Gezielte Raubüberfälle auf alte Leute in Griechenland

24. März 2012 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 4.785

In Griechenland nehmen kontinuierlich die räuberischen und in den meisten Fällen blutig oder sogar tödlich verlaufenden Überfälle zu Lasten alter Menschen zu.

Es vergeht praktisch kein Tag mehr, an dem in Griechenland nicht ein oder mehrere Raubüberfälle auf ältere Leute verübt werden. Anfang der Woche wurden innerhalb von 24 Stunden wenigstens zwei solcher Überfälle in Chania und auf Chios verzeichnet, während ein 33-jähriger Albaner als Mitglied einer Bande verhaftet wurde, die in Messinien wenigstens acht Raubüberfälle zu Lasten alter Menschen in deren Häusern verübt hatte.

Stellvertretend ist der Fall einer 80-jährigen Frau, die am 20. März 2012 um 7:00 Uhr morgens in ihrem Haus in der Altstadt von Chania in der Straße Theokopoulou skrupellosen Räubern zum Opfer diel. Laut Informationen drangen die Täter durch einen Hintereingang des Hauses ein und verlangten von einer allein lebenden Greisin unter Bedrohung mit einem Messer, ihnen Geld und Schmuck auszuhändigen.

Die Räuber zögerten auch in diesem Fall nicht, die unglückliche Frau an Händen und Füßen zu fesseln, und nachdem sie das Haus völlig durchwühlten, gelang es ihnen, der 80-Jährigen alte Schmuckstücke und etwas Geld zu entwenden. Danach machten sich die beiden Unbekannten mit ihrer Beute aus dem Staub und ließen die Greisin gefesselt zurück. Jene schaffte schließlich, sich selbst zu befreien und die Polizei zu benachrichtigen. Die unter Schock stehende Frau wurde von einem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht.

Gezielte Raubüberfälle auf Häuser allein lebender alter Leute

Am selben Tag wurde dem Polizeirevier Mastichochoria auf der Insel Chios ein Diebstahl zu Lasten eines 78-jährigen Mannes und einer 71-jährigen Frau angezeigt. Am Nachmittag des 20 März 2012 drangen drei unbekannte durch einen ungesicherten Eingang in das Haus der beiden Greise ein und entwendeten 5.000 Euro.

Indessen nahmen Polizeibeamte der Unterdirektion der Kriminalpolizei Kalamata einen 33-jährigen Albaner fest und fahnden nach zwei weiteren Komplizen von ihm, die in der weitläufigeren Gegend von Kyparissia und Kopanaki in der Provinz Messinien Raubüberfälle zu Lasten alter Menschen verübten. Im Rahmen der polizeilichen Ermittlungen wurde festgestellt, dass die Bande seit Anfang Dezember 2011 bis einschließlich Anfang März 2012 wenigstens acht Raubüberfälle zu Lasten alter Personen in deren Häusern begangen hatten. In etlichen Fällen benutzten sie Knüppel, Schraubenzieher und Messer und verletzten oft ihre Opfer, um ihnen Geld, Schmuck und Mobiltelefone abzupressen. Ein Teil des Diebesgutes wurde in einer Plastiktüte gefunden, welche die Täter in einem Ölfass versteckt hatten.

Ebenfalls am selben Tag drangen in Thessaloniki zwei Unbekannte in der Straße Iroon Polytechniou nachmittags in das Haus eines 32-jährigen Griechen ein. Unter Bedrohung mit einer Waffe fesselten und knebelten ihn. Danach entwendeten sie ungefähr 12.000 Euro und verschwanden. In Heraklion wiederum überfielen am 5. Kilometer der Straße Heraklion – Mores zwei Täter eine Tankstelle, wo sie den Angestellten unter Bedrohung mit einem Jagdgewehr in Schach hielten, ungefähr 200 Euro an sich nahmen und zu Fuß flüchteten. In Athen drangen schließlich vier Unbekannte, die alle mit militärischen Kalaschnikows bewaffnet waren, in ein Juweliergeschäft im Bezirk Menidi ein. Sie machten die Eigentümerin bewegungsunfähig, nahmen Schmuckstücke von großem Wert an sich und flüchteten mit zwei Motorrädern.

(Quelle: Vradyni)

  1. Mannfred
    24. März 2012, 17:00 | #1

    Es wäre wirklich prima, wenn sich die Griechen organisieren und die ausländischen Verbrecherbanden bekämpfen und verjagen würden.

    Viele Glück für die Griechen wünscht Mannfred

  2. Gres
    25. März 2012, 00:28 | #2

    @Mannfred

    Dito + ist doch klar wenn Leute versuchen ihr Geld zu retten und es von Banken nach hause bringen.Eine Problem dabei,wenn die Griechen die banden verjagen,kann mir jemand sagen wo die banden hin ziehen???Etwa nach hause???Selig wird wer glaubt.

  3. admin
    25. März 2012, 00:55 | #3

    @Gres
    Gestern (24.03.2012) wurde eine Greisin in ihrem Haus überfallen und ermordet, die Beute der Täter belief sich auf den schwindelerregenden Betrag von sage und schreibe fünf (5) Euro! In anderen Fällen wurden u. a. Bettwäsche, Kleidung und sogar Lebensmittel „erbeutet“: beginnt es immer noch nicht zu klingeln?

  4. V99 %
    25. März 2012, 10:48 | #4

    Traurige Zustaende im Land. Man kann aelteren Menschen nur anraten einen kleineren Betrag an Bargeld zu Hause zu haben, um die anscheinend entweder albanischen oder „griechischen“ unbekannten Täter, (bis jetzt wurden keine schwarzen bzw. Afghanen erwaehnt..) schnell lebend los zu werden und den Rest wieder zur Bank zu bringen. Tueren auch tagsueber abschliessen ist zur Eigensicherung besonders wichtig. Angefangen bei der Gartentuer. Viele aeltere in meiner Verwandtschaft machen das seit laengerem, mit Erfolg.
    Bettwaesche und Kissen wurden bei Verwandten im Dorf geklaut, als sie fuer meherere Wochen weg waren (Winter). Das geht aber mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auf das Konto von Giftis..

  5. Doreen
    25. März 2012, 12:03 | #5

    Eine Frage habe ich und moechte bitte eine ehrliche Antwort.
    Sind unter den marodierenden Banden mittlerweile auch Griechen? Heisst die Not ist so gross, dass man vor diesen Dingen nicht mehr zurueckschreckt.

    Gerade wenn ich den letzten Kommentar sehe, dann handelt es sich nicht um das uebliche Diebesgut der oben benannten Zudringlinge (Zudringlinge weil auch illegal), sondern um Dinge des Lebensnotwendigen Bedarfes.

    Wenn darunter auch Griechen sind, dann ist die Not bereits unermaesslich und kann nur durch Kannibalismus gesteigert werden. All die Dinge die fuer den Zusammenbruch vorhergesagt wurden und man sich gemuetlich durchgelesen hat ,ohne das es einen wirklich zum nachdenken angeregt haette.

  6. Hans
    25. März 2012, 13:01 | #6

    @Manfred,

    Verjagen allein dürfte mit bloßen Händen nicht funktionieren. Da braucht man selbst auch schon Waffen, so wie alle ausländischen Banden darüber verfügen. Die sind bewaffnet bis an die Zähne bzw. wie der Mörder Mohamed in Frankreich, voll bis unter die Decke.

  7. Kalives
    15. April 2012, 19:29 | #7

    Ich finde es schrecklich was für Verbrechen in Griechenland passieren. Früher waren gerade die Inseln sehr sicher. Am 28.02.2012 wurde ein von mir naher 68-jähriger deutscher Angehöriger (lebte 20 Jahre auf Kreta)auf Kreta im Ort Kalives/Kalyves auch Opfer eines Raubüberfalls im eigenen Haus mit tödlichen Folgen. Die Polizei ermittelt noch und wir erhalten keine Auskunft über den Stand der Ermittlungen. Für uns ist es sehr schwer das Geschehen zu begreifen. Für Hinweise und Informationen in diesem Blog wäre ich sehr dankbar.

  8. iaourti iaourtaki
    16. April 2012, 17:53 | #8

    @Kalives
    Ist denn mittlerweile – auch, wenn es ja inzwischen „richtig“ verboten ist, auch ein Problem auf den Inseln alleine am einsamen Strand zu pennen?

  9. admin
    17. April 2012, 01:48 | #9

    @Kalives
    Die bereits im Stadium fortgeschrittener Verwesung aufgefundene Leiche des allein in einem abgelegenen Haus lebenden Mannes ließ laut der Polizei dem ersten Augenschein nach keine Anzeichen von Gewalteinwirkung erkennen. Erst der Befund der gerichtsärztlichen Untersuchung dokumentierte einen gewaltsam herbeigeführten Tod infolge Erstickens, was gegen Mitte März 2012 auch in einigen Medien gemeldet wurde. Über den weiteren Verlauf der Ermittlungen scheinen bisher keine Informationen publiziert worden zu sein.

  10. Kalives
    2. Mai 2012, 15:19 | #10

    @iaourti iaourtaki
    Muss ich das verstehen.

  11. Kalives
    2. Mai 2012, 15:20 | #11

    @admin
    Danke „Admin“ für die Info. Bitte bei Neuigkeiten kurz Info in diesem Blog. Danke.

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