Entwicklungsministerium in Griechenland entfernt 50 Beamte

16. März 2012 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 638

Das Entwicklungsministerium in Griechenland entfernte nach dem Korruptionsskandal in der Direktion für Privatinvestitionen 50 Bedienstete der Abteilung.

Der Staatssekretär für Entwicklung, Wettbewerbsfähigkeit und Seefahrt, Thanos Moraitis, entfernte nach dem vor einigen Tagen aufgedeckten Korruptionsfalls, in dem zwei Beamte 120.000 Euro Schmiergeld für die Freigabe der Subventionszahlung an einen Hotelbesitzer verlangt und erhalten hatten, fast die gesamte Direktion für private Investitionen aus dem Dienst und schritt parallel zur Ausschreibung der Einstellung neuer Beamten.

Wie die neue Ministerin für Entwicklung, Wettbewerbsfähigkeit und Seefahrt Frau Anna Diamantopoulou anführte, verlangte sie mit ihrem Schreiben an den Leiter der Kontrolleure der öffentlichen Verwaltung, Leandros Rakitzis, die rückwirkende Überprüfung aller Beamten, der von ihnen gehandhabten Angelegenheiten und ihrer Bankkonten rückwirkend ab 2005 bis heute. Bei einer Begegnung, die sie mit dem Leiter der SDOE, Ioanis Diotis, der die Ministerin darüber in Kenntnis setzte, dass auch andere Anzeigen zu Lasten von Beamten der in Rede stehenden Direktion vorliegen, gab sie ebenfalls die Anweisung, alle Bankkonten zu „öffnen“.

Interne Untersuchung und Rechtshilfe vom Areopag

Bezüglich des eingangs erwähnten konkreten Korruptionsfalls erteilte Staatssekretär Thanos Moraitis die Anweisung zur Durchführung einer internen Untersuchung ab 2005 durch einen konkreten Beamten und verlangte die Mithilfe des Staatsanwalts des Areopags Herrn Tente. Herr Moraitis führte charakteristisch an, dass „wir alle Kündigungen in unseren Händen haben, es handelt sich um 50 Beamten und Funktionäre„, und fügte noch an: „Wir werden nicht alle Bediensteten in einen Topf werfen und sehen, wie wir das Thema handhaben werden.

Entwicklungsministerin Anna Diamantopoulou äußerte von ihrer Seite, dass die drei Anhängigkeiten, denen sie in dieser Phase begegnet, folgende sind:

– Erstens die Vorlage des Multi-Gesetzentwurfs des Entwicklungsministeriums. Es handelt sich um ein „Textungeheuer“ mit 220 Artikeln, das viele Gesetzentwürfe des Ministeriums und anderer Ministerien enthält.

– Zweitens die „Spritze“ für die Liquidität im Land, die sich auf den Nationalen Strategischen Rahmenplan (NSRP), aber auch die Finanzierung durch die Europäische Investitionsbank (EIB) bezieht. Noch innerhalb des Tages werden die Beschlüsse der Europäischen Investitionsbank über die Finanzierung für Griechenland erwartet. Die resultierende Hebelwirkung des Kapitals der EIB wird 2 zu 1 betragen.

– Drittens die – wie von Ministerin bezeichnete – investive „Verlobung“ mit allen an Investitionen in Griechenland interessierten EU-Mitgliedstaaten, angefangen von Deutschland, das sie in der kommenden Woche besuchen wird.

(Quelle: To Vima)

  1. Heinz
    16. März 2012, 14:02 | #1

    Ein richtig guter Anfang, weiter so!

  2. Juls
    16. März 2012, 16:29 | #2

    Hoffentlich wird das jetzt auch alles von Anfang bis Ende durchgezogen, mit Geld zurueckholen und so weiter …..

    da geht es ja auch teilweise um Summen, da geht einem der Schnuersenkel auf ….. aber egal ob IKA (da soll ja eine der Betruegerinnen 23 Wohnungen besitzen) egal ob die Krankenhaus-Skandale …. wenn man diese Dinge morgens bei Mega / Antenna hoert … Leute mir wird da langsam speiuebel ……. ich komme da einfach nicht mehr mit!!

    Und das Gute ist, es ist alles schon so viele Jahre hindurch bekannt …….. aber es ist ja auch Wahlkampfzeit …. grosse Versprechungen koennen nicht gemacht werden, also holt man wohl den besen raus und „kehrt aus“ ……

    Mal sehen was da noch alles kommt und wie gesagt, wie weit das alles rueckverfolgt wird ….

  3. Babbelnett
    17. März 2012, 17:27 | #3

    In Griechenland sind über die Jahre 350 Milliarden Euro Staatschulden angehäuft worden.

    Dieses Geld wurde von Griechen eingestrichen und sonst niemandem.

    Jetzt gilt es, die Geldveruntreuer unter den Griechen zu jagen, hart zu bestrafen und diese griechschen Asozialen so lange bei Wasser und Brot einzusperren, bis entweder der letzte Betrugscent herausgerückt wurde oder der Tod im Knast eintritt.

    Ein solches Pack braucht keine Gesellschaft!

  4. Ariadne
    17. März 2012, 19:34 | #4

    @Babbelnett
    Ich bin zwar auch eine grosse Kritikerin, aber ganz so schlimm sehe ich es doch nicht. Alles, denke ich mal, wurde nicht gestohlen. Auch das Volk hat profitiert (tiefes Rentenalter, z.B.). Man hat sich halt so manchen Luxus geleistet, der offensichtlich nicht drin war, sondern mit Schulden finanziert worden ist. – Wer soll das bezahlen, wer hat soviel Geld…?

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