Banken verschlingen Steueraufkommen in Griechenland

27. März 2012 / Aufrufe: 1.232

Wie aus den Angaben des griechischen Finanzministeriums hervorgeht, wird fast das gesamte Steueraufkommen in Griechenland von den Banken verschlungen.

Die Koalitionsregierung der schwarzen Front riss in den beiden ersten Monaten des Jahres 2012 mehr als 8 Milliarden Euro aus gegen das Volk gerichteten Steuern und jeder Art von „Abgaben“ an sich. Laut den Angaben über die Asführung des Staatshaushaltes erreichten in dem selben Zeitraum die Aufwendungen, welche zur Bedienung der staatlichen Verschuldung für Zinsen und Tilgung draufgingen, mit 7,7 Milliarden Euro sowohl relativ als auch absolut ein „Rekordniveau“ und gestalteten sich auf einen Anteil von über 96% des Volumens der Steuereinnahmen des Staates.

Noch viel heftiger kündigt sich die Eskalation der gegen das Volk gerichteten Offensive für den unmittelbar bevorstehenden Zeitraum an. Bereits seit den ersten beiden Monaten (Januar – Februar 2012) sind an die IKA 65% der für das gesamte Jahr vorgesehenen zusammengestrichen Zuschüsse bereitgestellt worden, während der Bereitstellungsanteil für die Gesamtheit der Versicherungskassen 25% erreicht hat.

Abbau der Defizite basiert auf der Eliminierung der Einkommen

Der stufenweise Abbau der „Defizite“ ist auf die Vernichtung des Volkseinkommens gestützt. In den ersten beiden diesjährigen Monaten haben sie das Volk um 791 Millionen Euro aus der „Besteuerung des Vermögens“ beraubt, welcher Betrag aus den Abzocken auf „elektrifizierte Immobilien“ stammt, also aus den Geldern, die sie mittels der Rechnungen der DEI an sich rissen und die im entsprechenden Vorjahreszeitraum nicht existierten.

Aus den Angaben des Finanzministeriums geht hervor:

Steuereinnahmen: Sie gestalten sich – bei einem minimalen Anstieg – auf 8 Mrd. Euro (gegenüber 7,95 Mrd. Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum), welche Tatsache mit der Schrumpfung der Einkommen des Volkes und des Konsums, der Massenarbeitslosigkeit und der Armut zu tun hat. Sowohl trotz der ab Januar 2012 in Kraft gesetzten erhöhten Steuerabzüge als auch trotz der Monat für Monat abgegriffenen „Solidaritäts-Abzocke“ stagniert die Einkommensteuer natürlicher Personen auf Vorjahresniveau (1,2 Mrd. Euro).

Das Volumen der Mehrwertsteuer beschränkte sich mit einem Rückgang von 14,7% auf 2,9 Mrd. (gegenüber 3,4 Mrd. Euro). Die – obwohl bereits ins Schwanken geratenen – gegen das Volk gerichteten Ziele werden einzig und allein durch die „Abzocke“ gerettet, die auf die Wohnungen des Volkes erhoben wird.

Ausgaben: Sie präsentieren sich bei 9,6 Mrd. Euro (gegenüber 9,4 Mrd. Euro), bei einem fiktiv ausgewiesenen Anstieg um 2%. Diese Tatsache hat mit den Mitteln zu tun, die in den beiden ersten diesjährigen Monaten für „Aufwendungen für Versicherung, Behandlung, sozialen Schutz“ freigegeben wurden (3,8 gegenüber 3 Mrd. Euro), mit denen die Auszahlungen für die vielen kommenden Monate ausgeglichen werden sollen.

An die IKA zahlten sie 1,39 Mrd. Euro aus, also 65% des für das gesamte Jahr 2012 vorgesehenen Betrags. Die Gehälter (zentrale Verwaltung) erscheinen mit 2,8 Mrd. Euro. Die Zinsen für die Staatsverschuldung erreichen 862 Mio. Euro (gegenüber 859 Mio. Euro). Die Tilgungsbeträge, die auf einem getrennten Konto ausgewiesen nicht dem Defizit hinzugerechnet werden, erreichen 6,8 Mrd. Euro.

Öffentliches Investitionsprogramm: Die endgültige Gestaltung des „Defizits“ wird mit den Kapitalzuflüssen aus den Kassen der Gemeinschaft gezügelt, welche Gelder in ihrer Summe für die dicken Geschäfte der Monopole draufgehen werden. Der konkrete Posten erreichte 1,2 Mrd. Euro (gegenüber 564 Mio. Euro).

„Defizit“: Es präsentiert sich mit 495 Mio. Euro, gegenüber ungefähr 1 Mrd. Euro im Vorjahr.

Die Ministerialbeschlüsse zur Umsetzung des Nachtragshaushaltes für die horizontalen Ausgaben wurden von dem vorherigen Finanzminister Evangelos Venizelos unterzeichnet. Die „Angleichung“ an die Fakten ihres Memorandums bezieht sich allein nur in dieser Phase für 2012 auf die Kappung der Renten des öffentlichen Sektors, u. a. mit folgenden Beträgen:

  • Zivile Angestellte: 36 Mio. Euro
  • Justizbeamte: 1,28 Mio. Euro
  • Uniformträger: 23,9 Mio. Euro

Mit den „Einsparungen“ aus Haupt- und Zusatzrenten erreichen die Mittel des Nachtragshaushalts insgesamt 386 Mio. Euro.

(Quelle: Rizospastis)

  1. Holger Lippert
    27. März 2012, 23:02 | #1

    …. es ist nicht alles verstaendlich, aber was zu verstehen ist – ist schändlich ….

  2. Ottfried Storz
    29. März 2012, 10:47 | #2

    „Rizospastis“ ist die Zeitung der kommunistischen Partei Griechenlands.
    Entsprechend sind JETZT „gegen das Volk gerichteten Steuern und jeder Art von “Abgaben”.
    Wenn die Kommunisten an der Macht wären, wären es nach ihrem Verständnis „FÜR das Volk gerichteten Steuern und jeder Art von “Abgaben”.
    Nimmt man die FAktenlage, taugen „Die Banken“ als Feindbild eigenlich nicht, weil auch diese im Schnitt der letzten Jahre defizitär sind.

    Und das Staatsausgaben für „die dicken Geschäfte der Monopole draufgehen werden“ ist jämmerliche kommunistische 50-70er Jahre Rhetorik.

    Mir fällt kein Land in Mittel- und Südeuropa ein, wo eine kommunistische Partei im letzten Jahrzehnt einmal mehr als 3 Prozent bei Wahlen erhielt. Selbst in Portugal – wie Griechenland von extremen Sparbeschlüssen und Wirtschaftskrise getroffen – erreichten die kommunistische Partei bei den Parlamentswahlen Mitte 2011 gerade einmal 1,1 Prozent.
    Nur in Griechenland liegen die Kommunisten aktuell bei rd. 11 Prozent.

    Auch dies bezeichnend, das ein sehr großer Anteil der Griechen mit ihrem Denken metertief in den 70er Jahren stecken …….

  3. Werner Hartmann
    30. März 2012, 10:14 | #3

    Kommunismus hin oder her, wenn eine Regierung 96% des Steueraufkommens den Banken gibt, ist das kriminell.

  4. Juls
    30. März 2012, 14:45 | #4

    Kommunismus hin-Kommunismus her

    man sollte wirklich ab und zu mal diese Zeitung lesen, damit wir ein paar Wahrheiten erfahren……die Regierungsparteien luegen uns doch frech ins Gesicht ohne Rot zu werden…deren Mist erleben wir doch nun tag taeglich……

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