IWF legt Grabstein für Griechenland

22. April 2012 / Aktualisiert: 10. April 2013 / Aufrufe: 14.434

Der Internationale Währungsfonds legt mit seinem aktuellen Bericht den Grabstein für das heutige Griechenland und zeichnet den Absturz des Landes auf Dritte-Welt-Niveau vor.

Im Rahmen des Aufenthalts des derzeitigen griechischen Finanzministers Filippos Sachinidis in Washington anlässlich der Frühjahrskonferenz des Internationalen Währungsfonds (IWF) übergab der IWF den griechischen Behörden am Freitag (20 April 2012) offiziell seinen vernichtenden Bericht über Griechenland. Der Bericht befand sich natürlich bereits in den Händen der griechischen Regierung und ein (jedenfalls kleiner) Teil davon hat schon das Licht der Öffentlichkeit erblickt.

Der Bericht zerschlägt alle Illusionen, welche vor den Wahlen sowohl die PASOK-Partei als auch die Nea Dimokratia (ND) darüber zu schaffen versuchen, wie sie agieren werden, wenn sie die Regierungsführung des Landes übernehmen. Das, was er jedoch mit Pauken und Trompeten enthüllt, ist das klare Misslingen des ganzen Programms der wirtschaftlichen Regierungsführung, welche die Regierung unter Georgios Papandreou in Zusammenarbeit mit der Troika befolgte.

Laut dem IWF müssen die griechischen Wähler wissen, dass Griechenland bis 2030 nicht aus dem Tunnel der Sparpolitik herauskommen wird! Und dies ist die … optimistische Prognose! Bis dahin müssen Löhne, Renten und das elementare Überleben obligatorisch auf Dritte-Welt-Niveau abstürzen, womit der Grabstein für das Griechenland gelegt wird, so wie es uns bekannt ist.

Zügige Verelendung

Die griechischen Wähler müssen sich also konkret darüber bewusst sein, dass:

1. Die Ausgaben, welche die neue Regierung kürzen muss, neuen volkswirtschaftlichen Maßnahmen von 16 Mrd. Euro bis 2010 und weiteren 8 Mrd. Euro bis 2030 entsprechen! Insgesamt müssen wir also erwarten, bis 2030 auf die eine oder andere Weise Kürzungen von 24 Mrd. Euro über uns ergehen lassen zu müssen.

2. Es kommt ein Sturm neuer Maßnahmen auf dem öffentlichen Sektor und im Versicherungssystem. Außer den Entlassungen von Bediensteten des weiteren und engeren öffentlichen Sektors stehen uns also neue Kürzungen bei Löhnen und Renten und die Streichung von Weihnachts- / Oster- und Urlaubsgeld bevor.

  • Ebenfalls wird die umfassende Änderung bei der Sozialversicherung untersucht werden, um die Aufwendungen im Gesundheitssystem auf ein Minimum zu senken.
  • Es wird erwartet, dass die Sozialabgaben der Arbeitgeber gesenkt, die Beiträge der Selbstversicherten jedoch erhöht werden, während bis heute von den Kassen gedeckte Therapien, ärztliche Untersuchungen und Medikamente gekürzt werden.
  • Dies bringt natürliche eine klare Verschlimmerung bei den Lebensbedingungen der Gesellschaft mit sich, jedoch haben (hört, hört …) die Funktionäre des IWF klargestellt, dass der durchschnittliche Lebensstandard der Griechen sehr tief sinken muss, damit das Land überlebt!

3. Der IWF mag in seinem derzeitigen Bericht sagen, dass keine weiteren Steuern erhoben werden können und das Rezept falsch war, jedoch gibt es keinerlei Vorsehung für die Senkung der Steuern. Die eingeführten Steuern werden also bestehen bleiben, mit gewissen kleinen kommunikativen Änderungen, welche sie der neuen Regierung vermutlich gestatten werden, damit letztere sagen kann … etwas erreicht zu haben.

Thomsen und seine Clique führen an, dass der Grund für das Fehlschlagen der Prognosen über die Einnahme der Steuern weniger die Rezession und die Tatsache, dass die Bürger kein Geld hatten um zu zahlen, sondern die Unfähigkeit der Steuereintreiber war, Gelder einzutreiben. In dem geheimen Bericht der Troika erfolgt sogar eine vollständige Planung über private „Inkasso-Rambos“, welche auch Drohungen anwenden werden, um die Verbindlichkeiten einzutreiben, wobei die Verflüssigung mobilen und immobilen Vermögens gestattet sein wird.

Wir werden also möglicherweise Phänomene á la Far West sehen, mit privaten Bediensteten, welche für Rechnung des Finanzministeriums agieren und in die Häuser eindringen, um sie zu … plündern. Diese Logik zeigt klar, dass niemand das Überleben der Bürger, sondern die völlige Verelendung zugunsten der volkswirtschaftlichen Größen und Einnahmen im Sinn hat.

Auf einen zweiten Blick kann man natürlich nichts anders als sich zu überlegen, welcher von Anfang an der Plan des IWF und der Interessen an Griechenland war, die sich dahinter verbergen. Die „P“ (Anmerkung: gemeint ist die Zeitung „To Pontiki“) hat – sei es auch zu einer Zeit der Ungläubigen und Tauben – wiederholt vor allem gewarnt, was wir sich sogar noch ab 2012 entwickeln sehen werden.

Die große Erpressung

Das Eigentum an dem mobilen und immobilen Vermögen des griechischen Staates wird – wie bereits bekannt – auf eine konkrete Kasse zur Verwaltung der Verschuldung übergehen. Was wir jedoch nicht wissen ist, dass bis 2015 die Verwaltung in die Hände der Gläubiger übergehen wird, damit das Vermögen schrittweise verflüssigt und die Bedürfnisse der öffentlichen Verschuldung beglichen werden. Dem letzten Punkt gebührt besondere Beachtung, da bereits die Kontakte über die Förderung von Erdgas im Rahmen der griechischen AWZ fortschreiten. Folglich wird auch diese Entwicklung der Verwaltung der Gläubiger und Interessen unterliegen, die sich hinter diesen und in ihrem Umfeld einreihen.

Das Interesse ist groß und es scheint, dass niemand bereit ist, die Verwaltung in griechischen Händen zu belassen – und natürlich auch nicht die Einnahmen aus dem Erdgas. Einfach gesagt wird das Land nur so viel erhalten wie notwendig ist, um Raten und Zinsen der Verschuldung zu bedienen, vielleicht auch eine kleine Zulage für interne Zahlungen, der Rest wird jedoch in die Taschen der Gläubiger – Pächter fließen. Wir führen dies an, weil das zweite Memorandum – noch bevor es überhaupt ratifiziert wurde – so geplant worden ist, dass es in eine Havarie führt.

Auch in dem in Rede stehenden Bericht führt der IWF den bekannten Spruch an: „alles wird von der getreuen Umsetzung der Maßnahmen und der Eintreibung der Einnahmen abhängen„. Wenn wir aus den kontinuierlichen Entgleisungen und den Misserfolgen der letzten beiden Jahre urteilen, wird allerdings zu verstehen sein, dass sogar auch die vorstehend angeführten unheilverkündenden Prognosen extrem … optimistisch sind! Also müssen wir zwischen den Zeilen lesen um festzustellen, was uns von nun an erwartet.

Nachdem die Troikaner, also primär der IWF, alle Spielräume an Maßnahmen erschöpft haben, indem sie alles kürzten und besteuerten, werden sie zum Filet übergehen, welches der Reichtum des Staates ist. Die Privatisierungen sind einfach nur der Deckmantel. Nachdem sie bereits das Banksystem zum Zusammenbruch gebracht haben und es exakt so neu montieren, wie sie es verfolgen, nachdem sie bereits das politische, unternehmerische und mediale Geschehen zerschlagen haben, wartet der IWF einfach nur noch den Augenblick ab, in dem endgültig entschieden wird, dass Griechenland wegen der Rezession und der Entgleisung der Ziele sich aufgrund der hohen Verschuldung nicht mehr erholen kann.

Dann – und mit dem deutschen Finanzminister Wolfgang Schäuble an der Spitze der Eurogroup – werden die Gläubiger die große Erpressung aufs Tapet bringen: Ausscheiden aus dem Euro oder Verflüssigung von allem, damit wir gerettet werden und die Verschuldung reduzieren. Als Köder wird erwartet, dass uns ein neuer Kredit (immer unter vollständiger Aufsicht) gewährt wird, da der Gang auf die Märkte für die kommenden Jahre nicht einmal … spaßeshalber vorgesehen ist.

Griechenland im Visier

Es wird also die Heuchelei der Berichte der Troika fortgesetzt, in denen die Schwächen des Wirtschaftsprogramms festgestellt werden, jedoch wird sich die Taktik nicht ändern, da sie ihr Ziel anders nicht erreichen können. Ist all dies jedoch den beiden großen Parteien nicht bekannt? Können sie nach zwei Jahren nicht begreifen, worin der Plan genau besteht? Wohin Griechenland geführt wird? Nur Gott und ihre Seele wissen, was sie denken.

Das Sichere ist, dass sie den Wünschen der Gläubiger völlig unterworfen sind: Samaras auf der einen Seite beharrt auf einem Wirtschaftsplan, der einfach nur gewisse Maßnahmen durch andere ersetzen wird, Venizelos auf der anderen Seite setzt weiterhin die beständige Taktik der PASOK-Partei bezüglich kommunikativer Tricks um, wie „mehr Zeit für die volkswirtschaftliche Angleichung bis 2015, also weniger Maßnahmen pro Jahr“ usw.

Venizelos beispielsweise, als ehemaliger Finanzminister mit unmittelbarer Kenntnis dessen, was in Brüssel diskutiert wird, hat verstanden, dass es per Definition eine Verlängerung der volkswirtschaftlichen Angleichung geben wird, da die Zahlen nicht aufgehen. So beschloss er, dies zu seinem … Wahlkampf-Slogan zu machen, um nach den Wahlen davon zu profitieren. Was er nicht sagt ist, dass die Verlängerung gewährt werden wird, jedoch zusammen mit zusätzlichen Maßnahmen, damit die Ziele erreicht werden! Samaras hat seinerseits so viele Male seine Rhetorik gewechselt, dass es unmöglich ist, daraus schlau zu werden.

Noch schlimmer werden die Dinge für Griechenland jetzt, wo Spanien in das Trommelfeuer der Märkte gerät. Die mögliche Erteilung eines Kredits an Madrid hat die Europäer in Panik versetzt, da sie Mammut-Gelder benötigen werden, die es nicht gibt und die sich nicht finden werden. Somit verfolgen die Deutschen, Holländer und Finnen, die internationale Aufmerksamkeit wieder auf … Griechenland zu richten.

So merkwürdig es erscheinen mag, wird in Berlin auch die Variante diskutiert, dass es – speziell nach den Wahlen – einen kommunikativen Tsunami über die griechischen Probleme geben wird, um Spanien Entlastung zu verschaffen! Und falls die Märkte … Blut fordern sollten, wird Schäuble dann nicht zögern, das Thema des Ausscheidens Griechenlands aus der Eurozone aus der Schublade zu holen.

Während einige Idioten annehmen, dass die Destabilisierung Spaniens und Italiens zu … Griechenlands Vorteil sei, zeigt das Unvermögen der EU, sich auf eine beherzte Erhöhung der Mittel des Hilfsmechanismus zu einigen, leider genau das gegenteilige Resultat.

(Quelle: To Pontiki)

  1. Agent Orange
    22. April 2012, 17:36 | #1

    „zeigt das Unvermögen der EU, sich auf eine beherzte Erhöhung der Mittel des Hilfsmechanismus zu einigen“

    Ich bin es leid für Griechenland und die restliche EUdSSR zu zahlen.
    Vieleicht sollten es die Griechen einmal damit versuchen, lediglich das Geld auszugeben, daß sie auch erwirtschaften. Wenn es nicht reicht sollte man es vielleicht einmal mit Unternehmergeist versuchen (SAP, Google, Microsoft, Apple…haben auch einmal klein angefangen).
    Wer nur die Produktivität eines Dritt-Welt-Staates aufweist, hat halt den Lebensstandart eines Dritt-Welt-Staates.

  2. Ariadne
    22. April 2012, 18:48 | #2

    6400 Aufrufe und kein einziger Kommentar! Hat es allen die Sprache verschlagen?

  3. admin
    22. April 2012, 20:19 | #3

    @Ariadne
    Nööö, eher die Kommentare in den Papierkorb :whistle:

  4. Schneggele
    22. April 2012, 20:59 | #4

    Was leider viele nicht begreifen es geht nicht um schwarz oder weiß, Griechen oder Deutsche
    sondern immer nur ums Geschäft, Ausbeuten solange es geht. Die Griechen haben mein Mitgefühl und wir sind auch noch dran. Den letzten beißen die Hunde.Es wird ein heißer Herbst und kalter Winter. Die Griechen haben doch die Kriese nicht verursacht, alle Staaten sind über beide Ohren verschuldet, sie waren nur das schwache Glied.

  5. enttaeuscht
    22. April 2012, 21:26 | #5

    @Admin
    Sehr demokratisch! Und das soll man Meinungsfreiheit nennen? Wer steck denn hinter diesem Blog? Irgendein dt. etabliertes Massenmedium? Die WAZ z.B.? es gibt ebeb Blogs und Blogs.

  6. admin
    22. April 2012, 21:29 | #6

    @enttaeuscht
    Einfach mal die Regeln lesen … es gibt eben auch Besucher und Besucher.

  7. Lucy Sky
    22. April 2012, 21:38 | #7

    „Ελληνικέ Λαέ εάν συνεχίζεις να βάζεις ΤΟ ΚΕΦΑΛΙ ΣΤΗΝ ΑΜΜΟ θα σου το ΚΟΨΟΥΝ προτού καν καταλάβεις τι έγινε!!!!!!!!!!!!“
    So endet der einzige Komentar zu diesem Artikel beim „Pontiki“.
    „Griechisches Volk, wenn du weiterhin den Kopf in den Sand steckst, werden sie ihn dir abschlagen, bevor du verstehst was passiert ist.“
    Ich habe schon richtig Angst vor der Zeit nach den Wahlen. Egal, welche Parteien in die Vouli einziehen werden, fuer unsere Zukunft sehe ich schwarz!

  8. Juls
    22. April 2012, 22:46 | #8

    Ariadne :6400 Aufrufe und kein einziger Kommentar! Hat es allen die Sprache verschlagen?

    Also mir hatte es nach dem Artikel….total die Sprache verschlagen……obwohl wir ja wissen, dass es ganz duester kommt. Aber heute im TV andauerd die beiden Reden der „grossen“ Parteifuehrer…….im Vergleich mit diesem Artikel zu hoeren und die klatschenden Zuschauer und jubelnden Menschen noch zu sehen, da kann einem wirklich nur noch schlecht werden……..das darf doch alles nicht wahr sein…….

  9. enttaeuscht
    22. April 2012, 22:25 | #9

    @Admin
    “ Einfach mal die Regeln lesen…“, das klingt logisch.
    „Nοeoeoe ,eher die Kommentare im Papierkorb…“
    Das klingt arrogant.
    Es kommt nicht nicht drauf an, was man sagt, sondern wie man es sagt.

  10. Peppina
    22. April 2012, 22:51 | #10

    @Agent Orange
    Agent orange, ich habe es so satt solche Kommentare zu hoeren. Es kann nicht sein, dass Sie in Griechenland leben. Wie kann mensch Geld ausgeben wenn keines da ist. Wenn es nur um das Ueberleben geht. Wie kann es denn Unternehmergeist geben wenn es keine Touristen gibt, wenn viele Geschaefte zumachen muessen weil die Steuern nicht bezahlt werden koennen? Ich finde es sehr depremierend solche Kommentare zu lesen. Kommen Sie doch mal nach Griechenland oder leben sie etwa hier? Ich denke, das kann nicht sein. Wissen Sie, dass das Gesundheitssystem hier zusammen bricht? Wissen Sie, dass Menschen hier Selbstmord begehen? Wissen Sie, dass es hier kein Harz 4 gibt? Wissen Sie, dass die Mittelschicht nicht mehr exestiert? Sie obdachlos geworden ist? Wissen Sie, dass hier mittlerweile ganze Familien wieder bei der Oma wohnen, die 500 Euro Rente bekommt? Wissen Sie, wie teuer Griechenland geworden ist? Wissen Sie, dass 1 Liter bleifreies Benzin 1.89 E. kostet? Wissen Sie, wie teuer der Strom geworden ist? Wissen Sie dass es viele Migranten gibt, die hier aufgrund von Krisen, Kriegen, Armut hier in Griechenland gelandet sind? Und… wissen Sie, dass Griechenland ein kleines Land ist? Es kann sich kaum selbst ernaehren und nun diese vielen armen Fluechtlinge? Wissen Sie, dass es sehr menschenverachtend ist sich so zu erklaeren? Worum geht es denn wirklich? Geht es nicht immer um Menschen? Warum Google und Andere? Sind wir nur immer Internet und muessen die auch noch begluecken? Hier sind wir, in Griechenland. Einem wunderschoenem Land mit sehr wundersamen Menschen. Hier ueberleben ganze Familien im kleinsten Raum mit grosser Solidaritaet. Gibt es das in Deutschland? Wir schaffen das hier in diesem wunderbarem Land mit den wunderbaren Menschen. Die Grossstaedte haben das unendliche Leid. Leben Sie wohl und ich denke, vermutlich gesichert, nur wer so schreibt kann es sein.

  11. Peppina
    22. April 2012, 23:12 | #11

    Es ist der restlichen EU doch wirklich sehr egal, was hier passiert. Es ist ein Schattentheater. Es geht immer nur um Banken um Profit und Politik. Warum wachen die Mensche nicht auf?
    Weil es nicht mehr um den Menschen geht. So einfach ist das. Das Geld regiert in der Welt. Da ist nicht mehr gefragt ob Menschen verhungern. Geben wir doch mal ein paar Euro nach Afrika oder wo auch immer hin. Das beruhigt unser Gewissen. Aber die sogenannte 1. Welt beutet die 2. Welt aus und so auch die 3. Welt, wozu nun auch Griechenland gehoert. Geht Ihr gerne bei Lidl einkaufen? Klasse. Kauft, wenn denn schon die Produkte aus Griechenland. Klamotten nein danke! Kommen aus Kinderarbeit und Billiglohnlaendern. Fangen wir doch damit an. Kaufen wir nur noch aus Griechenland und unterstuetzen hier die Bauern. Setzen wir doch mal Bausteine. Ich bin auf das Fahrrad umgestiegen oder gehe zu Fuss. Ich kann das Benzin nicht mehr bezahlen. Ich weiss, dass das viele nicht koennen, weil sie entweder zu alt sind oder in grosser Entfernung zur naechsten Station sind. Ich betone, dass ich Griechenland sehr mag, die Menschen mag und immer hier leben moechte und werde, egal was passiert. Griechenland ist meine wirkliche Heimat geworden und ich liebe viele Menschen, die ich hier kennenleren durfte. Ich bin Deutsche. Und …. ich bin nicht reich und habe ein sehr duerftiges Einkommen hier. Mittlerweile muss ich auch meine Vorsorgeuntersuchungen selbst bezahlen und ich kann es nicht mehr, obwohl ich in der IKA bin. Egal. Es ist wie es ist. Hallo Ihr Griechen hier im Net. Ich halte Euch die Stange. Habe auch meinen eigenen Garten angelegt und werde davon leben. Aber alles was ich uebrig habe lasse ich bei Euch.

  12. Markus Fricke
    22. April 2012, 23:13 | #12

    Ich bin hinsichtlich der Reaktionen in den Kommentaren doch einigermaßen überrascht, wie gering das Wissen um die Zusammenhänge ist.

    Dem Kommentator „Agent Orange“ sei gesagt, dass er seine Belastungen aus den Griechenland-Hilfen nicht den „faulen“ Griechen, sondern einer Elite zu verdanken hat, die das Land zunächst ausgeplündert, dann die Devisen in sichere Länder abgezogen und letztlich die Kosten hierfür auf die Steuerzahler Europas umgelegt hat. Besonders behilflich waren dabei die beratenden Banken und die Eliten Griechenlands, die längst nur noch Briefkästen in Griechenland und feine Villen in London und Genf ihr eigen nennen.

    Ob der Grieche für einen Kaffee 1,– € in Drachmen bei 800,– € Verdienst in Drachme ausgibt oder 3,– € für einen Kaffee bei 2400,– € Verdienst in Euro bezahlt, ist ihm wohl egal, oder verwechselt hier jemand Ursache mit Wirkung?

    Der EU als Handlanger der Industrie-Oligarchie und Hochfinanz ist dies aber egal. Das Land hat Resourcen, und so lange diese nicht ausgebeutet sind durch diese Oligarchie und Hochfinanz, so lange muss Griechenland bluten.

  13. Peppina
    22. April 2012, 23:29 | #13

    Es gibt hier anscheinend Personen, die ueber Kapital verfuegen. Haueser haben und Land. Die aber auch unzufriedend sind. Geht einfach zurueck in Euere Laender und denkt nicht danach, warum Ihr nach Griechenland gekommen seid. Anscheinend waren es nur Luxusgedanken und es hat nicht mit dem griechischem Volk zu tun. Ihr wart nicht wirklich hier, nur wenn es hier gut lief. Habt Ihr nicht mitgemacht? Laenderein gekauft, geschummelt und weggesehen, enweder weil Ihr geglaubt habt, weil es alle so machen, weil Ihr Geld sparen wolltet, ok, weil Ihr fremd ward und gedacht habt, das Grundstueck nicht zu bekommen. Ich moechte bitte gerne Kontakt haben zu Menschen, die ein reines Gewissen hier in Griechenland haben. Und.. ich moechte so gerne Kontakt haben zu Menschen, die in Deutschland niemals die Steuer manipuliert haben. Nie ein Buero angelmeldet haben, nie eine Reinigungskraft engagiert haben, ohne sie zu melden oder anderes. In Deutschland laeuft es noch schlimmer als hier. In den oberen Etagen.

  14. Peppina
    22. April 2012, 23:35 | #14

    Ich bin nur noch traurig und moechte, dass die Menschen aufstehen, sie sollen revoltieren und demonstrieren. Eine neue Kraft soll entstehen, aber die gibt es anscheinend noch nicht. Nicht ueberzeugend. Halleluja, was passiert hier noch.

  15. Agent Orange
    22. April 2012, 23:43 | #15

    @Peppina
    Mir kommen gleich die Tränen.
    Und jetzt erwarten sie, daß ich ihnen Benzin, Strom, Miete und den Lebensunterhalt bezahle?
    Das ist natürlich für sie eine sehr bequeme Lösung 😉
    Benzin ist teuer? => gehen sie wie Millionen anderer Menschen zu Fuß.
    Strom ist zu teuer? Basteln sie sich eine Öllampe.
    Wenn sie sich illegale Einwanderer nicht leisten können, werfen sie sie hinaus.

    Man kann übrigens ohne TV, Auto, Mobiltelefon und ähnliches leben. Ich habe inzwischen mehr als drei Jahre ohne diese Dinge im Zelt gelebt. Meine Zeit in Vietnam während des Krieges war auch etwas rauher.
    Hören sie auf zu jammern und krempeln sie die Ärmel hoch. Dabei können sie sich an einem wunderbaren Land mit wunderbaren Menschen erfreuen. Wenn sie dies nicht schaffen können sie natürlich auch den Suizid wählen.

    PS. wenn sie mit Tourismus Einnahmen schaffen wollen, sollten sie vielleicht etwas weniger streiken. Außerdem fahre ich persönlich nicht in Länder, wo ich für meine, wenn auch unfreiwillige, finanzielle Unterstützung auch noch angefeindet werde.

  16. einer der in Griechenland lebt und es liebt
    23. April 2012, 02:07 | #16

    @Peppina
    Peppina,
    du sprichst aus meinem Herzen (ich bin auch Deutscher und lebe hier seid 6 Jahren im Süden Pelopones Mani), ich hatte zum Anfang schwere Zeiten (die ersten beiden Jahre). Danach wurde meine Arbeit langsam anerkannt und ich hatte viel Arbeit bis ende letzten Jahres.
    Die Leute (Griechen) sagen nur noch: Du kannst arbeiten, aber ich kann dich nicht bezahlen, denn ich habe nichts mehr. Und was sagen die DEUTSCHEN hier: Da hast du Arbeit aber, ich gebe dir nur 25 Euro am Tag, und das mit deinen Maschinen und deinen Benzin für die Maschinen bezahle ich dir extra (10 EURO) !!!! Und zum Lidl einkaufen fahren: von was für einem Geld ??? Eier (die billigsten) 1,79 Euro (D 1,30 Euro), 250 gr Butter (Lidl) 1,59 Euro und in Deutschland 1,09 Euro, Fischdosen (Hering in Tomatensoße) Lidl GR 1,79 Euro und in Deutschland 0,87 Euro, Benzin Bleifrei bei uns 1,92 Euro / LITER und und und und und und und ……
    Und das alles von einem Verdienst im Monat von ca. 300 – 350 Euro ???????????????
    Aber die schei……… Politiker (Griechische) wollen das ja nicht hören, denn DIE lassen lieber die Leute verrecken. Aber das kommt in Deutschland auch noch.

    mfg

  17. Griechin62
    23. April 2012, 02:46 | #17

    @Agent Orange

    Das war jetzt sehr hilfreich und sehr aufbauend, Danke!!!

  18. iaourti iaourtaki
    23. April 2012, 07:34 | #18

    @einer der in Griechenland lebt und es liebt
    Tomatenheringe und Butter ist voll griechisch, versuch’s doch mal mit Olivenöl und frischem Fisch.

  19. nikos
    23. April 2012, 07:35 | #19

    die schwarzmalerei geht mir persönlich auf den geist.statt die ärmel hochzukrempeln jammer und klagen die meisten griechen seit zwei jahren.mit ein bißchen mehr selbstbewußsein und mut läßt sich die krise in einiger zeit beherschen. etwas hofnungsschimmer gibt es ja. ich war vor 3 monaten in gr.und habe das gefühl gehabt ,daß sich das bewußtsein der meisten griechen geändert hat. die übertreibung mancher medien(auch griechischer) ist nicht besonders hilfreich.

  20. nikos
    23. April 2012, 07:43 | #20

    @Peppina
    ich finde du übertreibst ein wenig!

  21. iaourti iaourtaki
    23. April 2012, 07:47 | #21

    @Agent Orange
    Wieso raus werfen? Die meisten wollen doch nach Deutschland, also macht es ja mehr Sinn, sie bei der teutonesischen Botschaft abzuladen oder sie direkt ins gastfreundlichste Reich überhaupt zu bringen.
    Außerdem: Tourism is Terrorism und absolut keine Lösung, sondern genau das Gegenteil und Streiks gehen dich gar nichts an, solange du nicht selber streikst.

  22. iaourti iaourtaki
    23. April 2012, 07:51 | #22

    @Peppina
    Denen, die zu alt zum Fahrradfahren sind, könnte man ja mit dem Rad ihre Medikamente usw. anliefern, man wird fit und überlegt sich dann ganz andere Sachen….

  23. Juls
    23. April 2012, 09:26 | #23

    Griechin62 :@Agent Orange
    Das war jetzt sehr hilfreich und sehr aufbauend, Danke!!!

    was hattest du denn erwartet? es gibt nun mal auch Menschen, die ueber die Probleme hier in Griechenland einfach nicht bescheid wissen…..oder wenn sie es wissen, denen es so egal ist, wie der TROIKA und der griechischen Regierung. Es geht nun mal eben nur noch um Geld, Gewinne, Geld, Gewinne und so weiter……

    Aufbauen muessen wir uns hier in Griechenland selbst und wir muessen endlich aus unserer Erstarrung erwachen und uns zur Wehr setzen…….und nicht, wie man es sehen kann, dass es doch tatsaechlich Menschen gibt, die einen Samaras oder Venizelos & Co. bei all ihren Luegen, die sie im Moment von sich geben, noch beklatschen und zusehen, wie sich der „braune MOP“ langsam breit macht.

  24. Lucy Sky
    23. April 2012, 08:42 | #24

    @Peppina
    Danke fuer all deine Kommentare heute. Ich habe fast den Eindruck, wir deutschen Frauen in GR sind die, die sich am meisten fuer dieses Land einsetzen. Weiter so! Vielleicht sollten wir ein Netzwerk eroeffnen: Deutsche frauen fuer Griechenland.
    Kommentare, wie die von Agent Orange zeigen einfach nur wenig Durchblick und erntlarven so manchen Bloed-Zeitung Leser.
    Wie kann ich es mir anmaβen, ueber ein anderes Land zu urteilen, dessen Sprache und Mentalitaet ich nicht verstehe.
    Ich habe im Laufe der letzten 15 Jahre in GR so viel ueber das Leben, Menschlichkeit und Familie gelernt, auch fuer mich kaeme ein Leben in DE nicht mehr infrage.

    @Agent Orange
    Niemand in GR feindet die Deutschen an! Das steht nur in Bild, Welt, usw. Tatsache dagegen ist, dass die Griechen staendig von Deutschen wie Ihnen angegriffen wird.

  25. Lucy Sky
    23. April 2012, 10:13 | #25

    @Juls
    Mir hat er auch die Sprache verschlagen. Obwohl man das ja alles kennt und auch nichts anderes erwartet hat. Mir hat es gestern morgen den Kaffee dermaβen vermiest, dass ich erstmal den PC ausgemacht habe und nach draussen gegangen bin.

  26. Ariadne
    23. April 2012, 10:20 | #26

    @Agent Orange
    Ein bisschen Recht haben Sie schon. Vor allem bei IhremP.S.! Da sollten die Griechen schon einmal über ihre Bücher gehen. Es muss sich einfach etwas grundlegend ändern, wenn man hier den völligen Zusammenbruch vermeiden will.
    Persönlich finde ich, dass die Griechen es richtig machen, mit ihrer Art zu leben. Sie lassen sich nicht von uns anstecken mit dem „leben um zu arbeiten“, sondern sie arbeiten, um zu leben. Und das ist auch gut so. Was aber nicht gut ist, dass die Griechen, bei dieser Art des Lebens, es als selbstverständlich erachten, den gleichen Luxus beanspruchen zu dürfen, wie die anderen westlichen Länder, die halt eben „leben um zu arbeiten“. Beides geht nicht. Entweder ein fröhliches Leben, das man in vollen Zügen geniesst und dafür muss man dann aber auch bereit sein, materielle Abstriche zu machen, oder zu arbeiten bis zum Burnout, und dafür dann mit dem Cayenne durch die Gegend zu rasen. Persönlich bevorzuge ich Ersteres.

  27. Griechenland-Fan
    23. April 2012, 11:39 | #27

    Also ich bin ein echter Griechenland-Fan, habe auch mal ein knappes halbes Jahr dort gelebt. Aber in einigen Dingen muss ich den Kritikern hier Recht geben: Die Produktivität ist einfach zu gering um einen Lebensstandard zu halten wie man ihn sich in einem EU-Land wünscht. Das liegt aber nicht daran, dass die Griechen faul wären oder so, sondern an der Schattenwirtschaft. Ich habe viele Menschen kennengelernt, die den Staat als „Gegner“ sehen. Die Bereitschaft Steuern zu zahlen ist gering, lieber macht man alles am Staat vorbei. Bei den Forderungen an den Staat sieht es anders aus, da geht nichts „am Staat vorbei“. Solange dieses Missverhältnis besteht wird das land nicht auf die Beine kommen bzw. in finanzieller Abhängigkeit der anderen EU-Länder, speziell Deutschland, bleiben.

  28. Heinz
    23. April 2012, 10:49 | #28

    @Peppina

    Bringt das, was Sie da schreiben, Sie und Griechenland wirklich weiter?

    Wieso schreiben Sie nichts über die griechische Elite, die das Land ausgenommen hat, wie eine Weihnachtsgans? Und mit Elite meine ich nicht nur die Politiker, sondern den sog. Mittelstand wie Anwälte, Steuerberater, Selbständige usw. Und kämpfen Sie dafür, dass außer Landes geschafftes Geld wieder nach Griechenland zurück kommt.

    Von mir aus können Sie weiter „Fremde“ raus schmeißen wollen, ich werde trotzdem weiter meine Urlaube auf Kreta verbringen. Ich bin dort sehr willkommen weil eine schöne Freundschaft entstanden ist.

    Man sollte wirtschaftliche Zusammenhänge verstehen. Griechenland wollte in die Währungsgemeinschaft, von der bekannt war, dass dort nicht die Planwirtschaft praktiziert wird. Europa hat die Marktwirtschaft, incl. der ehemaligen Planwirtschaftsländer wie Polen, Tschechien, Slowakei etc. Polen z.B. erlebt seit Jahren einen Wirtschaftsboom. Es ist also auch im Euroraum eine positive Entwicklung möglich. Die wurde in Griechenland jedoch von der Elite dadurch verhindert, dass sie den „Rahm“ abgeschöpft hat, zum Teil unermesslich reich wurde. Aber es waren Griechen!
    Haut also nicht ständig auf den Falschen rum. Ich, als Deutscher, habe kein Geld und auch sonst nichts aus Griechenland entnommen. Und sicher weit mehr als 90% der Deutschen auch nicht. Also, beschimpft uns nicht auch noch ständig.

  29. Heinz
    23. April 2012, 11:05 | #29

    @einer der in Griechenland lebt und es liebt

    Als Deutscher sollte man doch wissen, wodurch in einer Marktwirtschaft die Preise bestimmt werden. Durch Angebot und Nachfrage. Die Politik ist da völlig außen vor.

    Und wer bestimmt denn, dass Sie bei Lidl kaufen müssen. Eier bekommen Sie doch sicher auch bei griechischen Händlern, Gemüse, Obst usw. Unterstützen Sie also die griechischen Erzeuger.
    Das ist doch einer der Punkte, die ich überhaupt nicht nachvollziehen kann.

    Am Samstag war ich bei einem Händler (Grieche), der sowohl griechische , als auch deutsche Produkte verkauft. Es gab eine Aktionswoche „Griechenland“.
    Unter den sog. griechischen Produkten (Süßigkeiten) gab es eben auch welche, die nur nach außen griechisch waren, jedoch in Großbritanien hergestellt wurden. Tun sich doch mindestens zwei Fragen auf: Wieso verkauft ein Grieche in England produzierte Produkte? Gibt es diese Produkte nicht aus Griechenland oder wären sie dort teurer zu beziehen?

    Wieso gibt es in deutschen Supermärkten so wenig „griechische Produkte“, die tatsächlich aus Griechenland kommen? Wo liegt da das Problem?

  30. Medley
    23. April 2012, 11:10 | #30

    Sorry, aber die Griechen sind zu 100% selbst schuld an ihrem Unglück.

    – Sie sind selbst schuld an der Korruption in ihrem Land, denn sie bestechen und lassen sich bestechen.

    – Sie sind selbst schuld, dass sie im Euro-Gemeinschaftswährungsverbund sind, denn sie haben sich mittels ihrer zwielichten Politiker und Beamten durch dreiste Statistik- und Wirtschaftsdatenfälschungen aktiv ins System hineingelogen.

    – Sie sind selbst schuld an ihrem politischen System/ bzw. an ihren Politikern, denn sie wählen ja schließlich diese Parteien/Politiker.

    – Sie sind selbst schuld an ihrer Vetternwirtschaft und an ihren griechischen Patronagesystem, denn es zwingt sie ja keiner Arbeitskräfte nur wegen dem Vitamin B(eziehungen), anstatt wegen ihrer Leistungen, ihrem Können und ihrem Wissen anzustellen.

    – Sie sind selbst schuld an ihrer Misswirtschaft, da sie selbst nachweislich seit JAHRZEHNTEN!!! misslich wirtschaften.

    – Sie sind selbst schuld an ihrem überbordenden, teuren Beamtenapparat. Siehe den Punkt „politisches System und Politiker“.

    – Sie sind selbst Schuld an ihren egoismuszentrierten und eigensuchtfördenden Gewerkschaften, die das Land und die Gesellschaft in den Bankrott streiken, denn sie sind ja zahlende Mitglieder bei ihnen.

    – Sie sind selbst schuld an ihren privaten, an ihren unternehmerischen, als auch an ihren staatlichen Schulden, denn schließlich hatte sie ja niemand gezwungen sich bis über die Halskrause in Kreditverbindlichkeiten, sprich, in die Schuldknechtschaft zu stürzen.

    An all diesen Dingen sind die Griechen selbst schuld und mitnichten irgendwelche geheimnisvollen mächtigen Strippenzieher der „Hochfinanz“, der Banken, der Konzerne, oder die EU(Brüssel) der IWF, die „imperialistische“ USA, der CIA, die Bilderberger, die „Nazi-Deutschen“, die sich angeblich nach dem 4ten Reich sehnen, oder die Bundeskanzerin Merkel, die aus reiner Fiesheit mittels ihrer protestantischen Sparsamkeit den orthodoxen Griechen ihren Schlendrian austreiben will.

  31. Carlos
    23. April 2012, 12:16 | #31

    Also super, Agent Orange. Es gibt so eine unglaubliche Hetze in Deutschland gegen Griechenland.

  32. oniro
    23. April 2012, 14:17 | #32

    @peppina – Kommentare sehr interessant, aber nur mit diesen Reden verfehlt.
    Auch ich lebe zeitweise in GR und spreche die Sprache aber ich habe es kommen sehen, weil es kommen musste. Man kann nicht ewig so leben wie man hier gelebt hat. Oberflächlich wie ich es nenne. Ausserdem sollte man nicht ständig Vergleiche zu DE ziehen, es ist ein anderes Land. Dass es hier zu teuer ist ist richtig aber man muss es von der Grösse dieses Landes betrachten . Man muss es von der ökonomischen Seite sehen, was ncht sehr angenehm ist gebe ich zu. Wobei sich hier die Supermärkte sehr gut angepasst haben, wer verdient dort eigentlich ? Mitleid alleine bringt es nicht Logik gehört dazu.
    Mfg.

  33. oniro
    23. April 2012, 14:38 | #33

    Übrigens bin ich auch dafür dass dieses Land selbst entscheiden soll wie es leben will aber auch daraus die Verantwortung übernehmen denn für immer alementieren aus EULändern
    ist wohl nicht möglich und wäre auch für dieses „stolze Volk“ nicht annehmbar.
    Ich könnte inzwischen ein Buch über mein Leben in GR schreiben nicht immer possitiv.

  34. Lucy Sky
    23. April 2012, 16:59 | #34

    @Ariadne
    Woher weisst du von dem angenehmen Leben, welches die Griechen fuehren? Ich kenne hier weit aus mehr Menschen, die 7 Tage die Woche arbeiten! Und genug, die einen Zweitjob haben, um ueberhaupt ueberleben zu koennen. Die rennen wie die Idioten, sofern sie ueberhaupt noch einen Job haben. Es geht schon lange nicht mehr um Luxusgueter sondern ums nackte Ueberleben.

  35. Lucy Sky
    23. April 2012, 17:27 | #35

    @Medley
    1. Auch Deutsche (Ferrostahl/Siemens) haben Griechenland bestochen, sind also kein bisschen besser.
    2. Deutschland und Frankreich wussten von den gefaelschten Zahlen, ausserdem wusste das Volk von nichts, woher auch, wenn GR aufgenommen wurde, musste es schon seine Richtigkeit haben.
    3. Richtig, und obwohl die meisten Deutschen gegen Atomkraft sind, haben die Atom-Lobby-Parteien immer noch die meisten Waehler.
    4. Das mit der Vetternwirtschaft ist wirklich ein uebles System, aber ob deshalb die griechische Wirtschaft so schlecht laeuft, weiss ich nicht.
    5. Das mit der Misswirtschaft ist ein wenig verallgemeinert. Ich sehe das vom Standpunkt des kleinen Mannes, von unserem Standpunkt auf unserer Insel. Welche Misswirtschaft ist hier gemeint? Meine, die meines Nachbarn oder die der Verantwortlichen in der Regierung?
    6. Wieso bin ich Schuld an dem Beamtenapparat? Wieso ist derjenige, der sein Einkommen fuer sicher haelt, weil er eine Stelle im δημόσιο bekommen hat Schuld? Weil er angestellt wurde?
    7. Vielleicht glaubten ja viele Menschen an ein besseres Morgen, mit mehr Rechten fuer die Arbeitnehmer?
    8. Dann bin ich ja beruhigt, wenn ich nicht Schuld bin, da ich keinen Kredit und auch keine Kreditkarte habe. Da ich also keine Schulden habe, muss ich also auch nicht fuer die Krise bezahlen? Das werde ich gleich mal beantragen!
    So, und was gibt es alles ueber Spanien, Portugal, Italien Frankreich, England (deren Gesamtverschuldung die hoechste Europas ist) und sogar Amerika zu sagen? Alles faule, bestechliche Misswirtschaft betreibende Egoisten?

  36. iaourti iaourtaki
    23. April 2012, 17:36 | #36

    @oniro
    Mach doch einfach. Auf Santorini gibt’s einen geilen Kleinverlag, mal fragen, ob die auch deutsche Bücher für die Touris drucken wollen.

  37. Juls
    23. April 2012, 18:41 | #37

    Griechin62

    dann ist ja alles ok……. 🙂

  38. iaourti iaourtaki
    23. April 2012, 17:46 | #38

    @Ariadne
    Ich empfehle: DAS PERSEUS PROTOKOLL von Kai Hensel und GRIECHENLAND – EINE EUROPÄISCHE TRAGÖDIE von Wassilis Aswestopoulos

  39. Griechin62
    23. April 2012, 18:03 | #39

    @Juls

    Liebe Juls, dass war ironisch von mir gemeint, weil solche Meinungen von (ich weiß nicht wie ich sie nennen soll ?!) höre ich oft. Ich bin voll Deiner Meinung! 🙂

  40. Griechin62
    23. April 2012, 18:54 | #40

    @Lucy Sky

    Klasse Lucy Sky! Danke Danke!!

  41. Peppina
    23. April 2012, 18:55 | #41

    @iaourti iaourtaki
    lol. Da hast Du recht. Mach ich sowieso schon fuer meine alten Nachbarn. Ausserdem braucht mensch dann vermutlich auch keine Krankenversicherung mehr, weil es fit und gesund haelt.

  42. Unglaublich
    23. April 2012, 19:14 | #42

    @lucy sky

    Bitte kommen Sie auf den Punkt.
    Siemens ist Siemens, die Aufnahme Griechenlands wurde gebilligt.
    Nun das war, jetzt ist es nicht mehr so.

    ok, jetzt im hier&jetzt leben, bitte Lösungsvorschläge anstatt Schuldzuweisungen.

  43. Lucy Sky
    23. April 2012, 20:45 | #43

    @Unglaublich
    Das sollten jetzt weniger Schuldzuweisungen als Verteidigung meiner griechischen Freunde und Familie sein. Angegriffen wird ja dauernd von der anderen Seite („faule Griechen,…“).
    Wenn ich Loesungen parat haette, waere ich entweder Wirtschaftswissenschaftlerin (damit kann ich nicht dienen, bin Hausfrau und Koechin in meinem Restaurant) oder Politikerin.
    Leider wird die Situation immer schwieriger. Wir haben schon beim Eintritt Griechenlands in die Eurozone viel diskutiert und versucht, die Menschen darauf hinzuweisen, dass das „goldene Zeitalter“ eine Honigfalle darstellt und niemals gutgehen kann.
    „Siemens ist Siemens, die Aufnahme Griechenlands wurde gebilligt.
    Nun das war, jetzt ist es nicht mehr so.“
    Aber es spielt selbstverstaendlich eine Rolle, und wir kennen ja gar nicht die wahren Ausmaβe der ganzen Korruption(en).
    Wenn ich koennte, wuerde ich alle, die Gelder unterschlagen und ins Ausland verfrachtet haben, enteignen und auf eine einsame Insel ins Exil schicken. So als Anfang. Dann koennen wir weitersehen.

  44. iaourti iaourtaki
    23. April 2012, 20:57 | #44

    @Peppina
    Im Teutonenland müssen jetzt auch Selbstständige Krankenkasse bezahlen. Ansonsten geht’s mit auf die Dauer Benzol usw. auf die Lungen, erhöhtes Krebsrisiko und Unfälle passieren oft und die asoziale Sprache vom Finanzamt versteht kein Arsch..
    Das Fit meinte ich eher darauf bezogen, daß, wenn man erstmal anfängt und immer besser in Form kommt, man neue Geschäftiideen bekommt.
    Das Kurierbusiness in Amiland hat mehrmals Krisen überstanden, z.b. bei der Einführung von Fax und der späteren Legalisierung von Gerichtsteilen als Datei. Die schaffen sich neue Märkte…

  45. V99 %
    23. April 2012, 22:43 | #45

    @ enttaeuscht
    Hallo, wie geht es dir?
    Gut beobachtet..;-)

    Zu dem „Maeusekino“ oben, bleibt zu sagen, dass ein Grossteil des Artikels stimmt.
    Doch wie sagte schon Benjamin Franklin:
    „Glaeubiger haben ein besseres Gedaechtnis als Schuldner.“
    Die Loesung ist doch soo einfach, wie hier schon aufgezeigt wurde, einfach wieder Tauschhandel einfuehren und das Land in Atlantis, aeh Utopia umtaufen..

  46. doedelf
    25. April 2012, 16:20 | #46

    Ich bin es leid immer dieses Griechenland-Bashing zu hören, das in den unterschwelligen Kommentaren á la „Hätten sie halt nicht über ihre Verhältnisse leben sollen blabla“ mitschwingt. Es wird Zeit, dass wir unsere Demokratien zurückerobern …

  47. V99 %
    25. April 2012, 20:12 | #47

    @ Admin
    Warum wurde Ihr „Zitat“ aus meinem Kommentar entfernt?
    Gibt es etwa bald wirklich wieder Tauschhandel??

  48. admin
    25. April 2012, 20:59 | #48

    @V99 %
    Es wurde kein „Zitat“, sondern die abwertende Charakterisierung eines anderen Autors / Kommentators gelöscht.

  49. Papadopoulos
    27. April 2012, 20:39 | #49

    @medley- also diesmal muss ich auch was dazu sagen.
    Du hast verdammt nochmal Recht.
    Und mehr kann ich dazu nicht
    sagen, da ich jetzt arbeiten gehe 🙂

  50. Peppina
    27. April 2012, 22:40 | #50

    @Lucy Sky
    Vielen Dank. Du sprichst mir aus dem Herzen. Ich mag Deine Kommentare und stehe voll dahinter.

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