IWF folterte Evangelos Venizelos in Griechenland

27. April 2012 / Aktualisiert: 25. März 2015 / Aufrufe: 1.380

Während der ehemalige Finanzminister in Griechenland wegen der Sparmaßnahmen geschmäht wurde, durchlebte er im Verborgenen sein persönliches Drama.

Evangelos Venizelos, bis vor kurzem Finanzminister und Regierungsvertreter und nun Vorsitzender der PASOK-Partei, sah sich am 19 April 2012 genötigt, dem griechischen Volk die frischen Spuren seiner Folterung zu enthüllen um zu zeigen, dass er von IWF und Troika unter unmenschlichen körperlichen Drangsalierungen gezwungen wurde, die volksfeindlichen Maßnahmen zu ergreifen.

Evangelos Venizelos von IWF gefoltert
In einer überraschenden Geste entledigte sich Evangelos Venizelos der Jacke und des Oberhemds und enthüllte den ungläubigen Thomassen die Spuren seines Martyriums in den Krallen der Troika sowie auch die sensible Nixen-Tätowierung auf seiner rechten Schulter! (Digital Artwork: Makis Anasiadis)

Zustimmung zum Memorandum wurde durch Folter erzwungen

Wie sich erweist, fiel Evangelos Venizelos während seiner Amtszeit im Finanzministerium sogar die krankhafteste Phantasie übersteigenden mittelalterlichen Praktiken der Erniedrigung zum Opfer, damit er den von der Troika aufgezwungenen harten Maßnahmen und gegen das Volk gerichteten Kürzungen zustimmt!

Wie es scheint, lebte der Vorsitzende der PASOK-Partei sein persönliches Golgatha, während die ihm griechische Gesellschaft in Unwissenheit Verantwortungen für die ungerechten Maßnahmen anlastete. Durch unsägliche körperliche Misshandlung wurde er von den Gläubigern gezwungen, die Lösung der Einschränkung der öffentlichen Ausgaben zu ignorieren, die Bekämpfung der Steuerhinterziehung zu verachten und einfach Löhne und Renten zu kürzen, weil seine Peiniger an der Verelendung der Menschen offensichtlich mehr Spaß haben würden.

Als er jedoch gestern seinen Rücken, die Spuren der Misshandlung und des Sadismus des IWF, mit den eindeutigen Spuren von Peitschenhieben und mit Zigarren verursachten Verbrennungen enthüllte, wurde allen sein stummes Drama klar, das der Vorsitzende der PASOK-Partei in all diesen Monaten durchlebte: Zur selben Zeit, wo ihn alle der Analgesie beschuldigten, biss er die Zähne zusammen, erlitt geduldig die Schläge eines jeden Reichenbachs und Thomsons und sang in seinem Inneren Beurer Lieder, um Courage zu schöpfen und die Gewissensbisse zu ertragen, welche ihm die Bekanntgabe eines weiteren Pakets harter Maßnahmen verursachten!

Das Publikum, welches sich gestern vor dieser erschütternden Enthüllung – Beichte befand, spendete jedenfalls nach dem ersten Schock dem kämpferischen PASOK-Vorsitzenden frenetischen Applaus für seinen Mut. Fast sofort bildete sich spontan eine riesige Schlange, um ihm die Hand zu küssen und sich vor ihm zu verneigen, während einige begannen, sich als Zeichen ihrer Entschuldigen mit den Latten der Spruchbänder zu geißeln.

Schließlich schlugen einige vor, die Folterkammer des Finanzministeriums, wo Evangelos Venizelos litt, zu einem Monument des Nationalen Erbes zu erklären, wogegen die hitzköpfigeren die Bildung eines Untersuchungsausschusses verlangten, damit festgestellt wird, ob der ehemalige Vorsitzende der Bewegung, Georgios Papandreou, die Folterungen begonnen hatte um seinen Mitarbeiter zu zwingen, „Ja“ zu dem ersten Memorandum zu sagen.

(Anmerkung: Dieser Artikel ist das Produkt einer frei ausgedachten Erfindung, mit Ziel die Satire, und entspricht auf keinen Fall der Realität. Konsumieren Sie es verantwortungsvoll.)

(Quelle: Moufanet)

  1. Ariadne
    27. April 2012, 08:52 | #1

    Dass es sich hierbei um Satire handelt, sollte etwas grösser dargestellt werden. Ich wette, dass so einige Griechen diesen Mist glauben und nicht genauer nachlesen.

  2. Lucy Sky
    27. April 2012, 17:10 | #2

    @Ariadne
    Die Griechen verstehen das sofort, vielleicht haben die Deutschen einen Extra-Hinweis noetig?

  3. admin
    27. April 2012, 17:34 | #3

    @Ariadne
    Griechen signalisiert schon allein die Quelle „Moufanet“, dass es sich nur um eine Persiflage handeln kann, wie im übrigen auch in der Anmerkung unmissverständlich klargestellt wird.

  4. Peppina
    27. April 2012, 23:06 | #4

    @Ariadne
    Ich finde Dich unglaublich. Wo befindest Du Dich eigentlich? Ich meine, in welchem Land und mit welchem Hintergrund und mit welchen Quellen? Solltest Du Dich in Griechenland befinden, so rate ich Dir doch den Rueckzug in Dein Land anzutreten, denn Du bist hier ganz klar nicht am richtigen Platz. Dein Bild von „den Griechen“ ist so absolut daneben. Solltest Du Dich in einem anderen deutschsprechendem Land aufhalten, dann bleibe besser dort. Anscheinend ist da alles besser als hier. Ich jedenfalls liebe dieses Land, auch wenn ich hier Fehler sehe. Die sehe ich allerdings eher geringfuegig in dem Sinn, dass sie in jedem europaeischen Land auch ablaufen. Nicht die Sauberfrau spielen, bitte. Wir sollten in einem Europa leben und dem Finanzkapital die Stirn bieten. Wie das ablaufen kann …. sorry, ich weiss es nicht, nur im Kleinen. Ich habe nicht das Kapital studiert. Aber Eines weiss ich ….. wir alle koennen es auch in kleinen Dingen beginnen. Und das heisst „Solidaritaet“ und „wir kaufen nur noch Produkte aus Griechenland“.

  5. Nanu
    28. April 2012, 07:27 | #5

    @Ariadne
    Dein Hinweis “ ….nicht genauer nachlesen.. “ trifft auf Dich zu. Wie Admin schon richtig angegeben hat, allein die Quellenangabe Moufanet sagt schon alles aus. Ich frage mich, was überhaupt Deine Motivation ist, hier zu schreiben. Wenn Griechenland sooo schrecklich ist, warum Dein starkes Interesse? Sofern Du in Griechenland lebst (was ich stark bezweifle), warum wohnst Du dort? So schlecht kann es dort wohl gar nicht sein. Das Land wurde zwar wirtschaftlich „gegen die Wand gefahren“, aber die Griechen sind menschlich mehr als okay. Aber von der Ferne seinen Frust abzulassen ist einfacher, als sich mal zu fragen, warum man grundsätzlich immer und offenbar gegen alles so negativ ist.

  6. Ariadne
    28. April 2012, 08:36 | #6

    @Peppina
    Mal hier, mal dort, in deutsch- und nicht deutschsprachigen Ländern. Zur Zeit für 2 Monate in GR, danach für die beiden Sommermonate in Norwegen, im Herbst in der Schweiz, Winter u.a. in Thailand. Ich habe also durchaus Vergleichsmöglichkeiten.

  7. Lucy Sky
    28. April 2012, 09:29 | #7

    @Peppina
    Hallo Peppina!
    Ich versuche auch schon immer allen zu empfehlen, lieber griechische Produkte zu kaufen. Als vor ein paar Jahren der LIDL auf der Nachbarinsel einzog, habe ich allen Bekannten vor der Falle gewarnt, bin allerdings auf taube Ohren gestossen. Aber ich kann das auch verstehen, denn ploetzlich waren sie in der Lage, dreimal so viel fuer das gleiche Geld einzukaufen. Ein Zurueck zu kleineren Laeden und hoeheren Preisen ist jetzt mit den schwindenden Gehaeltern fuer die meisten einfach unmoeglich geworden. Aber manchmal ist es auch nur Gewohnheit geworden, bestimmte auslaendische Produkte zu kaufen. Z.B. sagte mir die Inhaberin eines Mini-Marktes hier auf der Insel – unser Inselchen ist zum Glueck zu klein fuer Supermarkt-Ketten – dass die Hausfrauen alle nur eine bestimmte daenische Butter (Griechenland-Freunde wissen, welche ich meine) verlangen, anstatt der griechischen Marken, da es die eben auch in „soft“ gibt.

  8. Sundance
    29. April 2012, 12:56 | #8

    @ Ariadne

    Na Du scheinst zumindest das richtige Bild von der Troika zu haben, wenn Du Ihnen das zutraust. Die machen anders Druck (hoch dotierte Belohnungen), nur wenn das nicht klappt, gibt es einen Vermisten mehr. Deshalb klappt das mit dem Geld immer.)

  9. Ariadne
    30. April 2012, 11:44 | #9

    @Sundance
    Häh?- Auch wenn das unhöflich klingen sollte: Ich habe keine Ahnung, wovon Du hier sprichst.

  10. Ariadne
    30. April 2012, 11:47 | #10

    @Nanu
    Ich habe das hier zwar schon einmal kommuniziert: Leider habe ich noch ein Haus in GR, um das ich mich kümmern muss. Wie ich ebenfalls schon mal sagte: Es steht zum Verkauf! Wenn jemand von Euch es kaufen möchte, kann ich GR hinter mir lassen.

Kommentare sind geschlossen