Karatzaferis zu Parlamentswahlen 2012 in Griechenland

29. April 2012 / Aufrufe: 1.494

Ich habe keinen Grund, es anzuzweifeln. Warum war jedoch das politische System so lange unfähig oder unwillig, der Chrysi Avgi und all dem zu begegnen, was sie vertritt. Musste Petros Efthymiou angegriffen werden, damit das politische System, ND, PASOK und die anderen Parteien reagieren?

Das Problem mit den Parteien ist groß. Ein weiteres Problem, welches sie Griechenland vermachten.

Wie werden Sie fortan der Chrysi Avgi begegnen?

Ich richte einen Appell an die Vernunft. Ich appelliere, nicht in Zorn zu wählen, gerechtfertigtem Zorn, in den euch PaSoK und ND gebracht haben. Wählt die Vernunft. Am Abend des Sonntags werdet ihr Menschen mit Verstand und keine Maulhelden benötigen. Wir brauchen keine Maulhelden unter uns, wir müssen uns verständigen um das Land zu retten. Und wie ihr seht und wisst, haben wir zwei Parteien mit einem konzentrischen Kreis, ND und PaSoK, links befindet sich Herr Kouvelis, rechts befinde ich mich, noch weiter rechts von mir Kammenos und noch weiter rechts die Chrysi Avgi. Weiter links befindet sich Tsipras, noch weiter links Frau Papariga. Papariga und Tsipras reden überhaupt nicht miteinander. Herr Kammenos ist außer sich. Die Chrysi Avgi lässt nicht mit sich reden. Die Menschen, die an jenem Abend aufgerufen sein werden, Entscheidungen zu treffen, sind wenige.

Welche sind diese?

Ich denke, es sind Venizelos, Samaras, Karatzaferis und möglicherweise auch Herr Kouvelis. Ich stelle also klar, dass ich mit diesen beiden, mit den Personen, nicht kooperieren kann.

Was muss also geschehen? Gehen wir wieder zur Essenz. Tag nach den Wahlen. 7. Mai. Auf Basis der uns vor wenigen Tagen – weil wir ja auch das Verbot haben – bekannten Meinungsumfragen werden ND und PaSoK die beiden Parteien sein, die vorn liegen werden.

Die Frage ist, wie weit vorn.

Das wissen wir nicht.

Also hängt es von der Wählerschaft ab, eine Kampfordnung zu geben.

Hat Samaras ein Anrecht darauf, Premierminister zu werden, wenn er vor Venizelos liegt?

Nein. Und natürlich kann weder der eine noch der andere Premierminister sein. Sie haben sich ihre Hände auf den Rücken gefesselt.

Also die Person?

Nein, ich erkläre es den Leuten, damit sie es verstehen. Nachdem sie unterschrieben haben, nichts gegen das Memorandum tun zu können, ist das, als ob sie sich politisch kastriert hätten. Sie haben die Hände rücklings gefesselt. Fahrer des Fahrzeugs Griechenland kann nicht jemand sein, der seine Hände auf den Rücken gefesselt hat. Wir werden suchen und finden.

Eine Politische Person?

Eine Politische Person. Es sind 300 Abgeordnete.

Würden Sie erneut Herrn Papadimos sehen?

Nein.

Möglicherweise Herrn Provopoulos?

Sie sind Technokraten. Sie traten zu einer konkreten Mission an, die auf eine andere Weise erledigt wurde, nicht ausgezeichnet, nicht negativ. Die Person des nächsten Tages muss ein hervorragender Politiker sein. Was nötig ist? Diese Person müssen sie in Europa kennen.

Herr Papadimos war bekannt.

Wir sprechen von einer politischen Person. Weil auch politische Handlungen nötig sein werden. Ich glaube also, dass es eine politische Person sein muss, und es gibt viele politische Personen, welche einen Fluchtversuch aus dem Memorandum leiten können.

Flucht aus dem Memorandum. Und ich frage gut gemeint. Jemand der Wähler, wie es auch sehr viele andere in ihren zugeschickten Mitteilungen geäußert haben, als sie erfuhren, dass Sie ein Interview geben werden, meint, warum Karatzaferis sich nicht mit Samaras an den selben Tisch setzt, außerdem stammt er aus der ND, dem Raum der rechten Fraktion, um sich am selben Abend zusammen zu setzen und es eine Regierung gibt, welche die rechten Charakteristika aufweist. Möglicherweise wird Herr Kammenos im Parlament sein, Frau Bakogianni wird ebenfalls im Parlament sein, Sie und Herr Samaras. Ist das nicht logisch?

Die Frage stellt sich anders. Warum unternahm Herr Samaras so lange nichts in diese Richtung? Er ist der einzige Führer, bei dem in zwei Jahren als Parteiführer zwei neue Parteien aus seiner Partei hervorgingen. Das hat es niemals zuvor gegeben. In welcher Epoche gingen Frau Bakogianni und Herr Kammenos weg? Dies zeigt die Unfähigkeit des Mannes, zu komponieren. Wenn ein Mensch versucht, den Verräter auszuzeichnen, der ’93 die Fraktion stürzte.

Er wurde nicht auf die Stimmzettel gesetzt.

Er war darauf, es wurde bekannt gegeben, jedoch erschrak er vor dem Aufschrei. Ein Mensch also, der den Verrat bestätigt und prämiert, ist kein Mensch der Komposition. Die Dinge sind einfach.

Dieser Mensch wurde jedoch 2009 von den Wählern der ND belohnt, er wurde Parteiführer.

Nein, so war das nicht. Frau Bakogianni hatte mehr Anti-Symphatien, und deswegen gewann Herr Samaras. Als das geringere Übel.

Zugunsten der Unterhaltung mag ich Ihren Gedankengang akzeptieren und fahre fort: Warum können die drei Führer sich nicht an den selben Tisch setzen? Wo sie doch aus dem selben Raum kommen?

Warum bohren Sie nach, warum strengen Sie sich an, er ist nicht vertrauenswürdig. Mit einem Menschen, dem nicht zu trauen ist, kann man sich nicht verständigen. Die Dinge sind ganz einfach, er ist nicht vertrauenswürdig.

Falls ihn also morgen das griechische Volk zum Premierminister wählt, werden Sie erachten, dass wir einen Premierminister haben, dem man nicht trauen kann?

Ja, er ist unzuverlässig. Und mag Herr Samaras abtreten, das Argument zu widerlegen. Er versteckt sich. Weil Herr Samaras sich seines während der beiden letzten Monate gezeigten Verhaltens bewusst ist.

Mal ehrlich, warum haben Sie ihm gestern ein Telegramm geschickt?

Weil er sich hingesetzt und mein Programm aufgesagt hat.

Das war etwas ironisch.

Nicht etwas, sehr. Gratulation zur Bekanntgabe meines Programms.

Warum Ihr Programm, Herr Vorsitzender. Sprach nicht auch er selbst von Gesetz, Ordnung, Sicherheit, Bekämpfung der illegalen Immigration?

Von allem. Als ich davon sprach, nannten sie mich radikal. Ich sah das Programm, sagte ihm Bravo, aber nächstes Mal lern es auswendig, lies es nicht im Stillen vor. Gib Live-Interviews, so wie ich es tu, keine aufgezeichneten.

Schön, akzeptiere ich Ihren Gedankengang also und sage, die Agenda ist gemeinsam, gehen wir zusammen. Ich sage es Ihnen erneut, zum dritten Mal.

Ich antworte Ihnen wieder, er ist nicht vertrauenswürdig, ganz einfach. Wir sprechen also von Dienstag, nach der Abstimmung. Wir hatten damals das gelbe (Telefon), er hat es immer noch, mir wurde es weggenommen.

Das gelbe wurde Ihnen weggenommen? Mit dem Ausscheiden aus der Regierung ist das Telefon weg?

Das Telefon ist weg. Strich drunter, so lächerlich sind sie. Ich sage ihm, Antonis, schau, die 22 (Abgeordneten) – die er verloren hatte – brauchen bei mir gar nicht zum Bockspringen aufzutauchen, ich werde keinen von ihnen nehmen. Basta. Keine Diskussion. Jorgos, sagt er, vielen Dank, alles klar. Zu der Stunde, wo wir dies sagten und übereinstimmten, war Voridis im Büro. Ein Mensch, der als Höhepunkt seiner politischen Laufbahn ein Verrat aufzuweisen hat, was soll es, er mag den Verrat, was sollen wir machen.

Gerät dies jedoch nicht irgendwann in Vergessenheit, Herr Vorsitzender?

Haben Sie den Albtraum vergessen?

Historisch nicht.

Na also, warum soll ich es vergessen.

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  1. yannis
    29. April 2012, 13:02 | #1

    ganz typisch, alles haben wollen und nichts geben!

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