Euro-Austritt Griechenlands kostet ein Billion Euro

28. Mai 2012 / Aktualisiert: 28. März 2018 / Aufrufe: 701

Die Kosten des Ausscheidens Griechenlands aus dem Euro könnten sich laut Charles Dallara auf über eine Billion Euro summieren.

Der Leiter des Internationalen Bankenverbands (IIF) Charles Dallara vertritt, die Kosten des Ausscheidens Griechenlands aus der Währungsunion werden unermesslich sein und möglicherweise eine Billion Euro übersteigen. „Wer glaubt, Europa und allgemeiner die Weltwirtschaft sei auf ein Ausscheiden Griechenlands vorbereitet, wird das noch mal überdenken müssen„, erklärte „Mister IIF“ charakteristisch in einem Interview mit Bloomberg.

Laut Charles Dallara liegt das Hauptproblem einer solchen Entwicklung in der Höhe des Engagements der Europäischen Zentralbank (EZ) in der griechischen Verschuldung, welches das Eigenkapital praktisch um das Doppelte übersteige. Angesichts dieser Tatsache sei die EZ laut dem Leiter des IIF außer Stande, Liquidität bereitzustellen und den Finanzsektor der Eurozone zu stabilisieren. „Die EZ wird pleite sein, wenn Griechenland aus dem Euro ausscheidet. Europa muss zuerst und vorrangig seine Zentralbank rekapitalisieren.

Die einzige Lösung bestehe darin, dass die Eurozone Griechenland 10 Milliarden Euro für Entwicklungsmaßnahmen gibt, was laut Dallara ein sehr geringer Betrag im Verhältnis zu den Kosten des Ausscheidens des Landes aus der Währungsunion sei.

(Quelle: Proto Thema)

  1. Jörg
    28. Mai 2012, 13:55 | #1

    Na denn Europa zück die Geldbörse

  2. Provi
    28. Mai 2012, 23:32 | #2

    Ach nee, wie bescheiden, nur die geringe Summe von 10 Milliarden mal so zwischendurch für die nächsten paar Tage, und dann noch was und noch was für die geliebte europäische „Friedenwährung“, die hier nie einer verlangt hat. Wir haben nichts mehr und geben nichts mehr.
    Oma, die sich lebenslänglich abgerackert hat, wird seit 10 Jahre die Rente geklaut, und wer es hier (im Gegensatz zu Südländern) in seltenen Fällen aus Trümmern zu Wohneigentum gebracht hat, darf es demnächst an die Bank abtreten, weil die dümmlichen Provinzpolitiker im Brüsseler Zentralkomitee für die Klimalüge Zwangsdämmung vorschreiben wollen, damit er dafür auch noch Kredite bis zum 150. Lebensjahr mit seiner nicht mehr vorhandenen Rente abzahlen darf.
    Die Kapitalmarktnullen müssen schließlich in Sachwerten untergebracht werden.

    Jetzt kommen auch noch die letzten verzockten Banker aus den Ecken gekrochen und wollen bis in alle Ewigkeit vollautomatisch und unantastbar bedienent werden.
    Britische Großbank HSBC: ESM-Geld soll zur Bankenrettung verwendet werden
    http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2012/05/43077/

    Und die Griechen peilen immer noch nichts und denken, es gibt für sie im Euro ne Daueralimentierung zu gewinnen, anstatt dass sie endlich dran arbeiten, mit einer eigenen Währung wieder wettbewerbsfähig zu werden.

  3. Lucy Sky
    29. Mai 2012, 10:05 | #3

    @Provi
    „Und die Griechen peilen immer noch nichts und denken, es gibt für sie im Euro ne Daueralimentierung zu gewinnen, anstatt dass sie endlich dran arbeiten, mit einer eigenen Währung wieder wettbewerbsfähig zu werden.“
    …und die Merkel peilt immer noch nichts und sagt, sie werde es nicht zulassen, dass GR die Eurozone verlaesst…

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