | #12

    @HBS
    Wieso, hat etwa der griechische Staat so viele VW gekauft????
    Verwechseln Sie bitte nicht die Staats- mit der Privatverschuldung! Uebrigens habe ich mir sagen lassen, dass z.B. GB eine hoehere Gesamtverschuldung (also Private Schulden mit einbezogen) hat als GR. Die gekauften autos muessen die Griechen selber abbezahlen!!!!!

  13. anonym
    26. Mai 2012, 19:44 | #13

    die deutschen haben wahrscheinlich mit der pistole gedroht, damit die griechen unser geld nehmen.
    So verkehrt liegst du mit dieser Metapher gar nicht, Respekt.

  14. Sorba
    26. Mai 2012, 20:00 | #14

    Ist schon bemerkenswert wie sich manche forumsteilnehmer aufregen, wenn eine andere darstellung von D lesen…. fakt ist, dass merkel & co. sich antieuropäisch verhalten und durch ihre unkenntnis und kleingeistige unfähigkeit, finanzmechanismen zu verstehen, europa in den dreck gefahren haben. Flasche leer zitiere ich da nur.

  15. Ottfried Storz
    26. Mai 2012, 20:41 | #15

    Die Überschrift des hier geposteten Textes („Merkels Trick, die Verschuldung den Griechen aufzubürden“) hat nichts mit dem Bloomberg-Überschrift („Germany’s Banks Must Assist in Europe’s Cleanup“) zu tun.

  16. admin
    26. Mai 2012, 21:11 | #16

    @Ottfried Storz
    Kann denn Lesen & Verstehen wirklich so schwer sein?
    Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der Beitrag auf der Publikation eines griechischen Mediums basiert, und die ist definitiv so betitelt wie hier wiedergegeben. Um den notorischen Wadenbeißern von vornherein den Wind aus den Segeln zu nehmen, wird außerdem auf den originalen Bloomberg-Artikel verwiesen, der den Titel trägt „Hey, Germany: You Got a Bailout, Too“.
    Wenn schon, dann also bitte Imerisia und Bloomberg schulmeistern, unsere Moderatoren haben solche Faxen inzwischen wirklich dicke!

  17. Michael
    26. Mai 2012, 21:17 | #17

    Die Völker Europas halten, so wie es bei ALLEN Volksabstimmungen, auch in Frankreich und den Niederlanden rauskam, absolut nichts von €uropa. Heute weniger, als je zuvor. Man kann nicht behaupten, dass Griechenland in den vergangenen 10 Jahren etwas FÜR €uropa geleistet hätte. Es bekommt seine wunderbare Drachme zurück und seine Fähigkeiten voll entfalten. Falls Griechenland nämlich nicht aus dem €uro flöge, würde das „Geld“ die Flucht in den Dollar antreten. Dieses „Markt-Geld“ und Sozialismus sind völlig unvereinbar. Der eine ist der sichere Tod des anderen.

  18. Monalisa
    26. Mai 2012, 21:47 | #18

    Ich verstehe nicht, was das für ein Trick sein soll. Die Schulden können eh nicht zurück gezahlt werden. Das weiß auch Frau Merkel.
    Ich kann mir nur vorstellen, dass an der Griechenlandpleite sich einige Spekulanten eine goldene Nase verdienen, weil Andere haften. Das werden aber die wenigsten Griechen sein. Bei denen, wo was zu holen wäre, will oder kommt keiner ran und die anderen haben nix mehr.

  19. CYR
    26. Mai 2012, 23:16 | #19

    @Monalisa
    Du denkst zwar in die richtige Richtung aber es geht nicht um irgendwelche Spekulanten. Merkel ist klar, das die gr. Regierung die Schulden niemals zurückbezahlen wird. Merkel braucht was anderes, nämlich Zeit. Folgende Agenda verfolgt die Bundesregierung.

    1) Die Gläubigerforderungen sozialisieren. Umschuldung und Übernahme der Kredite an die EZB und Co. Verluste werden durch die EU getragen. Vorteil die dt Banken sind nicht unter Druck und andere Staaten die gar keine Kredite an Griechenland vergeben haben oder Ihre Banken dort nicht involviert sind, werden trotzdem mit reingezogen.

    2) Bedienung laufender Rüstungsausgaben. Griechenland ist einer der größten Rüstungskunden Deutschlands. Teilweise werden Kredite an Gr. nur dann gewährt, wenn damit die laufenden Rüstungsvorhaben weiter finanziert werden können. Das Sparen an den Rüstungsausgaben ist nur Kosmetik und betrifft nicht die bilateralen Verträge zwischen GR und D.

    3) Maßregelung. Die harte Sparpolitik in Gr soll in D die Gemüter beruhigen (wir tun was, wir haben die Lage im Griff) und in Gr Bedingungen für Investitionen zu schaffen, für die das dt Kapital interessant ist.
    Und jetzt kommt der Zeitfaktor ins Spiel. Die Schulden Griechenlands wachsen immer noch, die Bevölkerung wird redundant. Und kein einziger Punkt der Agenda ist zufriedenstellend gelöst worden.
    Heute gab es eine Nachricht das EINE! Spanische Bank 100 Milliarden EUR braucht um faule Kredite abzuschreiben. Das ist ein Drittel der griechischen Staatsschulden oder ein Achtel der Summe im Rettungsschirm der EU.
    Diese Nachricht ist jetzt das, was Merkel oder besser gesagt das dt Kapital fürchtet. Unterstützt sie die sp. Bank, so ist jede Forderung an Gr zwecks Sparauflagen hinfällig. Warum hilft man einer Bank und nicht Griechenland, wobei durch die Sparauflagen die ökonomische Basis in Griechenland vollkommen zerstört wird. Unterstützt sie die spanische Bank nicht, wird diese Bank eine monetäre Kernschmelze verursachen, welche die Lehman-Pleite wie ein Kasperle Theater aussehen lassen wird.

    4) Der EURO ist für exportorientierte Nationen viel wichtiger als für importorientierte Nationen. Darum muss alles und jedes getan werden, damit der EURO nicht zugrunde geht.
    Das dt. Kapital betreibt einen monetären Neokolonialismus.

  20. Babbelnett
    27. Mai 2012, 00:14 | #20

    Den Schulden Griechenlands stehen von Griechen angehäufte Vermögen gegenüber.

    Dieser erlauchte Kreis von Griechen (eine Minderheit der Bevölkerung) ist -vermutlich auf unlauterem Wege- somit zu großem Reichtum gekommen.

    Warum holt sich der Staat Griechenland nicht einfach von diesen einheimischen Milliardenprofiteuren über eine adäquate Vermögenssteuer sein Geld zurück?

    Die Antwort ist ganz einfach: Die griechischen Regierungen der letzten Jahrzehnte hängen da selbst ganz tief drin und wollen sich nicht ins eigene Fleisch schneiden und auffliegen.

    Ich lese hier immer, die europäischen Banken wären bei der Griechenlandumschuldung gerettet worden. Dies ist schlicht falsch – nahezu alle Banken, die in Griechenland investiert waren, sind mit hohen Milliardenverlusten konfrontiert worden. Gerettet wurden die Hintern der korrupten griechischen Eliten, welche bis heute verschont blieben und sich mit prall gefüllten Konten ins Fäustchen lachen.

    Griechenland braucht eine Revolution und Geld – dies liegt auf europäscihen Konten und Depots von sehr vermögenden griechischen Staatsbürgern. Dieses Geld sollte zur Genesung des griechischen Staates nicht länger tabu sein und Europa sollte diese Kapitalflüchtlinge und Steuerhinterzieher zur griechischen Staatskonsolidierung ans Messer liefern.

    Nur so hat Griechenland eine Chance!

    Merkel hat wenig Schuld, wenn irgendwelche korrupten Griechen Geld in ihre eigenen Taschen umleiten und somit veruntreuen- allenfalls insofern, dass sie angesichts der bekannten griechischen Staatskorruption überhaupt Hilfsgelder für Griechenland bewilligt hat, was sich als großer Fehler herausgestellt hat.

  21. Sorba
    27. Mai 2012, 01:13 | #21

    bitte bitte babbelnett, babbel ned! CYR: good comment!

  22. Bavaria
    27. Mai 2012, 01:49 | #22

    @CYR
    Wir sollten schon bei der Wahrheit bleiben. Die spanische BANKIA braucht 19 Milliarden und nicht 100. Auch wenn das gewiss keine Peanuts sind, ein kleiner Unterschied ist es schon. Darüberhinaus möchte ich nur darauf hinweisen, dass es neben der EZB die griechischen Banken sind, die bei weitem die meisten griechischen Schuldpapiere in ihren Depots haben. ohne Kredite wären die schon längst zusammengebrochen, mit noch katastrophaleren Folgen für die griechische Bevölkerung. Wer hat den griechischen Politikern eigentlich befohlen, die Steuern von den kleinen Leuten einzutreiben und die großen Gauner laufen zu lassen. Sicher nicht Frau Merkel und der IWF.
    Wieso regt sich eigentlich kein Widerstand dagegen, warum prügelt man eigentlich immer nur auf Merkel und Co. ein und nicht auf Samaras und Konsorten?

  23. Sorba
    27. Mai 2012, 07:42 | #23

    Versteh ich nicht. Die meisten Banken sind schon insolvent. Es kommt eben nur darauf an, wer sie als solche erklärt. Und die D Banken haben soviel schrott in den büchern, das s sie bei einer fairen bewertung sofort insolvent waeren. und dass die gr. Polit. “elite“ nicht nur verbrecher und volksverraeter sind, macht die stellung merkels nicht besser.

  24. Lucy Sky
    27. Mai 2012, 09:47 | #24

    @Bavaria
    „warum prügelt man eigentlich immer nur auf Merkel und Co. ein und nicht auf Samaras und Konsorten?“
    Wer sagt denn, dass niemand auf die griechischen Politiker schimpft? Hier hoert man den ganzen Tag nichts anderes. Das geht so weit, dass die Leute schon enttaeuscht sind, dass die zahlreichen Selbstmoerder nicht mal jemanden von denen mitnehmen.

  25. 27. Mai 2012, 11:15 | #25

    Mein Beileid zu diesen Kommentatoren, es ist Fakt das die Rettungspakete primär dazu dienten die bestehenden Kredite zu refinanzieren. De facto wurden in diesem Prozess private Gläubiger durch Gläubiger der öffentlichen Hände ersetzt, wie richtig bei Bloomberg festgestellt. Banken verabschiedeten sich aus der Finanzierung und das Eurosystem übernahm diese Funktion, entweder über den direkten Aufkauf von griechischen Staatsanleihen und anderen „Wertpapieren“ oder über die direkte Kreditgewährung des Eurosystems an griechische Banken, trotz unzureichender Sicherheiten oder zuletzt über die ELAs, Notliquiditätshilfen der griechischen Zentralbank.

    Ganz sicher verstärkt in einer Rezession auch die Strategie des prozyklischen Sparen den wirtschaftlichen Einbruch und dies macht es einem Schuldner nahezu unmöglich den angehäuften Verbindlichkeiten nachzukommen, angesichts der Tatsache das seine wirtschaftlich Basis, eh völlig unterentwickelt und weiter schwindet. Realer BIP Einbruch von -20% zum Hoch, Einbruch der Industrieproduktion von -33% zum Hoch und der aktuelle Output der Industrieproduktion auf einem Niveau von 1978, Einbruch der Investitionen von -50% zum Hoch, laut VGR, Einbruch der realen Einzelhandelsumsätze von -35% zum Hoch, Einbruch der Summe aller realen Arbeitnehmerentgelte von nahezu -30% zum Hoch usw. Mal noch ein Detail, die Zementproduktion in Griechenland, wichtiges Exportgut ist auf ein Niveau wie zuletzt 1971 erzielt kollabiert. Wer meint mit solchen realwirtschaftlichen Daten auf dem Niveau wie von vor mehreren Jahrzehnten die Schuldenpyramiden von 2012 tragen zu können liegt völlig falsch!

    Dies ist eine der größten Depressionen die je zu beobachten waren. Die Arbeitslosigkeit zog zuletzt auf eine Quote von unbereinigten 22,6% an, die Jugendarbeitslosigkeit auf saisonbereinigte 53,8%, der Aktienleitindex ATHEX hat -93% zum Hoch verloren und der FTSE ATHEX Banks der die Aktienkurse der 9 größten griechischen Banken abbildet -98%. Die Marktkapitalisierung der 9 Banken liegt bei nur noch 2,704 Mrd. Euro.

    Angesichts so eines fundamentalen wirtschaftlichen Desasters sind nicht nur undifferenzierte Austeritätsmaßnahmen die falsche Antwort, sondern auch die Vielzahl der Ausrichtung der Kommentare hier.

    Gruß Steffen

  26. Kel
    27. Mai 2012, 17:38 | #26

    @Querschuss
    Zur schwindenden Wettbewerbsfähigkeit:
    Entwicklung der Reallöhne von 2000 bis 2008 in Prozent
    Griechenland 39,6%
    Italien 7,5%

    Das hat griechische Waren und Dienstleitungen spürbar verteuert.Zumal im Textilsektor, der laut http://www.europa-auf-einen-blick.de/griechenland/export.php ein Hauptexportgut war und ohnehin ein Produkt, mit dem aufstrebende Schwellenländer vorzugsweise zu Billigpreisen die Industrialisierung beginnen. Zumal der hohe Eurokurs den Export in Nicht-Euroländern erschwerte.

    Griechenland hat weder die riesigen Transferleistungen genutzt, noch die billigen Kredite, um eine international konkurrenzfähige Wirtschaft aufzubauen. Statt dessen wurde ein grosser, unglaublich ineffizienter und kostspieliger Staatsapparat aufgebaut.

    Angesichts so eines fundamentalen wirtschaftlichen Desasters,entstanden trotz Zuflusses grosser finanzieller Mittel sind nicht nur weiterere undifferenzierte Zuschüsse die falsche Antwort, sondern auch ihre Aufzählung einer recht wahllosen Vielzahl an Kennzahlen.

  27. 28. Mai 2012, 10:54 | #27

    Hallo Kel,
    warum die Entwicklung der Reallöhne nur bis 2008 (?), aber richtig ist die Löhne stiegen bis dahin gemessen am Produktivitätsfortschritt zu schnell. Nur zur Analyse einer mangelnden Wettbewerbsfähigkeit gehören nicht nur Löhne sondern auch die Preise, die stiegen auch viel zu schnell, sind aber in Punkto Wettbewerbsfähigkeit genauso wichtig. Der Anstieg der Preise ist auch Folge der Währungsunion, in einem gemeinsamen Währungsraum gleichen sich viele Preise schnell an.

    Fakt ist eine Analyse der vielschichtigen Ursachen hilft zur Behebung der aktuellen Rezession nur bedingt weiter, denn die Sparmaßnahmen sind dominierender Bestandteil der Stärke der Rezession.

    Ganz klar würden -30% bei der Summe der realen Arbeitnehmerentgelt in nur wenigen Quartalen in jedem Land der Welt eine Depression auslösen, ebenso ein Einbruch von -50% bei den Bruttoanlageinvestitionen in jedem Land der Welt, einen bereits vorhandenen Rückstand bei Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit schnell vergrößern.

    Das aktuelle Problem ist das Einkommen, Konsum, Investitionen und Wertschöpfung Hand in Hand schrumpfen, also es eben durch Lohn und Konsumverzicht nicht zur Wiederherstellung der Wettbewerbsfähigkeit kommt und auch nicht zu Investitionen die dafür Voraussetzung wären.

    Resümee daraus kann nur sein, entweder waren die „Reformen“ zu schnell und zu hart, also die Anpassung hätte zeitlich gestreckt werden müssen oder die Konzepte des Sparen führen eben nicht zu den Ergebnissen generell, sondern sind der direkte Weg in die Rezession und den Niedergang.

    Aus einem klaren Befund das die bisherigen Maßnahmen die Schuldentragfähigkeit der griechischen Volkswirtschaft nicht gestärkt haben, sondern zusätzlich geschwächt kommt man nicht vorbei. Das du aus meiner Feststellung das undifferenzierte Austerität nicht zum Erfolg führt nun machst „undifferenzierte Zuschüsse“ ist eine Unterstellung. Es geht darum, dass eine Wirtschaft vor allem eine industrielle Basis braucht und diese eh unterentwickelte in Griechenland nicht mit seit 17 Quartalen in Folge zweistellig schrumpfenden Bruttoanlageinvestitionen fit für den Wettbewerb gemacht werden kann.

    Also wäre es bereits ein Erfolg aus zweistellig schrumpfenden Raten, wenigstens niedrige einstellig schrumpfende Raten zu machen. Damit würde auch der BIP-Einbruch gebremst! Unter welcher Agenda auch immer, ohne Investitionen kann man keine Wirtschaft flott machen bzw. unterentwickelte Volkswirtschaften ihren Rückstand verringern.

  28. Sorba
    28. Mai 2012, 15:42 | #28

    Selbst wenn der gr. Staatsapparat 10 mal so groß wäre, ist es nicht das Ergebnis der aktuellen Verschuldung. Die aktuelle Verschuldungssituation beginnt von ca. 1870 hervor, und den immer wiederkehrenden Krediten angeknüpft an die Aufrechterhaltung der alten Krediten. Darunter waren z.B. Waffenlieferungen im 1. und 2. WK. die sich dank der Exponentialfunktion deutlich bemerkbar machen(analyse des Bail outs war in GR seit 1980 bekannt!), und dem sicherlich unverantwortlichen Umgang mit weiteren zinsgünstigen Krediten nach der € Einführung die für einen „boost“ gesorgt haben.

    Aber um die Verkommenheit und die wahren (industriellen) Interesse der europ. Union zu zeigen, gibt es ein ganz wichtiges Beispiel. Nach Schengen hat Europa eine gemeinsame Außengrenze. Wessen Grenzen sind aber bis heute nicht fixiert? – > die Griechischen. De facto hat also Europa KEINE gemeinsame Außengrenze. Warum? Weil die Türkei diese nicht anerkennt und gemäß ihrem Größenwahn Espansion will für ihre weiteren x-millionen kleinen Türken die noch kommen werden. Wie hat die EU GR in dem Prozess unterstützt???? -> Indem sie Waffen an GR UND TR verkauft und insbesondere an jede NEUE Kreditvergabe auch einen WAFFENDEAL zur Bedingung macht. Hauptdrahtzieher: FR und D!! That’s it! Viel Spass in der EUSSR.

  29. Roditisa
    28. Mai 2012, 22:45 | #29

    @yoss
    Sie haben voellig Recht. Die ganze Geschichte ist ermuedend, hochkomplex und kaum durchschaubar. Verwickelt sind Unmengen an Akteuren, die sich alle gemeinsam die Verantwortung fuer dieses Desaster teilen. Wenn man einen dieser vielen Aspekte beleuchtet, schreit der dort involvierte Akteur sofot auf und zeigt mit dem Finger auf einen der anderen. Das ganze ist einfach traurig und bezahlen muessen am Ende mal wieder die kleinen Leute in den verschiedenen Laendern.

  30. Roditisa
    28. Mai 2012, 22:56 | #30

    @Kel
    Hallo Kel.

    Als ich 2004 nach Griechenland zog war ich ziemlich geschockt ueber die Lebenshaltungskosten. Lebensmittel waren teurer als in Deutschland, die Immobilienpreise waren etwa so wie in Muenchen. Ich verdiente damals fuer 56 Stunden die Woche 900 Euro, hatte kein Recht auf Urlaub, Krankheitstage und keinen Kuendigungsschutz. Mir wurde von vielen versichert, das sei ein echt guter Lohn. Ach, und den Job gab es nur von April bis Oktober, denn im Winter ist man auf einer griechischen Insel fast sicher arbeitslos. Arbeitslosengeld stand mir keines zu, ich musste im Sommer genug fuer den Winter zur Seite legen.

    Von noch weniger Lohn haette ich gar nicht leben koennen.

  31. CYR
    29. Mai 2012, 17:39 | #31

    @Bavaria
    Stimmt, es sind 19 Milliarden, ich habe mich beim zuhören der Radiosendung verhört. Trotzdem bleibe ich bei meiner Kernaussage.
    Der kleine Unterschied ist mittlerweile auf 23 Milliarden gestiegen (Spiegel Online von heute), Tendenz steigend. Bei dem Tempo knacken wir die 100 Milliarden locker in einen Monat 

    Die griechischen Banken wurden übrigens geradezu genötigt Staatsanleihen zu kaufen bzw zu halten (so wie auch die Commerzbank, so nebenbei gesagt).

    Die größten Gauner in Griechenland sind die ehemaligen Regierungspolitiker. Und die EU versucht per Propaganda wieder genau die größten Gauner (Samaras und Konsorten) an die Regierung zu bringen. Ist doch schizophren.

  32. Kel
    31. Mai 2012, 11:16 | #32

    @Querschuss
    Natürlich braucht Wirtschaft vor allem eine industrielle Basis und Investitionen.
    Im Fall Griechenland haben sie den Blickwinkel eines Ökonomen. Und den halte ich im Fall Griechenland für ungeeignet.
    Ich möchte hier mal Volker Seitz zitieren:
    „Nicht fehlende Mittel und kolonialistische Spätfolgen hemmen den Fortschritt, sondern mangelnder politischer Wille der Regierungen, mangelndes Verpflichtungsbewusstsein und mangelnde Leistungsbereitschaft, ungenügende Konzepte, eine träge und unzuverlässige Verwaltung und das für die ,res publica‘, die Gemeinschaft, unerlässliche Zusammengehörigkeitsgefühl aller Bürger, das in vielen Staaten nach wie vor fehlt.“

    Er spricht, erschreckenderweise, nicht über Griechenland, auf das diese Worte passen würden, sondern über gescheiterte afrikanische Staaten.
    Und doch kann man die fehlende „res publica“ ebenfalls für die derzeitigen Probleme Griechenlands verantwortlich machen.

    Unterstützt wird diese Einschätzung durch eine Notiz Edmond About von 1858:
    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/griechenland-das-land-lebt-seit-seiner-geburt-im-totalen-bankrott-11645836.html

    In einer Analyse, die recht erschreckend den heutigen Problemen gleicht, schreibt der abschliessend:
    „Man leiht allerdings nur Regierungen, die man für gefestigt hält. Man leiht nur einer Regierung, die man für ehrlich genug hält, ihre Verpflichtungen zu erfüllen. Man leiht nur einer Regierung, die man erhalten möchte. In keinem Land der Welt hat je die Opposition die Staatskasse aufgefüllt. Schließlich: Man leiht nur, wenn man etwas zu verleihen hat.“

    Wunderbar passend für Gesellschaften, die weit über ihre Verhältnisse gelebt haben und sich selbst die „reichen“ Länder die bisherigen Rettungsgelder für Griechenland eigentlich nicht leisten können.

    Seit seiner Beobachtung scheint sich nur der Einfluss der politischen Parteien(beherrscht anscheinend von mächtigen Familien) und Gewerkschaften hinzugekommen zu sein.

    Investitionen braucht Griechenland?
    Griechenland ist kein funktionierendes Land, das durch unvorhersehbare Umstände kurz ins Straucheln gekommen ist.
    Eigentlich ist Griechenland ein Schwellenland, dessen Masse der Gesellschaft durch Transfers anderer Staaten einen (bescheidenen, europäischen) Wohlstand geniessen wollen.
    Wie schreibt Edmond About:
    „Schließlich: Man leiht nur, wenn man etwas zu verleihen hat.“

    Während also Greichenland die Solidaridät seiner europäischen Partner einfordert(die es betrogen hat), sie unverhohlen erpresst mit den wirtschaftlichen Folgen, bedenkt es weder, das selbst die stärksten EU-Länder hoch verschuldet sind noch, das die Bürger einiger Länder, die jetzt für Griechenland bürgen und zahlen, weit entfernt vom gr. Lohnniveau sind.
    Während gleichzeitig die gr. Oberschicht feiert:
    http://www.bilanz.ch/unternehmen/griechenland-akropolis-adieu

    Natürlich muss man eine nüchterne Überlegung anstellen, was denn das kleinere Übel ist. Freilich bin ich der Meinung, das Griechenland selbst mit grosszügigen Hilfen immer wieder an einem Punkt steht, wo es wiederum die Hilfen der immer schwächer werdenen Partnerstaaten braucht.

    Im japanischen Spiel GO gibt es eine Spielsituation, wo man durch Stolz sich den Verlust weniger Steine nicht eingestehen will und immer wieder durch Einsatz weiterer Steine die Niederlage hinauszögert. Bis man unweigerlich verliert.Die Banker nennen eine solche Situation weniger poetisch „gutes Geld schlechtem Geld hinterherwerfen.“

    Ich bin aber ohnehin der Meinung, das der „Club Med“ die EU so geschwächt hat, das die unverantwortliche Politik Griechenland und die unverantwortliche Aufnahme Griechenland in die Eu und Eurozone die EU letzendlich in den Untergang treiben wird.

  33. Rico Coracao
    2. Juni 2012, 12:27 | #33

    Was in diesem Bericht steht, dass wissen die Deutschen schon längst.
    Im Endeffekt gibt es 2 Verlierer: Die Griechen, die nur ca. 15% der Rettungsgelder bekommen haben und 2.die europäischen Steuerzahler, die nun für die Risikopapiere haften, weil die Banken und Versicherer diese Zeit hatten ihre Gelder rauszuziehen.
    Es ist alles eine große Schweinerei, es geht nicht um DIE Griechen oder DIE Deutschen, die kleinen Leute werden in dieser EU komplett übern Tisch gezogen und es geht immer weiter.

  34. CYR
    5. Juni 2012, 12:41 | #34

    @Bavaria
    Kleiner Nachtrag ein Zitat vom Spiegel Online von 05.06.2012

    Obertitele Spanien warnt vor Finanzkollaps
    „Santander ist die größte Bank Spaniens. Experten der Bundesregierung rechnen Medienberichten zufolge damit, dass die spanische Bankenwirtschaft eine Kapitalspritze von 50 bis 90 Milliarden Euro benötigt“.

    Und das ist eine andere spanische Bank als die von letzter Woche. So wie es aussieht brauchen die spanischen Banken bald mehr Geld als der griechische Staat Schulden hat.
    Von den Irländern ganz zu schweigen.
    Und was nun?

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