Illegale Immigranten in Griechenland werden in Gefängnissen „beherbergt“

21. April 2012 / Aktualisiert: 10. August 2020 / Aufrufe: 473

Anlässlich der aktuellen Diskussion um die geplanten Auffanglager für Immigranten in Griechenland kommen Fakten über die Umstände ihrer „Verwahrung“ ans Tageslicht.

Wie der Vorsitzende des Berufsverbands der Strafvollzugs-Bediensteten Spyros Karakitsos gegenüber der Radiostation VIMA 99,5 bestätigte, verbleiben Dutzende – legale oder illegale – Immigranten auch nach Verbüßung der gegen sie verhängten Haftstrafen in den Strafvollzugsanstalten, da sie nicht abgeschoben werden können.

Laut Herrn Karakitsos werden derzeit insgesamt ungefähr 400 Ausländer, die nicht aus Griechenland abgeschoben werden können, weil sich das (von ihnen deklarierte …) Herkunftsland im Kriegszustand befindet, trotz der Tatsache, dass sie die von der griechischen Justiz verhängte Haftstrafe verbüßt haben, weiterhin in den Gefängnissen „beherbergt“.

Wie Spyros Karakitsos erklärt, sehen die Gerichtsurteile zwar die Abschiebung vor, die jedoch nicht vollstreckt werden kann, was zum Ergebnis hat, dass diese Menschen nach Verbüßung der verhängten Haftstrafe über einen Zeitraum von bis zu weiteren 12 Monaten unter regulären Haftbedingen in den Strafvollzugsanstalten verbleiben.

(Quelle: in.gr)

  1. Kira
    22. April 2012, 12:03 | #1

    Das ist ja auch vollkommen richtig so.

    Jeder der aufgrund von Kriminlität abgeschoben werden soll, es jedoch nicht kann weil aus irgendeinem Grund Abschiebeschutz verhängt wurde oder weil er taktisch klug seinen Pass in die Mülltonne warf um so einer Abschiebung zu entgehen , sollte dauerhaft interniert werden bis sich die Zustände im Herkunftsland ändern oder er mit der Wahrheit rausrückt wie er wirklich heisst, woher er kommt und wohin er dementsprechend zurückgeschickt werden kann.
    Der Schutz der eigenen Bevölkerung geht hier ganz klar vor. Ein Staat der beide Hände in den Schoss legt und meint ‚er könne nichts machen wenn jemand seinen Pass vernichtet‘ hat seine Legitimation verloren. Dann müssen eben die Gesetze so angepasst werden das man diesem Gebahren einen Riegel vorschieben kann , denn man hat schliesslich eine Regierung um solche Missstände abzustellen.

  2. iaourti iaourtaki
    22. April 2012, 19:55 | #2

    @Kira
    Die „Zustände im Herkunftsland“ werden sich erst dann ändern, wenn die dekadente Überbevölkerung der Ersten Welt sich kollektiv umbringt, denn die Zustände kommen, daher, daß die Erste Welt die Dritte Welt mit Kriegen und Klimafaschismus überzieht und seit 500 Jahren ausplündert.

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