Unverschämtheit der Parteien in Griechenland übersteigt jedes Maß

13. April 2012 / Aktualisiert: 14. August 2017 / Aufrufe: 2.027

Die Parteien der Koalitionsregierung Papadimos in Griechenland haben sich kurz vor den Wahlen unpfändbarer staatlicher Zuschüsse in Höhe von 29 Millionen Euro versichert.

Wer fasste den Beschluss über Pfändungen zu Lasten eines jeden Bürgers, der dem Fiskus mehr als 300 Euro schuldet? Die Parteien der Koalitionsregierung Papadimos – als Ergänzung des anderen grandiosen Beschlusses über die Schnellverurteilung aller, die 5.000 Euro oder mehr schulden. Wann fassten sie ihn? Kurz vor den Wahlen. Was geschah sonst noch in den selben Tagen? Die selben Parteien der selbigen Koalitionsregierung verfügten die Unpfändbarkeit ihrer eigenen Zuschüsse gegenüber ungeheuren Verbindlichkeiten aus niemals geregelten Mondkrediten von Banken.

Das Thema ihres eigenen Schutzes wiederum wurde weltweit mittels der Massenmedien durch den Kakao gezogen und gelangte bis zur Kommission, da es der Vorsitzende der Liberalen im Europa-Parlament Guy Verhofstadt mit seinem Schreiben an den unbestechlichen und konsequenten Präsidenten der Kommission José Barosso stellte. Verhofstadt fragt sich in seinem Schreiben anfänglich, wie es angeht, dass die beiden Hauptparteien, die „für die heutige Situation verantwortlich sind, zu Lasten der Steuerzahler staatliche Zuschüsse erhalten„.

Wie lässt sich die Unverschämtheit (der Parteien und Politiker) messen?

IIn einem anderen Punkt geht Verhofstadt noch weiter und argumentiert, dass es gerechter wäre, die Maßnahmen zur volkswirtschaftlichen Angleichung, welche den griechischen Bürgern auferlegt wurden, „von denen viele mit der Arbeitslosigkeit und der radikalen Senkung ihres Einkommens konfrontiert sind“, auf die Politiker und die politischen Parteien anzuwenden. Und wenn bis hier die Grenzen zwischen harter Kritik und Populismus seitens des Herrn Verhofstadt kaum auszumachen erscheinen, ist die nächste Unterstreichung absolut klar und beweist … griechisches Insider-Wissen: diese beiden Parteien, „die bereits völlig überschuldet sind“, erwerben mit der Bezuschussung „einen ungeheuren Vorteil„. Offensichtlich gegenüber den anderen (Parteien).

Wenn die Finanzierung der Parteien so oder so ein schwieriges Thema für eine große Diskussion darstellt, ist die gesamte Logik der zeitlosen politischen Zuhälter dieses Landes jedenfalls hoffnungslos problematisch. Nicht einmal während der letzten Tage vor den Wahlen können die wackeren Burschen verbergen, wer sie sind – und was sie sind. Lassen wir uns also in Erinnerung rufen, dass diese beiden Parteien zur selben Stunde, wo sich wegen Lappalien Vermögen zu pfänden anschicken:

  1. Mehr als 200 Millionen Euro an Banken schulden und mit den Beträgen der staatlichen Zuschüsse besichert haben, welche sie in Zukunft erhalten werden – und die Banken haben diese Sicherheiten akzeptiert und nicht einmal berücksichtigt, dass es diese Zuschüsse entweder wegen der Schrumpfung der Parteien oder wegen der Senkung der Zuschüsse irgendwann überhaupt nicht mehr geben könnte.
  2. Im Gegensatz zu KKE und SYRIZA, die ihre Schulden bereits reguliert haben, PASOK und ND darin fortfahren, unbekümmert zu pfeifen und sogar die Unpfändbarkeit der Zuschüsse gegen ihre Verbindlichkeiten zu etablieren.
  3. Die Regulierung der Kredite der privaten Schuldner bei den Banken verweigern und damit – angeblich – das Banksystem vor den zermalmten Konsumenten, Entlassenen und barbarisch „Frisierten“, jedoch nicht ihrem eigenen (alt-) parteilichen Ego schützen.
    Hierzu ist anzumerken, dass sogar auch der … IWF in einem diesbezüglichen Bericht über Griechenland unterstützt, dass es zur Belebung des heimgesuchten Wohnungsmarktes zweckdienlich sei, Umschuldungsprogramme für die privaten Haushalte wie jene umzusetzen, die in Island (!) umgesetzt werden und 1930 in den USA umgesetzt wurden und die Pleiten und Pfändungen mindern und bei der Abzahlung der Schulden helfen. Ziel, laut dem … IWF: die Abwendung eines Teufelskreises des Absturzes der Preise auf dem Wohnungsmarkt und der gesamten Nachfrage.
  4. Sich weigern, die 6,5 Mrd. Euro zu zahlen, die der Staat dem privaten Sektor und natürlichen Personen schuldet, damit die Einnahmen des Staates vorrangig den Gläubigern zugute kommen.
  5. Ohne Gegenleistung jede Art von Forderung aus der schmutzigen Aktivität der Siemens in Griechenland streichen, während sie keinerlei Überprüfung in ihren Kassen oder den Taschen eidbrüchiger Politiker durchgeführt haben, um die 100 Millionen Mark ausfindig zu machen, die als Schmiergelder gezahlt wurden, damit die deutsche Firma öffentliche Aufträge zugeschlagen bekommt.
  6. Das unmögliche Gesetz über die Verantwortung von Ministern beibehalten, das die Kontrolle in Bezug auf Handlungen oder Unterlassungen verhindert, welche das Land und die Gesellschaft schädigten.
  7. Das Parlament mit hunderten Novellen bombardierten, um – abgesehen von den üblichen Auflagen des Memorandums – wenige Tage vor den Wahlen jede Art von „Gefälligkeiten“ zu regeln.
  8. Die Gesamtheit des staatlichen Vermögens zur abscheulichsten spekulativen Nutzung feilbieten.

Die Liste der von uns (Anmerkung: gemeint ist die Zeitung „Pontiki“) von Zeit zu Zeit verzeichneten entsprechenden und ähnlichen Fakten nimmt offensichtlich kein Ende. Auch dies Wenige zeigt jedoch auf, wer – und was – diejenigen sind, die auf der einen Seite die Pfändung von Vermögen wegen Kleinigkeiten verfügen und auf der anderen Seite … Stimmen wollen.

Es ist eine der Situationen, in denen die Suche nach der aggressiven Definition der Unverschämtheit eine sehr schweres Unterfangen ist …

(Quelle: To Pontiki)

  1. Papas
    13. April 2012, 11:34 | #1

    Hallo Ihre Interessierten an Griechenland News !

    Ich lese hier leider ständig nur „Müll“ .
    Alle schauen zu wie die Politiker in Griechenland Ihre Taschen füllen.
    Bin extrem wütend dass das Volk immer und immer wieder ausgenommen wird.

    Leider ist keine Änderung erkennbar.

    Armes armes Griechenland !
    ………………………………………………….

    Schade dass auch die Intellektuellen in Griechnland nur auf der Nehmerseite sind.

  2. Juls
    13. April 2012, 12:59 | #2

    Man hat es in Griechenland in der Hand

    am 6.5. ist Wahltag………

  3. Ariadne
    13. April 2012, 18:00 | #3

    @Juls
    Und wie genau haben es die Griechen am Wahltag in der Hand? Was sollen sie Ihrer Meinung nach konkret tun?

  4. 13. April 2012, 19:06 | #4

    Man kommt als Bürger immer mehr zum Schluss, dass die Bevölkerung sich nur noch mit Selbstjustiz wehren kann. Freiwillig werden diese kriminellen Psychopathen und selbsternannten EUliten nicht aufhören.

  5. iaourti iaourtaki
    14. April 2012, 00:17 | #5

    @Papas
    Ich dachte immer die sitzen im Knast, weil sie gekämpft haben oder kriminalisiert wurden. Also die Briefe, die man von dort so lesen kann, z.b. übersetzt auf Contrainfo, besitzen auf jeden Fall mehr analytische Schärfe als jedwede „Verschwörungstheorie“ oder Parteiengesabbel, ganz zu schweigen von den Papageien der freien Presse, die, obwohl sie längst selber im Fadenkreuz der schädelbrechenden Schergen der Repression sind, dafür sorgen, daß die Prozesse der Gefangenen unter Ausschluß der Öffentlichkeit stattfinden können und Leute ohne echte Beweise für Jahrzehnte einfahren.
    Hier wurden Texte von Leuten, denen die Marfinmorde untergeschoben werden, übersetzt. Sie beleuchten die Situation mal im meist ausgeblendeten Kontext der Repression und den Methoden des Staates, außerdem ist zu erwarten, daß die „Beweise“ die nächsten Tage immer zwingender werden, damit sie sich im Wahlkampf so richtig ausbreiten können; nicht umsonst ist das Bürgerschutzministerium wieder in der Hand des Politikers, der zugeben mußte, daß er aufgrund seiner Terroristenjagd, abzustimmende Memorandumsgesetzestexte nicht gelesen hatte.
    http://de.contrainfo.espiv.net/2012/04/06/athen-briefe-von-beschuldigten-nach-der-brandstiftung-an-einer-bank-und-dem-tod-von-drei-angestellten-in-athen/

  6. Monalisa
    14. April 2012, 09:20 | #6

    Wie kommt Griechenland aus diesem Dilemma heraus? Leider ist es nicht nur ein griechisches Problem, dass die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden.
    Wo ist die politische Alternative?
    Vielleicht ist Obamas Veröffentlichung seiner Steuererklärung ein Lichtblick. Die zeigt nämlich, dass Kandidat Romney mit Kapitalanlagen mehr Geld scheffelt und prozentual weniger Steuern zahlt, als der US Präsident mit seiner Arbeit.
    Wann kommen endlich Parteien ans Ruder, welche die Lobbyisten zum Teufel jagen, in dem sie Politik und Wirtschaft trennen? Wann werden Politik und Politiker endlich transparent?

  7. iaourti iaourtaki
    15. April 2012, 00:59 | #7

    @Monalisa
    Leider ist der Hr. Obama auch nur die eine Seite der Medaille, die sich Ein-Parteien-Staat mit Fraktionen nennt, mehr nicht. Im Wahlkampf zu seiner ersten Kandidatur sprach er von „allen Rassen“, gemeint damit waren Schwarze, Asiaten, Spanische und Weiße und erst 14 Tage vor den Wahlen fielen ihm die Indianer ein, man nennt das auch „all-american-race“ und dann hat der Kerl auch die Frechheit Griechenlands Unabhängigskeit mit der der „Amerikas“ gleichzusetzen…
    In Griechenland wurde längst das Parteiengesetz längst verschärft, also wirst Du in der Richtung nichts erwarten können; selbst die stalinistische KKE, als erklärter Eurogegner, würde niemals innerhalb von 2 Jahren zur Drachme zurückfinden – auch wenn ich das generell als zu spät erachte – man nennt das dann Sachzwänge…
    Wenn man so die Blogs verfolgt, dann reicht den meisten offensichtlich, daß überhaupt ein Wahltermin festgesetzt wurde, aber was kommt, wenn viel zu wenig Leute wählen gehen, weil sie längst begriffen haben, daß es kein perfektes Verbrechen gibt, außer „Demokratie“?

  8. Monalisa
    15. April 2012, 08:57 | #8

    @iaourti iaourtaki
    Und durch was willst Du die Demokratie ersetzen? Durch Utopia, durch ein Staatswesen, bei dem die Menschen den Verstand und die Verantwortung an einige Wenige abgeben?

    Das größte Problem einer Demokratie ist, sie braucht verantwortungsbewusste und aufgeklärte Demokraten. Leider sind solche Menschen den jetzigen regierenden Pseudodemokraten ein Dorn im Auge, weil zu unbequem. Sonst hätte man schon lange demokratische Schulen, in denen die Kinder Methoden und Fähigkeiten selbst entwickeln, anstatt den Lernstoff von lustlosen Lehrern vorgekaut zu bekommen, ihn für die nächste Arbeit auswendig lernen und dann wieder vergessen.

    Aber trotz ihrer Unzulänglichkeiten ist mir die Demokratie am A.. lieber, als jede Ideologie im Gesicht.

  9. Juls
    15. April 2012, 16:43 | #9

    @ Ariadne

    was man konkret tun kann.?..

    Man studiert halt mal ordentlich so die Parteiprogramme und sucht sich dann,
    das Richtige heraus…..so einfach ist es!

  10. Griechin62
    16. April 2012, 02:20 | #10

    @Ariadne

    was man konkret tun kann ist, genau das was Juls geschrieben hat, zusätzlich die Ohren und den Geist öffnen und auf jedem Fall wählen gehen!!!!

  11. iaourti iaourtaki
    16. April 2012, 14:57 | #11

    @Monalisa

    KATALIPSI! ist die meist gesehene und propagierte Parole der griechischen Revolte, und wenn mensch es mal genau nimmt, sollte die Occupy-Bewegung eigentlich einen griechischen Namen bekommen …

    … und die Frage wäre ja eigentlich: Ist das denn überhaupt Demokratie?. Und was ist denn überhaupt Demokratie?

  12. Ariadne
    16. April 2012, 14:47 | #12

    @Juls
    „Das „Richtige“? – Was ist denn für Griechenland „das Richtige“?

  13. Juls
    16. April 2012, 19:32 | #13

    @Ariadne

    wer bin ich denn, dass ich den Menschen sage, was richtig ist….ich kann doch niemand meine Meinung aufdraengen……aber wenn man wie auch schon Griechin62 sagt, zusaetzlich Ohren und Geist oeffnet (besonders den Geist!) dann sollte man langsam, aber sicher drauf kommen … (Programme der Parteien durchlesen!),,,,,

  14. Markus
    17. April 2012, 02:37 | #14

    An Stelle der Griechen würde ich Reichskommissar Papademos und Gauleiter Reichenbach gleich hinrichten lassen.

  15. Griechin62
    17. April 2012, 02:50 | #15

    @Ariadne

    Das Richtige sollte sein, sich wohl füllen zu können, indem man atmen, in Würde leben, arbeiten kann und sterben kann!!
    Das Richtige ist, sich in Bewegung zu setzen, zu erkundigen, zu informieren, sich Gedanken machen, was ist das Richtige für die Gemeinschaft und die Zukunft der Kinder ist!
    Sich zu fragen, in welchem Umfeld und mit welchen Werten ich leben und möchte und wünsche, dass meine Kinder groß werden!? Sich zum Gang zur Wahlurne zu entscheiden, den Wahlzettel auszufüllen und zu hoffen, dass mehr Menschen das Richtige gewählt haben; so einfach ist es!!
    Sollte es nicht so sein, weiter kämpfen bis das Richtige regiert!

    Bitte entschuldigt, dass ich so „blöd“ schreibe, aber ich kann nicht ertragen, was da in GR los ist, und diese Resignation der Bürger macht mich wütend!

  16. Juls
    17. April 2012, 08:43 | #16

    @ Griechin 62
    warum kannst du nicht ertragen, was in Griechenland los ist? Du scheinst hier nicht in Griechenland zu leben, sonst wuerdest du mit leben, was hier los ist.
    Mache doch mal den Fernseher an oder schlage ein paar griechische Zeitungen auf…..der „arme“ Mensch wird derart vollgelabert, dass er nicht mehr weiss, was vorne und hinten ist…..ich bin ja nun keine Griechin, aber ich kann all diesen „Mist“ auch schon nicht mehr hoeren und sehen……es reicht nicht einmal oder zehnmal, es muss so lange sein, bis einem schlecht wird. Den Menschen hier hier wird die Angst foermlich eingetrichtert, wenn ihr nicht PASOK oder ND waehlt, geht es raus aus dem Euro oder raus aus der Europaeischen Union und und und …..das es aber genau diese beiden Parteien waren, die seit Jahren mit Hilfe der Waehler den Karren in Griechenland dahin gefahren haben, wo er heute steht…das wird nicht anscheinend vergessen. Obwohl jetzt ein Korruptionsfall nach dem anderen auf den Tisch kommen und man sich fragt, hat denn niemand gemerkt was da lief….kommt man langsam immer mehr dahinter, dass die Politiker nicht

    zum Wohle des Volkes (wie es so schoen heisst) gehandelt hatten, sonder nur zum Wohle ihrer Hosentaschen…..dass sie sich ihre Waehlerstimmen mit allen Mitteln gekauft haben…und das natuerlich auch jetzt wieder machen werden…..

    wie kann man sich denn wohl fuehlen…wenn man irgendwann nicht mehr das notwendigste zum Essen kaufen kann…wenn man nicht weiss, ob sein Kind nach jahrerlangem Lernen noch einen Arbeitsplatz findet. Wenn dem kleinen Mann und Rentner das letzte Hemd ausgezogen wird und die obere Elite weiterhin ueber das normale Mass leben, Bodygards hier , Luxuslimosinen da…dicke Gehaelter und Zuwendungen, Steuerflucht, Schmiergelder rauf und runter…und ich weiss nicht, was noch alles…..

    das musst du mir mal irgendwie erklaeren….von Weitem sieht alles so einfach aus, aber mittendrinnen laeuft ein anderer Film!

  17. Juls
    17. April 2012, 08:49 | #17

    Markus :An Stelle der Griechen würde ich Reichskommissar Papademos und Gauleiter Reichenbach gleich hinrichten lassen.

    Markus , ich kann sehr oft die Wut hier verstehen….., aber das ist nun wirklich nicht die Loesung der Probleme…….der Weg muss ein anderer sein! Die beiden Herren haben andere Interessen hinter sich stehen, sind also auch nur ausfuehrende Organe.

  18. iaourti iaourtaki
    17. April 2012, 12:01 | #18

    @Markus
    Hinrichten und natürlich „lassen“, warum machst Du dir nicht selbst die Hände schmutzig? Diese Schädel sind zwar voll die Dödels, aber Nazis sind sie nicht. Know your enemy! Und wer sind überhaupt „die Griechen“?

  19. iaourti iaourtaki
    17. April 2012, 12:06 | #19

    @Griechin62
    Seit wann sind denn Wahlboykott und ungültig stimmen Resignation? Depression ist teilweise beklemmend und trotzdem raffen sich immer wieder welche auf und sorgen dafür, daß der griechische Joghurt weltbekannt wird.

  20. Heinz
    17. April 2012, 14:14 | #20

    @Griechin62

    Zitat: „Das Richtige ist, sich in Bewegung zu setzen, zu erkundigen, zu informieren, sich Gedanken machen, was ist das Richtige für die Gemeinschaft und die Zukunft der Kinder ist!“

    Genau so ist es. Das Falsche ist, zu sagen: Was ist für mich das Richtige, was für MEINE Kinder.
    So etwas wie einen Gemeinschaftsgedanken zu entwickeln, das wäre das Richtige.
    Nicht leben nach dem Motto: Die anderen Menschen sind alle so egoistisch, denken alle nur an sich. Nur ich denke an mich.

  21. Ariadne
    17. April 2012, 16:10 | #21

    @Griechin62
    Wäre ich Griechin und könnte wählen, ich wüsste echt nicht, wen! „Weiter kämpfen bis das Richtige regiert!“ – Wie soll das gehen? Darum nochmals meine Frage: Was ist „das Richtige“, und wer vertritt das? Für wen oder was sollen die Griechen kämpfen bzw. wen sollen sie wählen, damit „das Richtige“ regiert?

  22. Ariadne
    17. April 2012, 16:25 | #22

    @Griechin62
    Gehen Sie davon aus, dass die Partei, welcher Sie am 6. Mai Ihre Stimme geben werden, Ihren Träume bzw. Vorstellungen gerecht werden wird?

  23. Heinz
    17. April 2012, 18:09 | #23

    @Ariadne

    Für mich ist wählen Pflicht, das ist Fakt. Wir müssen nur alle die fragen, welche keine Wahl haben.
    Und wenn ich wähle, suche ich mir das kleinste Übel heraus. Wenn das konsequent praktiziert wird, werden die Zustände langsam besser, weil sich die anderen Parteien anpassen müssen. Die wollen ja schließlich alle an die Macht. Das funktioniert, auch wenn es hier sicher keiner glauben wird.
    Beispiel Deutschland: Die CDU in der Adenauerzeit hatte die absolute Mehrheit. Hätten die Andersdenkenden nun nicht gewählt, weil sich ja sowieso nichts ändert, hätte Deutschland nicht bereits 1969 eine völlig neue Regierung mit total anderem Programm gehabt.

    Also, es ändert sich doch etwas.

    Allerdings wird es so sein, dass Griechenland sicher zuerst einmal eine große Koalition braucht, für die nächste Wahlperiode. Denn die schlimmen Entscheidungen sind noch zu treffen, da sollte sich niemand irgendwelche Illusionen machen. Und das kann nur eine starke Mehrheit entscheiden. Kleine Parteien drücken sich davor. Dazu gibt es rundherum genug Beispiele, wo Regierungen genau aus diesen Gründen geplatzt sind.

  24. Griechin62
    18. April 2012, 00:52 | #24

    @Juls

    Ich lebe nicht in GR, ich lebe seit 1966 in D und ich bin nicht allein auf dieser Welt, ich habe meine gesamte Familie in GR. Unten sind 9 Familienmitglieder (alles keine Beamten) davon haben nur 2 eine Arbeit mit gekürzten Gehältern und zwei sind in einer Ausbildung, der Rest ist Arbeitslos (bekommen kein Arbeitslosengeld mehr) oder noch zu jung oder zu alt! Ich helfe von hier aus, soviel ich kann!! Also weiß ich schon, mit was meine Landsleute dort unten zu kämpfen haben!

    Nein leider sieht es für mich vom Weiten nicht besser, nicht einfacher und auch nicht leichter aus!! Ich bin mitten drin und bei mir läuft der Film im Kopf und in der Seele genauso schlimm, wenn nicht schlimmer ab!! Viele sagen mir unten, dass ich es schlimmer empfinde als die, die mitten drin sind, und ich mir viel zu viele Gedanken und Sorgen darüber mache; sie hätten sich schon daran gewöhnt! Was auch immer das zu bedeuten hat.

    Ich tue neben arbeiten, essen und versuchen zu schlafen (trotz Sorge um meine Heimat und meiner Familie) nichts anderes, als mich fast täglich zu informieren, durch griechisches Fernsehen und Internet!!

  25. Griechin62
    18. April 2012, 01:01 | #25

    @iaourti iaourtaki

    seit dem wir in dieser Verfluchten Krise stecken!!!
    Depression kann man sich hinterher leisten, wenn wir die Krise überwunden haben!!
    Und griechischen Joghurt esse ich lieber, als irgendwelchen korrupten, gewissenlosen Politiker ins Gesicht zu schmeißen, wäre mir zu schade und gut für diese Menschen. Kot aus unserer Abwassergrube, wäre passender!!

  26. Griechin62
    18. April 2012, 02:21 | #26

    @Ariadne

    Leider werde ich nicht wählen können, weil D zu weit von GR ist und für eben mal hin, wählen und zurück, ist es mir wichtiger das Geld an meiner Familie zu schicken!

    Ich versuche mich zu informieren, welche Parteien es in GR noch so gibt und welche Ziele und Programme sie angeben, um meine Familie, darüber zu informieren, weil nicht alle Parteien im Fernsehen gezeigt werden und sie kein Internet haben.
    Ich würde eine harmlose Partei wählen, so als kleine mitwirkende Partei, die GR vielleicht gut tun könnte; vielleicht so als Beispiel, die Grünen!?
    Etwas grüner Gedanke, würde GR nicht schlecht tun, obwohl das eine Partei wäre die momentan GR nicht aus der Krise bringen würde, aber auch nicht schaden.
    Dann gibt es eine neue Partei, gegründet von normalen Bürgern. Deren Vorrausetzung ist, um in die Partei reingenommen zu werden, nie eine Politikerkarriere ausgeübt zu haben, sauberes Führungszeugnis, ein gesundes Selbstbewusstsein, Gerechtigkeitssinn und Liebe für die Heimat.
    Sie sind pro Europa und Euro, haben Programme, Ideen und Werte zusammen gestellt, die sie zusammen gesetzt haben aus verschiedenen Systeme der Europäischen Nationen und es mit positiven griechischer Kultur und Gedankengut gefüllt. Das wäre die Partei, die ich mir für mein GR, die Gemeinschaft, meine Kinder (die ich nicht habe) und meine Träume vorstelle!
    Sollten sie es wirklich schaffen ins Parlament rein zu kommen und es auch alles so ehrlich meinen, könnte es der Beginn für die Veränderung in GR sein!?

    Nur leider scheint das Wahlgesetz in GR so zu sein, dass solche Parteien nicht so einfach gewählt werden können und es ihnen in den Medien nicht einfach gemacht wird, um sich bekannt machen zu können!
    Ich habe bei der Partei in Athen angerufen, um zu fragen, wie man an deren Stimmzettel ran kommt! Leider ist es so, dass ihnen noch vier Bundesländer fehlen, in denen sie keinen Abgeordneten haben, somit dürfen sie laut Wahlgesetzt dort keine Stimmzettel verteilen und wir gehören leider zu einen dieser Bundesländer! Ja, ihr habt es richtig gelesen, kein Abgeordneter, kein Stimmzettel; das ist auch griechische Demokratie!
    Diese Partei soll, laut ihrer Aussage, schon über 3% erreicht haben und das, ohne dass man ihnen die großen Möglichkeiten und Chancen gibt, um ein guten Bekanntheitsgrad zu bekommen. Alles nur von Mund zu Mund Propaganda, Wahlveranstaltung, Facebook und Internet!!
    Die Partei heißt; „ Dimiourgia Xana“. Es gibt deren Seite auch in Teils Deutsch und Englisch. Es gibt auch Videos im Internet von deren Wahlveranstaltung.

  27. Juls
    18. April 2012, 10:51 | #27

    Griechin62 :@Juls
    Ich lebe nicht in GR, ich lebe seit 1966 in D und ich bin nicht allein auf dieser Welt, ich habe meine gesamte Familie in GR. .
    Ich tue neben arbeiten, essen und versuchen zu schlafen (trotz Sorge um meine Heimat und meiner Familie) nichts anderes, als mich fast täglich zu informieren, durch griechisches Fernsehen und Internet!!

    das du nicht in Griechenland lebst hoert man aus deinen Texten heraus…..auch wenn du zig Familienmitglieder in Griechenland hast, kannst du dich nun mal nicht in diese Lage hineinversetzen. Ich habe auch all meine Familienangehoerigen in Deutschland leben, trotzdem weiss ich genau, dass ich mich nicht in deren Sorgen und Noete des taeglichen Lebens hineinversetzen kann, weil ich es nicht aus naechster Naehe miterlebe…..Du selbst haelst es nicht fuer noetig zu waehlen, sage mir nicht es ist dir zuviel Geld….man koennte es prima mit Urlaub verbinden gerade wenn man seine Familie in Griechenland hat. Meine Tochter kommt extra aus Kreta angeflogen, weil sie nur den Samstag und Sonntag frei hat und fragt auch nicht bei ihrem geringen Gehalt, dass es sich finanziell nicht lohnt……sie sagte mir: Mama egal wegen dem Geld, es lohnt sich allemal…denn zum Einen sehe ich Euch alle (auch wenn es nur ein paar Stunden sind) und zum anderen tue ich waehlen, denn ich will mir nicht selbst vorhalten, nicht den Versuch gemacht zu haben, die Lage zu aendern.

    Also pack dich ruhig in einen Flieger und sei ein gutes Beispiel fuer deine Verwandten, waehle (denn das ist doch sehr wichtig fuer Dich) und gleichzeitig kannst du dann vieles aus naechster Naehe betrachten und deine Verwandten mal wieder fest in den Arm nehmen………..waere das nicht einen Flug in die Heimat wert??

  28. Neracaren
    18. April 2012, 12:00 | #28

    Im griechischen Wahlrecht gilt eine Drei-Prozent-Klausel. Die Stimmen kleiner Parteien, welche diese Hürde nicht überschreiten können, werden nach griechischem Wahlrecht in der Sitzverteilung automatisch der stärksten Partei zugeschlagen, um eine Regierungsbildung zu erleichtern.

    Kann man es also wirklich wagen, kleinere Parteien zu wählen??? Schlau eigefädelt von den Großen…..

  29. admin
    18. April 2012, 12:33 | #29

    Neracaren :

    … Die Stimmen kleiner Parteien, welche diese Hürde nicht überschreiten können, werden nach griechischem Wahlrecht in der Sitzverteilung automatisch der stärksten Partei zugeschlagen …

    Diese Aussage ist definitiv unwahr, was soll mit solchen gezielten Falschinformationen bezweckt werden? An der 3%-Hürde (zur Erinnerung: in Deutschland 5% …) scheiternde Partein werden bei der (Gesamt-) Verteilung der Sitze eben sowenig wie die auf diese Parteien entfallenden Stimmen berücksichtigt.

  30. Griechin62
    18. April 2012, 12:42 | #30

    @admin
    „An der 3%-Hürde scheiternde Partein werden bei der (Gesamt-) Verteilung der Sitze eben sowenig wie die auf diese Parteien entfallenden Stimmen berücksichtigt.“

    Was heißt das; bekommen kleine Parteien, welche die über 3% Hürde überschreiten Sitze im Parlament oder nicht ?

  31. Neracaren
    18. April 2012, 12:54 | #31

    Das dachte ich (natürlich) auch, aber z.B. Bei Wikipedia findet sich genau diese Aussage – und wenn die falsch ist, fragt man sich zurecht, was so eine Falschaussage bezwecken soll. Mich haben griechische Freunde auf dieses Gesetz hingewiesen und ich finde es, wenn es denn so ist, skandalös.

  32. admin
    18. April 2012, 13:20 | #32

    @Griechin62
    Nach dem derzeit (!) geltenden Wahlgesetz werden für den Einzug ins Parlament in der Praxis ungefähr (!) 3,6% aller gültigen Stimmen benötigt (der exakte Wert hängt davon ab, wie viele Parteien die 3%-Hürde überwinden).

  33. admin
    18. April 2012, 13:21 | #33

    @Neracaren
    Im Internet findet man auch Karten, auf denen die Erde noch als Scheibe dargestellt wird …

  34. Neracaren
    18. April 2012, 13:34 | #34

    admin :
    @Neracaren
    Im Internet findet man auch Karten, auf denen die Erde noch als Scheibe dargestellt wird …

    Ich werde das weiter recherchieren …

  35. Griechin62
    19. April 2012, 01:18 | #35

    Also pack dich ruhig in einen Flieger und sei ein gutes Beispiel fuer deine Verwandten, waehle (denn das ist doch sehr wichtig fuer Dich) und gleichzeitig kannst du dann vieles aus naechster Naehe betrachten und deine Verwandten mal wieder fest in den Arm nehmen………..waere das nicht einen Flug in die Heimat wert??

    Liebe Juls, es ist nett gemeint von Dir und ich weiß genau was Du mir sagen will damit.
    Ich habe so schon ein fürchterliches schlechtes Gewissen und teils bin ich auch böse darüber, dass die Wahlen am 6.5. sind und nicht später.

    Aber glaube mir, wenn es mir möglich wäre, wären diese Wahlen für mich die Wahlen, wo ich sehr gerne wählen gehen würde; da ich auch noch diesmal genau weiß, was ich wählen würde!!
    Deshalb bin ich auch sauer darüber, dass GR uns nicht die Briefwahlmöglichkeit gibt!!

    Nur hat jeder Mensch auch ein Leben und manchmal gibt es Umstände die einem was anderes aufzwingen. Und das man nicht alles von sein Leben im Internet schreiben will und sollte, versteht sich von selbst.

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