Arzt in Griechenland wegen passiver Bestechung verhaftet

1. März 2012 / Aktualisiert: 02. Juli 2013 / Aufrufe: 528

In Griechenland wurde ein Gefäßchirurg des Krankenhauses Laiko in Athen unter der Beschuldigung der wiederholten passiven Bestechung festgenommen.

Am Dienstagmorgen (29. Februar 2012) wurde ein 52-jähriger Gefäßchirurg des öffentlichen Krankenhauses „Laiko“ in Athen verhaftet, nachdem er von Verwandten eines älteren Patienten, den er persönlich einem operativen Eingriff unterzogen hatte, ein „Fakelaki“ (Schmiergeld) forderte und in Empfang nahm.

Wie die Kinder (Sohn und Tochter) des 82-jährigen Patienten bei dem Dezernat für interne Angelegenheiten der EL.AS. zur Anzeige brachten, verlangte der Gefäßchirurg für die ihrem Vater erbrachten ärztlichen Leistungen einen Geldbetrag, dessen Höhe er jedoch anfänglich nicht bestimmte, während er bereits fünf Tage vor der regulären Einweisung des Patienten zu einer „fiktiven“ Einweisung schritt. Schließlich verlangte laut der Anzeige der Arzt außer dem Geldbetrag von 350 Euro, der ihm anfänglich von den Kindern des Patienten als „Fakelaki“ übergeben worden war, einen entsprechenden weiteren Betrag, den er nach der Ziehung der Fäden erhalten sollte.

Am 29. Februar 2012 überreichten die Verwandten des Patienten dem Gefäßchirurgen bei einem verabredeten Treffen in seinem Büro im Krankenhaus „Laiko“ den Betrag von 300 Euro in Banknoten, deren Nummern notiert worden waren. Bei der anschließenden Durchsuchung des Büros, die von Polizeibeamten der Dienststelle für interne Angelegenheiten durchgeführt wurde, welche sich im Krankenhaus dezent bereitgehalten hatten, wurde der konkrete Geldbetrag gefunden und der Arzt verhaftet, um später dem Strafrichter Athen mit der Beschuldigung der wiederholten passiven Bestechung vorgeführt zu werden.

(Quelle: Naftemporiki)

  1. miks
    1. März 2012, 08:31 | #1

    warum nicht gleich so.die menschen müssen sich endlich wehren!

  2. Konstantin
    1. März 2012, 15:40 | #2

    Sehr gut, ich hoffe das noch mehr Griechen die Ärzte anzeigen die Geld verlangen.
    Leider ist es bei vielen Griechen so tief verankert, das es schon normaler Alltag geworden ist.
    Viele Griechen denken, wenn ich kein Geld gebe, dann behandelt der Arzt nicht gut oder garnicht. Auf Kreta hatte mal ein Krankenhausdirektor die Besuchszeiten während der Opperationszeiten aufgehoben. Das Fazit die Besucher hatten sich beim Bürgermeister beschwert, weil sie der Meinung waren die Ärzte würden sich keine Mühe geben wenn sie kein Schmiergeld erhalten würden.
    Die Denkweise vieler Griechen ist auch daran Schuld das für einige Ärzte das Annehmen von Schmiergeld normaler Alltag geworden ist.

  3. V99 %
    1. März 2012, 16:25 | #3

    Ein Schritt in die richtige Richtung.
    Leider wird die Einforderung von Schmiergeldern, von der Regierung, durch die Reduzierung von Gehaeltern zusaetzlich gefoerdert. Hier sollte den Aerzten ein angemessenes Gehalt gezahlt werden, wenn es sich, wie in diesem Fall, um ein oeffentliches Krankenhaus handelt.

  4. IchDochNicht
    15. März 2012, 22:50 | #4

    Weiter so!
    Erpresser gehören hinter Gitter. Und diese Ärzte sind Erpresser!!!

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