Immobilien-Schnäppchenjagd auf Inseln in Griechenland

10. April 2012 / Aktualisiert: 24. September 2017 / Aufrufe: 2.101

Laut der Zeitung Die Welt bietet ausländischen Investoren der Immobilienmarkt in Griechenland infolge der tiefen Wirtschaftskrise lukrative Gelegenheiten.

Eine Reportage der deutschen Zeitung „Die Welt“ mit dem Titel „Schnäppchenjagd auf den griechischen Inseln“ beschäftigte sich mit dem ansteigenden Zustrom deutscher Touristen, welche sich zur Erforschung der Möglichkeiten des Kaufs von Immobilien zu reduzierten Preisen auf die Insel Rhodos begeben.

In der Reportage wird betont, dass „für Deutsche, Österreicher und Schweizer, die von einem eigenen Haus in der sonnenverwöhnten Ägäis träumen, der Preisverfall die griechischen Immobilien attraktiv macht„. Es wird allerdings auch unterstrichen, dass „viele ebenfalls skeptisch sind, ob das Land es schaffen wird, aus der Rezession herauszukommen und in der Eurozone zu bleiben. Viele Interessenten befürchten, für die heute in eine Immobilie investierten Euros eines Tages Drachmen zu erhalten„.

(Quelle: Imerisia)

  1. iaourti iaourtaki
    11. April 2012, 21:53 | #1

    Engel und Völkers – diesen Verein gibt’s ja auch in Deutschland – hatten erst letztes Jahr noch darüber rum geheult, daß die Immobilienpreise auf Rhodos „viel“ zu hoch sind. So gut ich’s verstehen kann, wenn sich Leute in Hellas ne Hütte kaufen; wo haben die bloß das Geld her – aus Liechtenstein? Die, die es nur wegen Spekulatius machen sind für’n Eimer. Und, wenn ich dann auf anderen Blogs lese, wie sich „Deutsche“, die in Griechenland leben, darüber aufregen, daß bei Lidl Aufbackbrötchen zu teuer sind und man nicht seine Lieblingsleberwurst bekommt oder das griechische Läden Wucherer wären, frage ich mich wirklich, was die da eigentlich wollen. In Griechenland kauf ich beim Bäcker und beim Metzger und wenn ich pleite bin, reichen auch Oliven und Brot oder ich back mir ne Suppe aus Bergkräutern.
    Und wenn gerade in Tourinestern die Supermärkte „zu“ teuer sind, dürfte das ja wohl damit zu tun haben, daß sonst niemand mehr in der Taverne futtern geht. Aber warum soll ich zum Supermarkt, wenn die Taverne gut und billig ist? Weil die „Zazikis“ da keine Currywurst basteln?
    Ich kann mir auch sehr gut vorstellen, wie das mit Häuserkauf funktionieren wird. Ehemalige „Gastarbeiter“, die früher zwei Jobs á 8 Stunden in deutschen Fabriken geschindert haben, um sich damit dann über Jahre ein teures, weil erdbebensicheres Haus zu bauen, werden verkaufen müssen, können dann noch beim Käufer den Popo wischen und dürfen sich freuen, daß sie dort dann einen 100 Euro-Job haben. Anschliessend wird die ganze Küste mit Renternestern zugeschissen, so daß man dann gar nicht mehr ran kann und die Angel dann nur noch ins dreckige Hafenbecken schmeissen kann.
    Ganz schön bescheuert, in ein Land zu ziehen, in daß man total verknallt ist, aber am liebsten ohne Griechen haben will. „Griechenland ist so schön, aber ohne Griechen wäre es ja viel schöner!“ Warum lassen die sich denn nicht einfach im besetzten Teil von Zypern griechische Hütten und Grundstücke, wie die 8000 britischen Rentner, andrehen, um dann beim Dönern zusammen mit den Türken über die Griechen zu hetzen?

  2. Heinz
    11. April 2012, 23:45 | #2

    @iaourti iaourtaki

    Wir sind uns ja selten einig, iaourti iaourtaki. Hier muss ich Ihnen jedoch vehement zustimmen. Was suche ich in Griechenland, wenn ich wie in Deutschland leben will? Das will sich mir nicht erschließen.

  3. Ottfried Storz
    19. Juni 2012, 14:34 | #3

    Im aktuellen SPIEGEL ist ein Interview mit einem weltweit auf INSELN spezialisierten Immobilienhändler. Er berichtete, dass er seit einiger Zeit eine Vielzahl von Angeboten insbesondere aus Griechenland reinbekommt, jedoch kaum eines annimmt.
    Der Grund: Von allen Ländern wäre Griechenland das schwierigste für den Inselverkauf. Bei einem Inselverkauf wären dort 32 (!) Genehmigungen notwendig. „Sicherlich ist dieser sehr hohe Verwaltungsaufwand mit Schuld an der derzeitigen Situation in Griechenland“.

  4. Olli
    6. September 2012, 22:06 | #4

    @iaourti iaourtaki
    Also iaourti iaourtaki, irgendwie liegst Du schief.
    Möchtest Du, dass die Deutschen so pauschal über die Griechen herziehen ?
    Nein, bestimmt nicht.
    Also lass die Verbalverunglimpfungen gutgemeinter Deutscher sein.
    Es gibt wirklich noch Leute (auch Deutsche) die, aus Liebe zu Griechenland und den liebenswerten Menschen dort, einen Wohnsitz in Griechenland vorziehen, als in dem immer unbeliebter werdenden Deutschland zu sterben.

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