Dramatische Zunahme der Selbstmorde in Griechenland

6. April 2012 / Aktualisiert: 24. September 2017 / Aufrufe: 1.143

In Griechenland zeichnet sich seit 2009 parallel zu der wirtschaftlichen Krise ein kontinuierlicher Anstieg der Selbstmorde und Selbstmordversuche ab.

Laut der griechischen Tageszeitung „Ta Nea“ nahmen im Griechenland der Wirtschaftskrise 2011 die Selbstmorde im Vergleich zum Vorjahr 2010 um 45% zu. 2011 haben schätzungsweise mehr als 450 Griechen ihrem Leben ein Ende gesetzt, während es über 600 Selbstmordversuche gab. In der überwältigenden Mehrzahl der Fälle wurden durch die Krise hervorgerufene Gründe angegeben.

Laut der griechischen Polizei (ELAS) wurden von Anfang 2009 bis Dezember 2011 insgesamt 1.730 Selbstmordversuche aufgenommen, während die größte Zunahme der vollendeten oder versuchten Suizide in den Verwaltungskreisen Thessaloniki, Thessalien und Nord-Ägäis beobachtet wurde.

2009 erfolgten in Thessaloniki 55 versuchte oder vollendete Selbstmordakte, im nächsten Jahr 98 und weitere 97 im Jahr 2011. In Thessalien erfolgten 2009 entsprechend 32 versuchte oder vollendete Suizide, 56 wurden 2010 und 46 im Jahr 2011 verzeichnet, während sie sich in der Nordägäis zwischen 2009 und 2010 verdoppelten. In Attika erfolgten 2009 insgesamt 158 versuchte oder vollendete Selbstmorde, 2010 nahmen sie um 20 zu und erreichten 178 und stiegen 2011 um weitere 20 auf 198 Fälle an.

(Quelle: Imerisia)

  1. iaourti iaourtaki
    6. April 2012, 22:09 | #1

    Die Tochter von Dimitri Christoula: „Über den Selbstmord meines Vaters – ein bewußter politischer Akt“:
    http://athens.indymedia.org/front.php3?lang=el&article_id=1390996
    Video 4.4.12:
    http://www.youtube.com/watch?v=gvPGI83PW10&feature=player_embedded
    Weitergehende links und updates, u.a. eine Erklärung der Gewerkschaft der Photojournalisten bzgl. des Schädelbruchs ihres Kollegen und eines in Polizeigewahrsam halb tot geprügelten 18 Jahre alten Jugendlichen:
    http://de.indymedia.org/2012/04/327957.shtml

Kommentare sind geschlossen