Der Möchtegern-Führer der Chrysi Avgi in Griechenland

1. Mai 2012 / Aktualisiert: 16. Dezember 2012 / Aufrufe: 1.824

Die Sommer-Camps der Cgrysi Avgi … und die Beziehungen zu den Neonazis

Die Laufbahn des Herrn Michaloliakos seit dem Jahrzehnt von 1980 bis heute – Die Zeitschrift, die Reise nach Südafrika, Papadopoulos und die EPEN-Jugend.

Obwohl Herr Michaloliakos die Flugzeuge meidet, befand er sich 1966 in Moskau, auf dem Kongress des russischen Super-Nationalisten Vladimir Zhirinovsky, einer dynamischen Gestalt der 90-er Jahre im neokapitalistischen Russland. Auf dem Parteikongress im November 1992 im Hotel Karavel hatte der deutsche Neonazi Stvan Edward gesprochen, der im weiteren Verlauf in Deutschland inhaftiert wurde. Er hatte als Vertreter der Neonazistischen Partei Südafrikas AWB beigewohnt, die ein Verfechter der „weißen Überlegenheit“ ist.

Viele Male haben bei Versammlungen der Chrysi Avgi Neofaschisten und Nostalgiker des Nazismus gesprochen. Bei einer Kundgebung auf Imia (die jeden Januar erfolgt) sprachen sogar Udo Voigt, bis neulich Sekretär der neonazistischen deutschen Partei NPD, ein Vertreter der neofaschistischen italienischen Partei Forza Nuova und ein Vertreter der spanischen Gardepartei, die dem faschistischen Diktator Franco nahesteht, und riefen bei den Mitgliedern der Chrsysi Avgi Verwunderung darüber hervor, was Franco und die italienischen Faschisten mit den tragischen Ereignissen von Imia zu tun haben. Herr Michaloliakos hört in letzter Zeit natürlich nicht auf zu dementieren, Beziehungen zu italienischen Neofaschisten zu haben.

Im Sommer 2005 versuchte die Chrysi Avgi, in Stylida ein paneuropäisches Sommerkamp der Neonazis zu organisieren, jedoch gingen nicht nur die Einwohner der Region, aber auch die politischen Parteien auf die Barrikaden, und nach dem hervorgerufenen Getöse fiel schließlich der ganze Versuch ins Leere.

Zu den Camps, welche die Chrysi Avgi organisierte, wurden jedenfalls häufig auch ausländische Gesinnungsgenossen eingeladen: „Sie kommen aus Südafrika, Deutschland, Italien, Funktionäre nazistischer, rechtsextremer, rassistischer Organisationen. Zu Beginn begegneten wir den Deutschen mit Ehrfurcht. Je mehr ich sie jedoch erlebte, um so mehr verabscheute ich sie. Sie wachten mittags auf, schluckten in einem Zug eine Flasche Ouzo, hörten harte Musik und warfen im Suff mit rassistischen Beschimpfungen um sich„, meinte Herr Kousoumvris in einem Interview.

Von der Zeitschrift im Jahr 1980 zur Partei der Chrysi Avgi

Die Chrysi Avgi wurde 1980 als Zeitschrift gegründet und erschien bis Januar 1984. Dann wurde ihre Herausgabe nach gewissen Problemen eingestellt, die Herr Michaloliakos mit der Polizei hatte. Er machte die Zeitschrift dicht und ging nach Südafrika. Niemand weiß, was er dort gemacht hat. Mit seiner Rückkehr befindet er sich jedoch in der Position des Leiters der Jugendorganisation der EPEN, und zwar – wie gesagt wurde – auf persönliche Anweisung des damals in der Strafvollzugsanstalt Korydallos inhaftierten Diktators Gergios Papadopoulos.

Ein Jahr später verließ N. Michaloliakos die EPEN unter Vorwürfen gegen die Junta-Anhänger und gründete erneut die Chrysi Avgi. Die Organisation entwickelte sich zu einer Partei, und in den letzten Jahren war ihr Hauptslogan „Ausländer raus aus Griechenland“. Mit diesem Motto zogen sie etliche Anhänger an, ihr düsteres Gesicht sorgfältig verbergend. Wie ehemalige Mitglieder sagen, brüllten sie „Ausländer raus“, und 1997 organisierten sich in der Chrysi Avgi vier Albaner „die nebenbei bemerkt besonders kämpferisch gegenüber anderen illegalen Immigranten waren„. Die Mitglieder der Chrysi Avgi zeigen, dass sie die rassische Reinheit verfolgen, jedoch haben (oder hatten) zwei ihrer Kandidaten Immigrantinnen geehelicht.

Der Führer will, dass seine Leute gewählt werden. Es ist kein Zufall, dass auf den Stimmzetteln seine Gattin Frau Eleni Zaroukia, sein Verwandter Al. Kasidiaris und der Freund seiner Tochter Urania, Herr Art. Mathäopoulos figurieren.

Mit all dem, was geschah (und allem, von dem möglicherweise erwartet wird, dass es zukünftig geschieht) schreibt der ehemalige tapferste Junge der Chrysi Avgi, Herr Kousoumvris, auf Seite 103 seines Buches: „Also, ich habe den Mut zu sagen, dass auch ich in die Falle des erfundenen „fanatischen“ Anhängers eines lächerlichen Möchtegern-Führers getappt bin, eines Wesens, welches die Gesellschaft – wenn sie die elementare Sensibilität besäße – in einen Käfig gesperrt hätte und in der Gegend herumzeigen würde, um die betrübten Kreditnehmer zu belustigen … .

(Quelle: To Vima)

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  1. Maria P.
    1. Mai 2012, 08:42 | #1

    Kein Unterschied zu andere Länder Nazis! Je hohler der Kopf, desto besser folgen sie…

  2. Heinz
    1. Mai 2012, 16:57 | #2

    Leider gehen solchen Rattenfängern immer wieder Menschen auf den Leim. Die Gründe sind vielschichtig, meist ist es die Perspektivlosigkeit.
    Erst recht ein Grund, miteinander zu reden und sich zu informieren. Radikale Wege zu meiden, denn die haben noch nie in der Geschichte etwas gebracht. Leid und Elend waren immer der Schlusspunkt.

  3. V99 %
    1. Mai 2012, 22:25 | #3

    Wie sagte ein Demonstrant bei den heutigen 1.Mai-Demos in Deutschland:
    „Nationalsozialismus ist keine Gesinnung, sondern ein Verbrechen gegen die Menschheit!“
    Warum wird diesem braungeistigem Duennschiss so viel Aufmerksamkeit in der Presse beigemessen?
    Genauer traf es Lt. Aldo Raine alias Brad Pitt in Inglourious Basterds:
    „Nazis kennen keine Menschlichkeit. Sie sind die Fußsoldaten eines judenhassenden, massen-mordenden Psychopathen und gehören vernichtet.“
    NAZIS RAUS!

  4. nikos
    5. Mai 2012, 09:26 | #4

    solche leute muß eine demokratie aushalten können.

  5. Heinz
    5. Mai 2012, 21:50 | #5

    @nikos

    In der richtigen Menge ja. Wehe, sie werden zu viele davon. Dann kann es schnell gehen.

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