Banken in Griechenland locken mit hohen Zinsen

7. April 2012 / Aktualisiert: 24. September 2017 / Aufrufe: 3.506

Die Banken in Griechenland bieten bereits für relativ geringe kurz- und mittelfristige Festgeldanlagen lukrative Zinssätze von bis zu 7% und flexible Konditionen.

Die Zinssätze der Festgeldanlagen bei griechischen Banken bewegen sich weiterhin auf sehr hohen Ebenen von bis zu 7% und bieten bei relativ geringen Mindesteinlagen je nach Produkt zunehmend auch die Flexibilität einfacher Sparkonten.

Der von den griechischen Banken für Festgeldanlagen gebotene Zinssatzsatz liegt im Durchschnitt bei 4,5% bis 5%. Parallel wird den Anlagern zunehmend die Möglichkeit eingeräumt, je nach Produkt die Zinsen einer Festgeldanlage vorab einnehmen oder / und ohne Pönale zur Abhebung eines Teils oder der gesamten Einlage schreiten zu können.

Lukrative Konditionen für Festgeldanlagen in Griechenland

Die Piräus-Bank (Τράπεζα Πειραιώς) brachte die Festgeldanlage „+Plus-Minus“ mit einer Dauer von 12 Monaten und einem Zinssatz von 4,5% für Beträge ab 20.000 und mehr heraus, wobei die Zahlung der Zinsen von der Bank auf Monatsbasis erfolgt. Die Festanlage „+Plus-Minus“ bietet die Möglichkeit zur Erhöhung oder Minderung der Einlage ohne Belastung, solange die drei folgenden Voraussetzungen erfüllt bleiben:

  • Nach der Abhebung darf der Anlagebetrag nicht unter 20.000 Euro fallen.
  • Der Betrag der Erhöhung oder Minderung des Kapitals muss wenigstens 500 Euro betragen.
  • Das nach der Abhebung oder Einzahlung resultierende Kapital bleibt zwischen +/- 50% des anfänglichen Betrags.
    Wenn sich beispielsweise die Einlage auf 100.000 Euro beläuft, kann sie ohne jede Einschränkung auf bis 50.000 Euro reduziert oder auf bis 150.000 Euro erhöht werden, solange alle Abhebungen und Einzahlungen den Wert von 500 Euro übersteigen.

Die Postbank (Ταχυδρομικό Ταμιευτήριο) bietet einen Zinssatz von bis zu 7% für die 6-monatige Festgeldanlage „Aneveno EXTRA“ und bis zu 6% für die Anlage „Aneveno EXTRA“ mit 3-monatiger Dauer. Der Zinssatz beginnt bei 4% im ersten Monat und erreicht entsprechend 7% für die 6-monatige und 6% bei der 3-monatigen Anlage. Der Mindestbetrag der anfänglichen Einlage beträgt 20.000 Euro.

Die Bank of Cyprus (Τράπεζα Κύπρου) zahlt bei der Festgeldanlage „ADVANCE“ (mit einer Laufzeit von 1, 3, 6, 9 und 12 Monaten) die Zinsen bei Beginn der Anlage im Voraus. Der Zinssatz gestaltet sich analog zu der Anlagedauer von 3,7% bis 4,9% und der Mindestanlagebetrag ist 7.500 Euro.

Die Eurobank verdoppelt bei der Festgeldanlage X2 mit Vollendung des sechsten und zwölften Monat den Zinssatz zweimal im Jahr. Der Mindestanlagebetrag beläuft sich auf 10.000 Euro, und der Zinssatz gestaltet sich analog zu dem Betrag und die Zinsen werden jeden Monat ausgezahlt.

Die Griechische Nationalbank (Εθνική Τράπεζα) bietet die Festgeldanlage „Ethniki 4X2“ mit einer Dauer von 8 Monaten an. Die Zinsen werden alle zwei Monate gezahlt. Der Zinssatz für die ersten drei Zweimonatsperioden beträgt 3,4% und steigt in der letzten Zweimonatsperiode auf 4,5%. Der Mindestanlagebetrag ist auf 20.000 Euro festgesetzt.

Die Alpha Bank bietet bei der Festgeldanlage „Alpha Miniea Proodos“ mit einer 12-monatigen Dauer einen von 3,5% bis 4,85% gestaffelten Zinssatz. Ebenfalls beträgt bei der entsprechenden Anlage mit einer Dauer von 36 Monaten der Mindestanlagebetrag 10.000 Euro, und der Zinssatz beginnt ab 2,5% und steigt schrittweise auf 4,85%.

Die ATE (Agrarbank / Αγροτική Τράπεζα) verdoppelt den Zinssatz bei der 12-monatigen Anlage „ATE Diplasiaso“ bei Auslaufen des Produkts von 2,15% auf 4,3%. Der Mindestanlagebetrag ist 10.000 Euro.

Die Emporiki Bank (Commerzbank / Εμπορική Τράπεζα) bietet bei der 12-monatigen Festgeldanlage „Emporiki Kathe Mina“ für Beträge ab 50.000 Euro einen Zinssatz von 5,5%. Der Anleger kann ohne Pönale zu einer vorzeitigen Abhebung schreiten, und den Zeitpunkt der Auszahlung der Zinsen bestimmt er selbst.

Die Marfin Egnatia Bank bietet bei ihrer 6-monatigen Festgeldanlage analog zur Höhe der Einlage einen Zinssatz ab 3,68% bis 4,02% und für die 12-monatige Anlage ab 4,10% bis 4,8%.

Die Griechische Bank (Ελληνική Τράπεζα) bietet bis Ende April die 6-monatige Festgeldanlage „Miniea Avxisi“ mit einem Zinssatz an, der ab 4,5% beginnt und im letzten Monat auf 7% ansteigt.

Die Millenium Bank erhöht bei der 6-monatigen Festgeldanlage alle zwei Monate den Zinssatz, der bei 4% beginnt und auf 7% ansteigt. Der Mindestanlagebetrag ist 50.000 Euro.

Die FB Bank bietet bei der 6-monatigen Festgeldanlage „Mega Profit“ einen Zinssatz von 6,5%, bei einem Mindestanlagebetrag von 30.000 Euro. Konkret beträgt der Zinssatz 6% in den beiden ersten Monaten, 6,5% im dritten und vierten Monat und 7% in den beiden letzten Monaten.

Die Attica Bank (Τράπεζα Αττικής) bietet einen Zinssatz von 4,6% bei der Anlage „Attica Prothesmia“ mit einer Dauer von 1, 2, oder 3 Monaten und einem Mindestanlagebetrag von 50.000 Euro.

(Quelle: Imerisia)

  1. Heinz
    7. April 2012, 16:15 | #1

    Frage:

    Wie hoch sind in Griechenland die Geldanlagen bei Banken abgesichert? Diese Information fehlt leider.

  2. admin
    7. April 2012, 17:07 | #2

    @Heinz
    Spareinlagensicherung pro Anleger und Institut – unabhängig von der Anzahl der geführten Konten – bis jeweils 100.000 €, die entsprechende gesetzliche Regelung wurde im Sommer 2011 bis zum 31.12.2015 verlängert.
    Wertpapiergeschäfte sind dagegen nur bis 30.000 € abgesichert.

  3. Lucy Sky
    7. April 2012, 17:09 | #3

    Was ist, wenn GR zur Drachme zurueckkehrt und diese dann abgewertet wird?

  4. Theodora
    7. April 2012, 20:07 | #4

    Das ist doch alles Mist.
    Mit den neuen Steuergesetzen ist der Anleger verpflichtet ein gewisses Einkommen zu versteuern bei solchen Anlagesummen.
    Der lukrative Zinssatz löst sich dann in nichts auf und man zahlt noch drauf.

  5. admin
    8. April 2012, 02:16 | #5

    @Theodora
    Dieser „Kommentar“ wurde einfach mal freigeschaltet, um einen Eindruck von der Flut schwachsinniger Statements zu vermitteln, mit denen sich unsere Moderatoren alltäglich konfrontiert sehen und ihre Zeit um die Ohren schlagen müssen!

  6. 8. April 2012, 09:27 | #6

    „Die Banken in Griechenland bieten bereits für relativ geringe kurz- und mittelfristige Festgeldanlagen lukrative Zinssätze von bis zu 7% und flexible Konditionen.“

    Na sowas! Das muss wohl daran liegen, dass jene „Geldkritiker“, die von einer „Geldschöpfung der Geschäftsbanken“ phantasieren, genauso vernebelt sind wie studierte „Wirtschaftsexperten“ und gewählte „Spitzenpolitiker“:

    http://www.deweles.de/files/nebel_im_senf.pdf

  7. Heinz
    8. April 2012, 16:57 | #7

    @admin

    Gehörten denn dann zwei Kommentare von mir auch dazu? Ich hielt sie allerdings nicht für „schwachsinnige Kommentare“, sondern sie beinhalteten Fragen. Ich würde es einfach nur gerne wissen, weshalb sie nicht erschienen sind.

  8. admin
    8. April 2012, 18:20 | #8

    @Heinz
    Blog-in-Blog bzw. Blog-in-Blog-Streitdiskussion, beständiges / reflexartiges Konterkarieren, irrelevante OT-Diskussion, Aggressivität, Polemik … irgend etwas wird schon gepasst haben.

  9. Heinz
    9. April 2012, 12:04 | #9

    @admin

    Aha, schön dass wir miteinander gesprochen haben. Irgendwas wird wohl immer passen.

Kommentare sind geschlossen