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Urteil zugunsten eines überschuldeten Kreditnehmers in Griechenland

9. März 2012 / Aktualisiert: 24. Januar 2014 / Aufrufe: 434

In Griechenland wendete das Amtsgericht in Vamos – Chania die zwangsweise Veräußerung des Vermögens eines Schuldners wegen Kreditschulden ab.

Als signifikant charakterisiert die Verbraucherschutzorganisation von Kreta das Urteil des Amtsgerichts Vamos / Chania zu Gunsten eines Schuldners (und Mitglieds der Verbraucherorganisation), der einer Bank aus einem Verbraucherkredit und zwei Kreditkarten insgesamt 14.706,51 Euro schuldete.

Das Amtsgericht regulierte mit seinem Urteil die Schulden des Kreditnehmers für vier Jahre, womit ihm die Gelegenheit gegeben wurde, 100 Euro / Monat zu zahlen und seine einzige Wohnung zu retten. Ebenfalls wurde die Verflüssigung vier kleiner mit Olivenbäumen bepflanzter Landstücke mit einer Gesamtfläche von 2.217 qm und eines Pkw abgewendet, die sich im Eigentum des überschuldeten Kreditnehmers befanden (56 Jahre, arbeitslos, geschieden und mit einem minderjährigen Kind).

Die Verbraucherschutzorganisation Kreta appelliert erneut an die überschuldeten Haushalte, dem Gesetz 3869/2010 („Lex Katseli“) und den Amtsgerichten zu vertrauen, welche als Garanten des Gesetzes fungieren.

(Quelle: Kathimerini)

  1. V99 %
    9. März 2012, 17:59 | #1

    Das hoert sich doch fair an. Bleibt zu hoffen, dass andere Gerichte unter aehnlichen Bedingungen auch so urteilen werden.

  2. 9. März 2012, 18:16 | #2

    Offenbar gibt es in Griechenland noch kein Privatkonkursrecht. Ein solches wäre vor allem in der jetzigen wirtschaftlichen Situation dringend! Man kann es nicht einzelnen Gerichten und Richtern überlassen, ob sich ein Mensch in vernünftigem Ausmaß entschulden kann.

    Normale Rahmenbedingungen: 5-7 Jahre Existenzminimum; danach Schuldenbefreiung.

  3. admin
    9. März 2012, 18:36 | #3

    @V99 %
    @Klaus Kastner
    Sowohl hier als auch in anderen einschlägigen Beiträgen wird explizit auf N. 3869/2010 bzw. das „Gesetz Katseli” verwiesen: was sollen also diese sinnfreien Statements?

  4. V99 %
    9. März 2012, 19:21 | #4

    @ Admin
    Warum wird diese Meldung denn als „signifikant“ tituliert, wenn sie nach ihrer Auffassung als selbstverstaendlich gelten sollte? Warum wird diese „Meldung“ hier dann ueberhaupt gepostet?
    Warum muss denn die „Verbraucherschutzorganisation Kreta erneut an die überschuldeten Haushalte appellieren, wenn das ihrer Meinung nach nicht noetig ist? Und warum wird mein Beitrag zensiert, damit er „sinnfrei“ erscheint?

  5. admin
    9. März 2012, 20:46 | #5

    @V99 %
    a) „Signifikant“ ist im konkreten Fall die Aussetzung der zwangsweisen Verflüssigung, jedoch nicht die inzwischen zigtausendfach erfolgte Regulierung als solche.
    b) Der Verweis war wieder mal irrelevant, außerdem mögen wir es nicht, als Linkschleuder misbraucht zu werden und fabulierenden Schreiberlingen auch noch Traffic zuzuschanzen.

  6. Christina
    10. März 2012, 00:02 | #6

    Liebe Admins (bei dem wenigen Schlaf müsst Ihr ja wohl mehr als einer sein, oder?)

    ich glaube, Ihr hattet die letzten Tage viel zu tun.
    Ich habe eine grobe Idee, was ich unter der „Lex Katseli“ zu verstehen habe, und habe unter der Suchfunktion geguckt, was Ihr dazu schon hattet. War nicht so erschöpfend.

    Wenn’s möglich ist, dann sagt doch bitte noch einmal drei Sätze dazu. Wäre bestimmt hilfreich.

    Schöne Grüße und ein hoffentlich ebenso schönes Wochenende

  7. admin
    10. März 2012, 09:17 | #7

    @Christina
    Das Verfahren weist gewisse Änhnlichkeiten mit der deutschen „Privatinsolvenz“ auf, u. a. ist explizit auch die Aussetzung von Zangsmaßnahmen vorgesehen (speziell, wenn es um die einzige / Hauptwohnung geht). Die Besonderheit des hier in Rede stehenden Urteils liegt darin, dass die Verflüssigung von Vermögensteilen gehemmt wurde, deren Verhäußerung vermutlich die Existenzgrundlage des Schuldners nicht unmittelbar gefährdet, ihm jedoch im Verhältnis zu dem Produkt der Verwertung einen unangemessenen Schaden zugefügt hätte.

    Privat-Entschuldung in Griechenland nach N. 3869/2010 („Gesetz Katseli“)

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