Mikis Theodorakis spricht von Verschwörung gegen Griechenland

15. Februar 2012 / Aktualisiert: 01. November 2016 / Aufrufe: 45.673

In einem offenen Brief an die internationale öffentliche Meinung bezichtigt Mikis Theodorakis Politiker und Banken der Verschwörung gegen das griechische Volk.

Mikis Theodorakis (2004)
Mikis Theodorakis (2004)
(Foto: Gwagner1000)

Der heute (fast) 87-jährige griechische Komponist, Schriftsteller und Politiker Mikis Theodorakis spricht in einem offenen Brief an die internationale öffentliche Meinung von einer Verschwörung griechischer und ausländischer Akteure gegen das griechische Volk und der drohenden Gefahr, dass Griechenland durch Arbeitslosigkeit, Hunger und Verelendung in den kommenden Jahren endgültig ausgelöscht wird.

Das nachstehend ungekürzt in deutscher Übersetzung wiedergegebene Schreiben wurde am Dienstag (14. Februar 2012) publiziert, jedoch von Mikis Theodorakis bereits am Sonntag (12. Februar 2012) aufgesetzt, bevor er zusammen mit dem als Widerstandkämpfer gegen die deutsche Besatzung bekannt gewordenen heute 89-jährigen Politiker und Schriftsteller Manolis Glezos anlässlich des im Eilverfahren debattierten Gesetzentwurfs zur Ratifizierung des neuen Kreditabkommens und der damit einhergehenden drakonischen Sparmaßnahmen das Parlamentsgebäude aufsuchen wollte, wobei jedoch beide dem ungezügelten Einsatz von Chemikalien durch die Polizei zum Opfer fielen.

An die Internationale Öffentliche Meinung – Die Wahrheit über Griechenland

Es gibt eine internationale Verschwörung mit dem Ziel der Vollendung der Zerstörung meines Landes. Sie begannen 1975 mit Ziel die neugriechische Kultur, sie fuhren mit der Perversion unserer neueren Geschichte und unserer nationalen Identität fort und versuchen jetzt, uns mit Arbeitslosigkeit, Hunger und Verelendung auch biologisch auszulöschen. Wenn sich das griechische Volk nicht vereint erhebt um sie zu aufzuhalten, ist die Gefahr der Auslöschung Griechenlands existent. Ich siedele sie in den nächsten zehn Jahren an. Von uns wird nur das Andenken an unsere Zivilisation und unsere Kämpfe für die Freiheit verbleiben.

Bis 2009 gab es kein ernsthaftes wirtschaftliches Problem. Die großen Wunden unserer Wirtschaft waren die unangemessen Aufwendungen für den Kauf von Kriegsmaterial und die Korruption eines Teils des politischen und finanzvolkswirtschaftlichen Raums. Für beide dieser Wunden waren jedoch auch die Ausländer mitverantwortlich. Wie beispielsweise Deutsche, Franzosen, Engländer und Amerikaner, die aus dem jährlichen Verkauf von Kriegsmaterial Milliarden Euro zu Lasten unseres nationalen Reichtums verdienten. Dieser kontinuierliche Aderlass zwang uns in die Knie und gestatte uns nicht, voranzuschreiten, während er den fremden Nationen Reichtum brachte. Das selbe geschah auch mit dem Problem der Korruption. Beispielsweise hatte die deutsche Siemens eine spezielle Abteilung zur Bestechung griechischer Funktionäre, um ihre Produkte auf dem griechischen Markt platzieren zu können. Das griechische Volk war folglich Opfer des räuberischen Duetts Deutscher und Griechen, die sich zu seinen Lasten bereicherten.

Es ist offensichtlich, dass die beiden großen Wunden hätten vermieden werden können, wenn die Führungen der beiden pro-amerikanischen Machtparteien nicht von korrupten Elementen zerfressen worden wären, die zur Kaschierung des Abflusses des Reichtums (der Produkt der Arbeit des griechischen Volkes war) in die Kassen der fremden Länder in der überdimensionalen Verschuldung Zuflucht gesucht hätten, mit dem Ergebnis, dass die Staatsverschuldung 300 Mrd. Euro, also 130% des Bruttoinlandprodukts erreicht.

Mit diesem Trick verdienten die vorstehend angeführte Ausländer doppelt. Erstens an dem Verkauf ihrer Waffen und ihrer Produkte. Und zweitens an den Zinsen der Gelder, welche sie den Regierungen und nicht dem Volk liehen. Weil – wie wir gesehen haben – das Hauptopfer in beiden Fällen das Volk war. Allein ein einziges Beispiels wird Sie überzeugen. Die Zinsen für den Kredit von einer Mrd. Dollar, den Andreas Papandreou 1986 von einem großen europäischen Land aufnahm, erreichten 54 Mrd. Euro und wurden schließlich … 2010 abbezahlt!

Herr Juncker erklärte vor einem Jahr, dass er den großen Aderlass der Griechen durch die unangemessenen (und erzwungenen) Ausgaben für den Kauf von Kriegsmaterial konkret von Deutschland und Frankreich festgestellt hatte. Und folgerte, dass uns die Verkäufer so in die sichere Katastrophe führen. Er gesteht jedoch ein, dass er zu keinerlei Handlung schritt, um nicht den Interessen der befreundeten Länder zu schaden!

2008 gab es die große Wirtschaftskrise in Europa. Es war zu erwarten, dass auch die griechische Wirtschaft in Mitleidenschaft gezogen wurde. Der Lebensstandard, der hoch genug war, um unter den 30 reichsten Ländern der Welt eingeordnet zu werden, blieb allerdings grundsätzlich der selbe. Es gab aber einen Anstieg der Staatsverschuldung. Die Staatsverschuldung führt jedoch nicht zwangsweise zu einer Wirtschaftskrise. Die Schulden großer Länder wie beispielsweise der USA und Deutschlands belaufen sich auf Billionen Euro. Das Problem ist, ob wirtschaftliche Entwicklung und Produktion existieren. Dann kann man bei den großen Banken Kredite mit einem Zinssatz von bis zu 5% aufnehmen, bis die Krise vorbei geht.

Artikel weiterlesen: Seite 1 Seite 2 Seite 3

  1. iaourti iaourtaki
    21. Februar 2012, 00:51 | #1

    @Livia
    Wozu denn Panzer gegen Flüchtlinge? Eure Öldampfer, NATO-Kriegsschiffe vor Libyien und Kreuzfahrtschiffe überrollen doch schon genug Flüchtlingsboote und lassen die Menschen verrecken, während morgens bis abends die 1. Welt darauf giert, ein paar ersoffene Touristen zu gaffen.
    Was wäre denn, wenn Griechenland allen, die dort eh nicht hin wollten, erlaubt, einfach weiter zu ziehen oder sie sogar ins Flugzeug, in den Zug oder auf die Fähre nach Ex-„Europa“ setzt? Was dürfen wir denn dann für schlaue Hetze hören? Oder braucht ihr die Flüchtlinge noch für eine Kampagne? Wenn Ihr wüßtet, wieviele Flüchtlinge wegen eurer scheinheiligen Politik im Mittelmeer ersaufen, macht ihr bald nirgendwo mehr Urlaub, weil ihr Angst habt an Leichen zu plantschen. Und es wird ja demnächst noch schlimmer, weil ihr mit euren Autos, Schiffen und Flugzeugen den Planeten ins Chaos treibt.
    Hier ein Interview mit einem Solidarischen aus Frankreich auf dem Syntagma: „Ohne Griechenland kann es kein Europa geben“ Braucht ihr einen neuen Namen…?
    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=x6eJMZu-1aM#!

  2. iaourti iaourtaki
    21. Februar 2012, 01:04 | #2

    @P.Zwegat
    Wenn Amerika nach 400 Jahren europäischer Besatzung endlich frei wird, wird es auch 180 Jahre pleite sein.

  3. V99 % (ex Apateonas)
    21. Februar 2012, 15:06 | #3

    Anbei ein Bericht, der uns zeigt, was mit dem „Sparprogramm“ bis jetzt erreicht wurde.
    Erst ist erst beschaemend und traurig, dann hat er mich wieder an die Verschwoerungstheorie des Hr. Theodorakis erinnert und letztendlich wurde mir die Frage beantwortet, warum ich jeden morgen ueber Athen Flugzeuglaerm hoeren muss 😀
    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/griechenland-im-freien-fall-1.1288560

  4. oram
    21. Februar 2012, 20:49 | #4

    hier ein gutes video über griechenland und die EU von Nigel Farage : http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=UI_8XaUfn9g

  5. miks
    22. Februar 2012, 08:35 | #5

    gr.sollte allen flüchtlingen eine arbeitserlaubnis geben. dann wäre deutschland morgen voller asylanten.

  6. Johannes Löw
    23. Februar 2012, 00:52 | #6

    @elsi
    Eine Person wie diese Elsi, die einen Mann, der aktiv gegen den NAZI-Faschismus gekämpft hat, der von SS inhaftiert und gefoltert wurde etc. mit einer solche Tirade beschimpft, ist eine so widerliche Kreatur, dass ich fast in die Tastatur gekotzt hätte, als ich diese unflätigen Ausfälligkeiten gelesen hab.

  7. oram
    23. Februar 2012, 20:55 | #7

    das gold bei der griechischen zentralbank soll jetzt auch an die troika abgegeben werden, siehe :
    http://lostineurope.posterous.com/griechisches-gold

  8. V99 %
    24. Februar 2012, 15:28 | #8

    @ oram
    Bitte richtig lesen!
    Zitat: „Leider lassen sich die Aussagen von Frau Katseli nicht nachprüfen. Das griechische Parlament billigte heute zwar die geplante Umschuldung, vom Goldschatz war aber keine Rede. Ich würde die Meldung daher mit Vorsicht genießen – genau wie damals die Story mit der Bundesbank.“

  9. oram
    24. Februar 2012, 20:06 | #9

    und hier noch weiteres über Griechenland :
    http://www.isw-muenchen.de/download/griechenland-cs-201202.pdf

  10. oram
    24. Februar 2012, 20:13 | #10

    der konkurs von argentinien vor 10 jahren und parallelen zu griechenalnd :
    http://www.gegenfrage.com/vorbild-argentinien-griechenland-bitte-geh-endlich-pleite/

  11. oram
    25. Februar 2012, 16:02 | #11

    und so geht es weiter zum kollaps des rentensystems in griechenland :
    http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2012/02/38789/

  12. derbilleteur
    26. Februar 2012, 13:38 | #12

    liebe betreiber,

    ich habe mir erlaubt, diesen artikel auf meinem neuen blog zu veröffentlichen. da ich im blogger-business neuling bin, wäre es mir ein anliegen, dass ihr überprüft, ob das auf diese weise in ordnung ist. wenn euch das stört, gebt mir bitte bescheid! es ist mir ein grosses anliegen, die situation in griechenland auch in österreich publik zu machen.

  13. RESPEKT
    28. Februar 2012, 02:16 | #13

    herr theodorakis,

    danke sehr für ihre meinung. dafür das sie midenken und mitleiden.

    herzliche grüße

    ansonsten, wenn ich kurz vermitteln darf….

    im land das die demokratie erfunden hat ist es üblich, dass alle menschen ihre meinung äussern dürfen. dabei ist egal ob und zu welcher partei die menschen gehören. erst recht wenn es sich um kluge menschen handelt. herr theodorakis gehört zu den denkern und kämpfern. er verdient respekt. so funktioniert demokratie. warum nur ist es in deutschland nicht möglich das zu verstehen….?

    nein, ich bin nicht mit dem oben genannten verwandt. auch gehöre ich nicht zus einer partei.

    herzliche grüße an alle kommentatoren

  14. Ronald Richter
    28. Februar 2012, 12:07 | #14

    Na ja,

    Theodorakis ist wenigstens konsequent.

    In den Augen der Griechen waren immer

    1. Die Engländer, oder
    2. die Amerikaner, oder
    3. die Deutschen

    am Unglück Griechenlands schuld.

    Bei Theodorakis sind es:

    1. Die Engländer UND
    2. die Deutschen UND
    3. die Amerikaner UND
    4. die Franzosen UND
    5. Georgios Papandrou UND
    6. Strauss Kahn UND
    7. der IWF UND
    8. die EZB.

    Das ist doch endlich einmal fein differenziert.

    Die Weltgemeinschaft verfolgt kein anderes politisches Ziel, als Griechenland in den Ruin zu treiben. Selbst Obama verbringt lediglich zwei Stunden am Tag damit, die USA zu regieren und ein bißchen Weltpolitik zu machen.

    Der Rest des Tages ist damit ausgefüllt Ränke gegen ein Land am Rande Europas zu schmieden.

    Die eigentliche Tragödie an diesen Verschwörungstheorien ist, dass die Griechen sie glauben und es in ihnen nicht gelingen wird mit dem gebotenen Maß an Selbskritik die anstehenden Aufgaben zu bewältigen.

    Die Opferrolle, die schon 1975 von Nikos Dimou in seinem Buch „Über das Unglück, ein Grieche zu sein“ beschrieben hat wird das Land lähmen wenn es den Griechen nicht gelingt, sich daraus zu befreien.

    Leider leistet Herr Theodorakis seinem Land hier keinen Dienst.

    Sein gesamter Beitrag ist eine einzige Anklage gegen die ganze Welt wobei er einen einzigen Griechen – Georgios Papandrou – eine Mitschuld gibt.

    Theodorakis zeigt auch keine Lösungen auf. Nur einen Satz verliert er im Sinne von Maßnahmen die geeignet sind zur Krisenbewältigung beizutragen.

    Er schreibt: „Was Europa betrifft, schlage ich vor damit aufzuhören, Kriegsmaterial von Deutschland und Frankreich zu kaufen“.

    Tja soll das jetzt bedeuten, dass Griechenland wenigstens dahingehend einsichtig wird, das Wettrüsten gegen den Natopartner Türkei zu beenden?

    Oder soll das nur heissen, dass andere an den völlig ausgeuferten Militärausgaben Griechenlands partizipieren werden?

    Ach ja: 500 Milliarden von Deutschland als Kriegsentschädigungen sind noch einzutreiben.. Ich erwähne dass nur der Vollständigkeit halber….

    Kein einziger Grieche (Ausnahme Georgios Papandrou) trägt Schuld an der griechischen Krise, auch nicht die griechischen Steuerhinterzieher.

    Trotz seines Intellekts reagiert Theodorakis wie viele Griechen: Selbstmitleidig, in einer selbst gewählten Opferrolle, zutiefst gekränkt, uneinsichtig, unfähig zur Selbstkritik, und in der eigenen griechischen Realität gefangen die niemand, der nicht Grieche ist, begreifen kann.

  15. Ottfried Storz
    28. Februar 2012, 14:54 | #15

    @RESPEKT:
    Respekt bedeutet doch nicht, Unwahrheiten und völlige Fehleinschätzungen („Griechenland Opfer einer intenationalen Verschwörung“), Lösungvorschlag „uns Russland zuzuwenden“) unwidersprochen hin zu nehmen, nur weil sie von einem früher sehr respektierten Mann stammen.

    Griechenland hat nur 1/650 der Weltbevölkerung, d.h. auf der Welt gibt 650 Mal mehr Menschen, als in Griechenland. Der Kleinheit von Griechenland ist sich Theodorakis jedoch nicht bewußt.
    Griechenlands am BIP gemessene Verschuldung war überhöht und stieg zudem bereits VOR Papandreou sehr deutlich auf fast 140 % am BIP. Es war Papandreou, wie auch Italien, gar nicht mehr möglich, am freien Markt Geld für 5 % zu erhalten, wie Theodorakis behauptet.

    Last not least ist Theodorakis Lösungsvorschlag („uns Russland zuzuwenden“) keine, denn auch Russland wird Griechenland nicht hunderte Milliarden Euro Kredit geben, von denen sie wissen,deutlich weniger zurück zu erhalten.

  16. RESPEKT
    28. Februar 2012, 23:04 | #16

    @Ottfried Storz

    es gibt fakten und teilweise liegt die wahrheit tatsächlich im auge des betrachters. das gleiche gilt für die lösungsvorschläge. natürlich darf jeder widersprechen. ich denke mit respekt.. erst recht wenn die kritik von einem menschen kommt dem das wohlergehen der griechen, die demokratie und die freiheit des landes und darüber hinaus die welt am herzen liegt. und genau das unterstelle ich ihm. für diese werte haben sich die griechen bis heute immer zu recht eingesetz.. ein beweis dafür, dass gr. alles andere als faul, dumm und ähnliches ist. auf die autos kann die welt zur not verzichten. nicht auf die demokratie, die freiheit und ähnliches.

    “Griechenlands am BIP gemessene Verschuldung war überhöht und stieg zudem bereits VOR Papandreou sehr deutlich auf fast 140 % am BIP. Es war Papandreou, wie auch Italien, gar nicht mehr möglich, am freien Markt Geld für 5 % zu erhalten, wie Theodorakis behauptet.”

    bekanntlich war es nicht möglich günstige kredite zu bekommen weil mächtige menschen dafür gesorgt haben. kompetente politiker/innen hätten das wissen müssen. auch herr papandreou und seine vorgänger. sie hätten das land frühzeitig warnen und gemeinsam mit dem menschen die probleme angehen können. selbstverständlich trägt herr papandreou nicht die gesammtschuld. es war schwierig für ihn und ich unterstelle ihm, dass er als er den ernst der lage erkannt hat griechenland helfen wollte. dieses land ist auch seine heimat. er kann es noch tun. so wie herr theodorakis. vielleicht sogar gemeinsam.

    “Was Europa betrifft, schlage ich vor damit aufzuhören, Kriegsmaterial von Deutschland und Frankreich zu kaufen”.
    Tja soll das jetzt bedeuten, dass Griechenland wenigstens dahingehend einsichtig wird, das Wettrüsten gegen den Natopartner Türkei zu beenden?“

    ich glaube nicht, dass sie nicht informiert sind.
    es tur mir leid das schreiben zu müssen aber es ist unverschämt zu behaupten, dass sich griechenland die provokationen der türkei und die erpressungen anderer einbildet..

    vielleicht denkt herr theodorakis, dass russland ein besserer freund sein kann. ich kann und möchte nicht für ihn sprechen. vielleicht möchten sie ihn fragen. am besten öffentlich mit ihm diskutieren. so können sich alle interessierte und uninformierte ein urteil bilden um in zukunft besser mitdenken und mitreden zu können. wie gesagt, so funktioniert demokratie. so können probleme die alle betreffen gelöst werden.

    “Griechenland hat nur 1/650 der Weltbevölkerung, d.h. auf der Welt gibt 650 Mal mehr Menschen, als in Griechenland. Der Kleinheit von Griechenland ist sich Theodorakis jedoch nicht bewußt”.

    warum unterstellen sie den griechen theodorakis, dass er sich der größe griechenlands nicht bewusst ist? gehen sie davon aus, dass er ungebildet ist? auch der respekt hat eine grentze. sie endet dort wo die respektlosigkeit beginnt.

    sie haben recht, griechenland ist ein kleines land.. deshalb ist es möglich dieses land zu retten.

    mit freundlichen grüßen

  17. oram
    1. März 2012, 13:39 | #17

    natürlich gibt es auch in griechenland „schwarze schafe“ mit korruption, steuerhinterziehung, und, und, und……
    das gibt es in jedem land auf erden. damit will ich dies überhaupt nicht unterstützen aber relativieren.
    was aber die internationale finazmafia der bankster, bilderberger und goldmänner-sachs, IWF, etc., von denen auch deutschland abhängig ist, mit griechenland macht, und wie sie das volk entwürdigen und unterjochen ist krimminell und ich hoffe nur die griechen haben die kraft dieses krake aus ihrem land zu verjagen. Hier noch
    ein interessanter link : http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2012/02/polizei-protestiert-in-athen-gegen.html
    Auch bei den politischen parteien bin ich immer skeptisch und eher vorsichtig, aber gefallen hat mir folgendes video direkt aus dem bundestag in berlin : http://www.youtube.com/watch?v=q6uc8rRWt3U
    dieser redner hat tatsächlich ethische grundsätze und schätzt die menschen.

  18. oram
    1. März 2012, 19:48 | #18

    es ist wirklich sehr hart für die leute in griechenland und der konsum reduziert sich jeden monat mehr, sie die neusten statistiken :
    http://www.querschuesse.de/griechenland-depression-pur-beim-konsum/
    wie sollen die leute steuern bezahlen und der staat einkommen haben um schulden zu tilgen, das geht doch nicht

  19. Ariadne
    2. März 2012, 11:12 | #19

    Ich finde, GR sollte umdenken und ganz eigene Wege gehen. Die Nicht-Industrialisierung des Landes sollte als Riesenvorteil herausgehoben werden. Sozusagen aus der Not eine Tugend machen! Statt dieses Land jetzt auch noch zu „zwangsindustrialisieren“ sollte die Bevölkerung dahingehend erzogen werden, die wundervolle Natur – und dabei vor allem die Tiere – des Landes zu schützen und zu pflegen. Industrie gibt es genügend in Europa. Wir produzieren soviel, dass wir nicht mehr wissen, wohin mit all dem Ramsch. Halb Europa leidet unter Burnout. In GR könnten die Menschen sich davon erholen! „Stressless“ sollte wieder zum Motto werden. Die Infrastruktur des Landes müsste modernisiert werden. Englisch sollte zur zweiten Landessprache werden. Touristen müssten sich willkommen fühlen können, was heute leider vielfach nicht der Fall ist, nach dem Motto „Leave your money and go home!“. GR hätte die einmalige Chance, zu etwas Besonderem innerhalb Europas zu werden. Anders zu sein und zu bleiben. Dazu braucht es neue Marketingstrategien. Sich einfach dem Rest anzupassen, wird nicht viel bringen und dem Land mehr schaden als nützen. Europa braucht nicht MEHR Industrialisierung sondern weniger! GR hätte das Potential innerhalb Europas zu einer „Insel der Glückseligen“ zu werden. Daran sollte mit Hochdruck gearbeitet werden.

  20. Marijam
    2. März 2012, 22:50 | #20

    Griechenland kann tatsächlich viel und nicht nur die wunderbare Natur sondern auch sehr sehr viel Kultur bieten! Das Land sollte unter Denkmalschutz stehen……!

    Bekanntlich ist auch der Name Europa griechiesch. Das macht die bösartigkeit so sehr vieler Kommentatoren deutlich die immer wider gerne behaupten, dass Griechenland nur Ouzo und diverse Lebensmittel produziert..

    Schöne Grüße

  21. iaourti iaourtaki
    4. März 2012, 21:44 | #21

    @oram
    Also bitte: „Krake“ ist genauso ein Bullshit-Metapher wie „Lemminge“ (daß die Massenselbstmord begehen, kommt aus einem mit toten Lemmingen und einem Schaufelrad gefaktem Disneyfilm) und genauso unsinnig verbreitet sich die „Krake“. Ursprünglich ein „Metapher“ italienischer Medien für Mafia. Nichts „breitet sich aus wie eine Krake“, eine Krake kann irgendwo rein fingern, aber Ausbreitung läuft völlig natürlich.
    Abgesehen davon sind Kraken liebe Tiere, die man bis zu einer gewissen Größe auf den Arm nehmen und streicheln kann und sie schmusen genauso zurück wie Katzen.

  22. iaourti iaourtaki
    4. März 2012, 21:55 | #22

    @Marijam
    Du glaubst gar nicht wie stinkig die werden, wenn man dann mal spaßeshalber einwirft, daß, wenn sie ihr Ziel Hellas aus Europa raus zu ekeln geschafft haben, ein Namenswechsel anstehen würde, am besten noch mit der Streichung aller griechischen Lehnwörter verbunden, damit man sich dann an ihrem Gestammel so richtig erfreuen kann.
    Perlen vor die Säue!
    Wenn man z.b. erwähnt, daß 16% der griechischen Wirtschaftskraft in der Pharmaindustrie geschaffen werden, kommt dann bestimmt gehässig „sind doch nur Generika“, anstatt sich zu freuen, daß dadurch Medikamente billiger werden.

  23. oram
    6. März 2012, 20:25 | #23

    die griechenland hilfe rentiert für deutschland, aber auch für viele andere :
    http://www.zeit.de/wirtschaft/2012-03/griechenland-deutschland-gewinn

  24. oram
    9. März 2012, 20:33 | #24

    der schuldenschnitt aus der sicht der financial times deutschland, besonders interessant die entsprechenden gäste kommentare (von strichnid) und ein entsprechendes you tube video : http://www.youtube.com/watch?v=Tu8L3N-87mA
    http://www.ftd.de/politik/europa/:griechenland-ernuechternder-schuldenschnitt/70005670.html
    eine komplexe angelegenheit wo der überblick leicht verloren geht wer an welchen fäden zieht,
    doch es zeichnet sich schon etwas ab

  25. Ariadne
    15. März 2012, 16:54 | #25

    @iaourti iaourtaki
    Ich beziehe mich auf Ihren Kommentar Nr. 21 und die „Kraken“. Dass diese äusserst intelligente und liebenswürdige Tiere sind, scheint den Griechen bisher entgangen zu sein. Ich sehe fast täglich zu, wie solche Tiere gefangen und mit grösster Brutalität immer und immer wieder auf einen Stein geschlagen werden, bis sie dann endlich tot sind. Ich könnte jedesmal weinen und muss gehen.

  26. Jermanos
    16. März 2012, 10:49 | #26

    @Ariadne
    Das Kraken intelligent sind, steht außer Frage. Ob sie liebenswürdig sind, wer weiß. Schmecken tun sie bei richtiger Zubereitung. Aber das die Tiere brutal erschlagen werden ist falsch. Sie werden entweder vom Boot aus mit Angelhaken aus dem Meer gefischt oder, da sich zu manchen Jahreszeiten die Tiere auch im Flachwasser aufhalten, einfach mit der Hand gefangen. Dann werden sie z.B mit einem Messer getötet. Da Kraken fast nur aus Muskeln bestehen müssen die abgetöteten Tiere z. B. auf einem Stein geschlagen werden, damit das Fleisch weich wird. Macht man das nicht, bleibt das Tier hart und zäh. Sie können sich das so vorstellen, wie man ein Schnitzel klopft um es weich zu machen.

  27. Lucy Sky
    16. März 2012, 21:40 | #27

    @Ariadne, @Jermanos
    Man kann die Octopusse auch eine Zeitlang in die Tiefkuehltruhe tun, dann kann man sich das „Weichklopfen“ sparen. Ist die Version fuer Faule. Ich mag ihn uebrigens am liebsten „Kokkinisto“ mit Kartoffeln.

  28. oram
    30. März 2012, 16:43 | #28

    hier ein neues video von Nigel Farage als er in Athen sprach
    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=7WIQQ3vKzrI#!

  29. HELL Sepp
    4. Mai 2012, 22:10 | #29

    Ich nehme Theodorakis schon ernst und glaube auch, dass hinter den Kulissen so manches Oberfaule gelaufen ist. Auch unserer Merkel muss man nicht unbedingt voll vertrauen – ganz klar.
    Wenn aber andererseits in einem Land mit 10 Millionen Einwohnern 4 allein in der Hauptstadt sitzen – ohne dass dort so etwas wie ein Ruhrgebiet wäre -, wenn ein Land philippinische (!) Zimmermädchen braucht bzw. brauchte, während es soeben noch jede Menge Gastarbeiter und Auswanderer entsandte, wenn es sich eine Olympiade einbildet, wo doch die „Schwellenländer“ Schlange stehen, weil das dort irgendein Neureicher aus der Hosentasche bezahlt, na, dann ist doch was faul im Staate Griechenland … Nichts für ungut!

  30. Caminero
    9. Mai 2012, 18:19 | #30

    Mikis Theodorakis, der unzweifelhaft Verdienste für Griechenland besitzt, befindet sich anscheinend schon im Stadium der Senilität.

    So spricht Theodorakis von einer „Verschwörung“, welche Beweise dafür aber führt er an? Dokumente, Archive etc.? Keine. Lediglich seine kruden Behauptungen führen ihm zu diesem Schluss.

    Theodorakis spricht von der Korruption im Zusammenhang mit Siemens. Gut, aber ist die Korruption in Griechenland erst ein Phänomen von Siemens? Mitnichten. Die Korruption, und vor allem die institutionelle Korruption ist in Griechenland seit der Moderne bzw. Staatsgründung Griechenlands im 19. Jahrhundert fester Bestandteil der politischen und gesellschaftlichen Kultur in Griechenland. Warum nimmt denn Griechenland im weltweit gemessenen Korruptionsindex regelmäßig schlechte Werte an?

    Theodorakis ist kein Ökonom, dann wüsste er, dass der öffentliche Sektor das Fundament einer Ökonomie ist. Umsomehr Korruption aber auf politischer und institutioneller Ebene umso schwächer auch der öffentliche Sektor, ergo umso schlechter die Chancen einer ökonomischen Entwicklung. Dieses zeigt gerade die Praxis. Kein Land der Welt hat eine erfolgreiche ökonomische Entwicklung hinter sich gebracht ohne dass die Institutionen oder vielmehr die Infrastruktur im weitesten Sinne, eine gewisse Stabilität aufwiesen.

    Ist es Zufall, dass jene Länder welche über hohe Korruptionsgrade verfügen sich auch nicht ökonomisch entwickeln konnten (siehe Lateinamerika) und sich im Gegensatz dazu Länder, welche über niedrige Korruptionsgrade verfügen eine erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung aufweisen -siehe ostasiatische Tigerstaaten?

    Wieso ist es möglich, dass etwa 75% der besten Einkommen (Anwälte, Ärzte, Notare etc.) in Griechenland keine Steuern zahlen??? Auch eine Verschwörung??? Wie war es möglich, dass bei den großen Feuern 2008 der größte Teil der Lösch-Flugzeuge der Feuerwehr aufgrund von fehlenden Wartungsarbeiten nicht flugfähig waren??? Wie war es möglich, dass die Schläuche oftmals löchrig waren??? Gehört nicht auch die Feuerwehr zum öffentlichen Sektor? Wie ist es möglich, dass der griechische Staat für gut 4000(!) tote Rentner Renten überweist, dieses gut 20 Jahre(!) lang, ohne dass dieses auch nur einer Behörde auffiel? Oder war auch dieses eine ausländische Verschwörung?

    Warum hat die griechische Regierung unter mithilfe von JP Morgan und Goldmann&Sachs die Bilanzen gefälscht? Warum gewährt die Eurozone Griechenland Kredite? Warum schickt die EU Beamte nach Griechenland mit dem Ziel die Verwaltung aufzubauen? Alles nur ein perfider Plan???

    Theodorakis spricht die Ausgaben für die Rüstungen an. Diese sind in der Tat nicht klein, betragen aber ca. 4% des gesamten Bruttosozialproduktes. Die Verschwendung muss also andere Ursachen haben.

    Wie war es möglich dass ab den 1980er Jahren ca. 25 Milliarden an Strukturhilfe geflossen sind und diese Gelder mehr oder weniger versickert sind, weil diese Gelder unkoordiniert und gerade auch wegen der Korruption nicht dorthin gesteckt worden sind, wo sie eigentlich hingehören, nämlich in die Wirtschaft des Landes? War Griechenland zu dieser Zeit fremdregiert?

    Wieso spricht Theodorakis keinen einzigen dieser Punkte an?

    Griechenland braucht keine kruden Verschwörungstheoriker, welche nur von den Ursachen ablenken, sondern eine politische Klasse welche für das Volk arbeitet und die Korruption im Lande ersthaft bekämpft.

  31. Climateatheist
    10. Mai 2012, 14:09 | #31

    @Mikis Theodorakis: Mikis, Du hast leider nicht genügend auf die wirtschaftl. Zusammenhänge geachtet. Die Griechen hatten seit dem Eintritt in den EURO-Raum stets eine höhere Inflationsrate als die nördl. EU-Länder. Das EU-Mittel waren es 2%, wir in der BRD hatten 0,5-1,5%, ihr Griechen hattet 3-4% pro Jahr. Das bedeutet, dass – wenn wir im Jahr 2003 beginnen, als Ihr in den EURO eingestiegen seid, dass ein damals in der Berlin und in Athen gleich teures Gyros mit 100% seines Wertes vom Jahr 2003 sich bis zum Jahr 2012 in Athen etwa 40% verteuerte, während es sich in Berlin nur um etwa 15% verteuerte. Selbst wenn die Griechen das Gyros exakt so effizient hätten produzieren können wie wir in der BRD, wäre euer Gyros ein gutes Stück teurer als unseres gewesen. Und das gilt für alles andere auch – Urlaube, Kredite, Autos, Importgüter, Öl, Gas…..

    Und genau dieses Problem hat man bis zum Jahr 2009 per steigendem Kreditvolumen in Deinem Land unter den Teppich gekehrt. Das Geld für diese Kredite kam primär aus meinem Land, denn bei uns herrschte 10 Jahre lang Flaute nach Einführung des Euro, weil unsere Geld nach u.a. Griechenland strömte, wo es Dir vorgaukelte, alles sei in Ordnung. Und heute ist Zahltag, lieber Mikis.

    Normalerweise hättet Ihr lieben Griechen nicht eure kostbaren Landesressourcen wie Öl, Gas, Gold, Silber, seltene Erden, zu Hauf Steinkohle, Zement, Bauxit/Aluminium u.v.m brach liegen lassen sollen. Ihr hättet unsere Kredite nehmen müssen und diese Vorräte explorieren und abbauen müssen. Ihr hättet auch noch eine Veredelungsindustrie (z.B. Kohlekraftwerke, Öl-Raffinerien, seltene-Erden-Industrie) aufbauen müssen und zwar exakt mit unseren Krediten. Dann würdet ihr heute höhnisch lächelnd die Zinsen für diese Kredite abbezahlen, weil wir Deutsche bei euch gierig-hechelnd eine lange Schlange von nach seltenen Erden gierenden Industriellen bilden würden. Ihr würdet uns auch locker preiswerten Kohlestrom über ein Ferntrassen-Hochspannungsnetz verkaufen oder Öl oder Gas über Supertanker Eurer Flotte, die in den 1960ern noch eine der größten der Erde war.

    Genau das habt ihr aber nicht. Exakt dort liegt Euer eigener Fehler, lieber Mikis. Und diesen Fehler heute zu beheben, ist noch möglich, denn Eure Ressourcen sind euch noch nicht davon gelaufen. Die liegen noch in Eurem Boden. Aber Madame Merkel wie auch der Rassist Erdogan gieren nach diesen Präzoisen. Deshalb halten wir euch insolvent im Euro-Raum. Nur so können wir Euch zwingen, uns diese Kostbarkeiten umsonst zu geben, weil ihr Eure Staatsfirmen an uns Ausländer verkaufen müsst.

    Wäret Ihr Griechen wieder so clever wie damals Alexander der Große oder zumindest die alten Athener und Spartaner, würdet ihr aus dem Kyoto-CO2-Unfug aussteigen, die Drachme einführen, die EU verlassen und Euch Fremdkredite holen, um über eigene staatsmehrheitlich geführte Firmen (damit der Gewinn auch bei Euch im Staatshaushalt bleibt, sofern ihr griech. Bürger nicht Euren korrupten griech. Politikern erlaubt, diesen Gewinn zu rauben!) den Mehrwert aus Euren Landesressourcen zu verwenden, um Euch aus der Schuldenkrise herauszuarbeiten.

    Griechenland ist der ZENTRALE GASPIPELINE-Verteiler in Südeuropa. Ihr habt die MEISTEN KOHLEVORRÄTE im Mittelmeerraum. Ihr kämmt locker wieder auf die Beine. Ihr dürft Euch nur nicht von den Grünen oder anderen Umweltlobbyisten Windmühlen und Photovoltaik-Pseudo-Lösungen aufschwatzen lassen. Ihr müsst zurück zu den Wurzeln – zurück zu Kohle, Metallen, seltenen Erden, Gold, Silber, Aluminium, Öl und Gas!

    Dann habt ihr wieder Geld und dann lasst uns gemeinsam deutsch-griechischen Sirtaki tanzen, ionischen Wein trinken und Gyros essen!

  32. Climateatheist
    10. Mai 2012, 14:31 | #32

    @Mikis Theodorakis und @Caminero

    Mikis spricht zurecht von einer „Verschwörung“, auch wenn er sie nicht präzisiert. Tatsache ist jedoch sehr wohl, dass gegen Griechenland massiv spekuliert wird. Einer der diversen Akteure ist der Multimilliardär George Soros mit seinem 120 Mrd. Dollar schweren Quantum-Fond. http://www.georgesoros.com zeigt, welches Netzwerk er über sein Open Society Institute/OSI organisiert, welches u.a. in der Nabucco-Pipeline involviert ist, die über die Türkei läuft. So hat das OSI exzellente Verbindungen zur AKP des Erdogan, Soros selbst (das kann jeder sofort googeln) sprach vor der Griechenlandkrise mit Merkel, van Rompoy (EU-Präsident) und dem später geschassten griech. MP Papandreou. Soros kaufte selbst aus griech. Staatsbesitz Öl-Tanker und v.a. Offshore-Bohrkapazität, um sie im Golf von Mexiko und vor Südamerika zu verwenden. Damit steht sie der Exploration im Golf von Kavala nicht mehr zur Verfügung, was Griechenland diesbezüglich schädigt. Denn je langsamer exploriert wird, desto langsamer kommen die Gewinne aus den griech. Öl-/Gas-Blasen in Form von Steuern in den defizitären Haushalt.
    Gleichzeitig sponsort das OSI griech. Umweltgruppen im Landesnorden, die wiederum u.a. mittels Greenpeace-Gruppen massiv gegen die Ausbeutung/Aktivierung von Metallminen vorgehen. Greenpeace ist ein Teil des pseudo-umwelt-orientierten globalen Lobbyisten-Systems, welches (wie Vivian Krause von fair-questions.com oder ezralevant.com von Sun News TV Network Canada sehr gut illustriert) extrem stark in von Großinvestoren und deren Foundations gesteuerte De-Marketing-Kampagnen involviert ist.

    Diese Kampagnen führten u.a. in Griechenland dazu, dass dort in unsinnige, ineffiziente, nur steuergelder verschlingende Windmühlen/PV-Anlagentechnik investiert wurde, obwohl das gleiche Geld wesentlich besser in Öl-/Gas-/Metall-Exploration gesteckt worden wäre.

    In Kanada verlor kürzlich z.B. die angebliche Pro-Umwelt-, in Wahrheit aber massiv in politische Lobbyismus involvierte David Suzuki-Foundation ihren Steuerermäßigungsstatus, weil zu viel Propaganda gemacht wurde. Auch Tides-Canada (ein Ableger von TIDES-USA, einer u.a. durch George Soros gesponsorten politischen Verteiler-Stiftung) hat derzeit massive Probleme und verliert vermutlich seine Steuerbefreiung, weil es keine allgemein nütztliche Arbeit, sondern anti-Öl-Kampagnen fährt, die der Beschädigung des Exports kanadischen Öls und der Bevorzugung von Diktatoren-Öl aus Venezuela und Saudi-Arabien dient. Denn Kanada verdrängt beide Staaten derzeit vom Öl-Markt der USA.

    Analoge Spielchen laufen in Europa bzw. der EUdSSR in Brüssel. Dort waren u.a. Greenpeace- als auch David-Suzuki-Aktivisten unterwegs, um auf EU-Kommissarsebene gemeinsam mit ehemaligen Attac-Mitgliedern wie dem MdEU Sven Gigold zu verhindern, dass Kanada preiswertes Ölsand-Öl (das ist etwa 30 Dollar billiger als arab. Terror- oder Putin’sches GAZPROM-Diktatoren-Öl) nach Europa zu exportieren.

    Es ist auch kein Wunder, dass eine ehemalige Grüne, die unter Papandreou im Energieministerium Athens saß, gezielt verhinderte, dass Explorationsberichte an die Öffentlichkeit gelangen, die beweisen, dass Griechenland haufenweise Öl-, Gas- und Metallressourcen hat, die der Förderung harren. Die Dame wurde etwa 3 Monate vor Papandreous Sturz von ihm ersatzlos gefeuert, aber Papandreou war nicht clever genug, die Metallresourcen in den Wahlkampf einzubringen.

    Man muss nur Bewertung des US-Energie- und Ressourcenministeriums über die griech. Ressourcen googeln. Da sieht man schnell, dass die USA sehr genau das Potential für Öl, Gas, Metalle usw. der Griechen erkannt haben. Und der Quantum-Fond des George Soros, der seine privaten 30-50 Milliarden US-Dollar bekanntlich mit Spekulationen gegen das brit. Pfund verdient hat, sitzt in New York, wenn ich mich recht erinnere.

    Mikis hat also insofern absolut recht, wenn er von einer „Verschwörung“ ausgeht, denn wir haben es mit einem Großinvestoren-Spielchen um griech. Ressourcen zu tun. Die Türkei will an die Kontrolle der seltenen Erden heran, Russland will die Griechen zum Verteilerknoten von GAZPROM-Gaspipelines ausbauen und die EU möchte an die Öl-/Gas-Blasen der Griechen gelangen. Und haufenweise korrupte griech. Politiker spielen dieses Spielchen mit und ich würde sagen, diese Kreise sitzen primär in der Pasok und der Neo Demokratia.
    Man muss nur googeln, welcher Politiker in welchen Aufsichtsgremien sitzt, dann weiß man sofort, wo der Korrupte den Most holt.

    Und nein – die Griechen sind weder faul noch dumm. Sie machten allerdings den Fehler, ihre Zeit mit Protesten und linkem Gedöns zu verschwenden. Sie müssen andere Parteien wählen, den 50-Sitze-Mandatsbonus für die stärkste Partei im Parlament abschaffen, und ständig am demokratisch kontrollierten Ball bleiben. Das heißt, jeden Tag als Zuhörer ins Parlament, die Websites checken, Radio hören und sofort ganz laut loslegen, wenn mal wieder ein korrupter Politiker Geld in die eigene Tasche zu stecken beginnt.

    Ein erster Schritt wäre schon mal, wenn die Bürger ihre neuen Parteien dazu nötigen würden, gegen die 50-Sitze-Mandatsbonus-Regelung zu klagen. Denn dies schützt nur die Korruption in Griechenland. Diese undemokratische Regelung muss weg, Griechenland muss demokratisch werden! Dann wird auch der Rest der Demokraten in Europa sich an der alten Demokratie der Griechen wieder ein Beispiel nehmen können und zwar liebend gerne!

  33. Climateatheist
    10. Mai 2012, 14:49 | #33

    oram :
    die griechenland hilfe rentiert für deutschland, aber auch für viele andere :
    http://www.zeit.de/wirtschaft/2012-03/griechenland-deutschland-gewinn

    Dass die ZEIT normalerweise lügt wie gedruckt, ist für mich nichts neues. Sie ist ein SPD-nahes Blatt und ihr Chefredakteur war der selbsternannte Wirtschaftsfachmann, Ex-Kanzler Helmut Schmidt, der bekanntlich wegen seiner miserablen Wirtschaftspolitik (6% Inflation, steigende Arbeitslosigkeit) von Helmut Kohl, dem Übergewichtigen, absolut zurecht abgelöst wurde.

    Was der Schreiberling des ZEIT-Propagandamärchens, absichtlich zu verdrängen scheint, ist folgender simpler Zusammenhang.

    Wir haben Griechenland im Rahmen der Euro-Krise sowohl zu Hauf (und zwar im Milliardenmaßtab) TARGET-Kredite über die EZB gewährt als auch 22 Mrd. Euro direkte Zuschüsse überwiesen. Im Jahr 2010 (und das kann jeder auf der Homepage des statistischen Bundesamts nachlesen) hat die BRD etwa 7 Mrd. Euro Waren/Dienstleistungen nach Griechenland verkauft und im Gegenzug knapp 2 Mrd. Euro Waren/Dienstleistungen aus Griechenland eingekauft. Wir machten also einen Überschuss von 5 Mrd. Euro.

    Unterstellt, dergleichen wäre seit Eintritt Griechenlands in den Euro im Jahre 2003 bis zum Jahr 2011 exakt auch so gewesen (also 9 * 5 Mrd. Euro = 45 Mrd. Euro) – was übrigens nicht der Fall war, aber lassen wir das mal beiseite – dann hätten wir allein mit dem 22 Mrd. Euro-Kredit den Griechen einen Außenhandelsüberschuss von etwa 4,5 Geschäftsjahren überlassen (von etwa 50 Mrd. Euro Target-Kreditvolumen nicht zu reden).

    So ein Geschäft ist höflich ausgesprochen volkswirtschaftliches Harakiri.

    Es macht überhaupt keinen Sinn, dass Deutsche für Griechen 4,5 Jahre umsonst Waren und Dienstleistungen herstellen und dafür nur Papiergeld zurückerhalten, welches selbst eigentlich hätte in Deutschland gedruckt werden müssen. Denn die Target-Kredite (http://www.youtube.com/watch?v=VKfcj2sE8rE&feature=results_main&playnext=1&list=PL703B5D7CA2AE154F) sind bekanntlich das Druckrecht u.a. Deutschlands für eigenes Geld, welches dann durch Drittstaaten (GIPPS-Staaten wie Griechenland) zu unseren Lasten gedruckt werden darf. Wir erzeugen mehr Waren/Dienstleistungen (ca. im Wert von 110 Mrd. Euro pro Jahr) neu und dürften auch mehr Geld (z.B. X-Nummern-Euro-Scheine im Geldbeutel) drucken. Dieses Gelddruckrecht wird jedoch u.a. an Griechenland verliehen, die dafür griech. Euro-Scheine drucken und bei uns damit einkaufen kommen.

    Wir leihen de fakto u.a. Griechenland also unseren volkswirtschaftlichen Mehrwert in Form von Euro-Druckrechten, welches dann dort dafür verwendet wird, u.a. bei uns einzukaufen.

    Das ist genauso sinnvoll, als wenn man in einem Krämerladen als Ladenbesitzer einen Kredit von der Bank holt und seinen eigenen Kunden ausleiht, damit jene Waren bei einem einkaufen können. So was geht nicht lange gut – vor allem dann nicht, wenn der Kunde keine eigenen Waren, sondern nur den Hunger nicht stillende Papierzettel anzubieten hat.

    Und genau an dem Punkt sind wir derzeit im Euro-Raum. Wir haben immer mehr Papierzettel herumliegen und die Griechen haben nichts zu essen. Da derzeit alle bei uns einkaufen, brummt unser Laden auf Hochtouren, bis uns die Druckrechte ausgehen, um die Target-Kredite verleihen zu können. Und diese Druckrechte – das kann man jetzt schon anhand der Target-Salden von Prof. Sinn vom IFO-Institut in München erkennen – gehen uns in etwa 1,5 Jahren aus. Und spätestens dann platzt der Euro einschließlich der Europäischen Union mit einem Riesenknall.

    Die Griechen werden weiter verarmen, weil sie kein Geld mehr bekommen können. Wir werden einen konjunkturellen Dämpfer erleiden, weil u.a. die Griechen nicht mehr einkaufen kommen. Uns wird es allerdings weniger hart treffen als die Griechen, weil wir Deutsche bereits 55% unseres Außenhandels außerhalb des Euro-Raumes abwickeln.

    Die Griechen müssen deshalb schnellstmöglichst raus aus der EU, dem EURO und dem idiotischen Klima-CO2-Zertifikate-Blödsinn und rasend schnell versuchen, sich die Öl-, Gas- und Kohleressourcen zu erschließen. Wir Deutsche müssen dringenst raus aus dem Euro, um in 1-2 Jahren nicht gemeinsam mit dem Euro eine massive Stagflation im japanischen Sinne oder sogar eine Deflation zu erleben, wenn wir zurück zur D-Mark müssen.

  34. Climateatheist
    10. Mai 2012, 15:07 | #34

    oram :
    der konkurs von argentinien vor 10 jahren und parallelen zu griechenalnd :
    http://www.gegenfrage.com/vorbild-argentinien-griechenland-bitte-geh-endlich-pleite/

    Oram, der Vergleich Griechenland-Argentinien hinkt insofern, weil Argentinien nur eine inoffizielle US-Dollar-Währung hatte, die damals einfach zu stark für das Land war. Es gab aber keine direkte Währungsunion mit den USA, wie es in Griechenland der Fall ist. Griechenland kann nicht aus dem Euro aussteigen, ohne gleichzeitig aus der EU auszusteigen. Ich würde beides begrüßen, allerdings dann auch für Deutschland, denn wir sind derjenige Motor, der den Laden gerade noch vor dem Absturz eine Weile aufhalten kann. Wir gehen aber bei diesem Versuch gerade wirtschaftlich vor die Hunde, ohne es wahr haben zu wollen.

    Den Aufschwung, den wir gerade erleben, finanzieren wir zu einem nicht unerheblichen Teil über Kredite, die wir durch die etwa 500 Mrd. Euro Target-Kredite der Bundesrepublik in das den GIIPS-Staaten (Griechenland, Italien, Irland, Portugal, Spanien) zufließende Euro-Druckrechte-Finanzvolumen gewähren. Die GIIPS-Staaten drucken unsere eigenen bundesdeutschen Euros seit 2008 in Form landeseigener Euros und kaufen damit bei uns ein. Wir erhalten jedoch keine Waren dafür zurück. Wir haben lediglich einen Umtausch-Anspruch in X-Euro (also dt. Euro) gegenüber der EZB. Die ist aber nur eine Bank und die EZB kann (wie der ESM und der EFSF) schlicht pleite gehen und genau das wird auch passieren in etwa 1,5-2 Jahren, wenn die Target-Kreditvolumina von Deutschland, Finland, Österreich und Luxemburg nicht mehr reichen werden, den Rest des Euro-Raumes über Wasser zu halten.

    Und genau deshalb wird derzeit der ESM aufgebaut. Der kauft nämlich die Staatsanleihen auf und wirft über die EZB weiterhin Finanzvolumen zu Lasten der nicht-GIPPS-Staaten in den Euro-Raum. Damit überschuldet sich der ESM, für den alle EU-Staaten (sogar England) ungleich verteilt haften (BRD und F zusammen mit etwa 55%). Das wird den ESM in den Bankrott treiben, der EURO wird von heute auf morgen wertlos und er zerbricht. Die Restschulden bleiben im ESM und verpuffen auf diesem Wege, weil der EURO wertlos wird
    Es bleiben uns noch die nationalen Schulden (weil bekanntlich alle Schulden oberhalb der 60%-Grenze vom Brutto-Inlandsprodukt in den ESM verlagert werden sollen) als EURO-Staaten, die dann hoffentlich wirklich nur 60% des BIP betragen werden. Die werden dann vermutlich in die neu eingeführten „alten Landeswährungen“ übertragen und dann gibt es wieder schwankende Wechselkurse und unterschiedliche nationale Wirtschaftspolitiken wie es vor dem Euro schon der Fall war.

    Die Leidtragenden werden alle Leute sein, die ihr Privatvermögen in Euro angelegt haben bzw. Rentner sind oder private Kapitalversicherungen abgeschlossen haben. Hat man z.B. sein Häuschen mit einer Kapitallebensversicherung auf Euro-Basis finanziert, wird die Bank einem das Haus bei zerplatzendem Euro unter dem Hintern wegpfänden, weil neue Sicherheiten auf Nicht-Euro-Basis gar nicht so schnell aufgebaut werden können.

    Als Privatperson kann ich nur jedem raten, sich seine Finanzanlagen sehr genau anzusehen und ggf. auf Gold, Silber oder Platin-Barren umzuschichten oder in Fremdwährungen wie kanad. Dollar, Norweg. Krone, Schweizer Franken u.ä. zu wechseln oder sich in sichere Aktien großer Firmen aus dem Nicht-Banken-Sektor zu bewegen.

    Schuldner, die auf diese Art ihr liquides Kapital sichern, könnten in erheblichem Umfang vom Zusammenbruch des Euro profitieren. Genau diese Taktik verfolgen bekanntlich derzeit die Headge-Fonds wie jener des gegen Griechenland und den EURO-Raum spekulierenden George Soros. Der geht her und kauft derzeit Immobilien, Energieressourcen und Bohr-Kapazität im Milliardenmaßstab. Nicht umsonst steigen in Europa die Preise der hochwertigen Immobilien. Daneben stecken Headge-Fonds ihr Geld in Rohwaren wie Öl, Gas oder Nahrungsmittel, was deren Preisanstieg bzw. die steigenden Spritpreise erklärt.

    Witzigerweise ist der Edelmetallmarkt derzeit in einer Seitwärtsbewegung, nach dem er in den letzten Monaten etwas im Aufwind und danach im leichten Abschwung war. Offenbar fließt derzeit das Geld der Großanleger raus aus dem Gold (bzw. Staaten der EU verkaufen Goldreserven, um damit wertlose Euros und US-Dollars in den Markt zu pumpen) und rein in handfeste, werthaltige Anlagen.

    Wäre ich reicher Grieche, ich würde meine Kohle in Explorationsrechte für Kohle oder seltene Erden, Gold, Silber und Uran in Nord-Griechenland investieren oder versuchen, Offshore-Bohrlizenzen im Golf von Kavala zu kaufen …. wobei GENAU DAS derzeit in Griechenland abzulaufen scheint, nur jedoch u.a. durch türk. Großinvestoren.

  35. Climateatheist
    10. Mai 2012, 22:50 | #35

    @derbilleteur

    Wenn Du Inhalte von Dritten übernimmst, und zwar 1:1, dann ist das bezüglich des Copyrights immer eine heikle Sache. Ich würde grundsätzlich so nicht vorgehen, sondern einen eigenen Artikel schreiben. Das zwingt einen selbst auch dazu, sich intensiver mit den Behauptungen des Zitierten zu beschäftigen. Ich darf in der Sache daran erinnern, dass der erste Guttenberg den Buchdruck und der zweite Guttenberg das Plagiat erfand…..

    Ich würde grundsätzlich selbständig recherchieren. Über Griechenlands Ressourcen findet man bei der http://www.energytribune.com eine Menge Informationen. Dort bitte immer wieder aktuelle Infos in der Sektion „East Mediterranian“ nachlesen. Der Chefredakteur ist Grieche (Michael Economides). Eine IMHO sehr vertrauenswürdige Quelle, da extrem fachlich kompetent. Ich würde auch dringend raten, in der dortigen Suchmaschine „Greece“ einzugeben. Man findet Erstaunliches in Bezug auf die Energie-Debatte über Griechenland, was in den normalen 0815-Medien vollständig untergeht.

    In Bezug auf die Uran-Vorkommen Griechenlands würde ich direkt beim Uran-Hasser Greenpeace anfangen. Denn Greenpeace ist ein De-Marketing-Unternehmen, das dafür bezahlt wird, kleinen Ländern den Zugang zu vernünftigen Energiealternativen gezielt zu blockieren, um fragwürdige Diktatoren wie Putin oder Saudi-Arabien zu unterstützen. Man muss als Grieche also genau hinsehen, wer sein eigener Feind ist -> http://www.greenpeace.org/austria/de/themen/atom/probleme/uranminen/

    Wenn man dies erst mal begriffen hat, muss man sich überlegen, wie groß denn tatsächlich die Uran-Vorkommen in Griechenland sein könnten. Erste Hinweise findet man hier
    bei der International Atomic Energy Agency -> http://www-pub.iaea.org/MTCD/publications/PDF/te_1629_web.pdf (Greece in die PDF-Suchoption eingeben!). Dann findet man die griech. Lagerstätte im Serres-Becken. Schon vor etlichen Jahren schätzte man dort den Vorrat auf über 1500 Tonnen http://grhomeboy.wordpress.com/2006/05/27/does-northern-greece-hide-uranium-deposits/ wobei bis zu 10.000 Tonnen insgesamt aus Griechenland herauszuholen sein könnten. Derzeit bringt ein Pfund Uran 95 US-Dollar. Eine Unze (31 Gramm) Uran3Sauerstoff8 (U3O8 = yellow cake) bringt derzeit 6,5 US-Dollar. Das würde bedeuten, in Griechenland lägen Milliardenwerte an Uran im Boden.

    Zusätzlich liegen in Griechenland sog. „seltene Erden“ zu Hauf im Boden. Diese kommen in der Regel in Kombination mit Gold, Silber, Platin und anderen wertvollen Metallen vor. Allein das für medizinische Anwendungen extrem wertvolle Rhenium (Jahresfördermenge global lächerliche 4500 kg!) wäre das Schürfen wert. http://www.rechtsanwalt-griechenland.de/blog/rohstoffvorkommen-in-griechenland/ bzw. http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2012/03/39742/

    Liebe Griechen-Freunde, ihr müsst Euren Bürgern endlich klar machen, dass Sie sich nicht ständig einer Nabelschau unterziehen sollen. Nicht die bösen „Fremden“ sind an der griech. Misere schuld, sondern die Griechen selbst. Und zwar deshalb, weil sie auf die eigenen Politiker hörten, die nichts anderes im Kopf hatten, als der Griechen Rohstoffe an Dritte zu verscherbeln. Ihr, die Griechen, sitzt auf wertvollen Ressourcen! Ihr müsst sie nur ausgraben! Ihr braucht nicht in Athen auf den Balkonen Zucchini zu züchten. Ihr müsst in Nord-Griechenland nach GOLD und SELTENEN ERDEN und KOHLE schürfen! Ihr müsst direkt vor Eurer Küste via der Fa. Energean Oil & Gas nach ÖL und GAS bohren! Ihr habt ZU HAUF Ressourcen! Ihr seid REICH! Ihr müsst Euch nur endlich aufraffen und selbst für eure Zukunft streiten! Ihr müsst RAUS aus den Kaffee-Häusern! Ihr müsst ein GRIECHISCHES TEAM bilden. Wir Deutsche sind für solche Dinge in Krisenzeiten in der Lage gewesen.

    Ihr Griechen habt unsere finstre deutsche Seite, als die Deutschen ein TEAM waren, in grausiger Weise im II. Weltkrieg erleiden müssen! Ihr habt aber selbst die Fähigkeit, voraus zu denken und clever sein zu können. Ihr müsst keine germanischen Teutonen sein, ihr könnt zu jederzeit griechische Spartaner+Athener+Kreter sein! Ihr könnt STARK sein! Ihr braucht keine Angst zu haben. Vertraut auf eure eigene Stärke! Seid endlich die Griechen, die ihr schon immer gewesen seid!

    Seid stark! Seid selbstbewusst! Hebt Eure Bodenschätze und werdet wieder stolz und zufrieden! Arbeitet für Euch und Eure stolzen griechischen Kinder!

  36. caminero
    11. Mai 2012, 18:50 | #36

    Genau um dieses geht es: um die Präzision seiner Aussagen. Obgleich die getätigten Spekulationen der genannten Rating Agenturen die Krise verschärft haben, sie sind nach der Entstehung der Schuldenkrise erfolgt und damit letztlich NICHT die URSACHE der Krise. Theodorakis aber verortet die Schuldenkrise ins Ausland und stellt einen falschen Zusammenhang für die Gründe der griechischen Krise dar, genau das machen Sie auch.

    Sie sprechen von den vermuteten reichen Bodenschätzen Griechenlands. Ich lasse mal Ihre Thesen bezüglich Greenpeace mal außen vor. Tatsache ist doch, dass die Hauptursache des Übels in Griechenland in dem Phänomen der Korruption liegt. Diese ist sozusagen in Griechenland historisch gewachsen und zwar lange bevor bekannt war, dass Griechnland reich an Bodenschätzen ist. Insofern reden auch Sie an den Ursachen -trotz der durchaus vorhandenen geopolitischen Interessen vorbei.

  37. Climateatheist
    14. Mai 2012, 12:49 | #37

    @caminero #36
    Die Griechen unternehmen an der Wahlurne ganz eindeutig den verzweifelten Versuch, trotz der 50-Mandats-Bonus-Regelung, der Wahlpflicht am Geburtsort und gerade wegen des 19%-Anteils der Stimmen für sonstige Parteien unter der 3%-Grenze ihre korrupten beiden Altparteien Neo Demokratia und Passok von den Pfründen der Macht zu entfernen. Und dies trotz eines 25%-Einbruchs des griech. BIP und der klaren undemokratischen Drohung der EUdSSR-Szene in Brüssel, den Griechen das Geld abzudrehen, wenn nicht die alten korrupten Bürokraten wieder gewählt werden.

    Ich sehe die Lage deshalb nicht so schwarz, wie Sie das tun. Der Fehler der Griechen ist, nicht umgehend aus dem Euro auszusteigen und die Schulden zu streichen bzw. ein Zahlungsmoratorium zu erklären. Würden die Griechen aus dem CO2-Klimazertifikate-Handel der EU aussteigen (denn eine primär menschlich verursachte, CO2-getriebene globale Erwärmung gibt es nachweislich seit 15 Jahren nicht mehr, vielmehr haben wir eine durch solare Aktivität und Magnetfeldstörungen ausgelöste, leichte globale Abkühlung seit 5 Jahren), könnten sie versuchen, Auslandsinvestitionen zum Aufbau moderner Kohlekraftwerke zu bekommen. Griechenland könnte sich an die Griech.-West-Zypr.-israel. Gaspipeline zum Leviathangasfeld anschließen und wäre damit von Russland’s GAZPROM unabhängig. Genau dies will Russland bekanntlich mit der kürzlich aktivierten South Stream-Pipeline verhindern wie auch die Grossfinanziers, die hinter der noch zu bauenden Nabbuco-Pipeline stecken.

    U.a. Greenpeace (aber auch BUND oder NABU oder ATTAC) sind sog. „De-Marketing-Unternehmen“, dass sein Geld damit verdient, für exakt solche Wirtschaftsinteressen den „Umweltengel“ bzw. Moralapostel zu spielen. Es war und ist Greenpeace, die in Griechenland seit vielen Jahren die Lüge erzählen, man dürfte seine eigenen Ressourcen nicht verwenden, sondern man müsse teure und ineffiziente Windkraftanlagen u.a. aus Deutschland importieren, obwohl man deren Strom mangels Hochspannungsleitungen gar nicht exportieren kann.

    Nicht umsonst fordere ein dt. MdB der CDU noch kurz vor Weihnachten 2011 den Verkauf griech. Inseln – und zwar ganz offensichtlich nur jener Inseln, vor deren Küstenabschnitt man bereits Öl- und Gasblasen exploriert hat (nämlich im Golf von Kavala). Nicht umsonst saß unter Papandreou eine Dame von den Grünen im Energieministerium und blockierte jeden Versuch, längst erstellte Explorationsgutachten über Bodenschätze Griechenlands zu veröffentlichen. Die Dame flog bekanntlich raus, aber kurz nach ihr flog auch Papandreou.

    Die Griechen haben sich derartig ins Bockshorn treiben lassen, dass jetzt keine andere Wahl zu sehen glauben als extrem zu wählen. Ich hoffe, dass die (scharfen) griech. Linken so viel Grips im Kopf haben, zu bemerken, dass sie noch haufenweise Ressourcen unter den griech. Füßen haben. Die Griechen sitzen in einem Keller mit zwei Tressoren. Der eine Tressor beinhaltete Euro-Kredite und ist jetzt leer, der andere Tressor ist leider noch kräftig zugeschweisst, beeinhaltet aber höchst wertvolle Bodenschätze. Den Griechen fehlt derzeit schlicht ein Kredit, um sich einen Schweisbrenner zu kaufen und das dafür nötige Gas zu bezahlen.

    Und genau das wissen alle Großinvestoren, u.a. die Türkei, haargenau. Ergo geht es derzeit darum, Griechenland über die EUdSSR-Hierarchie in Brüssel maximal lange insolvent zu halten, damit man günstig an die Schürfrechte gelangt.

    Wer sich aber der Lügen von Greenpeace bewusst ist und wer als Grieche noch Selbstbewusstsein hat, der tritt jetzt aus der EU und dem Euro aus und auch aus Kyoto und dem Klimapolitik-Unsinn und macht es Kanada oder Australien nach. Die haben auch schon länger deren Klimamärchen-Politiker an der Urne gefeuert und durch realistische Leute ersetzt, die die Landesressourcen heben. Und Greenpeace wie auch dutzende andere fragwürdige „Umweltgruppen“ sind z.B. in Kanada hochaktiv, um die Kanadier von der Ausbeutung ihrer eigenen Ressourcen abzuhalten. Aber genau das lassen sich die Kanadier nicht länger bieten und das ist gut so. Wenn Sie da näheres interessiert, verfolgen Sie folgende Links: Vivian Krause von http://www.fair-questions.com und Ezra Levant vom Sun News TV Network Canada-Kanal und dessen tägl. Politshow „The Source“ unter http://www.ezralevant.com

    Da kriegen Sie haargenau mit, wie der Lobbyistenladen von Greenpeace und Kollegen in Wahrheit funktioniert. Die Lobbyisten-Gruppe der David Suzuki-Foundation konnte Ezra dieses Jahr die Steuerbefreiung nehmen lassen und Greenpeace Kanada ist die schon lange los geworden. Weil politische Lobbygruppen, die Geld u.a. über (noch steuerbefreite) Vereine wie Tides Canada erhalten, eben auf Dauer keine Steuerbefreiung haben dürfen.

    Bei uns droht Greenpeace ein ähnliches Schicksal. Deshalb sind diese Herzchen auch so stark aktiv, eine Novellierung des Stiftungsrechts zu blockieren. Denn unsere Umweltfanatiker möchten lieber weiterhin auf Steuerzahlers Kosten Politik-Lobbyarbeit machen. Und ich hoffe, das ist bald nicht mehr möglich.

  38. Caminero
    14. Mai 2012, 18:05 | #38

    @Climateathe

    Sie reden erneut beflissentlich und vorallem an den Ursachen- und darum geht es mir, am Thema vorbei. In meinem ersten Statement ging es um die Widerlegung der Behauptung von Theodorakis, dass der Grund der Krise fremdgesteuert sei.

    Sie machen nichts anderes, indem Sie lediglich eine andere Art von Interessengruppen aufführen, die Sie ganz persönlich in den NGO’s oder Umweltgruppen verorten. Dabei handelt es sich ausschließlich um Interpretationen Ihrerseits, die ich nicht teile, weil diese keinerlei eine ernstzunehmende Grundlage haben.

    Aber nehmen wir mal an, es handle sich tatsächlich um eine Gruppe von Leuten, welche sich als Umweltorganisatinen tarnen und Griechenland schaden und Griechenland diesen Interessen entgegentreten könnte und die Ressourcen im eigenen Sinne zu nutzen. Was hätte Griechnalnd davon, wenn es sich um das gleiche marode, korrupte und ineffiziente System handeln würde???

    Sie sind naiv, wenn Sie annehmen, das es hinreichend wäre, lediglich die Ressourcen im eigenen Interesse zu fördern. Sie sind mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit kein Ökonom und haben sich wahrscheinlich demzufolge auch nicht mit Themen der Entwicklungspolitik beschäftigt. Diese besagt nämlich eindeutig, dass der Entwicklungspfad einer Ökonomie eindeutig -das habe ich bereits im meinem ersten Statement deutlich gemacht, von der Stärke der staatlichen Institutionen abhängt und eben nicht auschließlich von den Bodenschätzen. Dieses hat die Praxis klar belegt, inder sich nur diese Länder erfolgreich -und zwar unabhängig von den vorhandenen Ressourcen, ökonomisch entwicklen konnten, welche über gefestigte Institutionen verfügt haben.

    Was die Wahlen angeht: wer sagt Ihnen, dass die Protestparteien frei von jeglicher persönlicher Vorteilsnahme sind? Defacto ist Griechenland pleite, es benötigt von den Kreditgebern daher liquide Mittel, die Forderung der EWU lautet: „dafür müsst ihr sparen“.

    Dieses mag ökonomisch unsinnig sein, weil eine Wirtschaft welche sich in einer Rezession befindet ohnehin unter einem Entzug von liquiden Mitteln leidet, siehe dazu auch Statements von Peter Bofinger und Claude Juncker; die Realität oder der Status quo ist aber nun mal in dieser Konstellation zu finden.

    Keine einzige Oppositionspartei hat diesbezüglich den Wählern klaren Wein eingeschenkt, indem man den Wählern klar gemacht, das Sparprogramm ist kontraproduktiv und daher zu kritisieren, aber Griechenland hat voerst keine Alternative. Anstatt also, dass die Opposition, wenn Sie so wollen die Kröte ertmal schluckt und mithilft für politische und ökonomische Stabilität zu sorgen -und nur über diesen Weg kann man über wirtschaftspolitische Alternativen verhandeln, siehe auch die Vorschläge von Hollande, hat man es vorgezogen, trotz aller Warnungen, Neuwahlen abzuhalten.

    Welche von den Protestparteien verfügt auch nur über eine ernstzunehmende wirtschaftspolitische Alternative? Tatsächlich war es nur eine Partei, die die wahren Probleme, nämlich der institutionellen Schwäche thematisiert hat, die es aber nicht ins Parlament geschafft hat. Wie will die Syriza in der Eurozone verbleiben und gleichzeitig auf eigene Faust die Schulden streichen? Wie wollen die Kommunisten einen Währungsaustritt und EU-Austritt abfedern? Welches Programm haben die Rechten außer auf lächerliche Art und Weise die NSDAP zu kopieren?

    Vor allem: warum streben die Oppositionsparteien Neuwahlen an, wenn diese doch defacto keine Alternative besitzen? Warum wettert zunächst ein Samaras monatelang gegen das Sparprogramm, um dann doch, nachdem er sich mit der Ansetzung der Neuwahlen durchgesetzt hat, kleinlaut das Sparprogramm zu unterzeichnen?

    Sie sprechen vom Lobbyismus, Vorteilsnahme und und und, wie verhält es sich aber diesbezüglich um die oben genannten Parteien? Diesen erwähnen Sie noch nicht mal.

    Es ist doch offensichtlich, dass den Oppsitionsparteien mehr daran gelegen war, möglichst viele Wähler für sich zu gewinnen. Wann ist denn dieses der Fall? Doch genau dann wenn es den Leuten schlecht geht, dann zieht die Politik des Populismus Wähler an.

    Was für Theodorakis gilt, gilt auch für Sie. Griechenland ist nicht mit unbewiesene und haltlosen Veraschwörungen geholfen, sondern mit Politikern die die Wahren Ursachen benennen, und das sind leider nur wenige, und ernsthaft an einer Beseitigung derer interessiert sind.

  39. oram
    14. Mai 2012, 22:32 | #39

    mit milliarden sollen leute gerettet werden und nicht die banken/finanzsysteme, welche mit ihren finanztransaktionen diese ganze misere verursachen. es gibt leute wie „caminero“ die glauben das einfach nicht, dass die internationale finanzoligarchie mit ihren multinationalen megafirmen und den weltfinanzbankstern die welt regieren, und nicht einzelne länder mit ihren regierungen. neben argentinien hat sich auch island selbstständig und gegen alle anderen meinungen wieder wirtschaftlich erholt und steht heute besser da denn je. Sie haben die banken nicht gerettet, die schulden nicht bezahlt und die bankster regierung abgewählt und eigenständig ihr land wieder aufgebaut. lieber ein ende mit schrecken, als eine schrecken ohne ende.
    hier noch ein video der neusten rede aus dem bundestag : http://www.youtube.com/watch?v=YfNJOLlImgQ&feature=player_embedded

  40. Caminero
    15. Mai 2012, 14:50 | #40

    @Climateatheist

    @Climateathe

    Im Übrigen: wenn wir auch hier annehmen würden, dass Greenpeace eine reine Lobbyarbeit betreiben würde und lediglich den Griechen aufzwingen will, dass man deutsche Windanalagen kauft, -welche Sie als Unnütz bezeichnen (eine plausible Erklärung aber auslassen), wie wäre es denn wenn Griechenland dieses umgehen könnte und den Abbabu seiner fossilen Brennstoffe vorantreiben könnte?

    Ein Schweißbrenner dürfte wie Sie schreiben kaum ausreichend sein, gerade dann bräuchte Griechenland Maschinen und Ausrüstungsgüter um diese zu fördern. Die Domäne des deutschen Exports liegt gerade dort. Ihre Schlussfolgerungen sind daher unplausibel.

  41. Caminero
    16. Mai 2012, 14:38 | #41

    @oram

    Ich halte nun mal nichts von Meinungen, welche auf Probleme einfache Antworten haben und die in keiner Weise plausibel sind.

    Sie sprechen davon, dass eine internationale Weltfinanzbank die Welt regiert. Ich stimme Ihnen insofern zu, dass das Kapital innerhalb der Weltwirtschaft eine bedeutende Rolle hat, bzw. auf die Weltwirtschaften Macht ausübt. Mit Verlaub, aber dass muss ich nicht erst von Ihnen erfahren.

    Kommen wir nun zu ihren Schlussfolgerungen der einfachen Art: Sie müssen doch zustimmen, dass die oben genannte Tatsache kein neues Phänomen darstellt. Trotz der genannten Tatsache, gab es und gibt es Ökonomien welche sich erfolgreich entwickeln konnten.

    Offensichtlich liegen also zwischen dem Interessen des internationalen Finanzkapitals und der Entwicklung einer Ökonomie noch viele andere Gründe, welche Sie, wohl aus Unwissneheit oder Naivität ignorieren. Welche das seien könnten, habe ich bereits dargelegt.

    Sie sprechen von der Erholung Islands und treffen dabei ohne dass Sie es wollen genau den Punkt bzw. bestätigen die Richtigkeit meiner Statements. Island hat sich deswegen schnell erholt, weil es gegenüber Griechenland sehr viel bessere Strukturen aufweist. Im Übrigen hat die Krise Islands einen spekulativen Hintergrund, Griechenland soziokulturelle oder strukturelle, dieses lasssen Sie wohl der Einfachheit aber beseite.

    Was Argentinien betrifft: Wie lange war aber der Weg Argentiniens um sich einigermaßen zu erholen? Fast eine Dekade und selbst heute noch sind die Auswirkungen der Krise in einigen Bereichen spürbar. Es konnte sich auch nur deswegen erholen, weil der politische Zusammenhalt größer war, und man notwendige Reformen durchgeführt hat.

    Sie prangern die Rettung der Banken an. Es ist Fakt, dass kein einziger Cent den Leuten zugeflossen ist, sondern diese Zahlungen die Forderungsausfälle beglichen haben. Was wäre aber, wenn nicht die Banken gerettet würden? Sie sind sich offensichtlich nicht im Klaren darüber, dass der Finanzsektor eine wichtige Säule der Ökonomie darstellt.

    Auch Sie reden am Thema bzw. den Ursachen der Krise vorbei, veorrten nur die Gründe woanders.

    Bei den einen sind es die bösen Ausländer, bei dem anderem böse Organisationen bei Ihnen der Klassiker die bösen Kapitalisten. Dabei handelt es sich um Meinungen, welche für sich beanspruchen alles zu erklären und in Wirklichkeit nichts erklären.

    Alleine die Tatsache, dass Sie als vermeidbaren Beleg Ihrer Aussagen, Youtoube angeben sagt doch sehr viel über den Inhalt Ihrer Aussagen aus.

  42. Kahlenberg
    12. Juni 2012, 17:42 | #42

    Theodorakis hat zwar recht mit dem drohenden Untergang des griechischen Volkes
    – wenn auch nicht physisch, sondern als Nation auf europäischem Niveau.
    Wo er m. M. nicht recht hat, ist sein Verschwörungsglaube. Offensichtlich hat er als Linker Schwierigkeiten damit, das Handeln von Wirtschaftskonzernen zu verstehen, wodurch dann leicht das Verschwörungs-Trauma erwacht.
    Wirtschaft handelt nicht konzertiert mit der Absicht zu zerstören, sondern immer nur mit der Absicht, Gewinn zu erzielen. Wenn nun Siemens eine Abteilung zwecks Griechen-Schmiergeld hatte, dann müssen sich die Griechen die Frage gefallen lassen, wie konnte es dazu kommen ? Meine Antwort lautet: Die Bedingungen in Griechenland waren nun mal so, daß man nur mit Schmiergeld Geschäfte machen konnte. Die Wirtschaft hat sich lediglich den Bedingungen angepasst, die eigentlich Schuldigen sind jedoch die griechische Politik und Verwaltung wegen mangelhafter Korruptionsbekämpfung. Und die Politik wusste um die Zustände ! Die EU wusste das auch, hat aber Griechenland auf die leichte Schulter genommen.

    Die Waffen, welche die Griechen gekauft haben, hat man die Griechen dazu gezwungen, sie zu kaufen ? Es war wohl das Zypern-Syndrom, das bei den Griechen diesen Kaufrausch ausgelöst hat. Aber irgendwann hätte dieser nach der langjährigen Zementierung des status quo doch auch einmal nachlassen müssen. Jetzt hinterher das verschwundene Geld und die zu zahlenden Zinsen als böse Absicht der anderen zu erkennen ist ziemlich daneben. Schließlich hat Griechenland jahrelang mit gefälschten guten Bilanzen keinen Anlaß für schlechtes Gewissen der Waffenverkäufer geliefert. Die Verkäufe seit Beginn der Krise haben wir ja selbst über target2 und den Schuldenerlass bezahlt.

    Leider weckt das Papier von Theodorakis nicht das Hilfegefühl das er sich vielleicht erhofft. Dazu ist zuviel Anklage gegen die böse Welt vorhanden und zuwenig Einsicht in die Fehler der Griechen selbst. Mit dieser Mentalität ist Griechenland leider wirklich verloren.

  43. Climateatheist
    20. Juni 2012, 19:29 | #43

    Mich wundert, dass lieber an den Mythos „Griechenland soll Agrarprodukte exportieren“ geglaubt wird anstatt an handfeste Ressourcen. Es gab am 27.3.2012 im Hotel Divani Caravel in Athen eine entsprechende Tagung -> http://www.tsomokos.gr/UserFiles/File/Program_ENG.pdf und bei Youtube findet man die zugehörigen (griech.-sprach.) Vorträge
    http://www.youtube.com/watch?v=VNdILSCylZI

  44. Ottfried Storz
    21. Juni 2012, 12:24 | #44

    Es ist volkswirtschaftlich egal, woher das Geld stammt.
    Griechenland hat ein fundamentales Problem relativ viel zu hoher Importe, aufgrund geringer und zudem nicht exportorientierter Produktion. Das Verhältnis Importe zu Exporte liegt seit einem Jahrzehnt bei ca. 2,5:1, ein Wert, den ansonsten nur Drittweltländer erreichen. Dort jedoch ist die Größenordnung pro Kopf deutlich geringer, und der volkswirtschaftliche Finanzhaushalt wird zudem prozentual stärker durch Auslandsüberweisungen ausgeglichen.

    Importe und Exporte Griechenlandd in Mio Euro:
    2010: 60.190 vs. 22.660
    2009: 64.210 vs. 21.340
    2008: 93.910 vs. 29.140
    (Quelle: http://www.europa-auf-einen-blick.de/griechenland/export.php)

  45. oram
    23. Juni 2012, 23:07 | #45

    hier ein video aus dem studio von rt television in new york über den IWF und deren parteischen interessen nahme für die globale banken finanz mafia. auch griechenland wird mehrmals zitiert :
    http://www.youtube.com/watch?v=hYVSkAgYxgM&feature=youtu.be
    die kreditgeber regieren über griechenland und sagen was dort passiert, an dieser tatsache lässt sich nicht
    rütteln, ausser girechenland weigert sich die schulden zurückzuzahlen und befreit sich damit aus der zwangsjacke

  46. Ottfried Storz
    9. Juli 2012, 16:36 | #46

    Theodorakis behauptet im Text:
    „Die Zinsen für den Kredit von einer Mrd. Dollar, den Andreas Papandreou 1986 von einem großen europäischen Land aufnahm, erreichten 54 Mrd. Euro und wurden schließlich … 2010 abbezahlt!“

    Da ich über diesen einzigartig riesigen Fall nichts finden könnte, wäre ich dankbar, wenn man posten würden, welches Land so atemraubend hohe Zinsen (über 100 Prozent !) nahm. Der Dollarwechselkurs war damals ja ungefähr der Gleiche.

  47. Climateatheist
    7. August 2012, 10:05 | #47

    Heute zeigt sich (einmal mehr), worum es in der Griechenland-Krise wirklich geht. Die griech. Regierung verkauft staatl. Erdgas- und Pipeline-Firmen http://www.welt.de/wirtschaft/article108501377/Griechen-wollen-ihre-Gaskonzerne-verkaufen.html und im Gespräch sind russische (GAZPROM), italienische und französische Firmen. Es ist IMHO offensichtlich, dass die EUrokratie in Brüssel aktiv die Insolvenz Griechenlands über Jahre betrieben hat, um solche langfristigen Abermilliarden-Geschäfte auf Kosten der Griechen durchzuführen. Hätten die Griechen aufgepasst, hätten sie sich ihr Tafelsilber, welches sie beim Ausstieg aus der Eurozone reich gemacht hätte, jetzt nicht für einen Apfel und einen Knopf verkaufen müssen.
    Europa und die EUrokratur ruinieren die Süd-Euro-Länder deshalb, weil dort die bürgerliche Gesellschaft sich selbst geschwächt hat. Und auf diese Weise verliert man Geld und Demokratie.

  48. γιαούρτι γιαουρτάκι
    8. August 2012, 20:31 | #48

    @Climateatheist
    Das ist schon länger in Verhandlung und verzögert sich, weil es nämlich bei Drachma-Einführung noch viel billiger wird.

  49. Stratos
    15. Januar 2013, 04:03 | #49

    Herr Theodorakis Sie müssen sich keine Sorgen machen das Ihr Kampf verloren geht.
    Auch wenn Sie es vielleicht nicht miterleben wird es immer Griechen geben die diesen Kampf weiterverfolgen.

    Vielen Dank für Ihren Brief

  50. peter
    20. Februar 2013, 23:55 | #50

    herr mikis theodarakis.
    ich wundere mich das ich von ihnen hier in deutschland nichts gehört habe, denn genau so funktioniert der faschismus in unserer heutigen zeit. da wird nicht mehr gegeneinander geschossen, da rollen keine panzer. es wird ein land ausgenutzt danach in den ruin getrieben, danach gekapert und unter dem rettungsschirm geködert. so einfach geht das. dann setzt die grosse scheinhilfe ein mit milliarden, dann werden die völker vergewaltigt von den banken und den EU syndikat. sie haben den faschismus zweimal erlebt. das hier, ist das dritte mal.

Kommentar Seiten
Kommentare sind geschlossen