Karatzaferis zu Parlamentswahlen 2012 in Griechenland

29. April 2012 / Aufrufe: 1.494

Abgesehen davon beharre ich darauf, dass eine historisch noch nie geschehene Zersplitterung der Zentrums-Rechten existiert. Gibt Ihnen diese Zersplitterung am nächsten Tag zu denken? Kann die Rechte vereint werden?

Nein, führen Sie es nicht dahin, das ist falsch. Es sind keine topographischen Differenzen. Hier geht es darum, wer national denken kann, wer Verstand hat um ihn zu benutzen. Zwischen Venizelos und Samaras besteht doch praktisch kaum ein Unterschied. Sie haben die selben Programme. Geben Sie sich also nicht dieser Illusion hin. Wir können über eine Lösung nachdenken. Mich interessiert, ernsthafte Menschen gegenüber zu haben, unabhängig der topographischen Platzierung.

Also könnten Sie sich möglicherweise auch mit Herrn Tsipras an den selben Tisch setzen?

Natürlich nicht. Diesen Stuhl hat Kammenos eingenommen. Heute habe ich das Verrückteste gehört. Premierministerin Papariga, gestützt von Tsipras und Kammenos.

Das ist eine interessante Entwicklung

Ja, sehr interessant. Theoretisch mit der Partei des Herrn Kammenos und des Herrn Georgalas, also das absolute politische Kuddelmuddel.

Herr Kammenos dementiert es jedoch. Erspricht von Provokation, er spricht von Intrigen, er spricht von vielem. Glauben Sie, von Herrn Kammenos und der Chrysi Avgi bedroht zu sein?

Herr Kammenos bedroht nur sich selbst, und das ist uns sehr gut bekannt. Jeder ist in diesem Land bewertet worden. Ich höre einige Absurditäten. Ich höre über die AWZ. Da Sie parlamentarische Reportage gemacht haben, erinnern Sie sich sehr gut, wer es zum ersten Mal vor das Parlament gebracht hat. Als ich es Karamanlis sagte, wusste er – obwohl Premierminister – nicht, was die AWZ ist. In seinen Augen steht Überraschung. Und er spricht also von der AWZ. Und ich frage. War Herr Kammenos Minister für See, Seefahrt und Ägäis?

Minister unter der Ministerpräsidentschaft des Herrn Karamanlis

Schön, was hat er für die AWZ getan? Absolut nichts.

Er selbst könnte antworten, für mich ist mein Ziel in diesem Moment, sich des Memorandums und der Dynasten meines Landes zu entledigen.

Das verwendet er als Argument. Eine Sache, die ich ans Licht brachte, war niemandem bekannt. Und heute redet er und ich frage, was hat er getan, als er Minister war?

Das selbe sagt auch die ND heute über die AWZ, Herr Samaras.

Bravo, freut mich, mit Verspätung, sie liegen fünf Jahre zurück. Wenn das Volk Zurückgebliebene will, soll es zu Zurückgebliebenen gehen.

Jedenfalls haben Sie eine mehr oder weniger gemeinsame Agenda.

Es freut mich, dass sie sie abgekupfert haben. Ich habe das vor zehn Jahren gesagt. Als ich von illegalen Immigranten sprach, nannten sie mich Faschist, oder?

Und gefiel Ihnen Herr Samaras nicht, als Sie ihn gestern von Gesetzen, Ordnung, Sicherheit, Abschiebung illegaler Immigranten sprechen hörten?

Bravo Antonis, aber lern das auswendig. Warum las er es im Stillen. Er kann nicht einmal ein Live-Interview geben und will ein aufgezeichnetes. Dem anderen gab er ein Interview und sagte aufgezeichnet, kann das sein?

Aber das ist üblich, Herr Vorsitzender. Wenn die Zeit fehlt, wird das Interview aufgezeichnet.

Er fürchtet die Unvorhersehbarkeit der Frage, der Mensch ist ungeeignet, er ist ängstlich, was sollen wir machen. Ich sage, bringt mir alle Journalisten Griechenlands um ein Interview zu geben.

Sie haben einen robusten Magen. Wird Ihre Partei im Parlament sein?

Ich denke, die Griechen werden nicht auch die letzte Spur von Weisheit verloren haben.

Woher schöpfen Sie diese Zuversicht?

Aus der Gesellschaft, bin ich nicht unterwegs, gehe ich nicht nach draußen? Bin ich nicht ein Mansch der Kommunikation?

Haben Sie während all dieser Zeit Fehler gemacht? Die Meinungsumfragen sahen Sie nämlich zeitweise knapp im Parlament oder auch nicht.

Ich habe ein Gesetz, und mit diesem Gesetz macht man nie etwas falsch. An erster Stelle Griechenland, alles für Griechenland. Ich mache das, alles was Griechenland stützt. Das kann auch schon mal nicht mit den Griechen übereinstimmen, aber ich stütze Griechenland. Und das sage ich laut. Es mag nicht schmackhaft sein, aber ich stütze Griechenland. Man kann also keinen Fehler machen, wenn man Griechenland stützt.

Ich komme auf eine Frage zurück, nämlich ob die Zentrums-Rechte irgendwann vereinigt werden kann und unter welcher Person.

Ich verstehe nicht, warum das nun plötzlich geschehen muss. Ich möchte kluge Köpfe am Tisch haben. Also mit wem, mit Karamanlis, der Griechenland ruiniert, der die öffentliche Verschuldung verdoppelt hat?

Ist das Kapitel Karamanlis für das Land abgeschlossen? Wir hörten ihn gestern eine Erklärung abgeben.

Hat er das griechische Volk um Entschuldigung gebeten? „Griechisches Volk, ich habe diese Fehler gemacht, ich habe die öffentliche Verschuldung verdoppelt und bin der Grund für die Sachgasse, die sich ergeben hat.“

Ich stelle mir vor, dass wir ihn irgendwann sprechen hören werden.

Schön, soll er sich zuerst entschuldigen, und danach mögen wir ihn anhören. In meinem Dorf haben wir ein Sprichwort, Herr Ravanos. «Αλλού είναι η λυγαριά μου και αλλού είναι η καρδιά μου».

Was wollen Sie damit nun sagen?

Na, es ist nicht das selbe, was Karamanlis sagt und was Karamanlis will.

Was will Karamanlis? Will er übermorgen nicht Samaras als Premierminister und die ND an der Macht sehen?

Entschuldigung, Herr Ravanos, vielleicht liege ich falsch. Wahrscheinlich würde er lieber sich selbst sehen als Herrn Samaras, ich weiß nicht, vielleicht irre ich mich.

Aber kurz vorher meinten Sie, er habe nicht um Entschuldigung gebeten. Wie können ihn die Bürger akzeptieren, selbst die Anhänger der ND? Erinnern Sie sich, wie viele tausende Stimmen die ND von 2004 bis 2009 verlor?

Und wie viele sie jetzt verliert, zumindest demoskopisch.

Das werden wir am 06. Mai sehen. Erachten Sie, dass wir am 07. Mai in eine Periode politischer Instabilität eintreten?

Nein, Griechenland wird am 07. Mai eine ungekannte Stabilität kennen kennenlernen, es gibt keinerlei Problem.

Logischerweise sagen Sie mir also, dass die Stimme des Verstandes und die Stimmen vorherrschen werden, welche das Land innerhalb des Euro und der Eurozone wollen.

Also, außerhalb des Euro ist ein Witz. Wir werden jetzt nicht zu Papariga oder Tsipras, das sind ernste Dinge. Ich hörte Kammenos sagen, außerhalb Europas, aber im Euro.

Gibt es in Griechenland unternehmerische Interessen und politische Kräfte, welche Griechenlands Ausscheiden aus dem Euro wollen?

Ich weiß nicht, welcher Masochismus existieren mag, ich bin jedoch gegen diese Perversionen.

Was erachten Sie als Perversion?

Ich weiß nicht, wenn jemand will, dass Griechenland aus dem Euro ausscheidet, damit er reicher wird und sich das gesamte Land in einem Abenteuer wiederfindet.

Gewisse Zentren mögen dies wünschen und auch Stimmen im politischen System haben, welche es ausdrücken.

Deswegen sind wir dort, um die Leute vor solchen Trieben der Politik zu retten.

Was meinen Sie, was letztendlich bei den Wahlen auf dem Spiel steht?

Dass es ein autonomes Griechenland gibt, nicht andere reflektierend, ein Griechenland, das mit einem völlig anderen Konjunkturprogramm als diesem auf eigenen Füßen stehen wird.

Welche sind die drei Dinge, die am Folgetag der Wahlen geschehen müssen, damit wir greifbar und schnell Ergebnisse haben?

Es sind viele Dinge, man kann sie nicht isolieren. Ich komme zu Ihnen, ich habe mich mit Herrn Rapanos und Herrn Tamvakakis getroffen.

Ist die Situation beunruhigend?

Ich war bei einem Informationsaustausch mit Faktoren des Banksystems, in einer Woche haben wir Wahlen. Nein, sie ist ermutigend. Es gibt eine gewisse Spur des Anstiegs der Liquidität. Die Rekapitalisierung muss unter Bedingungen erfolgen, dass die Banken griechisch bleiben, ich hatte dies auch zu Herrn Venizelos gesagt, sich vor dem Parlament dazu zu verpflichten. Ich fürchte jedoch, das was jetzt geschehen wird ist klar dieses. Und das Dritte, was ich von ihm verlangte, schaut und helft etwas bei den Regulierungen, etwas mehr den Leuten.

Ich denke, das wird am Tag nach den Wahlen geschehen.

Ich hörte, dass dem Thema begegnet werden kann.

Damit all dies geschieht, Herr Vorsitzender, möchten wir, dass am 06 Mai eine starke Regierung hervorgeht, politische Stabilität existiert, damit wir auch bessere Tage sehen. Weil – wie Sie verstehen – eine Periode der Instabilität vielfältige Probleme schaffen würde.

Herr Ravanos, nicht alle sind unseriös, es gibt auch ernsthafte Menschen.

Das werden wir am 06 Mai sehen, dem Tag der Wahlen. Ich danke Ihnen, dass Sie hier waren.

Ich ziehe vor, dass wir am Abend der Wahlen sehen, wie ernsthaft jeder einzelne ist.

Ich wünsche Ihnen alles Gute, viel Glück bei den Wahlen.

Alles Gute. Hand in Hand mit Karatzaferis.

(Quelle: To Vima)

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  1. yannis
    29. April 2012, 13:02 | #1

    ganz typisch, alles haben wollen und nichts geben!

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