EZB dementiert Finanzierungsstopp für Banken in Griechenland

19. Mai 2012 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 353

Die Europäische Zentralbank dementiert diverse Medienberichte, laut welchen den Banken in Griechenland die weitere Finanzierung verweigert werden soll.

Hauptthema der Sitzung des Vorstands der Europäischen Zentralbank (EZB) war das griechische Problem, und zwar speziell angesichts der Fakten, welche einen steilen Anstieg des Kapitalabzugs von den griechischen Banken infolge der Ängste zeigten, das Land werde möglicherweise aus der Eurozone ausscheiden.

Griechische Bankiers veranschlagen die Höhe der während der beiden ersten Tage der Woche (sprich am Montag und Dienstag nach den Parlamentswahlen am Sonntag, dem 06 Mai 2012) von den griechischen Banken abgezogen Einlagen auf etwa 1,2 Milliarden Euro. Den enormen Kapitalabfluss hatte im Rahmen seiner Begegnungen mit den politischen Führern zu Bildung einer Regierung bereits auch Staatspräsident Karolos Papoulias in einem dramatischen Appell unterstrichen.

Europäische Zentralbank wird griechische Banken weiterhin finanzieren

Aus diesem Grund erklärte ein Vertreter der EZB, die Europäische Zentralbank werde auch weiterhin die griechischen Banken stützen, und antwortete damit auf Publikationen, laut welchen die EZB angeblich die Einfrierung der Finanzierung der verwundbaren Banken des Landes untersuche.

Den Vorstand der Europäischen Zentralbank informierte in Frankfurt am 16 Mai 2012  der Präsident der Griechischen Bank, Giorgos Provopoulos, über die wirtschaftlichen Entwicklungen in Griechenland und die Lage des Banksystems. Bei der Begegnung der Zentralbanker wurden die Auswirkungen der griechischen Krise auf die Wirtschaft der Eurozone, die kurzfristigen Perspektiven, die Schutzmechanismen auf Ebene der Währungspolitik, aber auch die Aussichten bezüglich der Preisentwicklung erörtert.

Innerhalb der nächsten Tagen werden bei den Kassen der griechischen Banken die ersten 18 Milliarden Euro erwartet, die für ihre Rekapitalisierung bestimmt sind und dem nationalen Banksystem zu zusätzlicher Liquidität verhelfen werden. Die entsprechenden Gelder befinden sich bereits auf einem Sonderkonto der Griechischen Bank.

(Quelle: Vradyni)

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